Waschmaschine Vergleich: 5 Modelle von 8 bis 11 Kilogramm und was die Datenblätter über sie sagen
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Grundlage dieses Vergleichs sind die Produktdatenblätter nach Verordnung (EU) 2019/2014, die Herstellerangaben zur Ausstattung sowie Verfügbarkeit und Bewertungen bei Amazon, jeweils geprüft am 08.08.2026. Es gibt keinen eigenen Laborlauf und keinen Hands-on-Test; wo eine Zahl nicht belegt ist, steht das ausdrücklich im Text.
Fünf Waschmaschinen, fünf Preisklassen von rund 350 bis rund 800 Euro — und alle fünf tragen dieselbe Energieeffizienzklasse A. Der Buchstabe auf dem Label unterscheidet sie also nicht. Was sie unterscheidet, sind Trommelgröße, Bautiefe, Programmdauer, Schleuderverhalten und vor allem das Geräusch: Zwischen der leisesten und der lautesten Maschine dieses Vergleichs liegen 6 Dezibel, zwischen der sparsamsten und der verbrauchsstärksten 16 kWh je 100 Waschzyklen.
Dieser Artikel ordnet die fünf Geräte nach dem ein, was in den Datenblättern steht, und beantwortet danach die vier Fragen, an denen ein Waschmaschinenkauf in der Praxis hängt: Frontlader oder Toplader, wie viele Kilogramm der eigene Haushalt wirklich braucht, warum das eco-Programm fast vier Stunden läuft — und was beim Aufstellen schiefgehen kann. Wer diese fünf Modelle zuerst in den Gesamtmarkt einordnen möchte, findet den Themenüberblick zu Energielabel, Begriffen und Marktzahlen auf der Einstiegsseite des Bereichs. Alles rund um Energielabel, Stromkosten und Wasserverbrauch steht im Schwesterartikel zur Energieeffizienz von Waschmaschinen und wird hier bewusst nicht wiederholt.
Zwei Produktkarten beschrieben zuvor andere Geräte, als sie verlinkten. Die Siemens-Karte nannte die WG44B2040 mit 9 kg, verlinkt war eine iQ700 mit 10 kg und 1600 U/min, die inzwischen nicht mehr kaufbar ist — der Link zeigt jetzt auf die tatsächlich beschriebene WG44B2040. Die Bosch-Karte beschrieb die WGB244A40 der Serie 8 mit i-DOS und Reload, verlinkt war eine Serie-6-Unterbaumaschine; die Serie 8 ist über diesen Weg nicht mehr kaufbar, beschrieben und verlinkt ist jetzt die Bosch WUU28T42. Sämtliche Verbrauchs-, Geräusch- und Schleuderangaben wurden gegen die EU-Produktdatenblätter geprüft: Die zuvor genannte Energieeffizienzklasse B bei Samsung und Hisense war falsch — alle fünf Geräte tragen die Klasse A. Auch die Angaben „72 dB(A)“ bei der Siemens (tatsächlich 70), „54 dB Schleudern“ bei der Bauknecht (tatsächlich 76) und die i-DOS-Automatikdosierung bei der Siemens (das Modell hat sie nicht) sind korrigiert. Die Reihenfolge wurde neu sortiert.
Zum Überblick: Dieser Artikel gehört zur Waschmaschinen-Kaufberatung, die alle Kapazitäten, Bauarten und Sonderfunktionen einordnet.
Vergleichstabelle: alle 5 Modelle im Überblick
Alle Verbrauchs-, Geräusch- und Schleuderwerte stammen aus den Produktdatenblättern nach Verordnung (EU) 2019/2014 und beziehen sich auf das Programm eco 40-60, das für die Einstufung maßgeblich ist. Die Spalte „kWh je kg“ setzt den Verbrauch ins Verhältnis zur Nennkapazität — der einzige faire Vergleich zwischen einer 8-kg- und einer 11-kg-Maschine.
| Modell | kg | Klasse | kWh / 100 Zyklen | kWh je kg | Liter / Zyklus | eco 40-60 | Schleudern | Tiefe | Bewertung | Link |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 9,0 | A | 40 | 4,4 | 50 | 3:48 h | 70 dB(A) · A | 64 cm | 4,6 (395) | Preis prüfen | |
| 8,0 | A | 33 | 4,1 | 36 | 3:38 h | 72 dB(A) · A | 51 cm | 4,4 (690) | Preis prüfen | |
| 11,0 | A | 48 | 4,4 | 54 | 4:00 h | 72 dB(A) · A | 60 cm | 4,3 (146) | Preis prüfen | |
| 9,0 | A | 49 | 5,4 | 50 | 3:48 h | 71 dB(A) · A | 63 cm | 4,4 (555) | Preis prüfen | |
| 8,0 | A | 47 | 5,9 | 48 | 3:38 h | 76 dB(A) · B | 61 cm | 4,0 (782) | Preis prüfen |
Bewertungen: Amazon-Sternebewertung und Anzahl der Rezensionen, abgerufen am 08.08.2026. Die Spalte „Schleudern“ nennt die Luftschallemissionen im Schleudergang und die Geräuschemissionsklasse. Preise stehen bewusst nicht in der Tabelle, weil sie sich täglich ändern.
Die 5 Modelle im Einzelnen
Siemens WG44B2040 iQ700 Waschmaschine 9 kg
Bestes Gesamtpaket
Die leiseste Maschine im Feld, die beste Bewertungslage und die vollständigste Ausstattung — bezahlt mit dem mit Abstand höchsten Anschaffungspreis.
