Frühjahrsputz in drei Zimmern: sechs Fenster, eine Balkontür, eine Duschwand
Eine Mietwohnung mit drei Zimmern, Küche und Bad. Im Wohnzimmer zwei Fenster, im Schlafzimmer eins, im Arbeitszimmer eins, dazu die Balkontür, das Küchenfenster und das kleine Fenster im Bad. Angenommen, die vier Zimmerfenster messen je 1,20 mal 1,40 Meter, die Balkontür 0,90 mal 2,10 Meter, das Küchenfenster 1,00 mal 1,20 Meter und das Badfenster 0,60 mal 0,80 Meter. Das ergibt 10,3 Quadratmeter je Seite. Innen und außen zusammen sind es 20,6 Quadratmeter Glas.
Die Duschwand kommt dazu, 0,90 mal 2,00 Meter, von beiden Seiten. Der Badspiegel auch. Zusammen rund 24,7 Quadratmeter, mit Rahmen gemessen, also eher zu viel als zu wenig. Das ist die Fläche, um die es beim Frühjahrsputz geht.
Wer so eine Wohnung mit einem Akku-Fenstersauger putzt, macht dreimal dasselbe: einwaschen, absaugen, Tank leeren. Das Gerät läuft nur beim Absaugen auf voller Leistung. Wie lange das dauert, lässt sich aus zwei Herstellerangaben ableiten, die in dieser Klasse selten nebeneinander stehen: Minuten je Akkuladung und Quadratmeter je Akkuladung. Wer beide kennt, kennt die Saugleistung je Minute. Bei den beiden Unterlagen, die beide Zahlen nennen, sind es rund drei Quadratmeter.
Für die Beispielwohnung heißt das: knapp sieben Minuten Saugzeit für die Fenster, gut acht mit Duschwand und Spiegel. Das Einwaschen kostet mehr Zeit als das Absaugen, aber es kostet keinen Akku. Wer jetzt denkt, jedes Gerät reiche dafür, liegt richtig. Die Frage ist eine andere: Welches Gerät macht die sieben Minuten angenehm, und welches sagt ehrlich, was es kann? Wie der Fenstersauger neben Dampfgeräten mit Fensterdüse steht, zeigt der Überblick über Dampfreiniger; hier geht es nur um handgeführte Sauger mit Akku.
Akku-Fenstersauger im Vergleich: fünf Geräte und wo ihre Zahlen stehen
Zwei Kärcher, ein Leifheit, ein Einhell, ein RYOBI. Drei laufen mit einem kleinen Akku im Griff, zwei mit einem 18-Volt-Akku aus einer Werkzeugreihe. Die letzte Spalte zeigt, aus welchem Dokument die Laufzeit stammt. Deshalb wiegen die Zahlen in dieser Tabelle nicht gleich viel.
| Gerät | Saugdüse | Tank | Laufzeit laut Unterlage | Akku fest oder wechselbar | Wo steht die Zahl | Kaufen |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 280 mm, dazu 170 mm | 100 ml | 35 min | fest, nicht als entnehmbar geführt | Kärcher-Produktinformation 1.633-651.0, Stand 09.10.2026 | Zum Angebot | |
| 280 mm | 200 ml | 35 min | entnehmbar, Wechselakku 2.633-123.0 | Kärcher-Produktinformation 1.633-550.0, Stand 30.10.2026 | Zum Angebot | |
| 280 mm, 170 mm als Zubehör | 100 ml | ca. 38 min | fest, laut Anleitung nicht austauschbar | Leifheit-Bedienungsanleitung, Druckstand 01-2024 | Zum Angebot | |
| 280 mm | 100 ml | 320 min mit 4,0 Ah | wechselbar, Power X-Change 18 V | Einhell-Produktdatenblatt Ident 21023, Stand 05.06.2024 | Zum Angebot | |
| 275 mm laut Datenblatt | 100 ml | bis 7 h mit 5 Ah (UK-Seite) | wechselbar, ONE+ 18 V, nicht im Lieferumfang | RYOBI-Produktdatenblatt RWV18-0 und britische Produktseite | Zum Angebot |
Unsere Empfehlung für die Wohnung ist der Kärcher WV 2 Plus N: Er ist mit 0,6 Kilogramm das leichteste Gerät der fünf, bringt die schmale 170-Millimeter-Düse gleich mit und ist das einzige, dessen Datenblatt Minuten, Quadratmeter und Fenster je Ladung nennt. Wer schon einen Einhell-Akku besitzt oder große Flächen ohne Pause putzt, nimmt den BRILLIANTO.
Die Preislage reicht vom unteren Segment beim Leifheit bis zum oberen beim WVP 10. Der Sprung nach oben bringt beim WVP 10 einen doppelt so großen Tank und den Wechselakku, aber keine längere Laufzeit je Akku. Der Sprung vom Leifheit zum WV 2 Plus N bringt die zweite Düse und eine Garantiezusage mit Laufzeit. Ab dem Mittelfeld bringt mehr Geld in dieser Klasse vor allem Ausstattung, nicht Reichweite. Bei den 18-Volt-Geräten hängt die Preislage zudem davon ab, ob ein Akku mitkommt: beim BRILLIANTO im Set ja, beim RYOBI nein.
Wie lange hält der Akku eines Fenstersaugers?
Laut den Unterlagen 35 Minuten bis sieben Stunden. Die Spanne ist so groß, weil zwei Bauarten nebeneinander stehen. Kärcher und Leifheit bauen einen kleinen Lithium-Ionen-Akku ins Gerät, beim WVP 10 mit 3,7 Volt angegeben. Einhell und RYOBI setzen einen 18-Volt-Akku aus ihrer Werkzeugreihe ein, und der ist um ein Vielfaches größer.
Bei den kleinen Akkus liegen die Angaben eng beieinander: 35 Minuten beim WV 2 Plus N, 35 beim WVP 10, ca. 38 beim Dry & Clean. Leifheit erklärt den Vorsprung: Das eingeschaltete Gerät läuft im Stand-by ruhig und entwickelt seine volle Leistung erst, wenn die Gummilippe an der Scheibe anliegt. Nach zwei Minuten ohne Scheibenkontakt schaltet es in einen Sleep-Modus. Die 38 Minuten sind also keine reine Saugzeit. Ob die 35 Minuten von Kärcher Saugzeit sind oder Einschaltzeit, sagt keine der beiden Produktinformationen.
Bei den großen Akkus hängt die Laufzeit an der Akkugröße. Einhell druckt dafür eine Tabelle: 120 Minuten mit 1,5 Amperestunden, 320 mit 4,0, 640 mit 8,0. RYOBI nennt auf der britischen Produktseite bis zu sieben Stunden mit einem 5-Ah-Akku; die deutsche Seite hat das Feld für die Minuten, aber keinen Wert darin. Einhells Originalbetriebsanleitung nennt überhaupt keine Laufzeit, die Tabelle steht nur im Produktdatenblatt.
Wer mit dem Akku eines Akku-Staubsaugers vergleicht, sollte eines wissen: Ein Fenstersauger saugt Wasser durch einen schmalen Spalt hinter der Gummilippe, kein Luftstrom mit Staub. RYOBI gibt dafür 60 Liter Luft je Minute an. Der Motor ist klein, deshalb reicht ein kleiner Akku eine halbe Stunde, und deshalb läuft ein 18-Volt-Akku stundenlang.
