Worum es hier geht: Die meistgesuchte Frage rund um die Beamer-Leinwand ist nicht, welche man kaufen soll, sondern ob man überhaupt eine braucht. Diese Seite beantwortet sie zuerst, und die Antwort lautet für viele Wohnzimmer: nein, wenn die Wand glatt, eben, weiß und matt ist. Der Beleg dafür kommt aus zwei Richtungen. Die Prüfstelle der Stiftung Warentest misst Beamer nach eigener Beschreibung in einem stark abgedunkelten Raum auf einer mattweißen Projektionswand mit 1,70 Metern Bildbreite. Und DIN 19045-4, die deutsche Norm für die Reflexionseigenschaften von Bildwänden, teilt Flächen in vier Haupttypen ein, wobei der diffus streuende Typ D ausdrücklich auch die glatte, ebene Wandfläche mit weißem, mattem Anstrich umfasst. Danach folgt die andere Hälfte: Wo die Wand nicht reicht, entscheiden Kennzahlen, die im Handel fast niemand erklärt. Fünfunddreißig am Prüftag bestellbare Angebote sind hier ausgezählt. Achtzehn nennen einen Gain-Wert, aber nur zwei sagen, für welchen Winkel er gilt. Neunundzwanzig nennen einen Blickwinkel in Grad, den die Verkaufsplattform als Datenfeld vorsieht, während sie für den Gain überhaupt kein Feld anlegt. Ein Angebot nennt eine Brandschutzklasse. Kein einziges zeigt die Kurve, die das Reflexionsverhalten vollständig beschreiben würde. Es wurde keine Leinwand gekauft, aufgehängt oder angestrahlt; diese Seite wertet veröffentlichte Angaben aus und ersetzt keine eigene Prüfung.
Auf einen Blick: was 35 Leinwand-Angebote beziffern
- Achtzehn von fünfunddreißig nennen einen Gain, zwei sagen, wofür er gilt. Die Werte reichen von 0,9 bis 1,5. Genau zwei Angebote derselben Marke sprechen von einem Halbwerts-Blickwinkel und benennen damit den Winkel, bei dem die Leuchtdichte auf die Hälfte gefallen ist. Bei allen anderen steht die Zahl ohne Richtung.
- Null von fünfunddreißig führen den Gain als Feld im strukturierten Datensatz. Für den Betrachtungswinkel sieht derselbe Datensatz sehr wohl ein Feld vor, und achtundzwanzig füllen es. Die Plattform kennt die halbe Kennzahl und die wichtigere Hälfte nicht.
- Null von fünfunddreißig zeigen eine Gain-Kurve über dem Winkel und null nennen eine Norm oder ein Messverfahren, obwohl es beides gibt: DIN 19045-4 in Deutschland und die Empfehlung RP 94 der Fachgesellschaft für Film- und Fernsehtechnik international.
- Ein Angebot nennt zwei verschiedene Gain-Zahlen für dasselbe Tuch. Im Stichpunkt steht Gain 1,0, im Beschreibungsblock derselben Seite steht der Wert von 0,9. Dieselbe Seite nennt außerdem 150 Grad im Text und 160 Grad im Datenfeld.
- Ein einziges Angebot von fünfunddreißig nennt eine Brandschutzklasse. Drei weitere schreiben schwer entflammbar ohne jede Klasse. Bei Vorhangware, die dauerhaft in Wohnräumen, Schulen und Vereinsheimen hängt, ist das die Angabe, nach der Betreiber öffentlicher Räume fragen müssen.
- Fünf von fünfunddreißig ordnen ihre Fläche einem Bildwandtyp der Norm zu, und alle fünf gehören zu einer einzigen Marke. Sie schreiben Type D diffuse, und D steht in DIN 19045-4 für die diffus streuende Bildwand, also für dieselbe Klasse, der die Fachdarstellung auch die glatte mattweiße Wand zuordnet.
- Sechsundzwanzig von fünfunddreißig nennen die Bildmaße in Zentimetern, neun nur die Diagonale in Zoll. Bei 120 Zoll misst eine Fläche im Format 16 zu 9 rund 266 mal 149 Zentimeter, im Format 1 zu 1 aber rund 215 mal 215. Dieselbe Zollzahl, zwei völlig verschiedene Wände.
- Sechs von fünfunddreißig beziffern eine Randbreite, und die meisten davon meinen den schwarzen Vorlauf oben statt der seitlichen Maskierung. Genau einmal steht in der ganzen Stichprobe eine eigene Zeile Maskierung 5 cm.
- Drei von fünfunddreißig sagen etwas zur Befestigung im Freien, und keines nennt eine Windlast in einer physikalischen Einheit. Vier Quadratmeter Tuch im Garten sind ein Segel.
- Zweiunddreißig von fünfunddreißig sind Variantenlistings. Bei Leinwänden ist das besonders scharf, weil Größe und Format zu Varianten derselben Elternnummer gehören. Bei einer Marke steht die Größe sogar im Feld für die Farbe.
- Zweiundzwanzig von fünfunddreißig füllen das Feld Herkunftsland, und in allen zweiundzwanzig steht China. Das Garantiefeld füllen achtzehn, und sie tun es in zehn verschiedenen Schreibweisen bis hin zur blanken Ziffer 1 ohne Einheit.
Die fünf Leinwände im Direktvergleich
Aufgenommen sind fünf am Prüftag bestellbare Leinwände, die zusammen die fünf Bauarten des Marktes abbilden: ein Rollo zum Aufhängen, eine Stativleinwand, eine Rahmenleinwand, eine Elektroleinwand mit Motor und ein faltbares Tuch für draußen. Fünf Bauarten, fünf verschiedene Marken, und bewusst keine fünf Varianten desselben Prinzips. Die Auswahl folgt der Bauart und nicht dem Preis, denn die Bauart entscheidet über fast alles: über die Planlage, über die Frage, ob die Fläche verschwinden kann, über das Gewicht an der Decke und darüber, ob die Rückseite überhaupt eine Rolle spielt. Jedes der fünf Angebote wurde einzeln über seine Direktadresse abgerufen; ausgewertet wurden Titel, Stichpunkte, Beschreibungsblock und die strukturierte Datentabelle des jeweiligen Angebots, nicht die von der Plattform eingeblendeten Vergleichsmodule. Die Zahlen in der Spalte Bildmaße sind gegen die Diagonale nachgerechnet, und drei der fünf Angebote weichen dabei von ihrer eigenen Zollangabe ab. Für die Frage, wie viel Licht ein Beamer auf diese Flächen bringt und woher die Zahlen dazu stammen, gibt es eine eigene Seite zu ANSI-Lumen beim Beamer; alles zur Warengruppe insgesamt steht gesammelt auf der Übersichtsseite zu Beamern. Die Reihenfolge unten ist keine Rangliste. Die Auszeichnung Unsere Empfehlung geht an die celexon Basic Stativ-Leinwand, weil sie als einzige im Feld ihre Fläche einem Bildwandtyp nach der Systematik der einschlägigen Norm zuordnet und damit ihre eigene Gain-Angabe überhaupt erst nachprüfbar macht. Das ist eine Empfehlung auf Basis der recherchierten Angaben und kein Prüfurteil, denn hier wurde nichts angestrahlt.
| Bild | Marke und Modell | Auszeichnung | Bauart | Gain | Blickwinkel | Bildmaße und Format | Schwarzrand | Bestellen |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
![]() | celexon Basic Stativ-Leinwand 120 Zoll celexon 4,4 aus 1.181 Stimmen | Unsere Empfehlung | Stativleinwand | 1,5 Stichpunkt des Angebots, in derselben Zeile wie Tuchtyp und Betrachtungswinkel: Front-Projektionstuch Type D diffuse aus Gewebebasiert-PVC laminiert in Matt weiß, Gain 1.5, Betrachtung 160 Grad. Im strukturierten Datensatz des Angebots gibt es kein Feld für den Gain, wohl aber eines für den Betrachtungswinkel | 160 Grad, gleichlautend im Stichpunkt und im Datenfeld Betrachtungswinkel. Ein Bezug zwischen dieser Zahl und dem Gain wird nicht hergestellt: Es steht nicht da, ob die 1,5 in der Bildwandnormalen gelten und wie weit sie bis 160 Grad abfallen | 220 mal 220 Zentimeter, im Stichpunkt als Projektion 220 x 220 cm und im Datenfeld Anzeigeabmessungen als 120 Zoll, 1:1, 220x220 cm · Format 1 zu 1 · 4,84 Quadratmeter. Das ist die größte Bildfläche im Feld dieser fünf und zugleich die einzige im Format 1 zu 1 | Maskierung 5 Zentimeter, dazu Vorlauf oben 5 Zentimeter und Vorlauf unten 5 Zentimeter, alles im ersten Stichpunkt beziffert. Das ist im Feld dieser fünf die einzige Randangabe mit einer Zentimeterzahl und in der Stichprobe eine von sechs | Auf Amazon ansehen |
![]() | AWOL Valerion Rahmenleinwand 120 Zoll Valerion 4,4 aus 142 Stimmen | Einziges Angebot im Feld, das einen Winkel nennt, für den die Gain-Angabe gilt | Rahmenleinwand | 1,3 Angebotstitel und erster Stichpunkt: Valerion Matte White Leinwand mit 1,3 Gain. Im strukturierten Datensatz gibt es kein Gain-Feld, wohl aber ein Feld Betrachtungswinkel mit dem Wert 170 Grad | 170 Grad, und zwar ausdrücklich als Halbwerts-Blickwinkel bezeichnet. Das ist die einzige Stelle im ganzen Feld, an der ein Anbieter sagt, worauf sich sein Winkel bezieht: auf den Abfall der Leuchtdichte auf die Hälfte. Ein Messverfahren nennt er trotzdem nicht | Datenfeld Anzeigeabmessungen: 152.4 cm x 267.72 cm. Die Reihenfolge ist Höhe vor Breite und damit gegenüber jeder anderen Angabe im Feld vertauscht. Aus diesen Zahlen ergibt sich ein Seitenverhältnis von 1,757 zu 1 statt der 1,778 zu 1, die 16 zu 9 entsprechen · Format Nicht ausdrücklich genannt. Weder Titel noch Stichpunkte noch Datensatz nennen ein Seitenverhältnis; es lässt sich nur aus den Abmessungen errechnen. Das ist im Feld dieser fünf der einzige Fall · 4,08 Quadratmeter, nachgerechnet aus 267,72 mal 152,4 Zentimetern. Ein Angebot, das 120 Zoll bei 16 zu 9 exakt einhielte, käme auf 265,7 mal 149,4 Zentimeter und damit auf 3,97 Quadratmeter | Keine Angabe. Ein Rahmen wird beworben, seine Breite und seine Farbe stehen nirgends. Aus dem Unterschied zwischen den Produktabmessungen und den Anzeigeabmessungen ließe sich rechnerisch nichts ableiten, weil die Produktabmessungen selbst unplausibel sind | Auf Amazon ansehen |
![]() | ESMART Professional MIMOTO GRAU ESMART 4,4 aus 1.896 Stimmen | Einziges Angebot mit zwei verschiedenen Gain-Zahlen im eigenen Text | Elektroleinwand | 1,0 und 0,9 Zwei Stellen desselben Angebots nennen zwei verschiedene Werte: der Stichpunkt in Klammern Gain 1,0, der Beschreibungsblock den Satz Der Wert von 0,9 sorgt für eine gleichmäßige Verteilung des Lichts in alle Richtungen. Ein Gain-Feld gibt es im strukturierten Datensatz nicht | 150 Grad im Beschreibungsblock, 160 Grad im strukturierten Datenfeld Betrachtungswinkel. Der Beschreibungsblock verknüpft seine 150 Grad ausdrücklich mit dem Gain-Wert und ist damit die einzige Stelle der ganzen Stichprobe, an der ein Anbieter beides in einen Zusammenhang bringt | 221 mal 125 Zentimeter, gleichlautend im Titel, im ersten Stichpunkt und im Datenfeld Anzeigeabmessungen. Das ist die einzige vollständig widerspruchsfreie Maßangabe im Feld dieser fünf · Format 16 zu 9. Aus 221 zu 125 ergibt sich rechnerisch 1,768 zu 1 gegenüber den 1,778 zu 1 des Nennformats, eine Abweichung von einem halben Prozent · 2,76 Quadratmeter. Das ist die kleinste Bildfläche im Feld dieser fünf und zugleich die einzige graue | Vollständig umlaufende schwarze Maskierung, ausdrücklich mit der Begründung genannt, sie verstärke die Kontrastwahrnehmung. Dazu ein langer schwarzer Vorlauf von bis zu 50 Zentimetern, der bei Deckenmontage die Bildhöhe einstellbar macht. Eine Breite der Maskierung selbst steht nicht dabei | Auf Amazon ansehen |
![]() | tectake Rollo-Leinwand 203 mal 203 tectake 4,5 aus 1.641 Stimmen | Niedrigster genannter Blickwinkel im Feld und ausdrücklicher Gain 1,0 | Rollo zum Aufhängen | 1,0 Angebotstitel, erster Stichpunkt und Beschreibungsblock, dreimal übereinstimmend. Der Beschreibungsblock nennt ihn zusätzlich einen extrem niedrigen Verstärkungsfaktor. Ein Gain-Feld gibt es im strukturierten Datensatz nicht | 125 Grad, im dritten Stichpunkt als Betrachtungswinkel von bis zu 125 Grad und im Datenfeld Betrachtungswinkel gleichlautend mit 125 Grad. Das ist der niedrigste Winkelwert der ganzen Stichprobe; der Rest des Feldes liegt bei 150, 160 oder 170 Grad | 203 mal 203 Zentimeter, im Titel und im Datenfeld Produktabmessungen als 2,03 mal 2,03 Meter. Bemerkenswert ist, wo diese Angabe zusätzlich auftaucht: Im Feld Farbe steht 203 x 203 cm, und im Feld Hersteller-Modellnummer steht ebenfalls 203 x 203 cm · Format Stufenlos einstellbar. Der dritte Stichpunkt nennt ausdrücklich 1 zu 1, 4 zu 3, 16 zu 9 und weitere, weil sich das Tuch beliebig weit herunterziehen lässt. Das ist der praktische Vorteil eines quadratischen Rollos · 4,12 Quadratmeter im Format 1 zu 1 | Schwarze Randmaskierung, im zweiten Stichpunkt ausdrücklich als Beitrag zum Kontrast begründet. Eine Breite steht nicht dabei. Damit gehört dieses Angebot zu den zwölf von fünfunddreißig, die eine Maskierung überhaupt erwähnen, und zu den sechs, die keine Zentimeterzahl dazu nennen | Auf Amazon ansehen |
![]() | Osoeri faltbare Leinwand 120 Zoll Osoeri 4,3 aus 4.465 Stimmen | Meistbewertetes Angebot des Feldes, ganz ohne Gain-Angabe | Faltbare Outdoor-Leinwand | Keine Angabe Weder Titel noch Stichpunkte noch Beschreibungsblock noch strukturierter Datensatz nennen einen Gain, einen Verstärkungsfaktor oder einen Leuchtdichtefaktor. Das gilt für sechzehn der fünfunddreißig geprüften Angebote, und dieses ist unter ihnen das mit Abstand meistbewertete | 160 Grad, im ersten Stichpunkt als 160 Grad breiter Blickwinkel und im Datenfeld Betrachtungswinkel gleichlautend. Ohne eine Gain-Angabe daneben ist diese Zahl allerdings nicht einzuordnen: Sie sagt weder, wie hell die Fläche in der Mitte ist, noch wie stark sie zum Rand hin abfällt | 265 mal 149 Zentimeter, im Titel und im ersten Stichpunkt als Big Showing-Bereich von 265 x 149 cm, im Datenfeld Produktabmessungen als 2,66 mal 1,49 Meter · Format 16 zu 9, im Titel und im Datenfeld Anzeigeabmessungen. Dort steht allerdings ausschließlich 16:9, also ein Seitenverhältnis in einem Feld, das für Abmessungen vorgesehen ist · 3,95 Quadratmeter. Das ist der zweitgrößte Wert im Feld dieser fünf | Keine Angabe. Weder eine Maskierung noch ein Rand noch eine Breite | Auf Amazon ansehen |
Verfügbarkeit, Bewertungen und Angaben zuletzt geprüft am 26.08.2026. Bei vier der fünf Leinwände weicht die aufgerufene Artikelnummer von der hinterlegten Elternnummer ab; die Sternzahl gilt dort einer ganzen Angebotsfamilie aus verschiedenen Größen und Formaten und nicht zwingend genau der beschriebenen Ausführung. Bei der faltbaren Outdoor-Leinwand stimmen beide Nummern überein. Wer bestellt, sollte die Bildmaße in Zentimetern im Warenkorb gegenprüfen und nicht die Zollzahl, denn bei einer der fünf Marken steht die Größe im Feld für die Farbe.

Die ehrliche Gegenfrage: reicht die weiße Wand?
Diese Frage gehört an den Anfang und nicht ans Ende, weil sie die meistgestellte des ganzen Themas ist. Wer bei einer Suchmaschine den Wortanfang Beamer ohne eintippt, bekommt als ersten Vorschlag Beamer ohne Leinwand. Vor Beamer ohne Kabel, vor Beamer ohne Strom, vor allem anderen. Eine Seite über Leinwände, die diese Frage überliest oder wegdrückt, ist keine Kaufberatung, sondern eine Verkaufsseite. Also die Antwort zuerst, und sie lautet: Für viele Wohnzimmer reicht die weiße Wand, und dafür gibt es zwei belegbare Anhaltspunkte statt einer Meinung.
Der erste kommt aus der Prüfpraxis. Die Stiftung Warentest beschreibt im frei zugänglichen Teil ihres laufend aktualisierten Beamer-Tests, dessen Änderungsdatum im Seitenquelltext auf den 28. Mai 2026 lautet, ihre eigene Prüfumgebung. Sie nennt einen stark abgedunkelten Raum und eine mattweiße Projektionswand mit einer Bildbreite von 1,70 Metern. Bei einem Seitenverhältnis von 16 zu 9 ergibt das eine Bildhöhe von 0,96 Metern, eine Fläche von rund 1,63 Quadratmetern und eine Diagonale von rund 77 Zoll. Wer Beamer für Millionen Leser vergleichbar messen will, tut das also auf einer mattweißen Wand. Das ist kein Beweis dafür, dass eine Leinwand nichts bringt, aber es ist ein starker Hinweis darauf, dass die mattweiße Fläche der vernünftige Bezugspunkt ist und nicht die Ausnahme.
Der zweite kommt aus der Norm. DIN 19045-4 teilt Bildwände nach ihren Reflexions- und Transmissionseigenschaften in vier Haupttypen ein. Typ D steht für die diffus streuende Bildwand, die einfallendes Licht weitgehend gleichmäßig in alle Richtungen verteilt und nur eine leichte Vorzugsrichtung in der Bildwandnormalen hat. Die fachliche Darstellung dieser Systematik nennt als Beispiele für Typ D die herkömmliche Leinwand aus Gewebe oder glattem Kunststoff und im selben Atemzug die glatte, ebene Wandfläche mit einem weißen, matten Farbanstrich. Sie ordnet dem Typ D üblicherweise Gain-Werte zwischen 1,1 und 1,3 zu und nennt ihn den richtigen Typ für das häusliche Wohnzimmer, weil dort niemand in Reih und Glied sitzt. Die Wand ist damit nicht der Notbehelf, sondern ein Vertreter genau der Klasse, die für diesen Raum die richtige ist.