Die WG44B2040 aus der iQ700-Reihe ist das teuerste und zugleich am besten ausgestattete Gerät dieses Vergleichs. Das Produktdatenblatt nach Verordnung (EU) 2019/2014 nennt eine Nennkapazität von 9,0 Kilogramm, einen Energieeffizienzindex von 41,5 und damit die Klasse A, einen Energieverbrauch von 0,395 kWh je Betriebszyklus — also 40 kWh je 100 Zyklen — sowie 50 Liter Wasser je Zyklus. Der Punkt, an dem sie das Feld anführt, sind die Luftschallemissionen: 70 dB(A) im Schleudergang, Geräuschemissionsklasse A, der niedrigste Wert unter den fünf Geräten. Die Programmdauer im eco 40-60 beträgt 3:48 Stunden bei voller Beladung, 2:50 Stunden bei halber und 2:40 Stunden bei Viertelbeladung. Interessant ist die Schleuderstrategie: Bei Nennkapazität dreht die Trommel im eco-Programm mit 1.257 U/min, bei halber und Viertelbeladung mit den vollen 1.400 U/min. Die gewichtete Restfeuchte liegt bei 53,0 Prozent, die Schleudereffizienzklasse bei B — wie bei allen fünf Geräten hier. Ausstattungsseitig nennt Siemens Home Connect mit App-Steuerung und Ferndiagnose, ein directTouch-Plus-Display, ein Antiflecken-System für 16 Fleckenarten, smartFinish gegen Knitterfalten mit Dampf, waterPerfect Plus zur Beladungserkennung sowie speedPack XL mit Kurzprogrammen von 59, 30 und 15 Minuten. Der iQdrive-Motor ist bürstenlos und mit zehn Jahren Motorgarantie abgedeckt, aquaStop sichert gegen Wasserschäden. Eine Angabe aus dem alten Stand dieses Artikels ist ausdrücklich falsch und hier korrigiert: Die automatische Waschmitteldosierung i-Dos hat dieses Modell nicht — das Siemens-Datenblatt führt sie mit „Nein“. Wer i-Dos will, braucht ein anderes Gerät der Reihe.
Mit 4,6 Sternen aus 395 Bewertungen hat dieses Gerät die beste Bewertungslage im Vergleich. Nüchtern betrachtet zahlt man den Aufpreis von gut 200 Euro gegenüber der Bosch aber nicht für weniger Verbrauch, sondern für ein leiseres Schleudern, die App-Anbindung und die Kurzprogramme. Beim Strom nimmt sich das Feld wenig.
Passt zu
Haushalte mit vier bis fünf Personen, die 9 Kilogramm auch füllen, in hellhörigen Wohnungen waschen und die App-Steuerung tatsächlich nutzen.
Passt nicht zu
Alle, die auf i-Dos aus sind — dieses Modell hat die Automatikdosierung nicht. Und für Zwei-Personen-Haushalte, die kleine Posten waschen.
Vorteile
- Leisester Schleudergang im Vergleich (70 dB(A), Geräuschklasse A)
- Beste Bewertungslage im Feld (4,6 aus 395 Bewertungen)
- Home Connect mit Fernsteuerung und Ferndiagnose
- speedPack XL mit Kurzprogrammen ab 15 Minuten
- smartFinish-Dampf gegen Knitterfalten
- iQdrive-Motor mit zehn Jahren Motorgarantie, aquaStop
Nachteile
- Höchster Anschaffungspreis im Vergleich
- Keine automatische Waschmitteldosierung i-Dos
- Mit 64 cm die größte Bautiefe im Feld
- Längste eco-Laufzeit nach der Samsung (3:48 h)
Datenblattwerte nach Verordnung (EU) 2019/2014
- Nennkapazität
- 9,0 kg
- Energieeffizienzklasse
- A (EEI 41,5)
- Energieverbrauch
- 40 kWh / 100 Zyklen (eco 40-60)
- Wasserverbrauch
- 50 Liter je Zyklus
- Programmdauer eco 40-60
- 3:48 h bei voller Beladung
- Schleudern
- 1400 U/min max., 1257 U/min im eco (Klasse B)
- Restfeuchte
- 53,0 %
- Geräusch Schleudern
- 70 dB(A), Klasse A
- Maße (B×T×H)
- 60 × 64 × 85 cm
Hisense WF3S8043BW3 Waschmaschine 8 kg
Niedrigster Verbrauch
Der günstigste Preis im Feld trifft auf den mit Abstand niedrigsten Strom- und Wasserverbrauch. Das ist die eigentliche Überraschung dieses Vergleichs.
Die WF3S8043BW3 ist das billigste Gerät dieses Vergleichs — und nach den Datenblattwerten das sparsamste. Das Produktdatenblatt nach Verordnung (EU) 2019/2014, ausgestellt von Gorenje als Hisense-Konzerngesellschaft, nennt einen Energieeffizienzindex von 36,4. Die Grenze zur Klasse A verläuft bei 52; das Gerät liegt also nicht knapp innerhalb der besten Klasse, sondern weit darin — Hisense bewirbt das als „A-30 %“. In Zahlen: 0,331 kWh je Betriebszyklus, also 33 kWh je 100 Zyklen, und 36 Liter Wasser je Zyklus bei 8,0 Kilogramm Nennkapazität. Beide Werte sind die niedrigsten im Feld, beim Wasser mit deutlichem Abstand: Die Samsung braucht 54 Liter, also die Hälfte mehr. Die Programmdauer im eco 40-60 liegt bei 3:38 Stunden bei voller Beladung, 2:48 Stunden bei halber und 2:03 Stunden bei Viertelbeladung — der kürzeste Viertellast-Wert im Vergleich. Geschleudert wird mit 1.400 U/min in Schleudereffizienzklasse B, die gewichtete Restfeuchte beträgt 53,9 Prozent. Die Luftschallemissionen liegen bei 72 dB(A) in Geräuschemissionsklasse A. Ausstattung laut Hersteller: WLAN-Anbindung über ConnectLife, ein Auto-Wash-Programm, das Beladung erkennt und den Zyklus anpasst, Power JetWash zum schnellen Auflösen des Waschmittels, Quick-Wash-Kurzprogramme, eine Dampffunktion, ein Anti-Allergie-Programm, AquaStop, Nachladefunktion und Kindersicherung. Der praktische Nebeneffekt steht ebenfalls im Datenblatt: 51 cm Bautiefe. Das sind 13 Zentimeter weniger als bei der Siemens und macht die Maschine zur einzigen Option dieses Vergleichs für wirklich knappe Nischen.