Die Werte als Liste
- RWV18 (5 Ah): 420 min
- BRILLIANTO (4 Ah): 320 min
- Dry & Clean: 38 min
- WV 2 Plus N: 35 min
- WVP 10:35 min
Minuten, Quadratmeter, Fenster: die Reichweite auf eine Einheit gebracht
Die fünf Unterlagen messen die Reichweite in drei verschiedenen Einheiten. Kärcher nennt beim WV 2 Plus N Minuten und Fläche, ca. 105 Quadratmeter in 35 Minuten, und die deutsche Produktinformation der Schwesterausführung setzt „= 35 Fenster“ dahinter. Leifheit nennt in der Anleitung Minuten und auf der Produktseite die Fläche: bis zu 110 Quadratmeter in bis zu 38 Minuten. Beim WVP 10 nennt Kärcher nur Minuten. Einhell und RYOBI nennen Minuten je Akkugröße.
Auf eine Einheit gebracht, liegen die beiden Flächenangaben fast gleichauf: 3,0 Quadratmeter je Minute bei Kärcher, 2,9 bei Leifheit. Bei Einhell ergibt die Tabelle 80 Minuten je Amperestunde, bei sieben der acht Akkugrößen genau, beim 5,2-Ah-Akku 79,8. RYOBI kommt mit sieben Stunden aus fünf Amperestunden auf 84 Minuten je Amperestunde. Eine Fläche nennen die beiden 18-Volt-Hersteller nicht.
Was keine der fünf Unterlagen nennt, ist die Messbedingung. Weder steht da, ob die Minuten Saugzeit oder Einschaltzeit sind, noch, auf welcher Scheibe, mit wie viel Wasser und bei welcher Temperatur gemessen wurde. Einhell hat unter seiner Laufzeittabelle eine Zeile „Testaufbau“ vorgesehen. Sie ist leer.
Und Kärchers Fenster? 105 Quadratmeter geteilt durch 35 Fenster sind drei Quadratmeter je Fenster. Ob eine Seite gemeint ist oder beide, sagt die Produktinformation nicht. Für die Beispielwohnung passt die zweite Lesart: Ihre sieben Öffnungen haben im Schnitt 1,5 Quadratmeter je Seite, beidseitig also drei. Die 20,6 Quadratmeter sind dann rund sieben Kärcher-Fenster, und das sind rund 20 Prozent einer Ladung.
Wie viele Saugminuten eine Glasfläche braucht
Eingabe: Glasfläche in Quadratmetern, innen und außen zusammengezählt. Ausgabe: Saugminuten nach den beiden Herstellerquoten, die Fläche und Zeit zugleich nennen: Kärcher 105 m² in 35 Minuten, Leifheit 110 m² in 38 Minuten.
Saugzeit: 7,0 bis 7,2 Minuten
Grundlage: Glasfläche, beide Seiten 21,0 Quadratmeter.
| Glasfläche, beide Seiten (Quadratmeter) | Saugzeit (Minuten) | Anmerkung |
|---|---|---|
| 1,0 bis 30,0 | 0,3 bis 10,4 | eine Ladung reicht bei allen fünf |
| 31,0 bis 100,0 | 10,3 bis 34,5 | WV 2 Plus N, WVP 10 und Dry & Clean mit voller Ladung |
| 101,0 bis 110,0 | 33,6 bis 38,0 | nur noch die Leifheit-Quote; Kärcher braucht Zweitakku (WVP 10) oder Ladepause |
| 111,0 bis 200,0 | 37,0 bis 69,0 | Wechselakku oder 18-Volt-Gerät; sonst 180 bis 230 Minuten laden |
Faktoren 35/105 (Kärcher-Produktinformation WV 2 Plus N, 1.633-651.0) und 38/110 (Leifheit-Bedienungsanleitung und Produktseite Dry & Clean), Minuten je Quadratmeter. Keine Unterlage nennt eine Messbedingung; die Glasfläche ist als Annahme im Feld veränderbar. Stand 04.11.2026.
Fünf Geräte, je drei Fragen: was das Angebot sagt, was die Unterlage sagt, was bleibt
Jedes Profil stellt drei Dinge nebeneinander: einen Händlertext oder eine Herstellerwerbung außerhalb von Amazon, die Unterlage des Herstellers und den Rest, der nach dem Abgleich übrig bleibt. Darunter je zwei Sätze, was für das Gerät spricht und was dagegen. Wo ein Herstellerfeld fehlt, steht im aufklappbaren Kasten, wo gesucht wurde.
Kärcher WV 2 Plus N
Kärcher WV 2 Plus N, Akku-Fenstersauger in Weiß mit 280-mm- und 170-mm-Saugdüse, Sprühflasche mit Mikrofaserbezug und 20 ml Glasreiniger-Konzentrat (Bestell-Nr. 1.633-651.0)
Preislage: Mittelfeld · Saugdüse: 280 mm, dazu 170 mm · Tank: 100 ml
Laufzeit: 35 min · Fläche je Ladung: ca. 105 m² = 35 Fenster · Ladezeit: 230 min
Akku: fest, nicht als entnehmbar geführt · Gewicht: 0,6 kg mit Akku
Was das Angebot sagt: Ein Baumarkt-Datenblatt zum WV 2 Plus N nennt 185 Minuten Ladezeit, 35 Minuten Laufzeit und „etwa 35 Fenster“ je Ladung.
Was die Unterlage sagt: Die Kärcher-Produktinformation zur Ausführung 1.633-651.0 nennt 35 Minuten, ca. 105 Quadratmeter je Akkuladung und 230 Minuten Ladezeit, die deutsche Fassung der Schwesterausführung 1.633-642.0 dasselbe, ergänzt um „= 35 Fenster“.
Was übrig bleibt: Die 185 Minuten stammen aus dem Datenblatt der Ausführung 1.633-212.0 vom September 2019. Für die heutige Bestellnummer gelten 230 Minuten, also rund 45 Minuten mehr. Laufzeit und Fläche sind seit 2019 unverändert.
Passt für: Wer eine Wohnung mit normalen Fenstern, ein paar Sprossen oder einer schmalen Badscheibe putzt und das leichteste Gerät der fünf in der Hand haben will.
Passt nicht für: Wer Akkus tauschen will, ohne zu warten; die Zubehörliste der Produktinformation führt für den WV 2 Plus N keinen Wechselakku.
Spricht dafür: als einziges Gerät mit Fläche und Fensterzahl je Ladung, zweite, schmale Düse mit 170 mm im Lieferumfang, leichtestes Gerät der fünf: 0,6 kg, Ersatzlippen und schmale Düse mit Teilenummer, 24 Monate Herstellergarantie bei privater Nutzung.
Spricht dagegen: Akku nicht wechselbar, längste Ladezeit der fünf: 230 Minuten, nur 100 ml Schmutzwassertank, nur 20 ml Konzentrat beiliegend.