Eine Fundstelle, die überall falsch zitiert wird: Auf test.de steht eine Meldung mit der Überschrift Beamer: Leinwand unnötig. Sie wird regelmäßig als Beleg dafür herangezogen, dass moderne Beamer keine Leinwand mehr brauchen. Das ist falsch. Die Meldung trägt das Veröffentlichungsdatum 23. September 2004, besteht aus vier Sätzen und berichtet über einen Videoprojektor, den die Bauhaus-Universität in Weimar entwickelt hat: Eine Kamera und ein Computer berechnen das Bild so, dass von einer Blümchentapete nichts mehr zu sehen ist, und so lassen sich auch karierte Vorhänge als Bildwand nutzen. Das ist eine Nachricht über ein Forschungsgerät einer Hochschule aus dem Jahr 2004. Sie ist keine Kaufempfehlung, kein Testergebnis und keine Aussage über heute erhältliche Geräte, und kein Beamer im Handel kompensiert heute eine Blümchentapete. Wer diese Überschrift zitiert, zitiert einen Titel und keine Aussage.
Damit ist die Frage aber nur zur Hälfte beantwortet, denn die Norm stellt vier Bedingungen und nicht eine: glatt, eben, weiß und matt. Raufaser ist nicht glatt; bei streifendem Lichteinfall wirft jede Faser einen Schatten, und je flacher der Beamer strahlt, desto schlimmer wird es. Bei einem Ultrakurzdistanz-Gerät, das dicht unter der Fläche steht, ist eine strukturierte Wand unbrauchbar. Latexfarbe ist nicht matt; sie glänzt, und Glanz erzeugt an einer Stelle des Bildes einen hellen Fleck, der mit dem Blickwinkel wandert. Weiß ist außerdem nicht gleich Weiß: Ein leichter Gelb- oder Grünstich der Wandfarbe färbt jedes Bild, und keine Farbeinstellung des Beamers gleicht ihn vollständig aus, weil das Gerät Licht nur hinzufügen und nicht abziehen kann. Und eine Wand ist eben, bis man mit streifendem Licht darauf schaut. Wer diese vier Punkte prüft, weiß in fünf Minuten, ob er eine Leinwand braucht.
Es bleiben fünf Fälle, in denen die Fläche gekauft werden muss, und nur einer davon hat mit dem Gain zu tun. Erstens die nicht glatte oder nicht neutrale Wand. Zweitens der Raum, der sich nicht abdunkeln lässt: Dort verbessert ein graues Tuch den Kontrasteindruck, weil es Streulicht aus dem Raum schwächer zurückwirft als eine weiße Fläche. Drittens der schwarze Rand: Eine umlaufende schwarze Maskierung hebt den wahrgenommenen Kontrast, und an einer Wand gibt es sie nur, wenn man sie aufmalt. Viertens der schmale, tiefe Raum mit Sitzreihen hintereinander, in dem eine Fläche mit höherem Gain das Licht zum Publikum bündelt, statt es an die Seitenwände zu verschenken. Fünftens der Wunsch, dass die Fläche zwischen den Filmabenden verschwindet. Für den vierten Fall braucht man die Kennzahl, um die es im Rest dieser Seite geht, und für den kann man sie im Handel praktisch nicht prüfen.
Gain: die Zahl, die kaum jemand erklärt, und wie sie gemessen wird
Der Gain heißt auf Deutsch Leuchtdichtefaktor, und schon der deutsche Name sagt mehr als der englische. DIN 19045-4 definiert ihn unter Rückgriff auf DIN 5036 als das Verhältnis der Leuchtdichte einer Bildwandprobe für eine gegebene Betrachtungsrichtung zur Leuchtdichte der vollkommen streuenden und vollkommen reflektierenden Fläche, also des Weißstandards, für eine vorgegebene Einstrahlungsrichtung. In diesem einen Satz stecken drei Bedingungen, die im Handel praktisch nie mitgeliefert werden. Der Wert gilt für eine Betrachtungsrichtung, nicht für die Fläche als Ganzes. Er gilt für eine bestimmte Einstrahlungsrichtung, also für eine bestimmte Aufstellung des Beamers. Und er ist auf eine Referenzfläche bezogen, die es in der Wirklichkeit nicht gibt: eine Fläche, die alles Licht reflektiert und es vollkommen gleichmäßig in die Halbkugel darüber verteilt.
Daraus folgt der wichtigste Satz dieser Seite: Eine einzelne Gain-Zahl beschreibt eine Richtung und nicht ein Produkt. Vollständig wäre entweder eine Tabelle von Betrachtungswinkeln mit den zugehörigen Werten oder die grafische Darstellung, die in der Fachsprache Leuchtdichtefaktor-Indikatrix heißt. Sie zeigt, wie stark die Fläche in jede Richtung zurückstrahlt, und für die vollkommen streuende Weißfläche ist sie ein exakter Halbkreis mit dem Wert 1 in alle Richtungen. Eine reale Fläche vom Typ D weicht davon leicht ab: In der Normalen liegt sie etwas darüber, zur Seite hin darunter, und irgendwo zwischen vierzig und sechzig Grad schneidet ihre Kurve den Einheitskreis. In der geprüften Stichprobe von fünfunddreißig Angeboten zeigt kein einziges eine solche Kurve, keines eine Winkeltabelle und keines auch nur zwei Werte für zwei Winkel.
Die Messung erklärt, warum das so ist. Nach der Norm braucht man dafür eine Normlichtquelle, ein Leuchtdichtemessgerät und ein sogenanntes Arbeits-Reflexionsnormal, also ein kalibriertes Stück Fläche mit bekannten Reflexionseigenschaften, das die nicht existierende ideale Weißfläche vertritt. Gemessen wird für jede Betrachtungsrichtung einzeln, und die Arbeitsnormale müssen ihrerseits regelmäßig nachkalibriert werden, weil sie ihre lichttechnischen Eigenschaften nicht dauerhaft behalten. International beschreibt die Fachgesellschaft für Film- und Fernsehtechnik dasselbe Problem in einer eigenen Empfehlung: RP 94 trägt den Titel Gain Determination of Front Projection Screens, wurde am 9. Juni 2000 veröffentlicht und wird in der Dokumentenbibliothek der Gesellschaft am Prüftag als stabilisiert geführt. Der frei zugängliche Bericht ihrer Studiengruppe zur Lichtmessung auf der Bildwand aus dem Jahr 2014 fasst das Verfahren in einer Übersichtstabelle zusammen: Gemessen wird das Winkelverhalten in Schritten von fünf Grad, verglichen wird mit einer Probe vom Gain 1 oder mit standardisiertem mattweißem Karton, und an einer eingebauten Fläche wird frontal und aus dreißig Grad gemessen.
Was in fünfunddreißig Angeboten nicht vorkommt: Weder DIN 19045-4 noch DIN 5036 noch RP 94 noch irgendein anderes Messverfahren wird in einem einzigen der geprüften Angebote genannt. Achtzehn Angebote nennen eine Gain-Zahl, und keines davon sagt, wie sie zustande kam. Die Schreibweisen zeigen dabei, wie beiläufig die Zahl behandelt wird: Sie erscheint als Gain 1.5, als Gain von 1,1, als Gain Faktor 1,0, als 1.2 Gain, als 1,5-facher Gain, als 1.2 Verstärkung und in einem maschinell übersetzten Angebot als echte Gewinne von 1,2. Ein weiteres Angebot wirbt im Titel mit dem Wort Hohe Gainzahl und nennt keinen Wert. Sechzehn Angebote lassen die Kennzahl ganz weg, und darunter ist das meistbewertete Angebot der ganzen Stichprobe.
Praktisch heißt das für den Kauf zweierlei. Erstens: Ein Gain über 1,0 ist kein Qualitätsmerkmal, sondern eine Bauentscheidung mit einem Preis. Wer Licht in eine Richtung bündelt, nimmt es einer anderen weg. Für einen schmalen, tiefen Raum ist das richtig, für ein Wohnzimmer mit Esstisch daneben ist es falsch. Zweitens: Wo der Gain deutlich über 1,0 liegt, sollte die Fläche auch bautechnisch dazu passen. Die Systematik der Norm ordnet die Werte von 1,5 bis 1,7 den Typen B und S zu, also der Perl- oder Kristallbildwand mit aufgebrachten Glaskugeln und der Metall- oder Silberbildwand mit einer reflektierenden Schicht, und beide haben ein ausgeprägt gerichtetes Verhalten. Ein mattweißes PVC-Gewebe mit einem angegebenen Gain von 1,5 wirft deshalb eine Frage auf, die sich ohne die Indikatrix nicht beantworten lässt. Genau diese Frage stellt sich auf dieser Seite bei einem der fünf Produkte, und sie ist der Grund, warum es die Auszeichnung bekommt: weil sie sich bei ihm überhaupt stellen lässt.
Der Blickwinkel: die zweite Hälfte der Gain-Angabe
Neunundzwanzig von fünfunddreißig Angeboten nennen einen Blickwinkel in Grad, und das ist eine bemerkenswert hohe Quote. Sie hat einen banalen Grund: Die Verkaufsplattform sieht dafür ein Datenfeld vor. Achtundzwanzig der neunundzwanzig Nennungen stehen in genau diesem Feld mit der Bezeichnung Betrachtungswinkel. Für den Gain gibt es kein solches Feld, bei keinem einzigen der fünfunddreißig Angebote. Der Datensatz kennt Felder für Befestigungsart, Anzeigeabmessungen, Material, Bildschirm-Oberfläche, Betriebsmodus, Gehäusematerial, Herkunftsland und Garantie, aber keines für die zentrale lichttechnische Kennzahl der Warengruppe. Das erklärt die Schieflage: Die halbe Angabe ist strukturiert erfasst, die wichtigere Hälfte steht irgendwo im Fließtext oder gar nicht.
Was die Gradzahl bedeutet, sagt fast niemand. Die Werte lauten in der Stichprobe fast durchgängig 150, 160 oder 170 Grad, einmal 178 Grad und einmal 125 Grad. Eine Fläche mit 160 Grad ist damit nicht bis achtzig Grad nach jeder Seite gleich hell, und sie zeigt dort auch nicht zwingend ein brauchbares Bild. Die Zahl sagt für sich genommen überhaupt nichts, weil der Bezugspunkt fehlt. Genau zwei Angebote der ganzen Stichprobe liefern ihn nach, und beide gehören zu derselben Marke: Sie sprechen von einem Halbwerts-Blickwinkel von 170 Grad. Halbwert heißt, dass die Leuchtdichte bei diesem Winkel auf die Hälfte des Wertes in der Bildwandnormalen gefallen ist. Damit ist eine Gain-Angabe von 1,3 zum ersten Mal mit einer Winkelangabe verknüpft, und erst diese Verknüpfung macht aus einer Werbezahl eine physikalische Aussage.
Ein drittes Angebot kommt der Sache nahe, ohne den Fachbegriff zu benutzen. Sein Beschreibungsblock schreibt: Der Gain-Faktor gibt an, wie stark das Licht gebündelt wird. Der Wert von 0,9 sorgt für eine gleichmäßige Verteilung des Lichts in alle Richtungen ohne Helligkeitsverluste bei seitlicher Betrachtung und ermöglicht so einen breiten Betrachtungswinkel von 150 Grad. Das ist sachlich richtig und in dieser Stichprobe die einzige Stelle, an der ein Anbieter den Zusammenhang zwischen Bündelung und Winkel überhaupt erklärt. Die Ironie liegt darin, dass derselbe Anbieter im Stichpunkt desselben Angebots einen Gain von 1,0 nennt und im strukturierten Datenfeld desselben Angebots 160 Grad. Ein Angebot, zwei Gain-Zahlen, zwei Winkel, und die richtige Erklärung steht neben der falschen Zahl.
Für den Kauf bleibt daraus eine einfache Faustregel, die ohne jede Herstellerangabe auskommt: Je breiter das Publikum sitzt, desto niedriger sollte der Gain sein, und im Zweifel ist 1,0 die sichere Wahl. Ein Gain von 1,0 bedeutet, dass die Fläche das Licht so zurückwirft wie die Norm-Weißfläche, also gleichmäßig, und dass es keinen bevorzugten Sitzplatz gibt. Wer dagegen in einem schmalen Raum mit Sitzreihen projiziert, gewinnt mit einem höheren Wert echte Helligkeit dort, wo sie gebraucht wird. Was dabei zusätzlich hilft, ist die Bauform des Beamers: Ein Gerät mit sehr kurzem Projektionsverhältnis leuchtet steiler auf die Fläche und trifft sie dadurch anders, als die Gain-Angabe unterstellt. Wie sich solche Bauformen unterscheiden, führt die Seite zu Mini-Beamern aus, und was der Unterschied zwischen Lampe und Leuchtdiode für die verfügbare Lichtmenge bedeutet, steht unter Beamer-Lampe oder LED.
Von Lumen über Lux zu Candela je Quadratmeter: die Brücke heißt Gain
Zwischen der Zahl auf dem Beamer-Karton und dem, was das Auge im Wohnzimmer sieht, liegen zwei Rechenschritte und eine physikalische Größe, die auf keiner der beiden Verpackungen steht. Der erste Schritt ist simpel. Der Lichtstrom eines Beamers wird in Lumen angegeben, und Lumen ist eine Angabe über die gesamte abgegebene Lichtmenge, unabhängig davon, wie groß die Fläche ist, auf die sie fällt. Teilt man den Lichtstrom durch die Bildfläche in Quadratmetern, erhält man die Beleuchtungsstärke in Lux, also das Licht, das auf jedem Quadratmeter der Fläche ankommt. Ein Beamer mit 2.000 Lumen auf einer Fläche von 120 Zoll im Format 16 zu 9 leuchtet 265,7 mal 149,4 Zentimeter aus, also 3,97 Quadratmeter, und erzeugt dort rund 504 Lux. Dieselben 2.000 Lumen auf der Prüffläche der Stiftung Warentest mit 1,70 Metern Bildbreite, also 1,63 Quadratmetern, ergeben rund 1.228 Lux. Der Zusammenhang ist umgekehrt proportional: Doppelte Fläche, halbe Beleuchtungsstärke.
Der zweite Schritt ist der, an dem fast jede Kaufberatung aufhört, und er ist der wichtigere. Lux ist nicht das, was das Auge sieht. Das Auge sieht Leuchtdichte, gemessen in Candela je Quadratmeter, und die hängt davon ab, wie viel von dem ankommenden Licht die Fläche in Richtung des Betrachters zurückwirft. Genau an dieser Stelle ist der Gain die Brücke, und die Umrechnung ist in der Lichttechnik hinterlegt. Das Lichtlexikon der deutschen Licht-Fachgemeinschaft formuliert sie unter Verweis auf DIN EN 12665 so: Für vollkommen diffus reflektierende Oberflächen in Innenräumen lässt sich die Leuchtdichte in Candela je Quadratmeter aus der Beleuchtungsstärke in Lux und dem Reflexionsgrad berechnen, indem man beide multipliziert und durch die Kreiszahl teilt. Und weil der Gain nach der Definition von DIN 19045-4 nichts anderes ist als das Verhältnis zur vollkommen streuenden und vollkommen reflektierenden Weißfläche, tritt er genau an die Stelle des Reflexionsgrads. Dieselbe Beziehung steht, nur andersherum aufgelöst, hinter der Bestimmung des Gains einer Frontprojektionsfläche: Der Gain ist die mit der Kreiszahl multiplizierte Leuchtdichte, geteilt durch die Beleuchtungsstärke.
Die Rechnung an einem Beispiel, das jeder nachvollziehen kann: Ein Beamer mit 2.000 Lumen auf 120 Zoll im Format 16 zu 9 erzeugt auf 3,97 Quadratmetern rund 504 Lux. Auf einer Fläche mit einem Gain von 1,0 ergibt das eine Leuchtdichte von rund 160 Candela je Quadratmeter, auf einer Fläche mit 1,3 rund 208, auf einer Fläche mit 1,5 rund 240, jeweils in der Bildwandnormalen. Auf der Prüffläche der Stiftung Warentest mit 1,63 Quadratmetern wären es bei einem Gain von 1,0 rund 391 Candela je Quadratmeter. Wichtig ist der Zusatz: Alle diese Werte gelten für die Richtung senkrecht zur Fläche und für ein Vollweißbild. Zur Seite hin fallen sie ab, und zwar bei einem hohen Gain schneller als bei einem niedrigen. Genau deshalb ist eine Gain-Angabe ohne Winkel eine halbe Angabe.
Erst diese zweite Umrechnung macht die erste nützlich, weil sie einen Vergleich erlaubt, den es sonst nicht gibt. Der frei zugängliche Bericht der Studiengruppe der Fachgesellschaft für Film- und Fernsehtechnik stellt die Vorgaben ihrer eigenen Regelwerke für die Bildwandhelligkeit nebeneinander. Für die Bildmitte im Kinosaal nennt sie eine Spanne von 12 bis 22 Footlambert, für den Vorführraum 16 Footlambert mit einer Toleranz von 2 Footlambert. Ein Footlambert entspricht 3,426 Candela je Quadratmeter. Umgerechnet liegt die Kinovorgabe also bei rund 41 bis 75 Candela je Quadratmeter, der Vorführraum bei rund 55. Die 160 Candela je Quadratmeter aus dem Beispiel oben liegen damit deutlich über dem Kinowert, und zwar um mehr als das Doppelte. Ein Beamer mit 2.000 Lumen auf 120 Zoll ist im abgedunkelten Raum also nicht zu dunkel, sondern eher zu hell.
Vier Vorbehalte gehören zu diesem Vergleich, und sie stehen hier ausdrücklich, weil er sonst mehr behauptet, als er trägt. Erstens gilt der Kinowert für ein offenes Bildfenster ohne Film im Strahlengang, ist also ein Weißbildwert und mit der Weißbildrechnung oben vergleichbar, aber nicht mit dem Durchschnittseindruck eines Films. Zweitens ist die Rechnung eine Überschlagsrechnung aus einer Datenblattangabe und keine Messung; hier wurde nichts gemessen. Drittens gilt die Lumenangabe eines Beamers für den hellsten Modus unter Laborbedingungen, und die einschlägige Norm für Projektor-Datenblätter erlaubt ausdrücklich, dass der untere Grenzwert des einzelnen Geräts bei Auslieferung nur achtzig Prozent des Datenblattwerts beträgt. Viertens gilt der Gain nur in der Bildwandnormalen. Wer diese vier Punkte mitliest, hat trotzdem etwas gewonnen, das keine Produktbeschreibung liefert: eine Größenordnung. Was hinter der Lumenangabe selbst steckt und welche Norm sie regelt, führt die Seite zu ANSI-Lumen und ISO-Lumen aus; wie sich die Helligkeitsfrage im Freien stellt, steht unter Beamer für draußen.