Der alte Stand dieses Artikels führte die Hisense als Energieklasse B und auf dem letzten Platz. Das Datenblatt sagt etwas anderes: Klasse A mit einem Effizienzindex von 36,4 — dem besten Wert im Feld. Wer hier den günstigsten Preis wählt, wählt gleichzeitig den niedrigsten Verbrauch. Das kommt selten vor und ist der Grund für Platz zwei.
Passt zu
Single- und Paarhaushalte, knappe Nischen ab 51 cm Tiefe und alle, denen laufende Kosten wichtiger sind als ein Markenname.
Passt nicht zu
Vier- und Fünf-Personen-Haushalte — 8 Kilogramm bedeuten dort spürbar mehr Waschgänge. Und für alle, die ein dichtes Werkskundendienstnetz erwarten.
Vorteile
- Niedrigster Energieverbrauch im Vergleich (33 kWh / 100 Zyklen)
- Niedrigster Wasserverbrauch im Vergleich (36 Liter je Zyklus)
- Energieeffizienzindex 36,4 — mit Abstand der beste Wert im Feld
- Mit 51 cm die schmalste Bautiefe
- WLAN über ConnectLife, Dampffunktion, Anti-Allergie-Programm
- Niedrigster Anschaffungspreis im Vergleich
Nachteile
- Nur 8 kg Nennkapazität
- Kleineres Servicenetz als bei Siemens, Bosch oder Samsung
- Restfeuchte 53,9 % — gemeinsam mit der Samsung der höchste Wert im Feld
- Bewertungsschnitt 4,4 liegt unter dem der Siemens
Datenblattwerte nach Verordnung (EU) 2019/2014
- Nennkapazität
- 8,0 kg
- Energieeffizienzklasse
- A (EEI 36,4)
- Energieverbrauch
- 33 kWh / 100 Zyklen (eco 40-60)
- Wasserverbrauch
- 36 Liter je Zyklus
- Programmdauer eco 40-60
- 3:38 h bei voller Beladung
- Schleudern
- 1400 U/min (Klasse B)
- Restfeuchte
- 53,9 %
- Geräusch Schleudern
- 72 dB(A), Klasse A
- Maße (B×T×H)
- 60 × 51 × 85 cm
Samsung WW11DG5B25TEEG Waschmaschine 11 kg
Größte Trommel
Elf Kilogramm Nennkapazität in einem Gehäuse mit Standardmaßen — die einzige echte Familienmaschine im Feld, gerechnet je Kilogramm auch sparsam.
Die WW11DG5B25TEEG ist mit 11,0 Kilogramm Nennkapazität die mit Abstand größte Maschine dieses Vergleichs, und sie bleibt dabei im Standardgehäuse: 60 Zentimeter breit, 60 tief, 85 hoch. Das Produktdatenblatt nach Verordnung (EU) 2019/2014 weist einen Energieeffizienzindex von 46,8 aus, also Klasse A — Samsung schreibt „A (-10 %)“ in den Produktnamen. Der Energieverbrauch beträgt 0,477 kWh je Betriebszyklus, also 48 kWh je 100 Zyklen, der Wasserverbrauch 54 Liter je Zyklus. Beide Absolutwerte sind hoch, aber die Bezugsgröße ist eine andere: Auf die Nennkapazität gerechnet sind 48 kWh auf 11 Kilogramm rund 4,4 kWh je 100 Zyklen und Kilogramm — praktisch derselbe Wert wie bei der Siemens und besser als bei Bosch und Bauknecht. Wer die Trommel wirklich füllt, wäscht damit je Kilogramm Wäsche günstig. Wer sie halb füllt, verschenkt den Vorteil. Die Programmdauer im eco 40-60 ist mit 4:00 Stunden bei voller Beladung die längste im Feld, bei halber Beladung sind es 3:00 Stunden, bei Viertelbeladung 2:40 Stunden. Geschleudert wird mit 1.400 U/min in Schleudereffizienzklasse B, die gewichtete Restfeuchte liegt bei 53,9 Prozent, die Luftschallemissionen bei 72 dB(A) in Geräuschemissionsklasse A. Samsung nennt als Ausstattung AI Ecobubble, das Waschmittel vor dem Einlauf aufschäumt und damit auch bei niedrigen Temperaturen greift, den SmartThings AI Energy Mode zur Verbrauchsanpassung über WLAN, das Kurzprogramm SuperSpeed 39 Min für bis zu 5 Kilogramm Wäsche sowie ein Hygiene-Dampfprogramm. Die Mindestgarantie im Datenblatt beträgt 24 Monate.
Nur 146 Bewertungen — das ist die dünnste Datenbasis im Feld und ein Hinweis darauf, dass das Modell noch nicht lange am Markt ist. Der Kaufgrund ist eindeutig die Trommel: Elf Kilogramm bekommt man sonst kaum in einem 60-Zentimeter-Gehäuse. Wer sie nicht braucht, kauft hier vor allem längere Programmlaufzeiten mit.
Passt zu
Fünf-Personen-Haushalte, Familien mit kleinen Kindern und alle, die Bettwäsche und Handtücher in einem Durchgang waschen wollen.