Hersteller, Anschrift, Erreichbarkeit und Garantie
| Unternehmen | Alfred Kärcher Vertriebs-GmbH (Kärcher-Gruppe, Alfred Kärcher SE & Co. KG) |
| Anschrift | Friedrich-List-Straße 4, 71364 Winnenden, laut Garantiebedingungen Stand 04.2026 |
| Gegründet | 1935 in Stuttgart-Bad Cannstatt, laut Unternehmensseite von Kärcher |
| Kontakt | Telefon 07195 903-0 laut Kontaktseite von Kärcher |
| Zeiten | Montag bis Freitag 7 bis 20 Uhr, Samstag 8 bis 16 Uhr laut Kontaktseite |
| Garantie | 24 Monate für Home-&-Garden-Geräte bei privater Nutzung, Beginn mit Kaufdatum, maschinell erstellter Kaufbeleg nötig (Garantiebedingungen Stand 04.2026) |
| Normen und Kennzeichnung | Keine Norm in der Produktinformation genannt; Ladegerät für 100 bis 240 V und 50 bis 60 Hz |
| Herkunft | Nicht genannt; geprüft wurden die Produktinformationen 1.633-651.0 und 1.633-642.0 und die Kontaktseite |
| Gewicht | 0,6 kg mit Akku, 1,1 kg mit Verpackung |
| Seit wann im Handel | WV 2 Plus N im Datenblatt der Ausführung 1.633-212.0 vom 10.09.2019; die Ausführung 1.633-651.0 trägt den Stand 09.10.2026 |
Kärcher WVP 10
Kärcher Professional WVP 10, Akku-Fenster- und Oberflächensauger in Anthrazit mit 280-mm-Düse, entnehmbarem Akku, Ladegerät, Sprühflasche und 500 ml Oberflächenreiniger-Konzentrat (Bestell-Nr. 1.633-550.0)
Preislage: oberes Segment · Saugdüse: 280 mm · Tank: 200 ml
Laufzeit: 35 min · Fläche je Ladung: keine Angabe · Ladezeit: 180 min
Akku: entnehmbar, Wechselakku 2.633-123.0 · Gewicht: 1 kg mit Akku
Was das Angebot sagt: Ein älteres Kärcher-Datenblatt, das ein Baumarkt zum WVP 10 bereitstellt, nennt 0,95 Kilogramm mit Akku, 35 Minuten und 180 Minuten Ladezeit.
Was die Unterlage sagt: Die aktuelle Produktinformation nennt 35 Minuten Arbeitszeit, 180 Minuten Ladezeit, 200 Milliliter Schmutzwasser, einen entnehmbaren Lithium-Ionen-Akku mit 3,7 Volt und 1 Kilogramm mit Akku.
Was übrig bleibt: Eine Fläche je Ladung nennt Kärcher beim WVP 10 nicht, obwohl dieselbe Firma sie beim WV 2 Plus N angibt. Die Kapazität des Akkus fehlt ebenso. Der Gewichtsunterschied zwischen beiden Datenblättern beträgt 50 Gramm.
Passt für: Wer große Glasflächen, Glastüren oder eine Ferienwohnung putzt und mit einem zweiten Akku ohne Pause weiterarbeiten will.
Passt nicht für: Wer nur einmal im Frühjahr eine Mietwohnung putzt; dafür trägt man das doppelte Tankvolumen und 400 Gramm mehr ohne Gegenwert.
Spricht dafür: größter Schmutzwassertank der fünf: 200 ml, Akku entnehmbar, Zweitakku 2.633-123.0 erhältlich, Überkopf-Saugen laut Kärcher möglich, einstellbarer Abstandhalter für Ränder, 500 ml Konzentrat im Lieferumfang.
Spricht dagegen: keine Flächenangabe je Ladung, keine schmale Düse im Lieferumfang, mit 1 kg fast doppelt so schwer wie der WV 2 Plus N, Professional-Garantie: 12 Monate, privat 24.
Hersteller, Anschrift, Erreichbarkeit und Garantie
| Unternehmen | Alfred Kärcher Vertriebs-GmbH (Kärcher-Gruppe, Bereich Professional) |
| Anschrift | Friedrich-List-Straße 4, 71364 Winnenden, laut Garantiebedingungen Stand 04.2026 |
| Gegründet | 1935 in Stuttgart-Bad Cannstatt, laut Unternehmensseite von Kärcher |
| Kontakt | Telefon 07195 903-0 laut Kontaktseite von Kärcher |
| Zeiten | Montag bis Freitag 7 bis 20 Uhr, Samstag 8 bis 16 Uhr laut Kontaktseite |
| Garantie | Professional-Bereich 12 Monate, bei privater Nutzung 24 Monate (Garantiebedingungen Stand 04.2026) |
| Normen und Kennzeichnung | Keine Norm in der Produktinformation genannt; Akkuspannung 3,7 V |
| Herkunft | Nicht genannt; geprüft wurden die Produktinformation 1.633-550.0 und das ältere Datenblatt beim Baumarkt |
| Gewicht | 1 kg mit Akku laut Produktinformation 2026, 0,95 kg laut älterem Datenblatt |
| Seit wann im Handel | Nicht genannt; die Produktinformation trägt den Stand 30.10.2026 |
Leifheit Dry & Clean
Leifheit Fenstersauger Dry & Clean, Grundgerät mit 28-cm-Gummilippe, abnehmbarem Tank und Ladeadapter, ohne Stiel (Artikel 51000)
Preislage: unteres Segment · Saugdüse: 280 mm, 170 mm als Zubehör · Tank: 100 ml
Laufzeit: ca. 38 min · Fläche je Ladung: bis zu 110 m² (Produktseite) · Ladezeit: ca. 180 min
Akku: fest, laut Anleitung nicht austauschbar · Gewicht: 0,7 kg ohne Zubehör
Was das Angebot sagt: Ein Preisvergleichsportal führt den Dry & Clean in den Gerätedaten mit 35 Minuten Betriebsdauer, während ein Händlertext auf derselben Seite „ca. 38 min“ schreibt.
Was die Unterlage sagt: Die Bedienungsanleitung nennt ca. 38 Minuten Betriebsdauer und ca. 180 Minuten Ladezeit und schreibt dazu: Alle Angaben sind ca.-Werte. Die Produktseite ergänzt „bis zu 38 Minuten (110 m²)“ dank Standby-Automatik.
Was übrig bleibt: Die 35 Minuten sind die ältere Zahl; die Druckvorlage der heutigen Anleitung heißt im Dateinamen ausdrücklich „38min“. Die 110 Quadratmeter stehen nur auf der Produktseite, nicht in der Anleitung.
Passt für: Wer selten putzt, den günstigsten Einstieg sucht und später einen Leifheit-Stiel aus dem Click-System aufstecken möchte.
Passt nicht für: Wer das Gerät viele Jahre nutzen will; der Akku ist laut Anleitung nicht austauschbar, und Reparaturen gehören zum Kundendienst.
Spricht dafür: längste Laufzeit der Kleinakku-Geräte: ca. 38 min, über Kopf und quer laut Anleitung erlaubt, Sleep-Modus nach 2 Minuten ohne Scheibenkontakt, Click-System für alle Leifheit-Teleskopstiele, kostenlose Servicenummer in der Anleitung.
Spricht dagegen: Akku laut Anleitung nicht austauschbar, schmale 17-cm-Düse nur als Zubehör, nur 100 ml Tank, Flächenangabe nur auf der Produktseite.
Hersteller, Anschrift, Erreichbarkeit und Garantie
| Unternehmen | Leifheit AG |
| Anschrift | Leifheitstraße 1, 56377 Nassau, Amtsgericht Montabaur HRB 2857, laut Bedienungsanleitung und Impressum |
| Gegründet | 1959 in Nassau, laut Presseberichten zur Firmengeschichte; Impressum und Anleitung nennen kein Jahr |
| Kontakt | Telefon 0800 5 34 34 34 (kostenlos), international +49 26 04 97 70, laut Bedienungsanleitung |
| Zeiten | Montag bis Freitag 8.30 bis 12.00 Uhr laut Bedienungsanleitung |
| Garantie | Leifheit gibt auf ausgewählte Produkte 3, 5 oder 10 Jahre; für den Dry & Clean nennt die Produktseite keine Dauer, die Anleitung verweist im Fehlerfall an den Händler |
| Normen und Kennzeichnung | EN 60335-1, EN 60335-2-2 und EN 62233 laut EU-Konformitätserklärung vom 05.09.2023 |
| Herkunft | Nicht genannt; geprüft wurden Bedienungsanleitung, Konformitätserklärung und Produktseite |
| Gewicht | 0,7 kg ohne Zubehör laut Bedienungsanleitung |
| Seit wann im Handel | Erste CE-Kennzeichnung im Juni 2015 laut EU-Konformitätserklärung |
Einhell BRILLIANTO
Einhell Akku-Fensterreiniger BRILLIANTO für Power X-Change, 28-cm-Saugdüse, 300-ml-Sprühflasche mit Mikrofaserpad, Wandhalterung, im Set mit 18-V-Akku 4,0 Ah und Ladegerät (Artikel 3437100)
Preislage: Mittelfeld · Saugdüse: 280 mm · Tank: 100 ml
Laufzeit: 320 min mit 4,0 Ah · Fläche je Ladung: keine Angabe · Ladezeit: am Ladegerät angegeben
Akku: wechselbar, Power X-Change 18 V · Gewicht: 0,8 kg ohne Akku
Was das Angebot sagt: Die Pressemitteilung von Einhell zum Marktstart beschreibt den BRILLIANTO für Arbeiten in jede Richtung und zählt Duschen, Glastische und Autoscheiben auf.