Bleibt die Frage, was die Norm für Projektor-Datenblätter selbst zur Fläche sagt, und die Antwort ist so knapp wie aufschlussreich. ISO/IEC 21118 in der dritten Ausgabe vom Februar 2020 regelt die Angaben in Datenblättern für Datenprojektoren und beschränkt ihren Anwendungsbereich ausdrücklich auf die Frontprojektion. In der Tabelle mit ihren vierundzwanzig Positionen betrifft genau eine die Fläche, nämlich Nummer 8 mit dem Titel Screen size, und die verlangt als Pflichtangabe nichts weiter als die kleinste und die größte erreichbare Bilddiagonale, im Beispiel von 58,4 Zentimetern bis 762 Zentimetern. Über Material, Reflexionsverhalten oder Gain der Fläche steht dort nichts, und die Zeichenfolge gain kommt im gesamten frei einsehbaren Auszug null Mal vor. Bemerkenswert ist, wie die Norm ihre eigenen Verhältnisgrößen definiert: Das Kontrastverhältnis unter Nummer 12 und das Verhältnis von Mitte zu Ecken unter Nummer 13 sind ausdrücklich als Verhältnisse der Beleuchtungsstärke auf der Bildwand definiert, also in Lux. Die Norm misst damit bewusst das ankommende Licht und lässt das zurückgeworfene außen vor. Sie hält die Fläche aus der Messung heraus, und genau diese Lücke füllt DIN 19045-4.
Die Auszählung: welche Angabe steht wo
Grundgesamtheit sind fünfunddreißig am Prüftag bestellbare Angebote für Beamer-Leinwände auf amazon.de, ausgewählt entlang der fünf Bauarten, die auch die Suchvorschläge zum Thema nennen: Rollo, Stativ, Rahmen, elektrisch und Outdoor. Prüftag ist der 26.08.2026. Ausgewertet wurden für jedes Angebot ausschließlich vier Bereiche: der Titel, die Stichpunkte, der Beschreibungsblock des Anbieters und die strukturierte Datentabelle des jeweiligen Angebots. Die von der Plattform eingeblendeten Vergleichs-, Werbe- und Empfehlungsmodule blieben ausdrücklich außen vor, weil dort Titel und Merkmale fremder Angebote stehen. Diese Trennung ist keine Förmlichkeit: Ein Vorlauf in diesem Bereich hat ohne sie für ein einzelnes Merkmal vierzehn statt drei Treffer gezählt, weil die Suche in die Empfehlungskacheln hineingelaufen ist. Jede Quote unten bezieht sich auf diese fünfunddreißig Angebote und auf diese vier Bereiche.
| Merkmal | Quote | Wo es steht und was auffällt |
|---|---|---|
| Gain als Zahl beziffert | 18 von 35 | Die genannten Werte reichen von 0,9 bis 1,5. Achtmal steht die Zahl im Titel oder im ersten Stichpunkt, zehnmal erst im Beschreibungsblock. Die Schreibweisen gehen weit auseinander: Gain 1.5, Gain von 1,1, Gain Faktor 1,0, 1.2 Gain, 1,5-facher Gain, 1.2 Verstärkung und in einem maschinell übersetzten Angebot echte Gewinne von 1,2 |
| Gain-Wort ohne jede Zahl | 1 von 35 | Ein Angebot wirbt im Titel mit dem Wort Hohe Gainzahl und nennt an keiner Stelle einen Wert. Das ist der reine Werbegebrauch der Kennzahl |
| Gain überhaupt nicht erwähnt | 16 von 35 | Fast die Hälfte des Feldes kommt ohne die zentrale Kennzahl der Warengruppe aus. Darunter ist das meistbewertete Angebot der ganzen Stichprobe mit 4.465 Stimmen und Platz 2 der Bestsellerliste Leinwände |
| Gain als Feld im strukturierten Datensatz der Plattform | 0 von 35 | Der Datensatz kennt Felder für Befestigungsart, Anzeigeabmessungen, Material, Bildschirm-Oberfläche, Betriebsmodus und Betrachtungswinkel. Ein Feld für den Gain, den Leuchtdichtefaktor oder den Verstärkungsfaktor gibt es nicht. Wer die Zahl sucht, muss sie im Fließtext suchen |
| Blickwinkel in Grad genannt | 29 von 35 | Die Werte lauten fast durchgängig 150, 160 oder 170 Grad, einmal 125 Grad und einmal 178 Grad. Achtundzwanzigmal steht die Zahl im strukturierten Datenfeld Betrachtungswinkel, das die Plattform anders als beim Gain sehr wohl vorsieht |
| Winkel, für den die Gain-Angabe gilt | 2 von 35 | Nur zwei Angebote derselben Marke sprechen von einem Halbwerts-Blickwinkel von 170 Grad und sagen damit, worauf sich die Zahl bezieht: auf den Abfall der Leuchtdichte auf die Hälfte. Ein drittes Angebot verknüpft Gain und Winkel immerhin sprachlich, indem es schreibt, der Wert von 0,9 ermögliche einen breiten Betrachtungswinkel von 150 Grad |
| Gain-Kurve oder Indikatrix über dem Winkel | 0 von 35 | Kein einziges Angebot zeigt eine Tabelle oder eine Kurve des Leuchtdichtefaktors über dem Betrachtungswinkel. Genau diese Darstellung wäre nach der einschlägigen Normlogik die vollständige Beschreibung des Reflexionsverhaltens |
| Messverfahren oder Norm für den Gain benannt | 0 von 35 | Weder DIN 19045-4 noch DIN 5036 noch eine Empfehlung der Fachgesellschaft für Film- und Fernsehtechnik wird in einem der fünfunddreißig Angebote genannt. Die Zahl steht überall ohne Verfahren dahinter |
| Bildwandtyp nach der Systematik der Norm | 5 von 35 | Alle fünf Treffer gehören zur Marke celexon und lauten gleichlautend Type D diffuse. D steht in der Systematik von DIN 19045-4 für die diffus streuende Bildwand. Keine andere Marke der Stichprobe ordnet ihre Fläche einem Typ zu |
| Bildmaße als Breite mal Höhe in Zentimetern | 26 von 35 | Sechsundzwanzig Angebote nennen die Fläche irgendwo in Zentimetern oder Millimetern, neun nur in Zoll. Bei einem Produkt, das an eine bestimmte Wand passen muss, ist die Diagonale in Zoll allein keine brauchbare Angabe |
| Seitenverhältnis genannt | 31 von 35 | Meist 16 zu 9, seltener 4 zu 3 oder 1 zu 1. Vier Angebote nennen überhaupt keines, darunter eine Rahmenleinwand, bei der es sich nur aus zwei Abmessungen errechnen lässt, die zudem in vertauschter Reihenfolge stehen |
| Tuchmaterial benannt | 28 von 35 | Am häufigsten PVC beziehungsweise Polyvinylchlorid und Polyester, dazu Glasfaser, Vinyl und einmal Milchseide. Das strukturierte Feld Bildschirm-Oberfläche füllen einunddreißig Angebote, meist mit dem Wert Matt, einmal mit dem Wert Hd |
| Schwarzrand oder Maskierung erwähnt | 12 von 35 | Zwölf Angebote sprechen von einer schwarzen Maskierung, einem schwarzen Rand oder schwarzen Seitenrändern, meist mit der Begründung, das verstärke die Kontrastwahrnehmung |
| Randbreite in Zentimetern beziffert | 6 von 35 | Und selbst diese sechs meinen überwiegend den schwarzen Vorlauf oben, also das Tuchstück über dem Bild, nicht den seitlichen Rand. Genau einmal steht in der ganzen Stichprobe eine eigene Zeile Maskierung 5 cm neben Vorlauf oben und Vorlauf unten |
| Schwarze oder blickdichte Rückseite | 11 von 35 | Elf Angebote sprechen die Rückseite an, meist mit der Begründung, so würden Doppelbilder verhindert oder das Licht von hinten absorbiert. Bei frei hängenden und bei faltbaren Flächen ist das die praktisch wichtigste Tucheigenschaft nach dem Gain |
| Flammschutz überhaupt erwähnt | 4 von 35 | Dreimal die Formulierung schwer entflammbar ohne jede Klasse, einmal die Angabe Brandschutz B1 |
| Flammschutz mit benannter Klasse oder Norm | 1 von 35 | Ein einziges Angebot nennt eine Klasse, nämlich B1. Bei Vorhangware, die dauerhaft in Wohnräumen oder in Schulen hängt, ist das die Angabe, nach der Betreiber öffentlicher Räume ausdrücklich fragen müssen |
| Planlage, Spannsystem oder Anti-Falten-Zusage | 15 von 35 | Fünfzehn Angebote sagen etwas zur Planlage, von der Tab-Tension-Konstruktion über den Spannrahmen bis zur Zusage, das Material bleibe nach dem Falten knitterfrei. Bei Rollos und faltbaren Tüchern ist die Planlage der häufigste praktische Mangel |
| Selbstaufrollmechanik ausdrücklich benannt | 2 von 35 | Zwei Angebote derselben Marke nennen eine Slow-Retract-Steuerung, also ein kontrolliert langsames Einfahren. Alle anderen Rollos schweigen dazu, obwohl ein zurückschnellender Federzug die häufigste Beschädigungsursache dieser Bauart ist |
| Windlast oder Bodenbefestigung im Freien | 3 von 35 | Drei Angebote nennen Heringe, Erdnägel, Abspannseile oder einen Sandsack. Eine Windlast in einer physikalischen Einheit nennt kein einziges. Bei Flächen von drei bis fünf Quadratmetern im Freien ist das die Angabe, die über Sicherheit entscheidet |
| Gewicht in Kilogramm | 18 von 35 | Achtzehn Angebote nennen irgendwo eine Kilogrammzahl, teils im Stichpunkt, teils im Datenfeld. Bei Wand- und Deckenmontage ist das die Zahl, die über die Befestigung entscheidet |
| Herkunftsland im Datensatz | 22 von 35 | Zweiundzwanzig Angebote füllen das Feld, und in allen zweiundzwanzig steht China. Kein einziges nennt ein anderes Land |
| Garantiefeld im Datensatz | 18 von 35 | Und die Werte sind ein Sammelsurium: 2 Jahre Herstellergarantie, 2 Jahre Garantie, 1 Jahr Herstellergarantie, 1 Jahr, 1 Jahre, 1 Jahre Garantie, die blanke Ziffer 1, Nein, Nicht zutreffend und Registrierung der Hersteller-Website. Zehn verschiedene Schreibweisen für eine Angabe, die ein Rechtsbegriff ist |
| Variantenlisting mit abweichender Elternnummer | 32 von 35 | Bei zweiunddreißig von fünfunddreißig Angeboten weicht die hinterlegte Elternnummer von der aufgerufenen Artikelnummer ab. Bei Leinwänden ist das besonders scharf, weil Größe und Format hier zu Varianten derselben Elternnummer gehören: Die Sternzahl gilt dann für alle Größen gemeinsam, und bei einer Marke steht die Größe sogar im Feld Farbe |
Der schärfste Befund steht in der letzten Zeile: Zweiunddreißig von fünfunddreißig Angeboten sind Variantenlistings, bei denen die hinterlegte Elternnummer von der aufgerufenen Artikelnummer abweicht. Bei Beamern ist das ärgerlich, bei Leinwänden ist es gefährlich, weil hier Größe und Format zu Varianten derselben Elternnummer gehören. Die Sternzahl gilt dann für alle Größen gemeinsam, und eine Bewertung, die sich auf eine 200-Zentimeter-Fläche bezieht, erscheint unter einer 300-Zentimeter-Fläche. Bei einer der geprüften Marken steht die Größe zusätzlich im Datenfeld für die Farbe, bei einer anderen in der Hersteller-Modellnummer. Wer bestellt, sollte die Bildmaße in Zentimetern im Warenkorb gegenprüfen und nicht die Zollzahl.
Die fünf Leinwände im Detail

celexon Basic Stativ-Leinwand 120 Zoll
celexon Basic Stativ-Leinwand 120 Zoll mit einer Bildfläche von 220 mal 220 Zentimetern im Format 1 zu 1, Tuch vom Typ D diffuse aus gewebebasiertem PVC mit Gain 1,5
Diese Leinwand bekommt die Auszeichnung nicht, weil sie die hellste, die größte oder die genaueste wäre. Sie bekommt sie, weil sie als einzige im Feld ihre eigene Kennzahl überhaupt nachprüfbar macht. Vier Angaben stehen hier zusammen in einer Zeile: der Bildwandtyp D nach der Systematik von DIN 19045-4, der Gain 1,5, der Betrachtungswinkel 160 Grad und das Tuchmaterial. Dazu kommen die Bildmaße in Zentimetern, die Maskierungsbreite mit 5 Zentimetern, der Vorlauf oben und unten mit je 5 Zentimetern, das Gewicht mit 16 Kilogramm und das Gehäusemaß. Kein anderes der fünfunddreißig geprüften Angebote veröffentlicht diese Kombination. Genau weil so viel dasteht, wird auch ein Widerspruch sichtbar: Die fachliche Darstellung zur Norm ordnet dem diffusen Typ D üblicherweise Gain-Werte von 1,1 bis 1,3 zu und die Spanne von 1,5 bis 1,7 den gerichtet reflektierenden Typen B und S. Dieser Widerspruch ist kein Argument gegen das Angebot, sondern eines für die Auszeichnung: Bei den anderen vier lässt sich nicht einmal prüfen, ob einer besteht. Die Auszeichnung ist eine Empfehlung auf Basis der recherchierten Angaben und kein Prüfurteil, denn hier wurde nichts angestrahlt und nichts gemessen.
- Einziges Angebot im Feld, das seine Fläche einem Bildwandtyp nach der Systematik von DIN 19045-4 zuordnet: Type D diffuse, also die diffus streuende Bildwand, die dieselbe Systematik auch der glatten mattweißen Wand zuschreibt
- Vollständigste Randangabe der ganzen Stichprobe: Maskierung 5 Zentimeter, Vorlauf oben 5 Zentimeter, Vorlauf unten 5 Zentimeter. Von fünfunddreißig Angeboten nennen nur sechs überhaupt eine Zentimeterzahl an dieser Stelle, und die meisten davon meinen den Vorlauf und nicht den Rand
- Bildmaße, Format, Gain, Blickwinkel, Tuchmaterial, Gewicht und Gehäusemaß stehen alle im Angebot und lassen sich gegeneinander rechnen. Genau das ist bei einer Leinwand die Voraussetzung dafür, dass die Fläche in den Raum passt
- Größte Bildfläche im Feld mit 4,84 Quadratmetern und das einzige Format 1 zu 1, das durch Herunterlassen jedes flachere Format bedienen kann, ohne Bildbreite zu verlieren
- Einziger Anbieter im Feld mit einem veröffentlichten Garantietext statt nur einem Datenfeld: vierundzwanzig Monate Bring-in-Garantie ab Kaufdatum, europaweit, mit eigener Garantieanschrift in Emsdetten
- Vollständiger deutscher Rechtshinweis mit Handelsregistereintrag, Umsatzsteuer-Kennung, Registriernummer nach dem Elektrogesetz und einer Rufnummer für Verbraucher
- Gain 1,5 und Bildwandtyp D stehen in derselben Zeile, und die fachliche Darstellung zur Norm ordnet dem Typ D üblicherweise 1,1 bis 1,3 zu. Ohne die Leuchtdichtefaktor-Indikatrix, also die Kurve über dem Winkel, lässt sich nicht entscheiden, welche der beiden Angaben die andere korrigieren müsste
- Keine Angabe zur Rückseite des Tuchs. Ob es blickdicht oder rückseitig schwarz beschichtet ist, steht nirgends, und bei einer frei im Raum stehenden Stativleinwand ist das die Angabe, die über Doppelbilder entscheidet
- Die genannten 120 Zoll entsprechen 304,8 Zentimetern, die genannten Bildmaße von 220 mal 220 Zentimetern ergeben 311,1 Zentimeter Diagonale. Zwei Angaben desselben Angebots weichen um rund zwei Prozent voneinander ab
- Im Feld Mitgelieferte Artikel steht eine Projektorleinwand zur Deckenmontage, obwohl das Angebot eine Stativleinwand ist. Im Feld Betriebsmodus steht der Serienname Basic statt einer Betriebsart
- Kein Herkunftsland im Datensatz, keine Angabe zum Flammschutz, kein Wort zur Planlage des Tuchs. Sechzehn Kilogramm auf einem Stativ sind zudem nichts, was man zweimal am Abend umstellt
- Variantenlisting mit abweichender Elternnummer: Die 4,4 Sterne aus 1.181 Stimmen gelten der ganzen Familie aus Stativleinwänden verschiedener Größen und nicht zwingend dieser Ausführung
- Gain:
- 1,5. Stichpunkt des Angebots, in derselben Zeile wie Tuchtyp und Betrachtungswinkel: Front-Projektionstuch Type D diffuse aus Gewebebasiert-PVC laminiert in Matt weiß, Gain 1.5, Betrachtung 160 Grad. Im strukturierten Datensatz des Angebots gibt es kein Feld für den Gain, wohl aber eines für den Betrachtungswinkel
- Blickwinkel:
- 160 Grad, gleichlautend im Stichpunkt und im Datenfeld Betrachtungswinkel. Ein Bezug zwischen dieser Zahl und dem Gain wird nicht hergestellt: Es steht nicht da, ob die 1,5 in der Bildwandnormalen gelten und wie weit sie bis 160 Grad abfallen
- Bildmaße:
- 220 mal 220 Zentimeter, im Stichpunkt als Projektion 220 x 220 cm und im Datenfeld Anzeigeabmessungen als 120 Zoll, 1:1, 220x220 cm
- Bildfläche:
- 4,84 Quadratmeter. Das ist die größte Bildfläche im Feld dieser fünf und zugleich die einzige im Format 1 zu 1
- Diagonale nachgerechnet:
- 311,1 Zentimeter, also 122,5 Zoll, nachgerechnet aus 220 mal 220 Zentimetern. Das Angebot nennt 120 Zoll, was 304,8 Zentimetern entspräche. Die Abweichung von rund zwei Prozent geht zugunsten des Käufers, ist aber eine Abweichung
- Format:
- 1 zu 1
- Tuch:
- Gewebebasiertes PVC, laminiert in Matt weiß, im Datensatz als Polyvinylchlorid und als Bildschirm-Oberfläche Matt geführt. Als einziges Angebot im Feld ordnet es das Tuch zusätzlich einem Bildwandtyp nach der Systematik von DIN 19045-4 zu
- Rückseite:
- Keine Angabe zur Rückseite. Weder Stichpunkte noch Datensatz sagen, ob das Tuch rückseitig beschichtet oder blickdicht ist. Bei einer Stativleinwand, die frei im Raum steht und von hinten Licht abbekommen kann, ist das die praktisch wichtigste fehlende Angabe
- Schwarzrand:
- Maskierung 5 Zentimeter, dazu Vorlauf oben 5 Zentimeter und Vorlauf unten 5 Zentimeter, alles im ersten Stichpunkt beziffert. Das ist im Feld dieser fünf die einzige Randangabe mit einer Zentimeterzahl und in der Stichprobe eine von sechs
- Flammschutz:
- Keine Angabe für dieses Modell. Ein Schwestermodell derselben Marke, die celexon Professional Plus Motor-Leinwand, führt in derselben Zeilenform den Zusatz Brandschutz B1 und ist damit das einzige Angebot der gesamten Stichprobe von fünfunddreißig mit einer benannten Brandschutzklasse
- Planlage:
- Keine Angabe zu einem Spannsystem. Bei einer Stativleinwand hängt das Tuch an einer Beschwerungsstange, seitlich ist es nicht gespannt. Wellen im Tuch sind bauartbedingt möglich, und das Angebot spricht das nicht an
- Montage:
- Stativ mit integriertem Griff, laut Angebot in drei Schritten aufgebaut. Das Datenfeld Befestigungsart nennt Stativbildschirm und Stativhalterung. Produktabmessungen 85 mal 288 Zentimeter, was das aufgebaute Stativ meint und nicht das Bild
- Angebotsdatensatz:
- Der Datensatz enthält einen auffälligen Eintrag: Unter Mitgelieferte Artikel steht Celexon Ivolum Deluxe Projektorleinwand zur Deckenmontage in Klammern Stativmontage. Eine Deckenleinwand als Lieferumfang einer Stativleinwand ergibt keinen Sinn. Im Feld Betriebsmodus steht Basic, also der Serienname statt einer Betriebsart
- Angebotsnummer:
- Variantenlisting: Die aufgerufene Artikelnummer B01MQVLVEP und die hinterlegte Elternnummer B07892FW8Y stimmen nicht überein. Die 4,4 Sterne aus 1.181 Stimmen gelten damit einer ganzen Angebotsfamilie aus Stativleinwänden verschiedener Größen und Formate und nicht zwingend genau dieser Ausführung mit 220 mal 220 Zentimetern
- Passt zu:
- Ein Raum ohne feste Wandfläche, ein Verein, eine Schule oder ein Garten, in dem die Fläche am Abend aufgebaut und danach wieder verstaut wird, und der Wunsch, vor dem Kauf zu wissen, wie breit der schwarze Rand ist und wie viel Tuch oben vorläuft
- Passt nicht zu:
- Ein Wohnzimmer mit fester Sitzordnung und viel Restlicht, denn dort spielt die Rückseite des Tuchs eine Rolle, über die dieses Angebot nichts sagt, und ein Balkon, auf dem sechzehn Kilogramm auf drei Beinen im Wind stehen
- Offen bleibt:
- Ob die Gain-Angabe 1,5 für die Bildwandnormale gilt und wie stark sie bis zu den genannten 160 Grad abfällt, sagt der Anbieter nicht. Offen bleibt außerdem, ob das Tuch rückseitig beschichtet ist, ob es einen Flammschutz hat und in welchem Land es gefertigt wird
- Firma:
- celexon Europe GmbH. Das Impressum unter der naheliegenden Adresse nennt Handelsregister HRB 12284 beim Amtsgericht Steinfurt, als Geschäftsführer Christoph Hertz, die Umsatzsteuer-Kennung DE815804083 nach Paragraf 27a Umsatzsteuergesetz und die Registriernummer nach dem Elektrogesetz DE 40161055. Das ist im Feld dieser fünf Anbieter einer von zwei vollständigen deutschen Rechtshinweisen und der einzige, der zusätzlich eine eigene Marke DELUXX führt
- Sitz:
- Gutenbergstraße 2, 48282 Emsdetten, Nordrhein-Westfalen. Der Angebotstext wirbt mit zuverlässigem Service aus dem Münsterland, und diese Ortsangabe deckt sich mit dem Impressum. Bei einer Leinwand, deren Tuch nach Jahren Wellen wirft oder deren Federzug ausfällt, entscheidet diese Anschrift darüber, wohin eine Reklamation überhaupt gehen kann. Zwei der fünf Anbieter im Feld nennen keine europäische Anschrift
- Gegründet:
- Kein Gründungsjahr veröffentlicht. Die Unternehmensseite beschreibt celexon als einen der führenden europäischen Hersteller von Heimkino- und Präsentationstechnik mit verschiedenen Standorten, nennt aber weder ein Gründungsdatum der Gesellschaft noch ein Jahr des Markenstarts. Eine Jahreszahl bleibt hier deshalb ungenannt, statt sie aus einer fremden Quelle zu übernehmen
- Support:
- Rufnummer +49 221 58834 50 unter der Überschrift Kontakt und Beratung, dazu die Adresse info at celexon punkt de, ein Formular zur Meldung eines Servicefalls für Defekt, Austausch oder Ersatzteil, eine Sendungsverfolgung und ein Chat. Zum Chat schreibt der Anbieter wörtlich, neunzig Prozent der Fragen würden direkt im Chat mit Unterstützung durch künstliche Intelligenz gelöst. Das ist die ausführlichste Servicebeschreibung im Feld
- Servicezeiten:
- Keine Servicezeiten veröffentlicht. Weder die Kontaktseite noch das Impressum nennen ein Zeitfenster, in dem die Rufnummer besetzt ist. Für den Chat steht dort schnelle Hilfe rund um die Uhr, für die Rufnummer steht kein einziges Zeitfenster. Damit ist celexon im Feld einer von fünf Anbietern ohne bezifferte telefonische Erreichbarkeit
- Garantie:
- Vierundzwanzig Monate Bring-in-Garantie ab Kaufdatum für alle Produkte der Marken celexon und DELUXX, ausdrücklich nur in Europa gültig, mit einer eigenen Garantieanschrift in Emsdetten. Ausgenommen sind unter anderem Verschleiß, Transport- und Fahrtkosten, Auf- und Abbaukosten sowie Schäden durch direkte Sonneneinstrahlung. Der letzte Punkt ist bei einer Leinwand, die im Angebotstext ausdrücklich für Filmabende unter freiem Himmel beworben wird, keine Kleinigkeit. Damit ist celexon der einzige Anbieter im Feld mit einem veröffentlichten Garantietext statt nur einem Datenfeld
- Norm und Messangabe:
- Hier liegt der Grund für die Auszeichnung. Der Angebotstext beschreibt das Tuch mit der Zeile Front-Projektionstuch Type D diffuse aus gewebebasiertem PVC, laminiert in Matt weiß, Gain 1.5, Betrachtung 160 Grad. Die Buchstabenkennung Type D ist keine Herstellererfindung: DIN 19045-4 mit dem Titel Projektion von Steh- und Laufbild, Teil 4, Reflexions- und Transmissionseigenschaften von Bildwänden teilt Bildwände nach ihren Reflexions- und Transmissionseigenschaften in vier Haupttypen ein, und D steht für die diffus streuende Bildwand. celexon ist der einzige Anbieter unter den fünf, der seine Fläche in dieser Systematik einordnet, und der einzige von fünfunddreißig Angeboten der Stichprobe, dessen Marke das durchgängig tut. Genau deshalb ist bei ihm auch ein Widerspruch sichtbar, der bei allen anderen unsichtbar bleibt: Die fachliche Darstellung zur Norm ordnet dem Typ D üblicherweise Gain-Werte zwischen 1,1 und 1,3 zu und die Werte von 1,5 bis 1,7 den Typen B und S. celexon führt Typ D und Gain 1,5 zusammen
- Herkunft:
- Kein Herkunftsland im Angebotsdatensatz. Das Feld fehlt bei diesem Angebot vollständig, während zweiundzwanzig der fünfunddreißig Angebote der Stichprobe eines führen und dort ausnahmslos China steht. Der Hersteller selbst nennt für dieses Modell ebenfalls kein Fertigungsland
- Gewicht:
- Sechzehn Kilogramm laut erstem Stichpunkt des Angebots, zusammen mit dem Gehäusemaß 6,5 mal 237,2 mal 6,5 Zentimeter. Ein eigenes Gewichtsfeld führt der Datensatz dieses Angebots nicht; achtzehn der fünfunddreißig Angebote der Stichprobe nennen irgendwo eine Kilogrammzahl. Sechzehn Kilogramm sind für eine Stativleinwand viel, und sie sind zugleich der Grund, warum das Gerät im Wind steht
- Markteinführung:
- Kein Datum. Weder Produktseite noch Angebot nennen eines. Das Angebot steht am Prüftag auf Platz 3 der Bestsellerliste Leinwände im Bereich Elektronik und Foto und auf Platz 3.248 der Gesamtliste dieses Bereichs, was auf eine lange Marktpräsenz hindeutet, ohne sie zu belegen

AWOL Valerion Rahmenleinwand 120 Zoll
AWOL Valerion Rahmenleinwand 120 Zoll mit mattweißem PVC-Tuch, Gain 1,3 und einem ausdrücklich als Halbwertswinkel bezeichneten Blickwinkel von 170 Grad
Dieses Angebot ist der Grund, warum diese Seite überhaupt eine Aussage über den Winkel machen kann. Von fünfunddreißig geprüften Angeboten nennen neunundzwanzig einen Winkel in Grad, aber nur zwei sagen, was dieser Winkel bedeutet, und beide gehören zu dieser Marke. Halbwerts-Blickwinkel heißt: Bei 170 Grad ist die Leuchtdichte auf die Hälfte des Wertes gefallen, den die Fläche in der Bildwandnormalen erreicht. Damit ist zum ersten Mal ein Gain-Wert von 1,3 mit einer Winkelangabe verknüpft, und erst diese Verknüpfung macht aus einer Werbezahl eine physikalische Aussage. Dass ausgerechnet dieses Angebot im Übrigen die schwächste Zahlenpflege des Feldes hat, ist die Ironie dieser Seite: Die Produktabmessungen sind unplausibel, die Anzeigeabmessungen stehen als Höhe vor Breite, ein Seitenverhältnis fehlt, ein Gewicht fehlt, eine Anschrift fehlt, und im Titel steht die unbelegte Behauptung einer um 80 Prozent verbesserten Bildqualität. Beides zusammen ist der Zustand dieser Warengruppe in einem einzigen Angebot.
- Einziges Angebot im Feld und eines von zwei in der ganzen Stichprobe von fünfunddreißig, das seinen Blickwinkel als Halbwertswinkel bezeichnet und damit sagt, worauf sich die Zahl bezieht: auf den Abfall der Leuchtdichte auf die Hälfte
- Gain 1,3 steht schon im Angebotstitel und damit an der einen Stelle, die jeder Käufer sieht. Achtzehn von fünfunddreißig Angeboten nennen überhaupt eine Gain-Zahl, und nur ein Teil davon so früh
- Rahmenleinwand und damit die Bauart mit der bauartbedingt besten Planlage. Ein gespanntes Tuch in einem festen Rahmen wirft keine Wellen, und Wellen sind bei Projektion sichtbarer als bei jedem anderen Bildmedium
- Zwei Jahre Herstellergarantie im Datenfeld, die einzige nachvollziehbare Dauer im Feld dieser fünf
- Ausdrücklich für Langdistanz-, Kurzdistanz- und Ultrakurzdistanz-Projektoren beworben, was bei einer Neuanschaffung die Wahl des Beamers offenhält
- Das Feld Produktabmessungen nennt 188,8 Zentimeter Breite mal 334 Zentimeter Höhe für eine Querformat-Leinwand von 120 Zoll. Diese Angabe beschreibt kein Bauteil dieses Produkts in einer nachvollziehbaren Lage
- Die Anzeigeabmessungen stehen als 152.4 cm x 267.72 cm, also Höhe vor Breite. Aus denselben Zahlen ergibt sich ein Seitenverhältnis von 1,757 zu 1 und eine Diagonale von 121,3 Zoll, während das Angebot 120 Zoll nennt
- Kein Seitenverhältnis im Angebot. Von fünfunddreißig geprüften Angeboten ist dies eines von vier, die weder 16 zu 9 noch 4 zu 3 noch 1 zu 1 irgendwo hinschreiben
- Im Titel steht, das Produkt verbessere die Bildqualität um 80 Prozent. Eine Bezugsgröße, ein Vergleichsobjekt oder ein Messverfahren steht nicht dabei. Eine Prozentzahl ohne Bezug ist keine Angabe
- Kein Gewicht, kein Schwarzrandmaß, keine Angabe zur Rückseite, kein Flammschutz und keine ladungsfähige Anschrift. Fünf naheliegende Adressen für Impressum, Rechtshinweis, Kontakt und Garantie auf dem Markenauftritt antworten mit dem Statuscode 404
- Variantenlisting mit abweichender Elternnummer: Die 4,4 Sterne aus 142 Stimmen gelten gemeinsam für die Ausführungen in 100 und 120 Zoll
- Gain:
- 1,3. Angebotstitel und erster Stichpunkt: Valerion Matte White Leinwand mit 1,3 Gain. Im strukturierten Datensatz gibt es kein Gain-Feld, wohl aber ein Feld Betrachtungswinkel mit dem Wert 170 Grad
- Blickwinkel:
- 170 Grad, und zwar ausdrücklich als Halbwerts-Blickwinkel bezeichnet. Das ist die einzige Stelle im ganzen Feld, an der ein Anbieter sagt, worauf sich sein Winkel bezieht: auf den Abfall der Leuchtdichte auf die Hälfte. Ein Messverfahren nennt er trotzdem nicht
- Bildmaße:
- Datenfeld Anzeigeabmessungen: 152.4 cm x 267.72 cm. Die Reihenfolge ist Höhe vor Breite und damit gegenüber jeder anderen Angabe im Feld vertauscht. Aus diesen Zahlen ergibt sich ein Seitenverhältnis von 1,757 zu 1 statt der 1,778 zu 1, die 16 zu 9 entsprechen
- Bildfläche:
- 4,08 Quadratmeter, nachgerechnet aus 267,72 mal 152,4 Zentimetern. Ein Angebot, das 120 Zoll bei 16 zu 9 exakt einhielte, käme auf 265,7 mal 149,4 Zentimeter und damit auf 3,97 Quadratmeter
- Diagonale nachgerechnet:
- 308,0 Zentimeter, also 121,3 Zoll, nachgerechnet aus den eigenen Zahlen des Datensatzes. Das Angebot nennt 120 Zoll, was 304,8 Zentimetern entspräche
- Format:
- Nicht ausdrücklich genannt. Weder Titel noch Stichpunkte noch Datensatz nennen ein Seitenverhältnis; es lässt sich nur aus den Abmessungen errechnen. Das ist im Feld dieser fünf der einzige Fall
- Tuch:
- Mattweißes Tuch, im Stichpunkt als Valerion Matte White und als hochwertiges PVC-Material geführt, im Datensatz als Polyvinylchlorid und als Bildschirm-Oberfläche Matt
- Rückseite:
- Keine Angabe zur Rückseite. Bei einer Rahmenleinwand, die dicht vor der Wand sitzt, ist das weniger kritisch als bei einer frei hängenden Fläche, aber es fehlt trotzdem
- Schwarzrand:
- Keine Angabe. Ein Rahmen wird beworben, seine Breite und seine Farbe stehen nirgends. Aus dem Unterschied zwischen den Produktabmessungen und den Anzeigeabmessungen ließe sich rechnerisch nichts ableiten, weil die Produktabmessungen selbst unplausibel sind
- Flammschutz:
- Keine Angabe. Weder ein Wort noch eine Klasse noch eine Norm
- Planlage:
- Die glatte, plane Oberfläche wird im ersten Stichpunkt ausdrücklich als Eigenschaft genannt, ein Spannsystem oder eine Tab-Tension-Konstruktion aber nicht beschrieben. Bei einer Rahmenleinwand ist die Planlage bauartbedingt die Stärke; wie das Tuch im Rahmen gespannt wird, sagt der Anbieter nicht
- Montage:
- Wandmontage laut Datenfeld Befestigungsart. Ausdrücklich beworben wird die Eignung für Langdistanz-, Kurzdistanz- und Ultrakurzdistanz-Projektoren zugleich, was bei einer mattweißen Fläche ohne Lamellenstruktur plausibel, aber für Ultrakurzdistanz ungewöhnlich ist
- Angebotsdatensatz:
- Das Feld Produktabmessungen nennt 188,8 Zentimeter Breite mal 334 Zentimeter Höhe. Ein Rahmen von 120 Zoll im Querformat ist rund 277 Zentimeter breit und rund 162 Zentimeter hoch. Die Angabe beschreibt also weder Rahmen noch Bild noch Verpackung in einer nachvollziehbaren Lage. Zusätzlich steht im Titel die Behauptung, das Produkt verbessere die Bildqualität um 80 Prozent, ohne jede Bezugsgröße
- Angebotsnummer:
- Variantenlisting: Die aufgerufene Artikelnummer B0DRP2KMMF und die hinterlegte Elternnummer B0H9S6F2J6 stimmen nicht überein. Zur selben Familie gehört das baugleiche Modell in 100 Zoll unter eigener Artikelnummer. Die 4,4 Sterne aus 142 Stimmen gelten damit beiden Größen gemeinsam
- Passt zu:
- Ein festes Heimkino mit einer freien Wand, ein Publikum, das breit im Raum verteilt sitzt, und der Wunsch, eine Gain-Angabe zu bekommen, die wenigstens einen Winkel mitliefert
- Passt nicht zu:
- Ein Raum, in dem die Fläche wieder verschwinden soll, und jeder Fall, in dem vor dem Bohren feststehen muss, wie schwer der Rahmen ist und wie groß er wirklich wird
- Offen bleibt:
- Rahmenbreite, Rahmenfarbe, Gewicht und Seitenverhältnis nennt der Anbieter nicht. Offen bleibt außerdem, worauf sich die Behauptung einer um 80 Prozent verbesserten Bildqualität bezieht und nach welchem Verfahren der Halbwertswinkel von 170 Grad bestimmt wurde
- Firma:
- Valerion Technology USA Co., Ltd. laut Herstellerfeld des Angebotsdatensatzes. Die Marke Valerion gehört zum Markenauftritt AWOL Vision; die Produktseite führt Valerion und AWOL nebeneinander und schreibt selbst, die Auffrischung betreffe die visuelle Markenidentität, während Garantieabdeckung und Kundenbetreuung unverändert blieben. Ein Rechtshinweis nach deutschem oder europäischem Recht ist auf der Markenseite nicht auffindbar: Fünf naheliegende Adressen für Impressum, Rechtshinweis und Kontakt antworten mit dem Statuscode 404
- Sitz:
- Keine ladungsfähige Anschrift veröffentlicht. Der Firmenname im Datensatz nennt die Vereinigten Staaten, das Herkunftsland im selben Datensatz nennt China, und die Markenseite bietet eine Länderauswahl mit den Regionen Vereinigte Staaten, Europäische Union und Japan, ohne für eine davon eine Anschrift zu nennen. Bei einer Rahmenleinwand, die fest an der Wand montiert wird und deren Tuch sich nicht zurückschicken lässt, ohne den Rahmen zu zerlegen, ist das die unangenehmste Lücke im Feld
- Gegründet:
- Kein Gründungsjahr veröffentlicht. Die Markenseite wirbt am Prüftag mit dem sechsten Markenjubiläum, woraus sich ein Markenstart um 2020 ergäbe. Eine Jahreszahl steht hier trotzdem nicht, weil ein Jubiläumsbanner kein Gründungsdatum einer Gesellschaft ist
- Support:
- Die Markenseite führt eine Navigationsleiste mit Hilfezentrum, Sendungsverfolgung, Garantie, häufigen Fragen und Kontakt sowie einen Bereich für Handbücher und Installationsvideos und ausdrücklich einen Punkt mit dem Titel Choose the Right Screen. Rufnummer und Anschrift stehen an keiner dieser Stellen. Die Unterseiten der Kontakt- und Garantiebereiche antworteten am Prüftag aus der Prüfumgebung heraus mit dem Statuscode 404
- Servicezeiten:
- Keine Servicezeiten veröffentlicht. Weder auf der Markenseite noch im Angebot steht ein Zeitfenster. Damit ist dieser Anbieter im Feld einer von fünf ohne Zeitangabe, allerdings der einzige, bei dem auch die Rufnummer fehlt
- Garantie:
- Zwei Jahre Herstellergarantie laut Angebotsdatenfeld Garantie für das Produkt. Das ist im Feld dieser fünf die einzige Garantieangabe im Datensatz, die eine nachvollziehbare Dauer nennt: Die Vergleichswerte lauten sonst 1 ohne Einheit oder gar kein Feld. Ein zugehöriger Bedingungstext war am Prüftag nicht auffindbar, weil die Garantieseite des Markenauftritts nicht antwortete
- Norm und Messangabe:
- Hier liegt der wichtigste Einzelbefund dieser Seite zur Frage nach dem Winkel. Der dritte Stichpunkt lautet wörtlich 170 Grad Halbwerts-Blickwinkel, und der Fließtext dahinter erklärt, der breite Betrachtungswinkel gewährleiste ein helles, klares Bild von nahezu jedem Sitzplatz im Raum. Der Begriff Halbwertswinkel ist der Fachbegriff für genau die Angabe, die dem Gain fehlt: Er bezeichnet den Winkel, bei dem die Leuchtdichte auf die Hälfte des Wertes in der Bildwandnormalen gefallen ist. Von fünfunddreißig geprüften Angeboten verwenden ihn genau zwei, und beide gehören zu derselben Marke. Alle übrigen dreiunddreißig nennen entweder gar keinen Winkel oder einen Winkel ohne jeden Bezug zur Gain-Angabe. Eine Norm oder ein Messverfahren benennt aber auch dieses Angebot nicht
- Herkunft:
- Herkunftsland China laut Angebotsdatensatz, Stand 26.08.2026, während das Herstellerfeld desselben Datensatzes eine Gesellschaft in den Vereinigten Staaten nennt. Beides steht ohne Widerspruch nebeneinander und ist auch keiner: Fertigung und Firmensitz müssen nicht dasselbe Land sein. Wer aber wissen will, an wen er sich wendet, findet keine Anschrift
- Gewicht:
- Kein Gewicht im Datensatz und keines im Angebotstext. Bei einer Rahmenleinwand von 120 Zoll, die an einer Wand befestigt wird, ist das Gewicht die Zahl, die über die Art der Dübel entscheidet. Achtzehn der fünfunddreißig Angebote der Stichprobe nennen irgendwo eine Kilogrammzahl, dieses nicht
- Markteinführung:
- Kein Datum. Das Angebot steht am Prüftag auf Platz 15 der Bestsellerliste Leinwände und auf Platz 12.125 der Gesamtliste Elektronik und Foto. Die vergleichsweise niedrige Zahl von 142 Stimmen bei gleichzeitig hoher Platzierung deutet auf ein jüngeres Angebot hin, ohne es zu belegen

ESMART Professional MIMOTO GRAU
ESMART Professional MIMOTO GRAU Tageslicht-Motor-Leinwand mit 258 Zentimetern Gesamtbreite, einer grauen Bildfläche von 221 mal 125 Zentimetern im Format 16 zu 9 und umlaufender schwarzer Maskierung
Dieses Angebot ist gleichzeitig das best- und das schlechtestdokumentierte im Feld, und beides aus demselben Grund: Es schreibt am meisten. Die Bildmaße stimmen mit der Diagonale überein, die Rückseite ist beschrieben und begründet, die umlaufende Maskierung ist beschrieben und begründet, der schwarze Vorlauf ist mit bis zu 50 Zentimetern beziffert, das Gewicht steht im Datensatz, und der Beschreibungsblock enthält als einziger in der ganzen Stichprobe eine sachlich richtige Erklärung dessen, was ein Gain-Faktor überhaupt ist und wie er mit dem Blickwinkel zusammenhängt. In genau diesem Erklärtext steht dann eine Gain-Zahl, die der eigene Stichpunkt widerlegt: 0,9 gegen 1,0, dazu 150 Grad gegen 160 Grad im Datenfeld. Ein Käufer, der die drei Stellen nebeneinanderlegt, hat vier Zahlen für zwei Größen. Für die Kaufentscheidung ist der Unterschied zwischen 0,9 und 1,0 praktisch bedeutungslos, für das Vertrauen in die übrigen Angaben ist er es nicht.