Passt nicht zu
Ein- und Zwei-Personen-Haushalte. Und für alle, denen vier Stunden Programmlaufzeit im Alltag zu lang sind.
Vorteile
- Größte Nennkapazität im Vergleich (11 kg) bei Standardmaßen
- Rund 4,4 kWh je 100 Zyklen und Kilogramm — bester Wert gemeinsam mit der Siemens
- Geräuschemissionsklasse A mit 72 dB(A)
- AI Ecobubble löst Waschmittel vor dem Einlauf auf
- SuperSpeed 39 Min für Beladungen bis 5 kg
- Hygiene-Dampfprogramm und SmartThings-Anbindung
Nachteile
- Höchster Wasserverbrauch im Vergleich (54 Liter je Zyklus)
- Längste eco-Laufzeit im Feld (4:00 h)
- Nur 146 Bewertungen — dünne Erfahrungsbasis
- Bei Teilbeladung fällt der Kapazitätsvorteil weg
Datenblattwerte nach Verordnung (EU) 2019/2014
- Nennkapazität
- 11,0 kg
- Energieeffizienzklasse
- A (EEI 46,8)
- Energieverbrauch
- 48 kWh / 100 Zyklen (eco 40-60)
- Wasserverbrauch
- 54 Liter je Zyklus
- Programmdauer eco 40-60
- 4:00 h bei voller Beladung
- Schleudern
- 1400 U/min (Klasse B)
- Restfeuchte
- 53,9 %
- Geräusch Schleudern
- 72 dB(A), Klasse A
- Maße (B×T×H)
- 60 × 60 × 85 cm
Bosch WUU28T42 Serie 6 Unterbau-Waschmaschine 9 kg
Unterbaufähig
Die einzige Maschine im Feld, die unter eine durchgehende Arbeitsplatte passt — und die mit der niedrigsten Restfeuchte nach dem Schleudern.
Die WUU28T42 aus der Serie 6 ist eine Unterbau-Waschmaschine: Sie ist dafür ausgelegt, mit abgenommenem Deckel unter eine durchgehende Arbeitsplatte geschoben zu werden. Für Haushalte, die Maschine in eine Küchenzeile oder unter eine Waschtischplatte integrieren wollen, ist das der eigentliche Unterschied zu den anderen vier Geräten. Das Produktdatenblatt nach Verordnung (EU) 2019/2014, EPREL-Eintragungsnummer 1734311, nennt 9,0 Kilogramm Nennkapazität, einen Energieeffizienzindex von 51,4 und damit Klasse A — allerdings knapp, denn die Grenze liegt bei 52. Der Energieverbrauch beträgt 0,489 kWh je Betriebszyklus, also 49 kWh je 100 Zyklen, das ist der höchste Absolutwert im Feld. Der Wasserverbrauch liegt bei 50 Litern je Zyklus. Ein Wert sticht positiv heraus: Die gewichtete Restfeuchte beträgt 51,4 Prozent und ist damit die niedrigste unter den fünf Geräten — wer die Wäsche anschließend in den Trockner gibt, spart dort ein paar Minuten. Geschleudert wird im eco-Programm mit 1.351 U/min bei maximal 1.400 U/min, die Schleudereffizienzklasse ist B. Die Programmdauer beträgt 3:48 Stunden bei voller, 2:54 Stunden bei halber und 2:30 Stunden bei Viertelbeladung. Die Luftschallemissionen liegen bei 71 dB(A) in Geräuschemissionsklasse A. Bosch nennt als Ausstattung die Option Speed Perfect, die Programmlaufzeit um bis zu 65 Prozent verkürzt, eine Nachlegefunktion für vergessene Wäschestücke nach Programmstart, das Programm Hygiene Plus bei 40 °C, ein Sportswear-Programm für niedrige Temperaturen, die Wasserregulierung ActiveWater Plus, AquaStop mit Schutzgarantie und einen Invertermotor. Wichtige Klarstellung gegenüber dem alten Stand dieses Artikels: Hier stand zuvor die Bosch WGB244A40 aus der Serie 8 mit i-DOS und Reload-Funktion beschrieben, der Link führte aber schon damals auf diese Serie-6-Unterbaumaschine. Die Serie 8 ist über den bisherigen Weg nicht mehr kaufbar; beschrieben und verlinkt ist jetzt dasselbe Gerät.
4,4 Sterne aus 555 Bewertungen sind eine breite und stabile Basis. Der Verbrauch ist der höchste im Feld, der Unterschied zur sparsamsten Maschine beträgt aber nur 16 kWh je 100 Zyklen — bei rund 160 Waschgängen im Jahr und 0,35 Euro je kWh sind das etwa neun Euro Strom. Der eigentliche Kaufgrund ist die Unterbaufähigkeit, nicht die Effizienz.
Passt zu
Küchenzeilen und Bäder mit durchgehender Arbeitsplatte, Haushalte mit drei bis vier Personen und alle, die anschließend trocknen.
Passt nicht zu
Wer freistehend aufstellt und auf den niedrigsten Verbrauch schaut — dafür gibt es hier günstigere und sparsamere Geräte.