Was die Unterlage sagt: Die Originalbetriebsanleitung nennt keine Laufzeit und rät vom Arbeiten über Kopf ab. Das Produktdatenblatt listet Laufzeiten je Akkugröße von 120 Minuten mit 1,5 Ah bis 640 Minuten mit 8,0 Ah, für den 4,0-Ah-Akku 320 Minuten.
Was übrig bleibt: Unter der Laufzeittabelle steht ein Feld „Testaufbau“, und es ist leer. Die Ladezeit verweist die Anleitung auf das Ladegerät. Das Gewicht ohne Akku liegt je nach Datenblatt bei 0,74 oder 0,8 Kilogramm.
Passt für: Wer schon Gartengeräte oder Werkzeug von Einhell mit Power-X-Change-Akku hat oder große Flächen ohne Ladepause putzen will.
Passt nicht für: Wer über Kopf putzen muss oder ein leichtes Gerät für lange Fensterreihen sucht; mit 18-Volt-Akku wird es deutlich schwerer als die Kleinakku-Geräte.
Spricht dafür: längste Laufzeit im Set: 320 Minuten mit 4,0 Ah, Akku wechselbar und mit anderen Einhell-Geräten nutzbar, größte Sprühflasche der fünf: 300 ml, Wandhalterung im Lieferumfang, Laufzeittabelle für acht Akkugrößen.
Spricht dagegen: über Kopf laut Anleitung nicht empfohlen, keine Laufzeit in der Anleitung, Testaufbau leer, nur 100 ml Tank, Garantie 2 Jahre, nur für Verbraucher in der EU.
Hersteller, Anschrift, Erreichbarkeit und Garantie
| Unternehmen | Einhell Germany AG |
| Anschrift | Wiesenweg 22, 94405 Landau/Isar, laut Impressum; Garantiegeber laut Garantieurkunde |
| Gegründet | 1964 übernahm Josef Thannhuber den Betrieb seines Onkels Hans Einhell, laut Firmengeschichte von Einhell |
| Kontakt | Telefon +49 9951 942-0 laut Impressum; Garantiefälle über einhell-service.com laut Garantieurkunde |
| Zeiten | Nicht genannt; geprüft wurden Impressum und Garantieurkunde |
| Garantie | 2 Jahre ab Kaufdatum für Verbraucher, Mängel innerhalb von zwei Wochen nach Erkennen melden, nicht bei gewerblicher Nutzung (Garantieurkunde) |
| Normen und Kennzeichnung | Keine Norm in der Anleitung genannt; das Produktdatenblatt verweist auf ein GS-Zeichen, das sich nur auf das Gerät ohne Zubehör bezieht |
| Herkunft | Nicht genannt; geprüft wurden Originalbetriebsanleitung und Produktdatenblatt |
| Gewicht | 0,8 kg ohne Akku laut Anleitung, 0,74 kg laut Produktdatenblatt Ident 21012 |
| Seit wann im Handel | Pressemitteilung von Einhell zur Einführung vom 18.07.2023 |
RYOBI RWV18-0
RYOBI 18 V ONE+ Akku-Fenstersauger RWV18-0 mit Sprühflasche, Mikrofasertuch und Reinigungslösung, ohne Akku und Ladegerät (Artikelnummer 5133006623)
Preislage: Mittelfeld · Saugdüse: 275 mm laut Datenblatt · Tank: 100 ml
Laufzeit: bis 7 h mit 5 Ah (UK-Seite) · Fläche je Ladung: keine Angabe · Ladezeit: je nach ONE+-Akku
Akku: wechselbar, ONE+ 18 V, nicht im Lieferumfang · Gewicht: 1,0 kg ohne, 1,4 kg mit 2-Ah-Akku
Was das Angebot sagt: Der Händlertext eines Baumarkts nennt im selben Absatz eine 28 Zentimeter lange Reinigungslippe und in den technischen Daten eine Kehrbreite von 27,5 Zentimetern.
Was die Unterlage sagt: Das Datenblatt von RYOBI führt beides ebenfalls: 27,5 Zentimeter Kehrbreite in der Tabelle, 28 Zentimeter Reinigungslippe im Text. Eine Laufzeit nennt die deutsche Seite nicht; die britische Seite nennt bis zu sieben Stunden mit einem 5-Ah-Akku.
Was übrig bleibt: Für deutsche Käufer steht die Laufzeit nur auf einer fremdsprachigen Herstellerseite. Rechnet man sie um, sind es 84 Minuten je Amperestunde.
Passt für: Wer schon Akkus und Ladegerät aus der RYOBI-ONE+-Reihe besitzt und kein weiteres Ladegerät in die Schublade legen will.
Passt nicht für: Wer ohne vorhandenen Akku kauft; dann kommen Akku und Ladegerät dazu, und das Gerät wird mit 1,4 Kilogramm das schwerste der fünf.
Spricht dafür: Akku wechselbar, passt in die ONE+-Reihe, längste Laufzeit laut Hersteller: bis 7 h mit 5 Ah, Akkuabdeckung nach IPX4 gegen Spritzwasser, 3 Jahre Garantie nach Registrierung.
Spricht dagegen: Akku und Ladegerät nicht im Lieferumfang, mit Akku das schwerste Gerät: 1,4 kg, Laufzeit nur auf der britischen Seite, keine Anleitung zum Download gefunden.
Hersteller, Anschrift, Erreichbarkeit und Garantie
| Unternehmen | Techtronic Industries Central Europe GmbH (Techtronic Industries, Marke RYOBI unter Lizenz der Ryobi Limited) |
| Anschrift | Walder Str. 53, 40724 Hilden, Amtsgericht Düsseldorf HRB 53039, laut Impressum von ryobitools.eu |
| Gegründet | Techtronic Industries 1985 in Hongkong; die Marke RYOBI geht auf Ryobi Seisakusho, gegründet 1943 in Japan, zurück |
| Kontakt | Telefon +49 (0)2103 960-0 laut Impressum; Anleitungen und Ersatzteile über services.ryobitools.eu |
| Zeiten | Nicht genannt; geprüft wurden Impressum, Produktseite und Kontaktseite von ryobitools.eu |
| Garantie | 3 Jahre nach Produktregistrierung laut Produktseite und Datenblatt |
| Normen und Kennzeichnung | Akkuabdeckung IPX4 laut Produktseite; keine Gerätenorm genannt |
| Herkunft | Nicht genannt; geprüft wurden Produktdatenblatt, deutsche und britische Produktseite |
| Gewicht | 1,0 kg ohne Akku, 1,4 kg mit Akku RB1820C laut Datenblatt |
| Seit wann im Handel | Nicht genannt; geprüft wurden Produktdatenblatt und Produktseiten |
Fenstersauger mit Wechselakku oder mit festem Akku?