- Einziges Angebot der ganzen Stichprobe von fünfunddreißig, dessen Beschreibungsblock erklärt, was ein Gain-Faktor bedeutet und warum ein niedriger Wert einen breiten Blickwinkel ermöglicht. Diese Erklärung ist sachlich richtig
- Einzige vollständig widerspruchsfreie Maßkette im Feld: 221 mal 125 Zentimeter ergeben nachgerechnet exakt 100,0 Zoll Diagonale, und genau 100 Zoll nennt das Angebot
- Blickdichte schwarze Rückseite mit Begründung, umlaufende schwarze Vollmaskierung mit Begründung und ein bezifferter schwarzer Vorlauf von bis zu 50 Zentimetern für die Bildhöhe bei Deckenmontage
- Graues Tageslichttuch mit ausdrücklicher Begründung, warum es in nicht abgedunkelten Räumen den Kontrasteindruck steigert. Von den fünf Leinwänden hier ist es die einzige graue Fläche
- Vollständiger deutscher Rechtshinweis mit zwei Anschriften, Handelsregistereintrag, Umsatzsteuer-Kennung, Registriernummer nach dem Elektrogesetz, Rufnummer und Faxnummer
- Sauberster Angebotsdatensatz im Feld: Anzeigeabmessungen, Produktabmessungen, Diagonale, Gewicht mit 12,16 Kilogramm und Befestigungsart passen zueinander
- Zwei verschiedene Gain-Zahlen im selben Angebot: 1,0 im Stichpunkt, 0,9 im Beschreibungsblock. Das ist der schärfste Einzelwiderspruch der ganzen Stichprobe, weil beide Zahlen vom selben Anbieter für dasselbe Tuch stammen
- Zwei verschiedene Blickwinkel im selben Angebot: 150 Grad im Beschreibungsblock, 160 Grad im strukturierten Datenfeld. Es ist das einzige Angebot der Stichprobe mit widersprüchlichen Winkelangaben
- Schwer entflammbar ohne Klasse und ohne Norm. Bei einem Tuch, das dauerhaft an der Zimmerdecke hängt, wäre gerade hier eine Klassenangabe nach einer benannten Norm die entscheidende Angabe
- Kein Garantiefeld im Datensatz und kein Garantietext auf dem Markenauftritt. Bei einer Motorleinwand ist der Elektromotor das einzige Bauteil, das ausfallen kann
- Kein Herkunftsland im Datensatz dieses Modells, obwohl ein Schwestermodell derselben Marke im selben Feld China nennt
- Variantenlisting mit abweichender Elternnummer, und diese Familie ist die breiteste im Feld: Die 4,4 Sterne aus 1.896 Stimmen decken Rollo-, Motor-, Stativ-, Tension- und Faltrahmenleinwände in Weiß und Grau gemeinsam ab
- Gain:
- 1,0 und 0,9. Zwei Stellen desselben Angebots nennen zwei verschiedene Werte: der Stichpunkt in Klammern Gain 1,0, der Beschreibungsblock den Satz Der Wert von 0,9 sorgt für eine gleichmäßige Verteilung des Lichts in alle Richtungen. Ein Gain-Feld gibt es im strukturierten Datensatz nicht
- Blickwinkel:
- 150 Grad im Beschreibungsblock, 160 Grad im strukturierten Datenfeld Betrachtungswinkel. Der Beschreibungsblock verknüpft seine 150 Grad ausdrücklich mit dem Gain-Wert und ist damit die einzige Stelle der ganzen Stichprobe, an der ein Anbieter beides in einen Zusammenhang bringt
- Bildmaße:
- 221 mal 125 Zentimeter, gleichlautend im Titel, im ersten Stichpunkt und im Datenfeld Anzeigeabmessungen. Das ist die einzige vollständig widerspruchsfreie Maßangabe im Feld dieser fünf
- Bildfläche:
- 2,76 Quadratmeter. Das ist die kleinste Bildfläche im Feld dieser fünf und zugleich die einzige graue
- Diagonale nachgerechnet:
- 253,9 Zentimeter, also exakt 100,0 Zoll, nachgerechnet aus 221 mal 125 Zentimetern. Das Angebot nennt 100 Zoll. Das ist die einzige Diagonalenangabe im Feld, die sich aus den eigenen Bildmaßen ohne Abweichung bestätigen lässt
- Format:
- 16 zu 9. Aus 221 zu 125 ergibt sich rechnerisch 1,768 zu 1 gegenüber den 1,778 zu 1 des Nennformats, eine Abweichung von einem halben Prozent
- Tuch:
- Dreilagiger diffus mattgrauer Leinwandstoff unter der Bezeichnung ESMART PerfectGrey 2, im Datensatz als Bildschirm-Oberfläche Matt geführt. Der Anbieter begründet die graue Fläche damit, dass bei nicht abgedunkelten Räumen der Kontrasteindruck gegenüber weißen Leinwänden gesteigert werde. Das Gewebe ist laut Angebot wasserabweisend, abwaschbar, schimmelresistent und schwer entflammbar
- Rückseite:
- Blickdichte schwarze Rückseite, ausdrücklich mit der Begründung, so würden sogenannte Doppelbilder verhindert und das projizierte Bild bleibe hell und farbintensiv auf der Vorderseite. Das ist eines von elf Angeboten der Stichprobe, die Rückseite überhaupt ansprechen
- Schwarzrand:
- Vollständig umlaufende schwarze Maskierung, ausdrücklich mit der Begründung genannt, sie verstärke die Kontrastwahrnehmung. Dazu ein langer schwarzer Vorlauf von bis zu 50 Zentimetern, der bei Deckenmontage die Bildhöhe einstellbar macht. Eine Breite der Maskierung selbst steht nicht dabei
- Flammschutz:
- Schwer entflammbar, ohne Klasse und ohne Norm. Von fünfunddreißig Angeboten der Stichprobe verwenden vier eine solche Formulierung, und nur ein einziges nennt dazu eine Klasse. Bei einem Tuch, das dauerhaft an der Zimmerdecke hängt, wäre eine Klassenangabe nach einer benannten Norm die Angabe, die zählt
- Planlage:
- Keine ausdrückliche Angabe zu einem Spannsystem. Bei einer Motorleinwand hängt das Tuch frei an einer Beschwerungsstange; seitliche Spannung gibt es bauartbedingt nicht. Der Anbieter spricht das nicht an
- Montage:
- Wand- oder Deckenmontage im stabilen Metallgehäuse, Datenfeld Befestigungsart Deckenmontage. Gesteuert wird über eine Wandsteuerung oder eine programmierbare Infrarot-Fernbedienung, mit der sich die Ausfuhrlänge dauerhaft speichern lässt. Das Datenfeld Betriebsmodus nennt Automatisch
- Angebotsdatensatz:
- Der Datensatz dieses Angebots ist der sauberste im Feld: Anzeigeabmessungen, Produktabmessungen, Diagonale, Gewicht und Befestigungsart passen zueinander und zum Angebotstext. Der einzige Bruch ist der Betrachtungswinkel mit 160 Grad, während der eigene Beschreibungsblock 150 Grad nennt
- Angebotsnummer:
- Variantenlisting: Die aufgerufene Artikelnummer B08NF95J6N und die hinterlegte Elternnummer B0HF58P3J3 stimmen nicht überein. Zu dieser Familie gehören nach Ausweis der Stichprobe mindestens sieben weitere ESMART-Angebote quer über Rollo-, Motor-, Stativ-, Tension- und Faltrahmenleinwände in Weiß und Grau. Die 4,4 Sterne aus 1.896 Stimmen gelten damit einem sehr breiten Sortiment und nicht dieser einen grauen Ausführung
- Passt zu:
- Ein Wohnzimmer, das sich nicht vollständig abdunkeln lässt, eine feste Deckenmontage und der Wunsch, die Fläche zwischen den Filmabenden verschwinden zu lassen
- Passt nicht zu:
- Ein vollständig abgedunkelter Kinoraum, denn dort verschenkt ein graues Tuch Helligkeit, die eine weiße Fläche zurückgäbe, und jeder mobile Einsatz
- Offen bleibt:
- Welche der beiden Gain-Zahlen gilt und welcher der beiden Winkel, sagt der Anbieter nicht. Offen bleiben außerdem die Breite der umlaufenden Maskierung, die Brandschutzklasse hinter der Formulierung schwer entflammbar, das Fertigungsland und jede Garantiedauer
- Firma:
- ESMART GmbH laut Impressum des Markenauftritts, im Angebotsdatensatz dagegen als eSmart Germany geführt. Das Impressum nennt Handelsregister HRB 9362 beim Amtsgericht Schwerin, als vertretungsberechtigten Geschäftsführer Diplom-Kaufmann Martin Gerloff, die Umsatzsteuer-Kennung DE253485445 und die Registriernummer nach dem Elektrogesetz DE12548940. Damit ist ESMART neben celexon der zweite Anbieter im Feld mit vollständigem deutschem Rechtshinweis
- Sitz:
- Seestraße 7, 19065 Pinnow in Mecklenburg-Vorpommern, dazu ein zweiter Standort unter der Bezeichnung Office Berlin in der Plauener Straße 163 bis 165, Haus I, 13053 Berlin. Beide Anschriften stehen im selben Impressum, beide mit derselben Rufnummer. Der Angebotsdatensatz führt als Hersteller eSmart Germany ohne Rechtsform
- Gegründet:
- Kein Gründungsjahr veröffentlicht. Weder Impressum noch Markenauftritt nennen eines. Die Registernummer HRB 9362 beim Amtsgericht Schwerin ließe sich ohne Registerabruf nicht in ein Jahr übersetzen, und ein Registerabruf ist keine frei zugängliche Quelle. Eine Jahreszahl bleibt hier deshalb ungenannt
- Support:
- Rufnummer +49 30 99 27 50 30 und Faxnummer +49 30 99 27 55 30, gleichlautend für Firmensitz und Berliner Standort, dazu die Adresse Info at ESMART punkt de und ein Kontaktformular. Das Impressum verweist zusätzlich auf die Plattform zur Online-Streitbeilegung der Europäischen Kommission. Inhaltlich verantwortlich nach Paragraf 55 Absatz 2 Rundfunkstaatsvertrag ist derselbe Geschäftsführer
- Servicezeiten:
- Keine Servicezeiten veröffentlicht. Weder das Impressum noch der Markenauftritt nennen ein Zeitfenster, in dem die Rufnummer besetzt ist. Damit ist auch dieser Anbieter im Feld einer von fünf ohne bezifferte telefonische Erreichbarkeit; keiner der fünf nennt eine
- Garantie:
- Kein Garantiefeld im Angebotsdatensatz und kein Garantietext auf dem Markenauftritt an einer naheliegenden Adresse. In der Fußzeile stehen Datenschutzerklärung, Impressum, Widerrufsrecht, allgemeine Geschäftsbedingungen, Versand, Batteriegesetzhinweis und Kontakt, aber keine Garantiebedingungen. Bei einer Motorleinwand, deren einziges bewegliches Bauteil ein Elektromotor ist, ist das die Angabe, die fehlt
- Norm und Messangabe:
- Hier liegt der schärfste Widerspruch der ganzen Stichprobe, und er steht in einem einzigen Angebot. Der dritte Stichpunkt schreibt, das graue Tageslicht-Spezialtuch optimiere den Schwarzwert, in Klammern Gain 1,0. Der Beschreibungsblock desselben Angebots schreibt einige Absätze weiter: Der Gain-Faktor gibt an, wie stark das Licht gebündelt wird. Der Wert von 0,9 sorgt für eine gleichmäßige Verteilung des Lichts in alle Richtungen ohne Helligkeitsverluste bei seitlicher Betrachtung und ermöglicht so einen breiten Betrachtungswinkel von 150 Grad. Das strukturierte Datenfeld desselben Angebots nennt als Betrachtungswinkel 160 Grad. Ein Angebot, zwei Gain-Zahlen, zwei Winkel. Bemerkenswert ist dabei, dass dieser Beschreibungsblock die einzige Stelle in der ganzen Stichprobe ist, an der ein Anbieter überhaupt erklärt, was der Gain bedeutet und wie er mit dem Blickwinkel zusammenhängt. Die Erklärung ist sachlich richtig, und sie steht neben einer Zahl, die dem eigenen Stichpunkt widerspricht
- Herkunft:
- Kein Herkunftsland im Angebotsdatensatz dieses Modells. Ein Schwestermodell derselben Marke, die Economy EXR Rollo-Leinwand, führt im selben Feld China. Der Hersteller nennt auf seinem Markenauftritt kein Fertigungsland
- Gewicht:
- 12,16 Kilogramm laut Angebotsdatenfeld Gewicht. Das ist eine der genaueren Gewichtsangaben im Feld und für eine Motorleinwand mit 258 Zentimetern Gesamtbreite ein plausibler Wert. Bei Deckenmontage ist es zugleich die Zahl, die über die Befestigung entscheidet
- Markteinführung:
- Kein Datum. Das Angebot steht am Prüftag auf Platz 1 der Bestsellerliste Leinwände im Bereich Elektronik und Foto und auf Platz 899 der Gesamtliste dieses Bereichs. Dieselbe Platzierung tragen mehrere Angebote derselben Marke, weil sie zur selben Angebotsfamilie gehören

tectake Rollo-Leinwand 203 mal 203
tectake Beamer-Leinwand als ausziehbares Rollo mit einer Bildfläche von 203 mal 203 Zentimetern, Gain-Faktor 1,0, doppelschichtigem Gewebe von rund 360 Gramm je Quadratmeter, schwarzer Rückseite und schwarzer Randmaskierung
Dieses Angebot ist der Gegenentwurf zur Werbelogik der Warengruppe. Fast alle Anbieter, die überhaupt einen Gain nennen, nennen einen über 1,0 und verkaufen ihn als Leistungsmerkmal. Hier steht 1,0, und der Beschreibungsblock nennt ihn ausdrücklich einen extrem niedrigen Verstärkungsfaktor, der optimale Ergebnisse für das Heimkino biete. Das ist die physikalisch ehrlichere Aussage: Ein Gain von 1,0 heißt, dass die Fläche das Licht so zurückwirft wie die vollkommen streuende Norm-Weißfläche, also in alle Richtungen gleich. Genau das will man im Wohnzimmer, wenn nicht alle in einer Reihe sitzen. Ausgerechnet dieses Angebot nennt dann aber den niedrigsten Blickwinkel der ganzen Stichprobe, nämlich 125 Grad, wo alle anderen 150, 160 oder 170 Grad angeben. Bei einem echten Gain von 1,0 wäre der Winkel eigentlich der größte im Feld, nicht der kleinste. Ohne Messverfahren hinter beiden Zahlen lässt sich das nicht auflösen, und genau das ist der Punkt dieser Seite.