Vorteile
- Unterbaufähig — passt unter eine durchgehende Arbeitsplatte
- Niedrigste Restfeuchte im Vergleich (51,4 %)
- Speed Perfect verkürzt die Laufzeit um bis zu 65 Prozent
- Nachlegefunktion nach Programmstart
- Geräuschemissionsklasse A mit 71 dB(A)
- AquaStop mit Schutzgarantie, Invertermotor
Nachteile
- Höchster Energieverbrauch im Vergleich (49 kWh / 100 Zyklen)
- Energieeffizienzindex 51,4 — nur knapp innerhalb der Klasse A
- Keine automatische Waschmitteldosierung
- Mit 63 cm die zweitgrößte Bautiefe
Datenblattwerte nach Verordnung (EU) 2019/2014
- Nennkapazität
- 9,0 kg
- Energieeffizienzklasse
- A (EEI 51,4)
- Energieverbrauch
- 49 kWh / 100 Zyklen (eco 40-60)
- Wasserverbrauch
- 50 Liter je Zyklus
- Programmdauer eco 40-60
- 3:48 h bei voller Beladung
- Schleudern
- 1400 U/min max., 1351 U/min im eco (Klasse B)
- Restfeuchte
- 51,4 % — niedrigster Wert im Vergleich
- Geräusch Schleudern
- 71 dB(A), Klasse A
- Maße (B×T×H)
- 60 × 63 × 85 cm
Bauknecht WAM 814 A Waschmaschine 8 kg
Günstiger Einstieg
Solide Programmausstattung zum kleinen Preis, aber der lauteste Schleudergang im Feld und ein Effizienzindex exakt an der Klassengrenze.
Die WAM 814 A ist das zweitgünstigste Gerät dieses Vergleichs. Das Produktdatenblatt nach Verordnung (EU) 2019/2014, EPREL-Eintragungsnummer 1495397, nennt 8,0 Kilogramm Nennkapazität und einen Energieeffizienzindex von exakt 52,0. Das ist bemerkenswert, weil die Grenze zur Klasse A genau bei 52 verläuft: Das Gerät trägt denselben Buchstaben wie die Hisense mit ihren 36,4, liegt aber am äußersten Rand der Klasse. In Zahlen: 0,472 kWh je Betriebszyklus, also 47 kWh je 100 Zyklen, und 48 Liter Wasser je Zyklus. Die Programmdauer im eco 40-60 beträgt 3:38 Stunden bei voller Beladung, 2:48 Stunden bei halber und 2:40 Stunden bei Viertelbeladung. Geschleudert wird mit 1.351 U/min im eco-Programm bei maximal 1.400 U/min, die Schleudereffizienzklasse ist B, die gewichtete Restfeuchte 53,0 Prozent. Der kritische Wert steht weiter unten im Datenblatt: 76 dB(A) im Schleudergang und damit Geräuschemissionsklasse B — der einzige B-Wert beim Geräusch im ganzen Feld und sechs Dezibel über der Siemens. Sechs Dezibel sind subjektiv rund die anderthalbfache Lautheit. Der alte Stand dieses Artikels nannte für dieses Gerät „54 dB Schleudern“; diese Zahl steht in keinem Datenblatt und ist ersatzlos gestrichen. Die Ausstattung ist für die Preisklasse ordentlich: Inverter-Motor, Digital-Motion-Trommelbewegung, ein Wolleprogramm, Mehrfachwasserschutz+, die Selbstreinigungsfunktion AutoClean, die Option Extra Touch zur Verkürzung oder Intensivierung, ein Anti-Allergie-Programm sowie die Kurzprogramme Kurz 45 und Kurz 30. Als Lieferant führt das Datenblatt die Beko Europe Management S.r.l. — die Marke Bauknecht gehört seit dem Zusammenschluss des europäischen Whirlpool-Geschäfts mit Arçelik zu Beko Europe, nicht mehr zur Whirlpool-Gruppe.
Mit 782 Bewertungen und 4,0 Sternen hat die WAM 814 A die größte Bewertungsbasis und zugleich den niedrigsten Schnitt im Feld. Beides zusammen ist ein belastbareres Signal als eine hohe Note aus wenigen Stimmen: Das Gerät ist verbreitet und funktioniert, polarisiert aber stärker als die anderen vier.
Passt zu
Zwei- bis Drei-Personen-Haushalte mit eigenem Waschkeller oder Hauswirtschaftsraum, in denen der Schleudergang niemanden stört.
Passt nicht zu
Hellhörige Mietwohnungen und Nachtwaschgänge — 76 dB(A) sind der lauteste Wert hier. Auch nicht, wenn der Verbrauch das entscheidende Kriterium ist.
Vorteile
- Günstiger Einstieg mit Energieeffizienzklasse A
- Kurzprogramme Kurz 45 und Kurz 30
- Anti-Allergie-Programm und Wolleprogramm
- AutoClean-Selbstreinigung der Trommel
- Mehrfachwasserschutz+ gegen Wasserschäden
- Größte Bewertungsbasis im Vergleich (782 Stimmen)
Nachteile
- Lautester Schleudergang im Feld (76 dB(A), Geräuschklasse B)
- Energieeffizienzindex 52,0 — exakt auf der Klassengrenze
- Niedrigster Bewertungsschnitt im Vergleich (4,0)
- Keine App-Anbindung, kein Dampfprogramm
Datenblattwerte nach Verordnung (EU) 2019/2014
- Nennkapazität
- 8,0 kg
- Energieeffizienzklasse
- A (EEI 52,0 — Klassengrenze)
- Energieverbrauch
- 47 kWh / 100 Zyklen (eco 40-60)
- Wasserverbrauch
- 48 Liter je Zyklus
- Programmdauer eco 40-60
- 3:38 h bei voller Beladung
- Schleudern
- 1400 U/min max., 1351 U/min im eco (Klasse B)
- Restfeuchte
- 53,0 %
- Geräusch Schleudern
- 76 dB(A), Klasse B
- Maße (B×T×H)
- 60 × 61 × 85 cm
Frontlader oder Toplader — wann welche Bauform passt
Alle fünf Geräte dieses Vergleichs sind Frontlader. Das ist keine Auswahlentscheidung, sondern eine Abbildung des Marktes: Im Standardmaß von 60 Zentimetern Breite und 85 Zentimetern Höhe gibt es die größte Modellauswahl, die größten Trommeln und die höchsten Schleuderdrehzahlen. Toplader werden von oben beladen, sind typischerweise 40 bis 45 Zentimeter breit und dafür etwas tiefer — sie lösen ein Platzproblem, keins der Waschleistung.