Zwei der fünf haben einen Akku, der fest im Gerät bleibt. Leifheit schreibt es in die Sicherheitshinweise: Das Gerät enthält Batterien, die nicht ausgetauscht werden können. Reparaturen dürfen nur autorisierte Kundendiensttechniker vornehmen, das Grundgerät darf man nicht öffnen. Beim WV 2 Plus N nennt Kärcher einen Lithium-Ionen-Akku; die Zubehörliste der Produktinformation führt Düse, Ladegerät, Abziehlippen, Bezüge und Verlängerung, aber keinen Wechselakku.
Drei lassen den Akku herausnehmen. Der WVP 10 hat einen eigenen Wechselakku, Kärcher-Teilenummer 2.633-123.0, den es auch in der Adv-Ausführung im Set gibt. BRILLIANTO und RWV18 nehmen den 18-Volt-Akku ihrer Reihe. Wer im Garten schon einen Akku-Laubsauger von Einhell oder RYOBI benutzt, hat den Akku für den Fenstersauger also bereits in der Garage.
Das hat zwei Folgen. Die erste ist die Laufzeit: Wer große Flächen putzt, wechselt den Akku und putzt weiter, statt drei bis vier Stunden zu warten. Die zweite ist die Lebensdauer. Ein Lithium-Ionen-Akku verliert mit den Jahren Kapazität. Leifheit schreibt in seine Garantiebedingungen, dass eine kürzere Entladungszeit entsprechend Alter und Nutzung kein Garantiefall ist. Ist der Akku fest eingebaut, endet mit ihm das Gerät, wenn der Kundendienst ihn nicht tauscht.
Kärcher sagt für seine 18- und 36-Volt-Akkus zu, dass sie innerhalb von 24 Monaten mindestens 70 Prozent ihrer Nennkapazität behalten. Für die kleinen Akkus der Fenstersauger steht diese Zusage nicht in den Garantiebedingungen. Die Kippfrage dieser Seite steckt genau hier: Wer schon Akkus einer 18-Volt-Reihe besitzt, für den kippt die Empfehlung zum BRILLIANTO oder zum RWV18.
Wie lange muss ein Fenstersauger laden?
180 bis 230 Minuten bei den Geräten mit kleinem Akku. Leifheit nennt ca. 180 Minuten für den Dry & Clean, Kärcher 180 für den WVP 10 und 230 für den WV 2 Plus N in der heutigen Ausführung 1.633-651.0. Ein Baumarkt führt für den WV 2 Plus N noch 185 Minuten; die Zahl stammt aus dem Datenblatt der Ausführung 1.633-212.0 von 2019. Wer nach „Kärcher Fenstersauger wie lange laden“ sucht, findet also zwei richtige Antworten für zwei Bestellnummern.
Einhell verweist die Ladezeit auf das Ladegerät: Die Zeiten stehen direkt darauf und können je nach Restladung etwas abweichen. Danach schaltet das Ladegerät auf eine Schonladung um, und Einhell empfiehlt, den Akku noch etwa 15 Minuten länger darauf zu lassen. Ideal lädt der Akku zwischen 10 und 45 Grad. Ist er zu kalt, unter 0 Grad, oder zu heiß, meldet das Ladegerät eine Temperaturstörung.
Leifheit verlangt, das Gerät vor der ersten Nutzung voll zu laden, und schreibt, dass der Akku seine volle Kapazität erst nach einigen Lade- und Entladezyklen erreicht. Während des Ladens blinkt die LED grün, danach leuchtet sie dauerhaft. Das Ladegerät ist nur für den Leifheit-Fenstersauger bestimmt. Kärcher führt in der Zubehörliste des WV 2 Plus N das Ladegerät 2.633-107.0, das laut eigener Produktinformation auch zum WVP 10 passt.
Für den Frühjahrsputz heißt das: am Vorabend laden, nicht am Morgen. Bei der Beispielwohnung mit sieben Minuten Saugzeit reicht eine Ladung bei allen fünf, auch wenn der Akku nicht ganz voll ist. Knapp wird es erst bei Flächen, die über 100 Quadratmeter liegen.
Was kostet eine Akkuladung? Strom für ein Jahr Fensterputzen
Weniger als ein Cent bei den kleinen Akkus, wenige Cent bei den großen. Rechnen lässt es sich nur dort, wo die Unterlage eine Energieangabe hergibt, und das ist nicht bei allen fünf so. Kärcher nennt für keinen der beiden Sauger die Kapazität des Akkus, nur beim WVP 10 die Spannung von 3,7 Volt.
Leifheit nennt die Daten des Ladeadapters: 5 Volt, 1 Ampere, 5 Watt Ausgangsleistung, durchschnittliche Effizienz 76,68 Prozent. Über die volle Ladezeit von 180 Minuten gibt der Adapter höchstens 15 Wattstunden ab und zieht dafür rund 19,6 Wattstunden aus der Steckdose. Beim Haushaltsstrompreis von 37,3 Cent je Kilowattstunde, den der BDEW für das bisherige Jahr 2026 ausweist, sind das höchstens 0,7 Cent je Ladung. Die echte Ladung liegt darunter, weil der Adapter nicht drei Stunden lang mit voller Leistung lädt.
Beim BRILLIANTO steckt die Energie im Akku: 18 Volt mal 4,0 Amperestunden sind 72 Wattstunden. Mit Verlusten im Ladegerät, die Einhell nicht beziffert, kostet eine volle Ladung damit mindestens 2,7 Cent und reicht laut Tabelle 320 Minuten. Ein 5-Ah-Akku von RYOBI hat 90 Wattstunden, eine Ladung kostet mindestens 3,4 Cent. Wie der BDEW-Preis in anderen Geräterechnungen dieser Seite verwendet wird, zeigt der Ratgeber zum Stromverbrauch von Luftentfeuchtern.
Eine Musterrechnung für ein Jahr: Die Beispielwohnung wird viermal geputzt, angenommen im Frühjahr, Sommer, Herbst und vor Weihnachten. Jedes Mal sieben bis acht Minuten Saugzeit, also rund ein Fünftel einer Ladung beim Dry & Clean. Viermal ein Fünftel von höchstens 0,7 Cent sind rund 0,6 Cent Strom im Jahr. Selbst mit voller Ladung nach jedem Putztag bleiben es unter drei Cent. Der Strom ist bei diesem Gerät keine Kostenfrage.
Abziehlippe, Bezug, Konzentrat: welche Ersatzteile es gibt
Was über die Jahre wirklich Geld kostet, sind Verschleißteile, und die stehen bei vier der fünf Hersteller mit Teilenummer in der Liste. Kärcher führt Abziehlippen mit 280 Millimetern unter 2.633-005.0, laut Produktinformation passend für WV 2, WV 5 und den WVP 10, dazu die schmale Düse mit 170 Millimetern unter 2.633-112.0. Die Mikrofaser-Wischbezüge gibt es als Indoor (2.633-130.0) und Outdoor mit Schmutzkratzer (2.633-131.0).
Leifheit führt ein Set Gummilippen unter der Nummer 51160 und die 17-Zentimeter-Düse unter 51007. Einhell listet im Produktdatenblatt eine Ersatzdüse mit 280 Millimetern und einen Ersatz-Mikrofaser-Wischbezug; Ersatzteilnummern nennt die Anleitung nicht, sie verlangt bei der Bestellung Typ, Artikelnummer, Ident-Nummer und Ersatzteilnummer und verweist auf einhell-service.com. RYOBI verweist auf seine Service-Seite für Anleitungen und Ersatzteile; eine Teileliste zum RWV18 war dort zum Prüftag nicht zu finden.