- Gain 1,0 an drei Stellen des Angebots übereinstimmend genannt, und der Beschreibungsblock ordnet ihn ausdrücklich als niedrigen Wert ein, der für das Heimkino richtig sei. Das ist im Feld die einzige Gain-Angabe, die nicht als Leistungsmerkmal verkauft wird
- Schwarze Rückseite und schwarze Randmaskierung zusammen, beides mit dem Kontrast begründet. Von fünfunddreißig Angeboten nennen elf eine Rückseite und zwölf eine Maskierung; beides zusammen nennen nur wenige
- Flächengewicht des Tuchs mit rund 360 Gramm je Quadratmeter beziffert, zusammen mit der Beschwerungsstange als Grund für die Planlage. Ein Flächengewicht nennt sonst kaum ein Anbieter der Stichprobe
- Format 1 zu 1 mit stufenlos einstellbarer Ausfuhrlänge: Aus derselben Fläche lassen sich 1 zu 1, 4 zu 3 und 16 zu 9 fahren, ohne Bildbreite zu verlieren
- Nur vier Kilogramm in einem Metallgehäuse für Wand- oder Deckenmontage, dazu die ausdrückliche Freigabe zur Reinigung mit einem feuchten Tuch
- Niedrigster Blickwinkel der ganzen Stichprobe mit 125 Grad, und das bei einem angegebenen Gain von 1,0. Eine Fläche mit Gain 1,0 sollte theoretisch den weitesten Winkel haben, nicht den engsten. Der Anbieter erklärt den Widerspruch nicht
- Kein Rechtshinweis abrufbar. Vier naheliegende Adressen des Markenauftritts antworteten am Prüftag mit dem Statuscode 403 und lieferten überhaupt keinen Inhalt aus. Anschrift, Rufnummer und Servicezeiten bleiben damit unbelegt
- Kein Garantiefeld im Angebotsdatensatz, also keine Angabe zur Dauer und keine zu den Bedingungen
- Die Größe steht im Feld Farbe und in der Hersteller-Modellnummer, das Feld Anzeigeabmessungen beschreibt mit 212 mal 7 mal 7 Zentimetern das Gehäuse statt der Bildfläche, und im Feld Bildschirm-Oberfläche steht der Wert Hd. Bei einem Variantenlisting mit Größen im Farbfeld ist die Verwechslungsgefahr im Warenkorb erhöht
- Die nachgerechnete Diagonale beträgt 287,1 Zentimeter, das Datenfeld nennt 280 Zentimeter. Keine Angabe zum Flammschutz, keine zum Fertigungsverfahren des Tuchs
- Kein seitliches Spannsystem. Bei einem frei hängenden Rollo ist die Beschwerungsstange die einzige Maßnahme gegen Wellen, und die wirkt nur nach unten
- Gain:
- 1,0. Angebotstitel, erster Stichpunkt und Beschreibungsblock, dreimal übereinstimmend. Der Beschreibungsblock nennt ihn zusätzlich einen extrem niedrigen Verstärkungsfaktor. Ein Gain-Feld gibt es im strukturierten Datensatz nicht
- Blickwinkel:
- 125 Grad, im dritten Stichpunkt als Betrachtungswinkel von bis zu 125 Grad und im Datenfeld Betrachtungswinkel gleichlautend mit 125 Grad. Das ist der niedrigste Winkelwert der ganzen Stichprobe; der Rest des Feldes liegt bei 150, 160 oder 170 Grad
- Bildmaße:
- 203 mal 203 Zentimeter, im Titel und im Datenfeld Produktabmessungen als 2,03 mal 2,03 Meter. Bemerkenswert ist, wo diese Angabe zusätzlich auftaucht: Im Feld Farbe steht 203 x 203 cm, und im Feld Hersteller-Modellnummer steht ebenfalls 203 x 203 cm
- Bildfläche:
- 4,12 Quadratmeter im Format 1 zu 1
- Diagonale nachgerechnet:
- 287,1 Zentimeter, also 113,0 Zoll, nachgerechnet aus 203 mal 203 Zentimetern. Das Datenfeld Maßeinheit Bildschirmdiagonale nennt 280 Zentimeter. Die Abweichung beträgt rund 2,5 Prozent, diesmal zulasten des Angebots
- Format:
- Stufenlos einstellbar. Der dritte Stichpunkt nennt ausdrücklich 1 zu 1, 4 zu 3, 16 zu 9 und weitere, weil sich das Tuch beliebig weit herunterziehen lässt. Das ist der praktische Vorteil eines quadratischen Rollos
- Tuch:
- Doppelschichtiges Gewebetuch mit einem Gewicht von etwa 360 Gramm je Quadratmeter, im Datensatz als Polyester geführt. Das Flächengewicht ist eine Angabe, die in der Stichprobe nur wenige Anbieter machen, und es ist bei einem frei hängenden Tuch die Zahl, die über die Planlage mitentscheidet
- Rückseite:
- Schwarze Rückseite, ausdrücklich zusammen mit der Randmaskierung als Beitrag zum Kontrast genannt. Bei einer Rolloleinwand, die vor einem Fenster oder frei im Raum hängen kann, ist das die Angabe, die Doppelbilder verhindert
- Schwarzrand:
- Schwarze Randmaskierung, im zweiten Stichpunkt ausdrücklich als Beitrag zum Kontrast begründet. Eine Breite steht nicht dabei. Damit gehört dieses Angebot zu den zwölf von fünfunddreißig, die eine Maskierung überhaupt erwähnen, und zu den sechs, die keine Zentimeterzahl dazu nennen
- Flammschutz:
- Keine Angabe. Weder ein Wort noch eine Klasse noch eine Norm
- Planlage:
- Beschwerungsstange am unteren Ende, ausdrücklich zusammen mit dem doppelschichtigen Gewebe von 360 Gramm je Quadratmeter als Grund dafür genannt, dass die Leinwand straff und glatt bleibe. Ein seitliches Spannsystem gibt es bauartbedingt nicht
- Montage:
- Robustes Metallgehäuse für Wand- oder Deckenmontage, Datenfeld Befestigungsart Deckenmontage und Wandmontage. Reinigung mit einem feuchten Tuch ausdrücklich zugelassen. Das Datenfeld Betriebsmodus nennt Manuell
- Angebotsdatensatz:
- Zwei auffällige Einträge: Im Feld Farbe steht 203 x 203 cm, also eine Größe statt einer Farbe, und dieselbe Zeichenfolge steht in der Hersteller-Modellnummer. Das Feld Anzeigeabmessungen nennt 212 mal 7 mal 7 Zentimeter, was das Gehäuse beschreibt und nicht die Bildfläche. Das Feld Bildschirm-Oberfläche enthält den Wert Hd
- Angebotsnummer:
- Variantenlisting: Die aufgerufene Artikelnummer B01II2Z1F0 und die hinterlegte Elternnummer B01IN3Z6S6 stimmen nicht überein. Weil die Größe bei dieser Marke im Feld Farbe geführt wird, ist besonders sorgfältig zu prüfen, welche Ausführung im Warenkorb landet. Die 4,5 Sterne aus 1.641 Stimmen gelten der ganzen Familie
- Passt zu:
- Ein Wohnzimmer mit wechselnden Sitzpositionen und der Wunsch nach einer Fläche, die zwischen den Filmabenden im Gehäuse verschwindet, dazu wechselnde Bildformate von Fotos bis Kinofilm
- Passt nicht zu:
- Ein schmaler, tiefer Raum mit Sitzreihen hintereinander, denn dort verschenkt eine Fläche mit Gain 1,0 Licht an die Seitenwände, und jeder Fall, in dem vor dem Kauf eine Anschrift des Herstellers feststehen soll
- Offen bleibt:
- Für welchen Winkel der Gain von 1,0 gilt und wie er sich zu den genannten 125 Grad verhält, sagt der Anbieter nicht. Offen bleiben außerdem die Breite der Randmaskierung, der Flammschutz, jede Garantieangabe und die vollständige Anbieteranschrift
- Firma:
- TecTake laut Herstellerfeld des Angebotsdatensatzes, im Markennamen des Angebots als tectake geschrieben. Ein Rechtshinweis war am Prüftag aus der Prüfumgebung heraus nicht abrufbar: Vier naheliegende Adressen des Markenauftritts, darunter Startseite, Impressum und Kontakt in zwei Länderfassungen, antworteten mit dem Statuscode 403 und lieferten damit überhaupt keinen Inhalt aus. Ob ein Impressum besteht, lässt sich von hier aus deshalb weder bestätigen noch bestreiten
- Sitz:
- Keine Anschrift belegbar. Der Angebotsdatensatz nennt als Hersteller TecTake ohne Rechtsform und ohne Ort, das Herkunftsland China. Weil der Markenauftritt aus der Prüfumgebung heraus nicht antwortete, steht hier bewusst keine Adresse, statt eine aus einer fremden Quelle zu übernehmen
- Gegründet:
- Kein Gründungsjahr belegbar, aus demselben Grund. Weder Angebot noch abrufbare Herstellerquelle nennen eines
- Support:
- Keine Rufnummer und keine Serviceadresse im Angebot. Der Datensatz führt weder ein Feld für den Kundendienst noch eines für die Garantie. Der einzige Weg, der aus dem Angebot heraus offensteht, ist der Verkäuferkontakt über die Plattform
- Servicezeiten:
- Keine Servicezeiten belegbar. Es gibt keine abrufbare Quelle, in der welche stünden
- Garantie:
- Kein Garantiefeld im Angebotsdatensatz. Von fünfunddreißig Angeboten der Stichprobe führen achtzehn eines, und die Werte reichen von 2 Jahre Herstellergarantie über 1 Jahr und 1 Jahre bis zu den Einträgen Nein, Nicht zutreffend, Registrierung der Hersteller-Website und der blanken Ziffer 1 ohne Einheit. Dieses Angebot gehört zu den siebzehn ohne jeden Eintrag
- Norm und Messangabe:
- Der Angebotstitel nennt Gain Faktor 1,0 und der erste Stichpunkt wiederholt ihn als Gain-Faktor 1,0. Der Beschreibungsblock formuliert es anders und deutlicher: Der extrem niedrige Verstärkungsfaktor von 1,0 bietet optimale Ergebnisse für Heimkino-Anwendungen. Das ist sachlich die richtige Richtung, denn ein Gain von 1,0 bedeutet, dass die Fläche das Licht so zurückwirft wie die vollkommen streuende Norm-Weißfläche, also gleichmäßig in alle Richtungen. Eine Norm, ein Messverfahren oder ein Winkel, für den dieser Wert gilt, steht nicht dabei. Der Blickwinkel wird im dritten Stichpunkt mit bis zu 125 Grad angegeben, und das ist der niedrigste Wert der ganzen Stichprobe von fünfunddreißig Angeboten
- Herkunft:
- Herkunftsland China laut Angebotsdatensatz, Stand 26.08.2026. Damit gehört dieses Angebot zu den zweiundzwanzig von fünfunddreißig, die das Feld überhaupt füllen, und wie bei allen zweiundzwanzig steht dort China
- Gewicht:
- Vier Kilogramm laut Angebotsdatenfeld Gewicht. Für eine Rolloleinwand mit 203 Zentimetern Bildbreite in einem Metallgehäuse ist das ein niedriger, aber plausibler Wert und die zweitniedrigste Gewichtsangabe im Feld dieser fünf
- Markteinführung:
- Kein Datum. Das Angebot steht am Prüftag auf Platz 10 der Bestsellerliste Leinwände im Bereich Elektronik und Foto und auf Platz 9.439 der Gesamtliste. Die 1.641 abgegebenen Stimmen deuten auf eine mehrjährige Marktpräsenz hin, ohne sie zu belegen

Osoeri faltbare Leinwand 120 Zoll
Osoeri faltbare Beamer-Leinwand 120 Zoll im Format 16 zu 9 mit einer Bildfläche von 265 mal 149 Zentimetern aus knitterfreier Polyesterfaser, beidseitig bespannbar, mit 14 Ösen, 16 Haken und zwei Zugseilen von je zehn Metern
Dieses Angebot beantwortet die Frage, ob der Markt die Kennzahlen überhaupt verlangt, und die Antwort ist ernüchternd. Es nennt keinen Gain, keinen Bildwandtyp, keine Norm, keinen Flammschutz, keine Rückseite, keinen Rand, kein Gewicht und keine Anbieteranschrift. Der Markenauftritt derselben Marke verkauft Aufsitzautos, Vogelhäuschen und Strandzelte, aber keine Leinwände. Und trotzdem ist es mit 4.465 abgegebenen Stimmen das meistbewertete Angebot der ganzen Stichprobe und stand am Prüftag auf Platz 2 der Bestsellerliste Leinwände. Was es dagegen richtig macht, ist die Maßkette: 265 mal 149 Zentimeter ergeben nachgerechnet 119,7 Zoll, und das Angebot nennt 120 Zoll. Es ist außerdem eines von nur drei Angeboten der Stichprobe ohne Variantenlisting, seine Sternzahl gilt also wirklich diesem Produkt. Für einen Gartenabend, an dem die Fläche zwischen zwei Bäumen hängt, ist es genau das Richtige. Für alles, was mit Licht zu tun hat, liefert es keine einzige prüfbare Zahl.
- Eines von nur drei Angeboten der ganzen Stichprobe ohne Variantenlisting: Aufgerufene Artikelnummer und Elternnummer stimmen überein, die 4,3 Sterne aus 4.465 Stimmen gelten genau dieser Ausführung
- Maßkette stimmt: 265 mal 149 Zentimeter ergeben nachgerechnet 119,7 Zoll Diagonale, das Angebot nennt 120 Zoll. Die Abweichung liegt unter drei Promille
- Vollständige Befestigungsausstattung im Lieferumfang: vierzehn Ösen im Tuch, sechzehn Haken, sechzehn doppelseitige Klebebänder und zwei Zugseile von je zehn Metern Länge
- Ausdrücklich knitterfrei nach dem Falten und für Front- wie Rückprojektion nutzbar, was bei begrenztem Platz im Garten die Aufstellung des Beamers hinter der Fläche erlaubt
- Meistbewertetes Angebot der ganzen Stichprobe und am Prüftag Platz 2 der Bestsellerliste Leinwände, was für die praktische Alltagstauglichkeit dieser einfachsten aller Bauarten spricht
- Kein Gain, kein Bildwandtyp, keine Norm, kein Flammschutz, keine Angabe zur Rückseite, kein Schwarzrand und kein Gewicht. Von allen lichttechnischen Kennzahlen dieser Warengruppe nennt das Angebot genau eine, nämlich den Blickwinkel, und der ist ohne Gain nicht einzuordnen
- Der Markenauftritt derselben Marke führt am Prüftag Aufsitzautos, Vogelhäuschen, Strandzelte, Schaukelgerüste und Elektrofahrräder, aber keine einzige Projektionsleinwand. Preise stehen dort in US-Dollar, Rechtshinweis und Kontaktseite antworten mit dem Statuscode 404
- Im Feld Garantie für das Produkt steht die blanke Ziffer 1 ohne Einheit. Ob ein Jahr, ein Monat oder etwas anderes gemeint ist, geht aus dem Datensatz nicht hervor
- Zwei fehlbelegte Datenfelder: Im Feld Farbe steht die Diagonale 304,8 cm, im Feld Anzeigeabmessungen steht das Seitenverhältnis 16:9
- Front- und Rückprojektion zugleich bedeutet, dass das Tuch lichtdurchlässig ist. Licht von hinten, etwa eine Gartenlaterne oder ein Fenster, erreicht damit das Bild. Eine blickdichte schwarze Rückseite gibt es bauartbedingt nicht
- Keine Angabe zu Windlast, Erdnägeln oder Abspannseilen für den Bodeneinsatz, obwohl das Produkt ausdrücklich für den Garten beworben wird. Nur drei von fünfunddreißig Angeboten der Stichprobe machen dazu überhaupt eine Aussage
- Gain:
- Keine Angabe. Weder Titel noch Stichpunkte noch Beschreibungsblock noch strukturierter Datensatz nennen einen Gain, einen Verstärkungsfaktor oder einen Leuchtdichtefaktor. Das gilt für sechzehn der fünfunddreißig geprüften Angebote, und dieses ist unter ihnen das mit Abstand meistbewertete
- Blickwinkel:
- 160 Grad, im ersten Stichpunkt als 160 Grad breiter Blickwinkel und im Datenfeld Betrachtungswinkel gleichlautend. Ohne eine Gain-Angabe daneben ist diese Zahl allerdings nicht einzuordnen: Sie sagt weder, wie hell die Fläche in der Mitte ist, noch wie stark sie zum Rand hin abfällt
- Bildmaße:
- 265 mal 149 Zentimeter, im Titel und im ersten Stichpunkt als Big Showing-Bereich von 265 x 149 cm, im Datenfeld Produktabmessungen als 2,66 mal 1,49 Meter
- Bildfläche:
- 3,95 Quadratmeter. Das ist der zweitgrößte Wert im Feld dieser fünf
- Diagonale nachgerechnet:
- 304,0 Zentimeter, also 119,7 Zoll, nachgerechnet aus 265 mal 149 Zentimetern. Das Angebot nennt 120 Zoll, was 304,8 Zentimetern entspricht. Die Abweichung beträgt weniger als drei Promille und ist damit die zweitgenaueste Angabe im Feld
- Format:
- 16 zu 9, im Titel und im Datenfeld Anzeigeabmessungen. Dort steht allerdings ausschließlich 16:9, also ein Seitenverhältnis in einem Feld, das für Abmessungen vorgesehen ist
- Tuch:
- Weiche, wiederverwendbare Polyesterfaser, laut Angebot doppelt so dick wie üblich und mit starker Lichtabsorption, um Transparenz zu minimieren. Im Datensatz als Polyester und als Bildschirm-Oberfläche Matt geführt. Der Anbieter schreibt ausdrücklich, das Tuch dürfe nur von Hand gewaschen und müsse rasch getrocknet werden
- Rückseite:
- Keine ausdrückliche Angabe zu einer schwarzen Rückbeschichtung. Der Anbieter beschreibt die Fläche als doppelseitig nutzbar, also für Front- und Rückprojektion, was eine blickdichte schwarze Rückseite ausschließt. Das ist eine bewusste Bauentscheidung und kein Fehler, aber es bedeutet, dass Licht von hinten das Bild erreicht
- Schwarzrand:
- Keine Angabe. Weder eine Maskierung noch ein Rand noch eine Breite
- Flammschutz:
- Keine Angabe. Weder ein Wort noch eine Klasse noch eine Norm. Bei einer Fläche, die ausdrücklich für den Garten und für Grillabende beworben wird, ist das eine bemerkenswerte Lücke
- Planlage:
- Hundert Prozent knitterfrei und ohne Spuren, ausdrücklich mit der Begründung, das Material bleibe nach dem Falten oder Zusammendrücken knitterfrei. Eine Spannvorrichtung gibt es nicht; die Planlage entsteht allein durch das Aufspannen an den Ösen
- Montage:
- Vierzehn Ösen im Tuch, dazu sechzehn Haken, sechzehn doppelseitige Klebebänder und zwei Zugseile von je zehn Metern im Lieferumfang. Datenfeld Befestigungsart Bodenhalterung und Wandhalterung. Eine Angabe zur Windlast oder zu Erdnägeln gibt es nicht; drei von fünfunddreißig Angeboten der Stichprobe machen dazu überhaupt eine Aussage
- Angebotsdatensatz:
- Zwei Felder sind fehlbelegt: Im Feld Farbe steht 304,8 cm, also die Diagonale, und im Feld Anzeigeabmessungen steht 16:9, also das Seitenverhältnis. Das Feld Garantie für das Produkt enthält die Ziffer 1 ohne Einheit. Die Hersteller-Teilenummer lautet Lmpyf, was keiner erkennbaren Systematik folgt
- Angebotsnummer:
- Kein Variantenlisting: Die aufgerufene Artikelnummer B09C1PMJ4C und die hinterlegte Elternnummer stimmen überein. Die 4,3 Sterne aus 4.465 Stimmen gelten damit genau dieser Ausführung. Das ist im Feld dieser fünf der einzige Fall und in der Stichprobe von fünfunddreißig einer von dreien
- Passt zu:
- Ein Gartenabend, eine Hauswand oder zwei Bäume, ein Beamer, der ohnehin genug Licht hat, und der Wunsch, die Fläche danach in eine Tasche zu falten
- Passt nicht zu:
- Ein Wohnzimmer mit Restlicht und fester Sitzordnung, denn dort entscheidet die Rückseite über Doppelbilder, und jeder Fall, in dem der Flammschutz eines dauerhaft aufgehängten Tuchs belegt sein soll
- Offen bleibt:
- Gain, Tuchreflexionsverhalten, Flammschutz, Gewicht, Rückseite, Randmaskierung und Anbieteranschrift nennt niemand. Offen bleibt außerdem, was die Ziffer 1 im Garantiefeld bedeutet und warum der Markenauftritt der Marke keine Leinwände führt
- Firma:
- Osoeri laut Marken- und Herstellerfeld des Angebotsdatensatzes, ohne Rechtsform. Der gleichnamige Markenauftritt ist erreichbar und liefert am Prüftag einen bemerkenswerten Befund: Er führt Aufsitzautos für Kinder, Vogelhäuschen, Strandzelte, Schaukelgerüste und Elektrofahrräder. Eine Projektionsleinwand ist dort nicht im Sortiment. Preise stehen in US-Dollar, Rechtshinweis und Kontaktseite antworten mit dem Statuscode 404
- Sitz:
- Keine Anschrift veröffentlicht, weder europäisch noch außereuropäisch. Der Datensatz nennt als Herkunftsland China. Bei einem Angebot mit 4.465 abgegebenen Stimmen, das am Prüftag auf Platz 2 der Bestsellerliste Leinwände steht, ist das der schärfste Befund zur Anbieterlage im Feld
- Gegründet:
- Kein Gründungsjahr veröffentlicht. Der Markenauftritt enthält eine Seite über das Unternehmen, deren Text aus Werbelyrik über Weite, Wind und Sonne besteht und weder ein Jahr noch einen Ort nennt
- Support:
- Der Markenauftritt führt Navigationspunkte für Kontakt, Garantieinformationen und Sendungsverfolgung. Die Kontaktseite antwortete am Prüftag mit dem Statuscode 404. Eine Rufnummer steht an keiner Stelle. Damit bleibt aus dem Angebot heraus nur der Verkäuferkontakt über die Plattform
- Servicezeiten:
- Keine Servicezeiten veröffentlicht. Es gibt keine erreichbare Quelle, in der welche stünden
- Garantie:
- Im Angebotsdatenfeld Garantie für das Produkt steht die Ziffer 1, ohne Einheit. Ob damit ein Jahr, ein Monat oder etwas anderes gemeint ist, geht aus dem Datensatz nicht hervor. Es ist der kürzeste und unklarste Garantieeintrag im Feld dieser fünf
- Norm und Messangabe:
- Dieses Angebot ist der Gegenbeweis zur These, der Gain sei eine Kennzahl, ohne die eine Leinwand unverkäuflich wäre. Es nennt keinen Gain, kein Tuchreflexionsverhalten, keinen Bildwandtyp und keine Norm. Was es nennt, ist ein Blickwinkel von 160 Grad und ein Bildbereich von 265 mal 149 Zentimetern. Mit 4.465 abgegebenen Stimmen ist es zugleich das meistbewertete Angebot der ganzen Stichprobe von fünfunddreißig und stand am Prüftag auf Platz 2 der Bestsellerliste Leinwände. Sechzehn der fünfunddreißig Angebote nennen den Gain überhaupt nicht, und dieses ist das erfolgreichste unter ihnen
- Herkunft:
- Herkunftsland China laut Angebotsdatensatz, Stand 26.08.2026
- Gewicht:
- Kein Gewicht im Datensatz und keines im Angebotstext. Bei einer faltbaren Tuchleinwand ohne Gehäuse ist das Gewicht kaufentscheidend für den Transport und für die Frage, welche Befestigung trägt
- Markteinführung:
- Kein Datum. Das Angebot steht am Prüftag auf Platz 2 der Bestsellerliste Leinwände im Bereich Elektronik und Foto und auf Platz 2.652 der Gesamtliste. Die 4.465 abgegebenen Stimmen sind mit Abstand die höchste Zahl im Feld dieser fünf
Tuch, Rückseite, Schwarzrand und Flammschutz
Nach dem Gain sind es vier Eigenschaften des Tuchs, die über das Bild entscheiden, und drei davon werden im Handel deutlich seltener genannt als die Kennzahl, die keiner erklärt. Das Material selbst nennen achtundzwanzig von fünfunddreißig Angeboten, meist als PVC beziehungsweise Polyvinylchlorid oder als Polyester, seltener als Glasfaser oder Vinyl. Das strukturierte Datenfeld Bildschirm-Oberfläche füllen einunddreißig, meist mit dem Wert Matt, einmal mit gestricktes weißes PVC und einmal mit dem Wert Hd, was keine Oberflächenbeschreibung ist. Praktisch wichtiger als der Materialname ist eine Angabe, die kaum vorkommt: das Flächengewicht in Gramm je Quadratmeter. Ein schwereres Tuch hängt besser, wirft weniger Wellen und ist blickdichter. Eines der fünf Produkte hier beziffert es mit rund 360 Gramm je Quadratmeter, und das ist in der ganzen Stichprobe eine Ausnahme.