Wofür der Frontlader spricht
- Große Nennkapazitäten: In diesem Vergleich reicht die Spanne von 8 bis 11 Kilogramm in ein und demselben Gehäusemaß.
- Unterbaufähigkeit: Nur ein Frontlader lässt sich mit abgenommenem Deckel unter eine durchgehende Arbeitsplatte schieben, wie die Bosch WUU28T42 in diesem Feld.
- Die Oberseite bleibt als Ablage nutzbar, und ein Trockner lässt sich mit Zwischenbausatz darauf stapeln.
- Das Bullauge zeigt, ob die Trommel wirklich leer ist — banal, aber im Alltag der häufigste Grund, warum Socken übrig bleiben.
Wofür der Toplader spricht
- Schmale Bauform: 40 bis 45 Zentimeter Breite statt 60 — der entscheidende Vorteil in engen Bädern und Fluren.
- Beladen ohne Bücken: Die Trommel wird von oben befüllt, was bei Rücken- oder Knieproblemen den Ausschlag geben kann.
- Zum Öffnen ist kein Schwenkbereich für eine Tür nötig, was vor schmalen Durchgängen hilft.
- Nachlegen ist bei vielen Modellen konstruktionsbedingt einfach, solange der Wasserstand es zulässt.
Der Preis für die schmale Bauform ist die Trommelgröße: Toplader liegen üblicherweise bei 6 bis 8 Kilogramm Nennkapazität. Wer 9 oder 11 Kilogramm braucht, kommt am Frontlader nicht vorbei. Umgekehrt gilt: Wenn vor der Maschine weniger als 90 Zentimeter frei bleiben, lässt sich ein Frontlader kaum vernünftig be- und entladen — dann ist der Toplader die praktikablere Lösung, auch wenn die Kapazität kleiner ausfällt.
Fassungsvermögen und Haushaltsgröße: was wirklich in die Trommel geht
Die Kilogrammangabe auf dem Datenblatt ist die Nennkapazität — das Gewicht trockener Baumwollwäsche, mit dem der Hersteller die Maschine im Programm eco 40-60 prüfen lässt. Sie ist eine Prüfgröße, kein Alltagsversprechen. Für andere Textilarten gelten in den Bedienungsanleitungen regelmäßig kleinere Füllmengen, und Wolle oder Feinwäsche landen typischerweise bei einem Bruchteil davon.
Praktisch hilft es, in Wäschestücken statt in Kilogramm zu denken. Ein Baumwoll-T-Shirt wiegt trocken rund 150 bis 200 Gramm, eine Jeans 600 bis 800 Gramm, ein großes Frotteehandtuch 400 bis 700 Gramm, ein Bettbezug für 135 mal 200 Zentimeter etwa 600 bis 900 Gramm. Acht Kilogramm sind damit grob 40 T-Shirts — oder eben zehn Handtücher und zwei Bettgarnituren, und dann ist die Trommel voll. Genau daran scheitert die verbreitete Rechnung „7 kg reichen für zwei Personen“: Für den täglichen Kleiderwechsel reichen sie, für den Bettwäschetag nicht.
| Nennkapazität | Typischer Haushalt | Was in einen Durchgang passt | Im Vergleich vertreten durch |
|---|---|---|---|
| 7 kg | 1 bis 2 Personen | Alltagswäsche einer Woche; eine Bettgarnitur plus wenige Handtücher | — (siehe Ratgeber zur Füllmenge) |
| 8 kg | 2 bis 3 Personen | Rund 40 T-Shirts oder zwei Bettgarnituren mit Handtüchern | Hisense WF3S8043BW3, Bauknecht WAM 814 A |
| 9 kg | 3 bis 4 Personen | Wochenwäsche einer vierköpfigen Familie ohne Bettwäsche; oder zwei Garnituren plus Frottee | Siemens WG44B2040, Bosch WUU28T42 |
| 11 kg | 5 Personen und mehr | Bettwäsche und Handtücher des ganzen Haushalts in einem Durchgang | Samsung WW11DG5B25TEEG |
Größer ist nicht automatisch besser. Die Datenblätter weisen die Programmdauer und den Verbrauch für volle, halbe und Viertelbeladung getrennt aus, und dort zeigt sich der Effekt: Die Samsung braucht bei voller Beladung vier Stunden, bei Viertelbeladung 2:40 Stunden — der Verbrauch sinkt bei kleinerer Beladung also nicht proportional mit. Eine dauerhaft halb gefüllte 11-kg-Trommel wäscht je Kilogramm Wäsche teurer als eine gut gefüllte 8-kg-Trommel. Umgekehrt gilt: Wer eine zu kleine Maschine kauft, wäscht häufiger, und jeder zusätzliche Waschgang kostet erneut Grundverbrauch.