Wann eine Lippe getauscht werden muss, nennt keiner der fünf Hersteller in Monaten oder Quadratmetern. Leifheit schreibt nur, worauf sie kaputtgeht: raue Oberflächen. Wer den Fenstersauger auf geriffeltem Glas, auf Strukturfliesen oder auf einer verkratzten Duschwand benutzt, verkürzt die Lebensdauer der Lippe. Ein Zeichen dafür sind Streifen, die vorher nicht da waren.
Beim Konzentrat liegt dem WV 2 Plus N ein 20-Milliliter-Fläschchen Glasreiniger RM 503 bei, dem WVP 10 ein halber Liter Oberflächenreiniger CA 30 R. Leifheit empfiehlt den eigenen Glasreiniger oder das Fensterspray. Einhell und Leifheit schließen Spiritus und Schaumreiniger aus. Welches Mittel in welcher Menge in die Sprühflasche gehört, ist ein eigenes Thema; hier zählt nur, dass es dafür bei Kärcher und Leifheit Originalware gibt.
Saugdüse 28 oder 17 Zentimeter: Sprossenfenster und kleine Fenster
Vier der fünf Geräte haben eine Saugdüse von 280 Millimetern, also 28 Zentimetern. Beim RYOBI steht im Datenblatt eine Kehrbreite von 27,5 Zentimetern und im Text darüber eine 28 Zentimeter lange Reinigungslippe. Beides kann stimmen: Lippe und abgezogene Breite sind nicht dasselbe Maß. Welches die Tabelle meint, schreibt RYOBI nicht dazu.
Für Sprossenfenster und kleine Scheiben ist die Breite die wichtigste Zahl der Seite. Eine 28-Zentimeter-Düse zieht ein Feld von 25 Zentimetern Breite nicht sauber ab, sie stößt an die Sprossen. Kärcher legt dem WV 2 Plus N deshalb die 170-Millimeter-Düse bei, und die Produktinformation nennt die Saugdüse ausdrücklich wechselbar. Leifheit bietet dieselbe Breite als Zubehör an. Für WVP 10, BRILLIANTO und RWV18 nennen die Unterlagen keine schmale Düse; Einhell führt ein Düsen-Set als Zubehör ohne Maßangabe.
Wer vor dem Kauf misst, misst die Breite der Glasfelder zwischen den Sprossen oder Rahmen, nicht die des Fensters. Liegt sie unter 28 Zentimetern, braucht es die schmale Düse. Liegt sie unter 17 Zentimetern, hilft auch die nicht mehr, dann bleibt der Abzieher in Handbreite. Für das kleine Badfenster der Beispielwohnung mit 60 Zentimetern reicht die breite Düse, für eine Sprossentür mit sechs Feldern nicht.
- Spanne der Herstellerdüsen: 170 bis 280 mm
- Schmaldüse Kärcher, Leifheit: 170 mm — im Korridor
- RYOBI RWV18: 275 mm — im Korridor
- Standarddüse: 280 mm — im Korridor
Leifheit oder Kärcher: Dry & Clean gegen WV 2 Plus N
Die beiden sind sich ähnlicher, als die Preislage vermuten lässt. Beide haben 28 Zentimeter Düse, 100 Milliliter Tank, einen festen Akku und eine Laufzeit von 35 bis 38 Minuten. Der Dry & Clean liegt im unteren Segment, der WV 2 Plus N im Mittelfeld. Was den Unterschied trägt, sind vier Punkte.
Erstens die schmale Düse: beim Kärcher im Karton, beim Leifheit als Zubehör. Zweitens das Gewicht: 0,6 Kilogramm mit Akku beim Kärcher, 0,7 ohne Zubehör beim Leifheit. Drittens der Stiel: Leifheit hat eine Aufnahme für alle Click-System-Stiele, Kärcher führt in der Zubehörliste des WV 2 Plus N ein Verlängerungsset von 0,6 bis 1,5 Metern (2.633-144.0). Viertens die Garantie: Kärcher nennt 24 Monate für Home-&-Garden-Geräte bei privater Nutzung, für den Dry & Clean steht keine Dauer auf der Produktseite.
Beim Laden liegt der Leifheit vorn, mit ca. 180 gegen 230 Minuten. Bei der Laufzeit auch, wenn man die 38 Minuten mit Standby-Automatik gelten lässt. Und Leifheit erlaubt in der Anleitung ausdrücklich, quer und über Kopf abzusaugen, also auch eine Dachschräge oder die Glasdecke einer Duschkabine. Für den WV 2 Plus N steht dazu in der Produktinformation nichts.
Wer wenig Kraft in Hand und Handgelenk hat, merkt die 100 Gramm. Für ältere Menschen spielt das Gewicht bei allen handgeführten Geräten eine größere Rolle, als Datenblätter es vermuten lassen; wie das bei Bodengeräten aussieht, zeigt der Vergleich Staubsauger für Senioren. Wer dagegen Sprossenfenster hat, für den entscheidet die mitgelieferte Schmaldüse.
Einhell oder Kärcher: Werkzeugakku gegen Griffakku
Hier stehen zwei Bauarten gegeneinander. Der BRILLIANTO wiegt ohne Akku 0,8 Kilogramm laut Anleitung, und dazu kommt der 18-Volt-Akku. Wie schwer der 4,0-Ah-Akku aus dem Set ist, nennt die Anleitung nicht. Zum Vergleich: RYOBI gibt sein Gerät mit 1,0 Kilogramm ohne und 1,4 Kilogramm mit dem 2-Ah-Akku RB1820C an. Ein 18-Volt-Fenstersauger ist also deutlich schwerer als der WV 2 Plus N mit 0,6 Kilogramm.
Dafür ist die Reichweite eine andere Klasse. 320 Minuten mit dem Set-Akku sind rund neunmal so viel wie die 35 Minuten von Kärcher. Für die Beispielwohnung ist das bedeutungslos. Für ein Haus mit Wintergarten, einen Laden mit Schaufenster oder einen Haushalt, der zusätzlich Duschwände und Fliesen absaugt, nicht.
Der Unterschied, der im Alltag mehr zählt, steht in der Einhell-Anleitung unter bestimmungsgemäßer Verwendung: Ein Arbeiten über Kopf wird nicht empfohlen. Die Pressemitteilung von Einhell spricht von jeder Richtung und nennt von oben nach unten, von links nach rechts und waagerecht; über Kopf nennt sie nicht. Wer eine Dachschräge putzt, hält sich an die Anleitung und nimmt ein anderes Gerät. Für Fenster in Griffhöhe gilt die Einschränkung nicht.
Die Kippfrage beantwortet sich am Akku. Wer keinen Power-X-Change-Akku besitzt, kauft mit dem Set ein Ladegerät und einen Akku dazu, die er sonst nicht braucht. Wer einen hat, bekommt mit dem BRILLIANTO ein Gerät, dessen Laufzeit nie endet, solange ein zweiter Akku geladen bereitliegt.
Über Kopf, Fliesen, Dusche: was die Anleitungen erlauben
Alle fünf nennen glatte Flächen als Einsatzgebiet. Leifheit wird genau: nur feuchte, glatte Oberflächen wie Fenster, Spiegel und Fliesen, kein Staub, keine rauen Flächen, keine Flüssigkeitsmengen über 100 Milliliter, nichts Brennbares oder Klebriges. Einhell zählt Fenster, Glas, Spiegel und Fliesen auf und schließt Staub und brennbare oder gesundheitsgefährdende Stoffe aus. Kärcher schreibt beim WVP 10: für glatte Oberflächen, von Fenstern bis zu Fliesen.
Über Kopf gehen die Anleitungen auseinander. Leifheit erlaubt es, Kärcher nennt beim WVP 10 das Überkopf-Saugen ausdrücklich möglich, für glatte Flächen horizontal, vertikal oder über Kopf. Einhell rät ab. Für den WV 2 Plus N und den RWV18 steht in den gelesenen Unterlagen nichts dazu. Wer ein Dachfenster oder eine Glasdecke putzen will, sollte das vor dem Kauf wissen.