Die Rückseite sprechen elf von fünfunddreißig Angeboten an, und sie tun es mit der richtigen Begründung. Ein Tuch, das Licht durchlässt, wirft an einer hellen Wand dahinter ein zweites, schwaches Bild zurück, das dem ersten überlagert wird; die Anbieter nennen das Doppelbilder. Eine schwarze oder wenigstens blickdichte Rückbeschichtung verhindert das und hebt zugleich den Kontrast, weil sie Licht von hinten schluckt. Bei einer Rahmenleinwand, die dicht vor der Wand sitzt, ist das eine Nebensache. Bei einem Rollo, das vor einem Fenster hängt, bei einer Stativleinwand, die frei im Raum steht, und bei einem faltbaren Tuch im Garten ist es die wichtigste Tucheigenschaft nach dem Gain. Ausgerechnet die faltbaren Tücher werben dabei häufig mit dem Gegenteil: Sie sind ausdrücklich für Front- und Rückprojektion nutzbar, also lichtdurchlässig, und das ist eine Bauentscheidung und kein Fehler. Man sollte nur wissen, dass man sie trifft.
Der schwarze Rand ist der am meisten unterschätzte Posten. Zwölf von fünfunddreißig Angeboten erwähnen eine Maskierung, einen schwarzen Rand oder schwarze Seitenränder, und sie begründen es zutreffend damit, dass eine schwarze Umrandung die Kontrastwahrnehmung verstärkt. Der Effekt beruht auf der Anpassung des Auges: Neben einer tiefschwarzen Kante wirkt dieselbe Bildhelligkeit deutlich kräftiger. Nur sechs von fünfunddreißig Angeboten nennen dazu eine Zentimeterzahl, und die meisten davon meinen den schwarzen Vorlauf oberhalb des Bildes, also das Tuchstück, das bei Deckenmontage die Bildhöhe einstellt, und nicht die seitliche Maskierung. Genau einmal in der ganzen Stichprobe steht eine eigene Zeile mit dem Wort Maskierung und fünf Zentimetern, sauber getrennt von Vorlauf oben und Vorlauf unten. Bei Rollos ist der Vorlauf die praktisch entscheidende Zahl: Fünf Zentimeter sind wenig, fünfzig sind viel, und wer eine Deckenmontage plant, sollte sie kennen, bevor er bohrt.
Beim Flammschutz ist die Lage am dünnsten, und sie hat die deutlichsten praktischen Folgen. Vier von fünfunddreißig Angeboten sprechen ihn überhaupt an, drei davon mit der Formulierung schwer entflammbar ohne jede Klasse, und genau eines nennt eine Klassenbezeichnung, nämlich B1. Eine Leinwand ist im Regelfall Vorhangware: ein großflächiges, dauerhaft aufgehängtes Textil oder Kunststoffgewebe, oft an der Decke, oft in Räumen mit Publikum. Wer eine Fläche in einem Vereinsheim, einer Schule, einem Gemeindesaal oder einem Büro aufhängt, muss die Anforderungen an das Brandverhalten von Ausstattungsmaterialien kennen, und dort wird nach einer Klasse nach einer benannten Norm gefragt und nicht nach einer Werbeformulierung. Dass in einer Stichprobe von fünfunddreißig Angeboten genau eines eine Klasse nennt, ist deshalb kein Randbefund, sondern der praktisch folgenreichste dieser Seite. Wer die Fläche gewerblich oder öffentlich aufhängt, muss das Zeugnis beim Anbieter aktiv anfordern, denn im Angebot steht es fast nie.
Welche Bauart für welchen Raum
| Situation | Was hier passt | Worauf zu achten ist |
|---|---|---|
| Wohnzimmer, glatte weiße Wand vorhanden, Publikum sitzt breit verteilt | Erst ausprobieren. Eine glatte, ebene Wandfläche mit weißem, mattem Anstrich hat nach der Systematik von DIN 19045-4 die Reflexionseigenschaften einer Bildwand vom Typ D, also derselben Klasse, die für das häusliche Wohnzimmer als richtig beschrieben wird | Die Bedingungen sind glatt, eben, weiß und matt. Raufaser ist nicht glatt, Latex glänzt, und ein Weiß mit Gelb- oder Grünstich färbt das ganze Bild. Wer eine Wand streicht, sollte auf mattes Weiß ohne Aufheller achten und die Fläche vorher spachteln |
| Wohnzimmer mit Restlicht, das sich nicht abdunkeln lässt | Graues Tuch mit Gain um 1,0, hier die Elektroleinwand von ESMART mit 221 mal 125 Zentimetern | Ein graues Tuch senkt den Schwarzwert und den Weißwert gleichermaßen; es erhöht nicht die Helligkeit, sondern den Kontrasteindruck. Im vollständig abgedunkelten Raum verschenkt es Licht. Und es ersetzt keinen hellen Beamer |
| Schmaler, tiefer Raum mit Sitzreihen hintereinander | Fläche mit Gain über 1,0, hier die Rahmenleinwand mit 1,3 oder die Stativleinwand mit 1,5 | Genau hier zahlt sich ein hoher Gain aus, weil das Licht nicht an die Seitenwände verschenkt wird. Der Preis ist der engere Winkel, und den beziffert von fünfunddreißig Angeboten nur eine einzige Marke als Halbwertswinkel |
| Fläche soll zwischen den Filmabenden verschwinden | Rollo oder Elektroleinwand. Das tectake-Rollo wiegt vier Kilogramm, die ESMART-Motorleinwand 12,16 Kilogramm | Bei beiden Bauarten hängt das Tuch nur an einer Beschwerungsstange und ist seitlich nicht gespannt. Wellen im Tuch sind bauartbedingt möglich und bei Projektion deutlich sichtbarer als bei jedem anderen Bildmedium. Ein kontrolliert langsames Einfahren nennen zwei von fünfunddreißig Angeboten |
| Kein fester Platz, Verein, Schule, wechselnde Räume | Stativleinwand, hier celexon mit 220 mal 220 Zentimetern im Format 1 zu 1 | Sechzehn Kilogramm auf drei Beinen sind kein Möbelstück, das man zweimal am Abend umstellt. In Schulen und öffentlichen Räumen ist zudem der Flammschutz zu prüfen, und den nennt mit einer Klasse genau ein Angebot von fünfunddreißig |
| Garten, Hauswand, zwei Bäume, ein Abend im Sommer | Faltbares Tuch, hier Osoeri mit 265 mal 149 Zentimetern, vierzehn Ösen und zwei Zugseilen von je zehn Metern | Drei von fünfunddreißig Angeboten sagen überhaupt etwas zur Befestigung im Freien, und kein einziges nennt eine Windlast in einer physikalischen Einheit. Vier Quadratmeter Tuch sind ein Segel. Wer im Freien projiziert, braucht ohnehin Dunkelheit, keine hellere Fläche |
| Ultrakurzdistanz-Beamer, der dicht unter der Fläche steht | Rahmenleinwand mit fest gespanntem Tuch | Bei streifendem Lichteinfall wird jede Welle im Tuch zum Schatten. Rollos und faltbare Tücher sind dafür die falsche Bauart, unabhängig vom Gain. Spezialflächen mit Lamellenstruktur gegen Umgebungslicht sind eine eigene Warengruppe und in dieser Stichprobe nur am Rand vertreten |
Eine Bauart fehlt in dieser Übersicht bewusst: die aufblasbare Outdoor-Leinwand. In der Stichprobe ist sie mit einem Angebot vertreten, das eine Bildfläche von 247 mal 137 Zentimetern nennt, ein Gebläse mit 120 Watt mitliefert und als eines von drei Angeboten überhaupt Spannseile und Heringe zur Fixierung erwähnt. Für Gartenkino und Public Viewing ist das die stabilste Lösung, weil ein aufgeblasener Dreiecksrahmen frei steht und keine Bäume braucht. Für alles andere ist sie überdimensioniert. Wer im Freien projiziert, sollte ohnehin wissen, dass keine Fläche der Welt fehlende Dunkelheit ersetzt: Die Details dazu stehen unter Beamer für draußen und die Frage nach der Dämmerung, und wer stattdessen über einen großen Fernseher nachdenkt, findet die Gegenüberstellung unter Beamer oder Fernseher.
Häufige Fragen
Braucht man für einen Beamer überhaupt eine Leinwand?
Für viele Wohnzimmer nicht, und dafür gibt es zwei belegbare Anhaltspunkte. Erstens die Prüfpraxis: Die Stiftung Warentest beschreibt die Umgebung ihres laufend aktualisierten Beamer-Tests im frei zugänglichen Teil als stark abgedunkelten Raum mit einer mattweißen Projektionswand von 1,70 Metern Bildbreite. Bei 16 zu 9 sind das 1,70 mal 0,96 Meter, also rund 1,63 Quadratmeter und rechnerisch 77 Zoll Diagonale. Die Prüfstelle misst also auf einer mattweißen Wand und nicht auf einer Spezialfläche. Zweitens die Systematik der Norm: DIN 19045-4 teilt Bildwände nach ihren Reflexions- und Transmissionseigenschaften in vier Haupttypen ein, und der Typ D steht für die diffus streuende Bildwand. Die fachliche Darstellung dieser Systematik nennt als Beispiele für Typ D ausdrücklich die herkömmliche Leinwand aus Gewebe oder glattem Kunststoff und daneben die glatte, ebene Wandfläche mit weißem, mattem Farbanstrich. Sie ordnet dem Typ D üblicherweise Gain-Werte zwischen 1,1 und 1,3 zu und beschreibt ihn als den richtigen Typ für das häusliche Wohnzimmer. Die Bedingungen sind allerdings vier und nicht eine: glatt, eben, weiß und matt. Raufaser ist nicht glatt, Latexfarbe glänzt, ein Weiß mit Farbstich färbt das ganze Bild, und eine Wand mit Dellen wirft bei streifendem Licht Schatten. Wenn diese vier Bedingungen erfüllt sind, liegt der Unterschied zu einer Diffusleinwand im Bereich weniger Prozent Helligkeit. Wenn sie nicht erfüllt sind, hilft keine Rechnung.
Wann reicht die weiße Wand dann nicht mehr?
In fünf Fällen, und keiner davon hat mit dem Gain zu tun. Erstens, wenn die Wand nicht glatt ist: Raufaser, Putzstruktur oder Dellen erzeugen bei streifendem Lichteinfall Schatten, und der Effekt wächst, je flacher der Beamer strahlt. Bei einem Ultrakurzdistanz-Gerät ist er dramatisch. Zweitens, wenn die Farbe nicht neutral ist: Ein leichter Gelb- oder Grünstich der Wandfarbe färbt jedes Bild, und keine Farbeinstellung des Beamers gleicht ihn vollständig aus. Drittens, wenn der Raum nicht abgedunkelt werden kann: Dann verbessert ein graues Tuch den Kontrasteindruck, was eine weiße Wand nicht kann. Viertens, wenn die Fläche schwarz begrenzt sein soll: Ein umlaufender schwarzer Rand hebt den wahrgenommenen Kontrast, und diesen Effekt gibt es an einer Wand nicht, es sei denn, man malt ihn auf. Fünftens, wenn die Fläche wieder verschwinden soll oder wenn kein geeigneter Wandabschnitt existiert. Die ehrliche Reihenfolge lautet also: erst die Wand prüfen, dann den Raum, dann kaufen. Wer die Wand ohnehin streichen will, kommt mit mattem Weiß und einer gespachtelten Fläche für einen Bruchteil des Aufwands sehr weit.
Was bedeutet der Gain-Faktor bei einer Leinwand genau?
Der Gain, auf Deutsch Leuchtdichtefaktor, ist ein Verhältnis und keine Eigenschaft. DIN 19045-4 definiert ihn nach DIN 5036 als das Verhältnis der Leuchtdichte einer Bildwandprobe für eine gegebene Betrachtungsrichtung zur Leuchtdichte der vollkommen streuenden und vollkommen reflektierenden Fläche, also des Weißstandards, für eine vorgegebene Einstrahlungsrichtung. Drei Dinge stecken in dieser Definition, die im Handel praktisch nie mitgeliefert werden. Erstens: Der Wert gilt für eine Richtung, nicht für die Fläche. Zweitens: Er gilt für eine bestimmte Einstrahlungsrichtung, also für eine bestimmte Aufstellung des Beamers. Drittens: Er ist auf eine Referenzfläche bezogen, die es in der Praxis gar nicht gibt und die im Labor durch ein kalibriertes Reflexionsnormal mit bekannten Eigenschaften ersetzt wird. Eine einzelne Zahl im Datenblatt beschreibt deshalb nur den Wert in der Bildwandnormalen, also für den Zuschauer, der genau davor sitzt. Vollständig wäre eine Tabelle von Winkeln mit zugehörigen Werten oder eine Kurve, die Leuchtdichtefaktor-Indikatrix heißt. In der geprüften Stichprobe von fünfunddreißig Angeboten zeigt kein einziges eine solche Kurve oder Tabelle.
Wie wird der Gain gemessen, und gibt es dafür eine Norm?