Programmdauer und Kurzprogramme: was ein Schnellwaschgang leistet — und was nicht
Der häufigste Schreck beim ersten Waschgang mit einem neuen Gerät: Das eco-Programm läuft dreieinhalb bis vier Stunden. Das ist kein Defekt, sondern Konstruktionsprinzip. Das Programm eco 40-60 erreicht seine Effizienzwerte, indem es die Waschzeit streckt und dafür die Temperatur senkt — Einweichen und mechanische Bewegung ersetzen einen Teil der Heizenergie. In diesem Vergleich reicht die Spanne von 3:38 Stunden bei Hisense und Bauknecht bis 4:00 Stunden bei der Samsung, jeweils bei voller Beladung.
| Modell | eco 40-60, volle Beladung | Kurzprogramm laut Hersteller |
|---|---|---|
| Siemens WG44B2040 | 3:48 h | speedPack XL mit 59, 30 und 15 Minuten |
| Hisense WF3S8043BW3 | 3:38 h | Quick Wash, dazu ein Auto-Programm mit Beladungserkennung |
| Samsung WW11DG5B25TEEG | 4:00 h | SuperSpeed 39 Min für Beladungen bis 5 kg |
| Bosch WUU28T42 | 3:48 h | Speed Perfect verkürzt die Laufzeit um bis zu 65 Prozent |
| Bauknecht WAM 814 A | 3:38 h | Kurz 45 und Kurz 30, dazu die Option Extra Touch |
Bei den Kurzprogrammen lohnt der Blick ins Kleingedruckte, denn sie sind fast immer an Bedingungen geknüpft. Samsung nennt für SuperSpeed 39 Min ausdrücklich eine Grenze von 5 Kilogramm — bei einer 11-kg-Maschine also weniger als die halbe Trommel. Bosch beziffert die Verkürzung durch Speed Perfect mit „bis zu 65 Prozent“, was der Formulierung nach eine Obergrenze und keinen Regelwert beschreibt. Und die kürzesten Stufen, etwa die 15 Minuten aus dem Siemens speedPack XL, sind für leicht getragene, kaum verschmutzte Wäsche gedacht, nicht für Küchenhandtücher.
Zwei praktische Konsequenzen: Erstens hat die Beladung mehr Einfluss auf die Laufzeit als die Programmwahl — die Datenblätter zeigen bei Viertelbeladung Laufzeiten von 2:03 Stunden (Hisense) bis 2:40 Stunden (Samsung, Siemens, Bauknecht), also gut eine Stunde weniger als bei voller Trommel. Zweitens ist die Endzeitvorwahl das unterschätzteste Bedienelement: Wenn die Maschine ohnehin vier Stunden läuft, spielt es keine Rolle, ob sie das nachmittags oder nachts tut — vorausgesetzt, das Geräusch stört niemanden.
Aufstellung, Transportsicherung und Anschluss: die vier häufigsten Fehler
Eine Waschmaschine ist das schwerste bewegliche Gerät im Haushalt und das einzige, das im Betrieb Unwuchtkräfte erzeugt. Entsprechend viele Probleme, die später als Gerätefehler wahrgenommen werden, entstehen beim Aufstellen. Vier Punkte lassen sich vorher klären:
1. Transportsicherung entfernen
Jede Waschmaschine wird mit Bolzen ausgeliefert, die Trommel für den Transport gegen das Gehäuse verspannen. Sie müssen vor dem ersten Waschgang von der Geräterückseite abgeschraubt und die Öffnungen mit den beiliegenden Kappen verschlossen werden. Bleiben sie drin, arbeitet die Federung nicht, und die Maschine springt beim Schleudern. Die Bolzen sollte man aufbewahren: Für einen späteren Umzug sind sie Pflicht, sonst kann das Trommelkreuz Schaden nehmen.
2. Waagerecht ausrichten und Stellfläche prüfen
Alle vier Schraubfüße müssen so eingestellt sein, dass das Gerät nicht kippelt — kontrolliert mit einer Wasserwaage auf dem Deckel, längs und quer. Ein tragfähiger, ebener Untergrund ist Voraussetzung; auf schwingenden Holzdielen überträgt sich der Schleudergang spürbar auf den Raum. Untergelegte Gummimatten helfen gegen Wandern auf glatten Fliesen, gleichen aber keine Schieflage aus.
3. Nische korrekt ausmessen — inklusive Tür und Schläuchen
Die Bautiefen in diesem Vergleich reichen von 51 Zentimetern bei der Hisense bis 64 Zentimetern bei der Siemens — eine Spanne von 13 Zentimetern bei identischer Breite. Dazu kommen hinten mehrere Zentimeter für Zulauf- und Ablaufschlauch sowie den Netzstecker, und vorne der Schwenkbereich der Tür. Wer unter eine Arbeitsplatte bauen will, braucht ein ausdrücklich unterbaufähiges Gerät wie die Bosch WUU28T42; bei den übrigen Modellen ist der Deckel Teil der Konstruktion.
4. Wasseranschluss und Ablauf absichern
Der Zulaufschlauch gehört an ein eigenes Absperrventil, das nach dem Waschen geschlossen werden kann. Vier der fünf Geräte hier führen in den Herstellerangaben einen Wasserschutz: AquaStop bei Siemens, Bosch und Hisense, Mehrfachwasserschutz+ bei Bauknecht. Der Ablaufschlauch muss im vorgeschriebenen Höhenbereich enden, sonst läuft die Trommel leer oder das Wasser wird nicht abgepumpt; die konkreten Werte stehen in der jeweiligen Montageanleitung und unterscheiden sich zwischen den Herstellern.
Zum Geräusch noch eine Einordnung, weil sie beim Aufstellort mitentscheidet: Die Datenblätter nennen für den Schleudergang 70 dB(A) bei der Siemens WG44B2040 iQ700 und 76 dB(A) bei der Bauknecht WAM 814 A. Dezibel ist eine logarithmische Größe — sechs Dezibel Unterschied bedeuten ungefähr die anderthalbfache empfundene Lautheit. In einer Wohnung mit Bad neben dem Schlafzimmer ist das der Unterschied zwischen „läuft nachts durch“ und „läuft nachts nicht“.
Kaufberatung: welches der fünf Geräte zu welchem Haushalt passt
Wer auf laufende Kosten schaut: Die Hisense WF3S8043BW3. 33 kWh je 100 Zyklen und 36 Liter Wasser sind die niedrigsten Werte im Feld, der Effizienzindex von 36,4 liegt weit innerhalb der Klasse A. Dass dieses Gerät gleichzeitig das günstigste ist, ist die eigentliche Nachricht dieses Vergleichs.