In der Dusche ist der Fenstersauger ein Abzieher mit Tank. Nach dem Duschen läuft das Wasser schneller ab, als ein Gerät es aufnimmt, und 100 Milliliter Tank sind bei einer nassen Duschwand schnell voll. Für das tägliche Abziehen nach dem Duschen reicht der Abzieher an der Wand; was er gegen Feuchte im Bad bewirkt und was nicht, rechnet der Vergleich Luftentfeuchter fürs Badezimmer vor.
Und das Auto? Einhell nennt Autoscheiben in der Pressemitteilung, die Anleitung nicht. Für eine Windschutzscheibe von außen spricht nichts gegen einen Fenstersauger, wenn sie nass ist. Im Wohnmobil gilt dasselbe wie in der Wohnung, nur mit kleineren Scheiben und oft mit Rahmen, die eine schmale Düse verlangen.
Kondenswasser am Fenster absaugen: wofür der Fenstersauger im Winter taugt
Wer morgens Wasser an der Scheibe hat, kann es mit dem Fenstersauger abziehen, bevor es in den Rahmen läuft. Leifheits Grenze von 100 Millilitern gilt dabei für den Tank, nicht für die Scheibe; bei mehreren nassen Fenstern wird zwischendurch geleert. Das Gerät ist dafür gebaut, Wasser von glatten Flächen zu ziehen, und beschlagene Scheiben sind genau das.
Es bekämpft aber nur das Symptom. Kondenswasser entsteht, wenn feuchte Raumluft an der kalten Scheibe abkühlt. Wer jeden Morgen absaugt, sollte die Ursache prüfen: Lüften, Heizen, Luftfeuchte. Was ein Gerät dagegen im Schlafzimmer leistet und wann Lüften reicht, steht im Vergleich Luftentfeuchter fürs Schlafzimmer.
Bleibt das Wasser regelmäßig im Rahmen stehen, bildet sich dort Schimmel, und den saugt kein Fenstersauger weg. Wer schwarze Punkte in der Dichtung sieht, ist beim Ratgeber Luftentfeuchter gegen Schimmel besser aufgehoben als bei einem neuen Fensterputzgerät.
Für den Winterbetrieb gilt beim BRILLIANTO noch eine Grenze aus der Anleitung: Laden zwischen 10 und 45 Grad, unter 0 Grad meldet das Ladegerät eine Störung. Leifheit verlangt, das Gerät nicht im Freien zu lagern oder zu laden, sondern bei Zimmertemperatur an einem trockenen Ort. Den Fenstersauger also im Flur aufbewahren, nicht im kalten Abstellraum.
Fenstersauger richtig anwenden: Winkel, Richtung, Tank
Die ausführlichste Anleitung kommt von Leifheit. Erst wird das Fenster wie gewohnt mit Wasser und Reinigungsmittel eingewaschen. Dann setzt man das Gerät mit der Gummilippe an und zieht es mit leichtem Druck von oben nach unten. Das beste Ergebnis gibt es laut Leifheit bei 45 Grad zur Scheibe. Verhindert die Fensterbank, dass man bis ganz unten kommt, saugt man zum Schluss noch einmal quer.
Der Tank hat eine Markierung „MAX“. Wird sie überschritten, kann bei starker Neigung Wasser aus den Lüftungsschlitzen treten, schreibt Leifheit. Einhell beschreibt dasselbe: Steht Wasser oder Schaum über der Markierung, tritt Wasser am Ventilatorgehäuse aus, das Gerät nimmt dabei keinen Schaden, muss aber trocknen. Richtig abgelesen wird der Füllstand beim BRILLIANTO, wenn das Gerät mit Akku auf dem Boden steht.
Zwischen zwei Fenstern stellt man den Dry & Clean auf seinen Standfuß und schaltet ihn aus. Einhell liefert eine Wandhalterung mit. Wer zwischendurch die Fensterrahmen vom Staub befreien will, nimmt dafür nicht den Fenstersauger, denn keiner der fünf darf Staub aufsaugen. Dafür ist ein Handstaubsauger da, und zwar vor dem Einwaschen.
Nach der Arbeit wird der Tank geleert und ausgespült. Leifheit nimmt dazu den Tank ab, zieht den unteren Verschluss und spült mit klarem Wasser; harte Gegenstände wie eine Spülbürste können ihn beschädigen. Die Düse wird entriegelt und mit der Lippe unter fließendem Wasser gereinigt. Das Grundgerät dagegen nie unter Wasser halten, es enthält die Elektronik. Vor dem Zusammenbau trocknet alles offen.
Wer keinen Akku-Fenstersauger braucht
Wer seine Fenster mit Dampf von Fett und Fliegenspuren befreien will, etwa an der Küchenscheibe neben dem Herd, braucht einen Dampfreiniger mit Fensterdüse. Der Sauger zieht nur ab, was eingewaschen wurde; er löst nichts. Welche Kesselgeräte eine Fensterdüse mitbringen, zeigt der Vergleich Dampfreiniger mit Zubehör.
Wer nur ein paar kleine Flächen hat, ein Badfenster, einen Spiegel und die Glastür am Schrank, braucht kein zweites Ladegerät in der Schublade. Ein kleines Dampfgerät mit Fensteraufsatz deckt diese Flächen mit ab und reinigt dazu Fugen und Armaturen; wie die Aufsätze aussehen, steht im Vergleich Handdampfreiniger.
Wer mehr Wasser aufnehmen muss als ein Glas voll, etwa nach einem Wasserschaden am Fensterbrett oder auf dem Balkonboden, ist mit 100 oder 200 Millilitern Tank falsch. Dafür gibt es Geräte mit mehreren Litern Behälter; welche das sind, zeigt der Vergleich Nasssauger.
Und wer hohe Fenster, ein Wintergartendach oder Fenster über einer Treppe putzt, für den reicht ein Gerät für die Griffhöhe nicht. Dort zählen Stiel, Gewicht am Stielende und die Freigabe für den Überkopfbetrieb. Die Stiele der Hersteller erwähnt diese Seite nur: Leifheit mit dem Click-System, Kärcher mit dem Verlängerungsset 2.633-144.0, Einhell mit dem separat erhältlichen Teleskopstangen-Set.
Woran man nach zwei Wochen merkt, dass es das falsche Gerät war
Erstens: Wasser tropft aus den Lüftungsschlitzen, sobald das Gerät schräg gehalten wird. Dann ist der Tank für die Fläche zu klein, oder er wird zu spät geleert. Wer das bei jedem zweiten Fenster erlebt, braucht entweder die Disziplin, öfter zu leeren, oder den WVP 10 mit 200 Millilitern.
Zweitens: Die Sprossenfelder bleiben streifig, weil die Düse nicht hineinpasst. Dann fehlt die schmale Düse. Beim Leifheit lässt sie sich nachkaufen, beim WV 2 Plus N liegt sie bei, bei den übrigen drei gibt es laut Unterlagen keine. Drittens: Das Handgelenk schmerzt nach der dritten Balkontür. Dann ist das Gerät zu schwer für die Arbeit; das trifft eher die 18-Volt-Geräte mit 1,4 Kilogramm als die Griffakku-Geräte mit 0,6 bis 0,7.
Was dann zu tun ist: Bei einem Kauf im Internet läuft das Widerrufsrecht von 14 Tagen. Ein benutzter Fenstersauger geht trocken, gereinigt und mit leerem Tank zurück. Wer einen Akku aus einer Werkzeugreihe gekauft hat, behält ihn für ein anderes Gerät derselben Reihe. Liegt ein Mangel vor, gilt die gesetzliche Gewährleistung von zwei Jahren gegenüber dem Verkäufer, unabhängig von der Garantie des Herstellers.