Ja, gleich zwei, und keine davon wird in einem der fünfunddreißig geprüften Angebote genannt. In Deutschland ist DIN 19045-4 einschlägig, Ausgabe Dezember 1998, mit dem Titel Projektion von Steh- und Laufbild, Teil 4, Reflexions- und Transmissionseigenschaften von Bildwänden, kennzeichnende Größen, Bildwandtyp, Messung. Sie hat fünfzehn Seiten, ersetzt die Ausgabe von September 1989 und wird im Normenkatalog am Prüftag als aktuell geführt. Sie stützt sich für die Definition auf DIN 5036 und verlangt für die Messung eine Normlichtquelle, ein Leuchtdichtemessgerät und ein Arbeits-Reflexionsnormal mit bekannten Reflexionseigenschaften, wobei für jede Betrachtungsrichtung einzeln gemessen wird. International beschreibt die Fachgesellschaft für Film- und Fernsehtechnik dasselbe: Ihre Empfehlung RP 94 trägt den Titel Gain Determination of Front Projection Screens, wurde am 9. Juni 2000 veröffentlicht und wird in der Dokumentenbibliothek der Gesellschaft am Prüftag als stabilisiert geführt. Der frei zugängliche Bericht ihrer Studiengruppe zur Lichtmessung auf der Bildwand von 2014 fasst das Verfahren so zusammen: Gemessen wird das Winkelverhalten in Schritten von fünf Grad, verglichen wird mit einer Probe vom Gain 1 oder mit standardisiertem mattweißem Karton, und bei einer eingebauten Leinwand wird frontal und aus dreißig Grad gemessen. Zwei Verfahren, zwei Normen, null Nennungen in fünfunddreißig Angeboten.
Warum steht bei fast jeder Leinwand ein Blickwinkel von 160 Grad?
Weil die Verkaufsplattform ein Datenfeld dafür vorsieht und weil die Zahl ohne Bezugsgröße nichts kostet. In der geprüften Stichprobe nennen neunundzwanzig von fünfunddreißig Angeboten einen Winkel in Grad, achtundzwanzig davon im strukturierten Datenfeld Betrachtungswinkel. Ein Feld für den Gain gibt es in demselben Datensatz nicht, bei keinem einzigen der fünfunddreißig. Das Ergebnis ist ein Feld, das gefüllt wird, ohne dass irgendwo definiert wäre, was es bedeutet: 160 Grad heißt weder, dass die Fläche bis 80 Grad nach jeder Seite gleich hell ist, noch dass sie dort überhaupt noch ein brauchbares Bild zeigt. Genau zwei Angebote der Stichprobe sagen, worauf sich ihr Winkel bezieht: Sie sprechen von einem Halbwerts-Blickwinkel von 170 Grad, und Halbwert heißt, dass die Leuchtdichte dort auf die Hälfte des Wertes in der Bildwandnormalen gefallen ist. Das ist die Angabe, die Kennzahl vollständig macht. Ein drittes Angebot verknüpft beides wenigstens sprachlich, indem es schreibt, ein Wert von 0,9 sorge für eine gleichmäßige Verteilung in alle Richtungen und ermögliche so einen breiten Betrachtungswinkel von 150 Grad. Bei den übrigen sechsundzwanzig steht die Gradzahl allein.
Wie viel Licht kommt bei meiner Bildgröße eigentlich an?
Das lässt sich in zwei Schritten selbst ausrechnen, und beide brauchen nur Grundschulmathematik. Erster Schritt: Der Lichtstrom des Beamers in Lumen, geteilt durch die Bildfläche in Quadratmetern, ergibt die Beleuchtungsstärke auf der Fläche in Lux. Ein Beamer mit 2.000 Lumen auf einer Fläche von 120 Zoll im Format 16 zu 9 leuchtet 265,7 mal 149,4 Zentimeter aus, also 3,97 Quadratmeter, und erzeugt dort rund 504 Lux. Auf der Prüffläche der Stiftung Warentest mit 1,70 Metern Bildbreite, also 1,63 Quadratmetern, wären es rund 1.228 Lux. Wer die Fläche verdoppelt, viertelt nicht die Helligkeit, aber er halbiert sie. Zweiter Schritt und der entscheidende: Lux ist nicht das, was das Auge sieht. Das Auge sieht Leuchtdichte in Candela je Quadratmeter, und die hängt davon ab, wie die Fläche das Licht zurückwirft. Genau hier ist der Gain die Brücke, und die Umrechnung ist in der Lichttechnik hinterlegt: Für vollkommen diffus reflektierende Oberflächen ergibt sich die Leuchtdichte aus der Beleuchtungsstärke mal dem Reflexionsgrad, geteilt durch die Kreiszahl. Weil der Gain nichts anderes ist als das Verhältnis zur vollkommen streuenden Weißfläche, tritt er an die Stelle des Reflexionsgrads. Für die 504 Lux auf 120 Zoll heißt das: bei Gain 1,0 rund 160 Candela je Quadratmeter, bei Gain 1,3 rund 208, bei Gain 1,5 rund 240, jeweils in der Bildwandnormalen.
Sind 160 Candela je Quadratmeter viel oder wenig?
Mehr als im Kino, und das überrascht die meisten. Der frei zugängliche Bericht der Studiengruppe der Fachgesellschaft für Film- und Fernsehtechnik stellt die Vorgaben ihrer eigenen Regelwerke nebeneinander: Für die Bildmitte im Kinosaal nennt sie eine Spanne von 12 bis 22 Footlambert, für den Vorführraum 16 Footlambert mit einer Toleranz von 2. Ein Footlambert entspricht 3,426 Candela je Quadratmeter, also liegt die Kinovorgabe bei rund 41 bis 75 Candela je Quadratmeter und der Vorführraum bei rund 55. Die 160 Candela je Quadratmeter aus dem Beispiel oben liegen also deutlich über dem Kinowert. Vier Vorbehalte gehören dazu. Erstens gilt der Kinowert für ein offenes Bildfenster ohne Film im Strahlengang, ist also ein Weißbildwert. Zweitens ist die Rechnung oben eine Überschlagsrechnung aus einer Datenblattangabe und keine Messung. Drittens gilt die Lumenangabe eines Beamers für den hellsten Modus unter Laborbedingungen, und die einschlägige Norm für Projektor-Datenblätter erlaubt ausdrücklich, dass das einzelne Gerät bei Auslieferung nur achtzig Prozent des Datenblattwerts erreicht. Viertens gilt der Gain nur in der Bildwandnormalen. Trotzdem bleibt der Befund: Ein moderner Beamer mit 2.000 Lumen auf 120 Zoll ist im abgedunkelten Raum keineswegs zu dunkel, sondern eher zu hell. Wer nachrechnet, kauft die Leinwand anders.
Sagt die Beamer-Norm ISO/IEC 21118 etwas über die Leinwand?
Fast nichts, und dieses Fast ist der Punkt. Die Norm heißt in der dritten Ausgabe vom Februar 2020 Information technology, Office equipment, Information to be included in specification sheets for data projectors, regelt also die Datenblätter der Projektoren und nicht die Flächen. Ihr Anwendungsbereich ist ausdrücklich auf Frontprojektion beschränkt und schließt Geräte fürückprojektion aus. Die Zeichenfolge screen kommt in ihrem frei einsehbaren Auszug zwölfmal vor, aber immer nur als Ziel der Messung. Eine einzige Position ihrer Tabelle 1 betrifft die Fläche überhaupt, nämlich Nummer 8 mit dem Titel Screen size, und die verlangt als Pflichtangabe die kleinste und die größte Bilddiagonale, die das Gerät erzeugen kann, mit dem Beispiel 58,4 Zentimeter beziehungsweise 23 Zoll bis 762 Zentimeter beziehungsweise 300 Zoll. Über Material, Reflexionsverhalten, Gain oder Blickwinkel der Fläche steht dort nichts, und die Zeichenfolge gain kommt im ganzen einsehbaren Auszug null Mal vor. Bemerkenswert ist, wie die Norm ihre eigenen Größen definiert: Das Kontrastverhältnis unter Nummer 12 und das Verhältnis Mitte zu Ecken unter Nummer 13 sind ausdrücklich als Verhältnisse der Beleuchtungsstärke auf der Bildwand definiert, also in Lux und nicht in Candela je Quadratmeter. Die Norm misst damit bewusst das Licht, das ankommt, und lässt das Licht, das zurückgeworfen wird, außen vor. Genau diese Lücke füllt DIN 19045-4.
Ich habe gelesen, die Stiftung Warentest halte eine Leinwand für unnötig. Stimmt das?
Nein, und diese Fehlzitierung ist verbreitet genug, um sie hier ausdrücklich richtigzustellen. Es gibt auf test.de eine Meldung mit der Überschrift Beamer: Leinwand unnötig. Sie trägt das Veröffentlichungsdatum 23. September 2004 und besteht aus vier Sätzen. Ihr Inhalt: Die Bauhaus-Universität in Weimar habe einen Videoprojektor entwickelt, der für sein Bild keine Leinwand brauche, Blümchentapete reiche; eine Kamera und ein Computer berechneten die Bilder so, dass von den Blümchen nichts mehr zu sehen sei, und so ließen sich auch karierte Vorhänge oder anders strukturierte Flächen als Bildwand nutzen. Das ist eine Meldung über ein Forschungsgerät einer Hochschule aus dem Jahr 2004 und keine Kaufempfehlung, kein Testergebnis und keine Aussage über heute erhältliche Beamer. Kein Gerät im Handel kompensiert heute eine Blümchentapete. Wer die Überschrift zitiert, um zu belegen, dass man keine Leinwand brauche, zitiert einen Titel und nicht eine Aussage. Der aktuelle Beamer-Test derselben Prüfstelle mit dem Änderungsdatum 28. Mai 2026 sagt zu Leinwänden nichts, beschreibt seine eigene Prüfumgebung aber als stark abgedunkelten Raum mit einer mattweißen Projektionswand von 1,70 Metern Bildbreite. Das ist der belastbare Anhaltspunkt, und er stützt die weiße Wand, nicht die Blümchentapete.
Weiß oder grau, und was ist mit Tageslichtleinwänden?
Ein graues Tuch erhöht nicht die Helligkeit, sondern senkt sie, und zwar für Weiß und Schwarz gleichermaßen. Der Gewinn liegt im Kontrasteindruck bei nicht abgedunkelten Räumen, weil Streulicht aus dem Raum von der grauen Fläche schwächer zurückgeworfen wird als von einer weißen. Der Anbieter der grauen Leinwand in diesem Vergleich formuliert es selbst so: Bei grauen Leinwänden werde im Vergleich zu weißen der Kontrasteindruck bei nicht abgedunkelten Räumen gesteigert. Das ist korrekt und zugleich die Grenze der Aussage: Im vollständig abgedunkelten Raum ist eine graue Fläche schlechter als eine weiße, weil sie Licht verschenkt, das dort niemand stört. Der Begriff Tageslichtleinwand ist entsprechend vorsichtig zu lesen. Er ist nicht geschützt, es gibt keine Norm, die ihn definiert, und er verspricht in keinem Fall ein Bild bei direkter Sonne. Was er beschreibt, ist eine Fläche, die bei Restlicht besser aussieht als eine weiße. Wer wirklich gegen Umgebungslicht arbeiten muss, braucht entweder deutlich mehr Lumen oder eine Spezialfläche mit Lamellenstruktur, die Licht von oben ausblendet und Licht vom Beamer zurückwirft. Diese Flächen sind eine eigene Warengruppe mit eigenen Preisen und in der geprüften Stichprobe nur am Rand vertreten.
Worauf muss ich beim Format und bei den Zentimetern achten?
Auf drei Dinge, und alle drei sind Rechenaufgaben. Erstens: Die Diagonale in Zoll sagt nichts über die Breite. Bei 120 Zoll misst eine Fläche im Format 16 zu 9 rund 266 mal 149 Zentimeter, im Format 4 zu 3 aber rund 244 mal 183 Zentimeter und im Format 1 zu 1 rund 215 mal 215 Zentimeter. Wer eine Wand von 250 Zentimetern Breite hat, kann die eine Fläche aufhängen und die andere nicht, obwohl beide 120 Zoll heißen. Von fünfunddreißig geprüften Angeboten nennen sechsundzwanzig die Maße irgendwo in Zentimetern oder Millimetern; neun tun es nicht. Zweitens: Bei Rollos und Motorleinwänden ist die Gesamtbreite des Gehäuses größer als die Bildbreite, oft um zwanzig bis vierzig Zentimeter. Ein Angebot der Stichprobe nennt eine Gesamtbreite von 258 Zentimetern bei 221 Zentimetern Bildbreite, ein anderes 277 bei 240. Wer nur die Bildbreite misst, hängt das Gehäuse in den Türrahmen. Drittens: Über dem Bild braucht ein Rollo Vorlauf, also Tuch, das herunterhängt, bevor das Bild anfängt. Fünf Zentimeter sind wenig, fünfzig sind viel, und genau diese Zahl entscheidet bei Deckenmontage über die Bildhöhe. Sechs von fünfunddreißig Angeboten beziffern sie überhaupt.
Wurden diese fünf Leinwände für den Vergleich aufgebaut?
Nein. Es wurde keine Leinwand gekauft, aufgehängt oder angestrahlt, es gibt hier kein Hands-on-Test und keine eigene Messung. Diese Seite hat für fünfunddreißig am Prüftag bestellbare Angebote ausgezählt, welche kaufentscheidenden Angaben die Anbieter tatsächlich veröffentlichen, an welcher Stelle sie stehen und wo sich Titel, Stichpunkte, Beschreibungsblock und strukturierter Datensatz desselben Angebots widersprechen. Ausgewertet wurden dabei ausschließlich diese vier Bereiche des jeweiligen Angebots. Die von der Plattform eingeblendeten Vergleichs- und Empfehlungsmodule blieben ausdrücklich außen vor, weil dort Titel fremder Angebote stehen: Ein Vorlauf in diesem Bereich hat ohne diese Trennung für ein einzelnes Merkmal vierzehn statt drei Treffer gezählt. Alle Zahlen auf dieser Seite stammen aus Angebotstexten, Angebotsdatenfeldern, Herstellerunterlagen oder den unten aufgeführten Quellen und sind dort jeweils benannt. Wo eine Angabe fehlt, steht das ausdrücklich da, statt sie durch eine Schätzung zu ersetzen.
Wie diese Seite entstanden ist
Grundlage sind fünfunddreißig am Prüftag bestellbare Angebote für Beamer-Leinwände, die einzeln über ihre Direktadresse abgerufen wurden. Die Auswahl folgt den fünf Bauarten, die auch die Suchvorschläge zum Thema nennen: Rollo, Stativ, Rahmen, elektrisch und Outdoor. Ausgewertet wurden für jedes Angebot ausschließlich vier Bereiche: Titel, Stichpunkte, Beschreibungsblock des Anbieters und die strukturierte Datentabelle des jeweiligen Angebots. Die von der Plattform eingeblendeten Vergleichs-, Werbe- und Empfehlungsmodule blieben ausdrücklich außen vor, weil dort Titel und Merkmale fremder Angebote stehen; ohne diese Trennung hat ein Vorlauf in diesem Bereich für ein einzelnes Merkmal vierzehn statt drei Treffer gezählt. Grundgesamtheit sind diese fünfunddreißig Angebote, Prüftag ist der 26.08.2026. Es wurde keine Leinwand gekauft, aufgehängt oder angestrahlt, es gibt kein Hands-on-Test und keine eigene Messung. Wo eine Angabe fehlt, steht das ausdrücklich da, statt sie durch eine Schätzung zu ersetzen; wo sich zwei Angaben desselben Angebots widersprechen, ist der Widerspruch benannt und nicht aufgelöst.
Für die fünf ausführlich beschriebenen Leinwände kamen die öffentlich zugänglichen Angaben der jeweiligen Anbieter hinzu, soweit sie erreichbar waren. Zwei der fünf Anbieter veröffentlichen ein vollständiges deutsches Impressum mit Handelsregistereintrag, Umsatzsteuer-Kennung, Registriernummer nach dem Elektrogesetz und Rufnummer. Einer davon veröffentlicht zusätzlich einen vollständigen Garantietext. Bei einem dritten Anbieter antworteten vier naheliegende Adressen des Markenauftritts mit dem Statuscode 403 und lieferten überhaupt keinen Inhalt aus, weshalb Anschrift und Servicezeiten hier unbelegt bleiben. Bei einem vierten antworteten fünf naheliegende Adressen für Impressum, Rechtshinweis, Kontakt und Garantie mit dem Statuscode 404. Beim fünften ist der Markenauftritt erreichbar und führt am Prüftag Aufsitzautos, Vogelhäuschen, Strandzelte, Schaukelgerüste und Elektrofahrräder, aber keine einzige Projektionsleinwand. Kein einziger der fünf Anbieter veröffentlicht Servicezeiten. Diese Unterschiede sind kein Nebengeräusch, sondern selbst ein Befund über die Warengruppe.
Für die normative Einordnung wurden drei Quellen herangezogen und jeweils selbst abgerufen. ISO/IEC 21118 in der dritten Ausgabe vom Februar 2020 liegt als frei einsehbarer Auszug vor und belegt, dass die Norm für Projektor-Datenblätter über die Fläche außer ihrer Größe nichts regelt und ihre Verhältnisgrößen ausdrücklich über die Beleuchtungsstärke auf der Bildwand definiert. DIN 19045-4 mit der Ausgabe Dezember 1998 ist im Normenkatalog am Prüftag als aktuell geführt, umfasst fünfzehn Seiten, ersetzt die Ausgabe von September 1989 und trägt den Titel Projektion von Steh- und Laufbild, Teil 4, Reflexions- und Transmissionseigenschaften von Bildwänden, kennzeichnende Größen, Bildwandtyp, Messung. Der Normtext selbst ist kostenpflichtig; verwendet wurden deshalb die frei zugänglichen Angaben des Katalogeintrags und eine fachliche Darstellung, die Definition des Leuchtdichtefaktors und die Systematik der vier Bildwandtypen wiedergibt. Die Empfehlung RP 94 der Fachgesellschaft für Film- und Fernsehtechnik ist über den Katalog ihrer Dokumentenbibliothek mit Titel, Veröffentlichungsdatum und Status belegt, ihr Verfahren über den frei zugänglichen Bericht der eigenen Studiengruppe von 2014. Für die Umrechnung von Lux in Candela je Quadratmeter diente das Lichtlexikon der deutschen Licht-Fachgemeinschaft, das die Formel unter Verweis auf DIN EN 12665 wiedergibt.
Aus dem laufend aktualisierten Beamer-Test der Stiftung Warentest mit dem Änderungsdatum 28. Mai 2026 sind ausschließlich die frei zugänglichen Inhalte übernommen, also die Beschreibung der Prüfumgebung mit stark abgedunkeltem Raum und mattweißer Projektionswand von 1,70 Metern Bildbreite sowie der Satz, dass anhand des gemessenen Lichtstroms im Normalbetrieb geprüft wurde, wie gut sich ein Beamer für den Einsatz in heller Umgebung eignet. Qualitätsurteile, Noten und Rangfolgen sind dort kostenpflichtig und werden hier weder genannt noch nachgebildet. Ausdrücklich richtiggestellt ist auf dieser Seite eine ältere Meldung derselben Adresse mit der Überschrift Beamer: Leinwand unnötig vom 23. September 2004, die über einen Forschungsprojektor der Bauhaus-Universität Weimar berichtet und regelmäßig als Kaufhinweis fehlzitiert wird. Wer noch tiefer in die Gerätefrage einsteigen will, findet die Bauarten unter 4K-Beamer und die Frage nach dem Bildversatz und die Anschlussfrage unter Beamer-Anschlüsse erklärt.
Autor: Matthias König · Angaben und Verfügbarkeit zuletzt geprüft am 26.08.2026 · Datenbasierte Einordnung ohne eigene Messung · Diese Seite enthält Provisionslinks. Bei einem Kauf über einen solchen Link erhalten wir eine Vergütung. Auf die Auswahl der Produkte und auf die hier genannten Angaben hat das keinen Einfluss.