Wer in einer hellhörigen Wohnung wäscht: Die Siemens WG44B2040 iQ700 mit 70 dB(A) im Schleudergang, dem niedrigsten Wert hier. Dazu kommen Home Connect und die Kurzprogramme des speedPack XL. Der Aufpreis geht allerdings nicht in den Verbrauch — beim Strom liegt sie nur sieben kWh je 100 Zyklen über der Hisense.
Wer eine große Familie versorgt: Die Samsung WW11DG5B25TEEG. Elf Kilogramm im Standardgehäuse gibt es sonst kaum, und je Kilogramm Nennkapazität ist sie so sparsam wie die Siemens. Die Bedingung: Die Trommel muss auch gefüllt werden, sonst kippt die Rechnung.
Wer die Maschine einbauen will: Die Bosch WUU28T42 Serie 6 — das einzige unterbaufähige Gerät im Feld. Zusatzargument für alle mit Trockner: Mit 51,4 Prozent Restfeuchte kommt die Wäsche trockener aus der Trommel als bei den anderen vier.
Wer wenig ausgeben und trotzdem Programme haben will: Die Bauknecht WAM 814 A mit Kurz 30, Kurz 45, Anti-Allergie- und Wolleprogramm. Die Einschränkung steht im Datenblatt: 76 dB(A) im Schleudergang und ein Effizienzindex exakt auf der Klassengrenze. In einem Waschkeller stört beides nicht, in einer Zwei-Zimmer-Wohnung schon.
Was in keinem dieser fünf Geräte steckt: eine automatische Waschmitteldosierung. Der frühere Stand dieses Artikels baute eine Kaufempfehlung auf der i-DOS-Funktion der Siemens auf — das Datenblatt der WG44B2040 führt sie mit „Nein“. Wer diese Funktion sucht, muss gezielt nach Modellen suchen, die sie ausweisen; die hier verglichenen Geräte haben sie nicht.
Häufige Fragen zum Waschmaschinen-Vergleich
Warum tragen alle fünf Maschinen dieselbe Energieeffizienzklasse?
Weil die Klasse A nach Verordnung (EU) 2019/2014 einen breiten Bereich abdeckt: Alles mit einem Energieeffizienzindex unter 52 ist A. In diesem Vergleich reicht die Spanne von 36,4 bei der Hisense bis 52,0 bei der Bauknecht — beide tragen denselben Buchstaben, verbrauchen aber 33 beziehungsweise 47 kWh je 100 Zyklen. Der Buchstabe allein taugt deshalb nicht zum Vergleich; entscheidend sind die kWh- und Literwerte darunter. Die Systematik dahinter erklärt der Artikel zur Energieeffizienz von Waschmaschinen.
Wie viel Trommelvolumen brauche ich wirklich?
Als Orientierung: 7 bis 8 Kilogramm für ein bis drei Personen, 9 Kilogramm für drei bis vier, ab 10 Kilogramm für fünf und mehr. Wichtiger als die Personenzahl ist aber, was gewaschen wird: Bettwäsche und Frottee füllen eine Trommel deutlich schneller als T-Shirts. Wer regelmäßig Bettwäsche für mehrere Betten in einem Durchgang waschen will, sollte eine Nummer größer wählen.
Sind 1.600 U/min besser als 1.400 U/min?
Alle fünf Geräte hier schleudern mit maximal 1.400 U/min und liegen bei der Schleudereffizienzklasse durchweg bei B. Entscheidend ist nicht die Drehzahl, sondern die gewichtete Restfeuchte im Datenblatt: Sie reicht hier von 51,4 Prozent (Bosch) bis 53,9 Prozent (Hisense, Samsung) — bei identischer Maximaldrehzahl. Höhere Drehzahlen senken die Restfeuchte weiter, erhöhen aber Geräusch und Vibration. Wer keinen Trockner nutzt, hat vom Unterschied wenig.
Warum dauert das eco-Programm fast vier Stunden?
Das Programm eco 40-60 erreicht seine Effizienzwerte über lange Einwirkzeiten bei niedriger Temperatur statt über Heizleistung. Deshalb liegen die Laufzeiten in diesem Vergleich zwischen 3:38 und 4:00 Stunden bei voller Beladung. Bei Viertelbeladung sinken sie auf 2:03 bis 2:40 Stunden. Kurzprogramme sind dagegen für kleine, wenig verschmutzte Beladungen ausgelegt — Samsung begrenzt SuperSpeed 39 Min ausdrücklich auf 5 Kilogramm.
Welche der fünf Maschinen passt unter eine Arbeitsplatte?
Nur die Bosch WUU28T42 ist ausdrücklich als Unterbau-Waschmaschine ausgelegt. Bei den anderen vier Geräten ist der Deckel Teil der Konstruktion und darf nicht einfach entfernt werden. Zu beachten ist außerdem die Bautiefe: Sie reicht in diesem Feld von 51 Zentimetern bei der Hisense bis 64 Zentimetern bei der Siemens, jeweils ohne Schläuche und Türschwenkbereich.
Lohnt sich ein Waschtrockner statt zweier Geräte?
Der Vorteil ist der Platz, der Nachteil die Trocknungskapazität: Waschtrockner trocknen in der Regel deutlich weniger Wäsche, als sie waschen können, sodass eine volle Waschladung in zwei Trocknungsgängen landet. Wer den Stellplatz für zwei Geräte hat, fährt mit getrennten Maschinen meist besser — eine Übersicht dazu steht im Ratgeber zur Waschmaschine mit Trockner.