Lohnt sich ein Fenstersauger, oder reicht der Abzieher?
Die billigere Lösung, die es auch tut, ist ein Fensterabzieher mit Gummilippe und ein Einwascher. Sie reicht unter einer Bedingung: Das Wasser darf irgendwohin laufen. Auf einer Fensterbank aus Stein, mit einem Tuch darunter, ist das kein Problem. Bei einem Fenster über einem Holzboden, einer Heizung oder einem Bücherregal schon.
Der Fenstersauger nimmt das Wasser auf, statt es nach unten zu schieben. Das ist sein einziger Vorteil gegenüber dem Abzieher, und es ist ein großer. Wer viele Fenster über empfindlichem Boden hat oder an der Balkontür steht, wo das Wasser auf das Parkett liefe, spart die Tücher und das Nachwischen.
Unter den fünf ist der Dry & Clean die günstigste Antwort. Er kommt im unteren Segment, nimmt Leifheits Stiele auf und reicht mit einer Ladung für die Beispielwohnung fünfmal. Wer ohnehin einen Akku der Einhell- oder RYOBI-Reihe besitzt, zahlt für den Sauger allein und spart Akku und Ladegerät. Beide Wege sind billiger als ein Gerät im oberen Segment, und für eine Wohnung reichen sie.
Garantie: 24 Monate, zwei Jahre, drei Jahre mit Registrierung
Auf die Frage „Kärcher Fenstersauger wie lange Garantie“ antworten die Garantiebedingungen der Alfred Kärcher Vertriebs-GmbH mit Stand April 2026: 24 Monate für Geräte aus dem Bereich Home & Garden, nur bei privater Nutzung. Der WVP 10 gehört zum Bereich Professional, dort sind es 12 Monate, bei privater Nutzung ebenfalls 24. Die Frist beginnt mit dem Kaufdatum, anerkannt wird ein maschinell erstellter Kaufbeleg. Auf Geräte, deren Produktion beim Kauf mehr als fünf Jahre zurückliegt, gibt Kärcher keine Garantie.
Einhell gibt laut Garantieurkunde zwei Jahre ab Kaufdatum, für Verbraucher in der Europäischen Union und nicht bei gewerblicher Nutzung. Ein Defekt muss innerhalb von zwei Wochen nach Erkennen gemeldet werden, über einhell-service.com. RYOBI nennt drei Jahre, wenn das Gerät registriert wird. Leifheit gibt auf ausgewählte Produkte drei, fünf oder zehn Jahre; für den Dry & Clean nennt die Produktseite keine Dauer.
Wichtig für Akkugeräte: Leifheit nimmt eine altersbedingt kürzere Entladungszeit ausdrücklich von der Garantie aus, und Einhell verweist bei Verschleiß- und Verbrauchsteilen auf Einschränkungen. Die gesetzliche Gewährleistung gegenüber dem Verkäufer bleibt in allen Fällen unberührt. Wer beim Kauf eines Akkugeräts auf die Garantie achtet, liest also nicht nur die Dauer, sondern auch, was mit dem Akku passiert.
Prüfliste vor dem Kauf eines Akku-Fenstersaugers
- Glasfläche grob ausrechnen: Breite mal Höhe je Fenster, mal zwei für innen und außen.
- Saugzeit schätzen: rund drei Quadratmeter je Minute nach den Angaben von Kärcher und Leifheit.
- Breite der kleinsten Glasfelder messen; unter 28 Zentimetern braucht es eine Schmaldüse mit 17 Zentimetern.
- Prüfen, ob schon ein 18-Volt-Akku von Einhell (Power X-Change) oder RYOBI (ONE+) im Haus ist.
- Klären, ob über Kopf geputzt wird; Einhell rät davon ab, Leifheit und der WVP 10 erlauben es.
- Gewicht mit Akku vergleichen: 0,6 bis 0,7 Kilogramm beim Griffakku, bis 1,4 Kilogramm mit Werkzeugakku.
- Akku fest oder wechselbar: Bei festem Akku endet das Gerät mit dem Akku, wenn der Kundendienst nicht tauscht.
- Ladezeit vor dem Putztag einplanen: 180 bis 230 Minuten bei den kleinen Akkus.
- Ersatzlippen und Bezüge mit Teilenummer heraussuchen, bevor die erste Lippe verschlissen ist.
- Garantie und Garantiegeber notieren, Kaufbeleg aufheben, bei RYOBI registrieren.
- Mittel aus der Anleitung bereitlegen: kein Spiritus, kein Schaumreiniger.
- Lagerplatz suchen: trocken, frostfrei, bei Zimmertemperatur.
Nach dem Putzen: Tank, Lippe und Akku über den Winter
Einhell nennt eine Lagertemperatur von 5 bis 30 Grad, an einem dunklen, trockenen und frostfreien Ort, am besten in der Originalverpackung. Leifheit verlangt Zimmertemperatur und einen trockenen Ort und rät, das Gerät nach der Arbeit immer nachzuladen und geladen zu lagern. Einhell warnt davor, den Akku je ganz zu entladen; das führe zu einem Defekt.
Wer viermal im Jahr putzt, lässt das Gerät dazwischen Wochen liegen. Darum vor dem Einräumen: Tank leer und offen trocknen lassen, Lippe abspülen, Akku laden. Ein Tank, der feucht verschlossen wurde, riecht beim nächsten Putztag. Leifheit schreibt dazu, den Tank vor der nächsten Nutzung erst zu verschließen, nicht nach dem Spülen.
Akkus aus einer Werkzeugreihe gehören nicht in den Gartenschuppen, auch wenn dort die übrigen Geräte stehen. Unter 0 Grad lädt der Einhell-Akku nicht, und ein tiefentladener Akku ist laut Einhell defekt. Ausgediente Geräte gehören nicht in den Hausmüll; Einhell und Leifheit verweisen auf die Sammelstellen für Elektroaltgeräte, und Akkus werden vorher entnommen, sofern das möglich ist. Beim Dry & Clean ist es das nicht.
Die Gegenprobe: warum die Reichweite in einer Wohnung kaum zählt
Das stärkste Argument gegen die Empfehlung steht in der eigenen Rechnung. Die Beispielwohnung braucht sieben bis acht Minuten Saugzeit. Jedes der fünf Geräte schafft das mit einer Ladung, das schwächste viermal. Die Reichweitenangaben, an denen diese Seite die Unterlagen misst, entscheiden für eine Wohnung also nichts. Wer daraus schließt, das günstigste Gerät reiche, hat recht.
Dann bleibt, was den WV 2 Plus N trotzdem trägt: die mitgelieferte Schmaldüse, das geringste Gewicht und eine Garantie mit Laufzeit und Bedingungen, die sich nachlesen lassen. Und eine Unterlage, die Fläche und Fenster nennt, auch wenn sie die Messbedingung verschweigt. Das sind Gründe für Sprossenfenster, für schmale Hände und für alle, die wissen wollen, was sie kaufen. Für eine Wohnung mit großen, glatten Scheiben über einer Steinfensterbank sind es keine.
Für diese Wohnung ist die Antwort der Dry & Clean oder der Abzieher. Für ein Haus mit Werkzeugakku im Keller ist sie der BRILLIANTO oder der RWV18. Und für den, der große Flächen beruflich oder in einer Ferienwohnung putzt, ist es der WVP 10 mit Zweitakku und 200-Milliliter-Tank. Die Empfehlung gilt für den Fall, für den sie gegeben ist: eine Wohnung mit gemischten Fenstern und der Frage, welches Gerät die sieben Minuten am wenigsten mühsam macht.

