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Inhalator: Kompressor, Mesh oder Dampf – der Überblick

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Inhalator: Kompressor, Mesh, Ultraschall oder Dampf? Was 19 Gebrauchsanweisungen zu Atemwegen und Teilchengröße sagen, und welche Seite welche Frage beantwortet.

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Aktualisiert 05.11.2026
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Autor & Redaktion
Clara Busch
Verantwortliche Redaktion
Clara Busch

Die ausführliche Autoren- und Fachzuordnung folgt weiter unten im Artikelbereich.

Stand des Artikels
Veröffentlicht
05.11.2026
Aktualisiert
05.11.2026

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Soweit im Beitrag nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet, handelt es sich um eine redaktionelle Einordnung und nicht automatisch um einen eigenen Praxistest jedes Produkts.

Diese Seite ordnet alle Seiten zum Inhalator und stellt selbst keine Geräte zur Auswahl. Grundlage sind neunzehn Gebrauchsanweisungen von PARI, Beurer, aponorm, Medisana, Microlife und Wick, die Übersicht der Deutschen Atemwegsliga zu Medikamentenverneblern, eine Fachinformation aus PTAheute, eine Fallserie zu Verbrühungen und ein Cochrane-Review, Stand 05.11.2026. Keines der Geräte wurde von uns selbst ausprobiert. Die Seite ersetzt keine ärztliche Beratung: Welches Arzneimittel inhaliert wird, wie viel und wie oft, legt die Praxis fest.

Inhalator gesucht: sieben Fragen und die Seite, die jede beantwortet

Wer „Inhalator“ sucht, meint oft drei verschiedene Dinge. Ein Gerät für ein verordnetes Medikament, ein handliches Gerät für die Reise, oder einfach warmen Dampf bei Schnupfen. Diese Seite sortiert die Fragen in der Reihenfolge, in der sie meistens auftauchen: erst ob überhaupt ein Gerät nötig ist, dann welche Bauart, für wen, wer bezahlt, was hinein darf und wie es sauber bleibt.

Für das Gerät zu Hause mit Steckdose führt der Weg zum Vergleich der Kompressor-Inhalatoren. Wer unterwegs inhalieren muss, landet bei den Mesh-Geräten mit Akku, und Eltern kleiner Kinder bei der Seite mit Masken und Altersgrenzen. Die Tabelle ordnet alle sechs Seiten nach dem Schritt, zu dem sie gehören.

SchrittSeiteWas dort steht
Gerät wählenKompressor-InhalatorFünf Geräte für zu Hause an Norm und Anleitung: Teilchengröße, Lautstärke, Dauer
Gerät wählenMesh-Vernebler für unterwegsFünf tragbare Geräte: Akku, Gewicht, welche Arzneimittel hineindürfen
Gerät wählenInhalator für KinderFünf Kindergeräte: ab welchem Alter, mit welcher Maske, im Liegen?
BezahlenInhalator auf Rezept11 von 15 Geräten aus den Vergleichen stehen im Hilfsmittelverzeichnis
AnwendenInhalieren mit KochsalzlösungWas in den Vernebler darf, laut sechzehn Gebrauchsanweisungen
PflegenInhalator reinigenReinigen, desinfizieren, trocknen, Fristen je Hersteller

Die siebte Frage hat keine eigene Seite, weil ihre Antwort kein Gerät ist: Reicht Dampf aus der Schüssel? Darum geht es am Ende dieser Seite, mit den Risiken, die selten dazugesagt werden.

Erster Schritt: Geht es um ein Medikament oder um feuchte Luft?

Diese Frage entscheidet mehr als jedes Datenblatt. Die Deutsche Atemwegsliga beschreibt die Feuchtinhalation so: Ein Düsen- oder Membranvernebler macht aus einer flüssigen Wirkstofflösung ein Aerosol, und vernebelt werden atemwegserweiternde, schleimlösende, entzündungshemmende oder antibiotische Arzneimittel, entweder mit Kochsalzlösung als Träger oder als gebrauchsfertige Lösung. Das ist der Fall, für den ein elektrischer Vernebler gebaut ist.

Wer dagegen bei einer Erkältung warme, feuchte Luft einatmen möchte, braucht keinen Vernebler. Ob das überhaupt hilft, ist offen. Ein Cochrane-Review von 2017 hat sechs Studien mit zusammen 387 Teilnehmenden ausgewertet und kommt zu dem Schluss, dass ein Nutzen von erwärmter, befeuchteter Luft bei Erkältung weder belegt noch ausgeschlossen ist; die Qualität der Belege stuft es als niedrig ein.

Daraus folgt eine einfache Weiche. Liegt ein Rezept oder eine ärztliche Empfehlung für ein Inhalationsmittel vor, ist der Vernebler das Werkzeug, und die nächsten Schritte dieser Seite gelten. Geht es nur um feuchte Luft, ist der Abschnitt zur Nicht-Kauf-Option der kürzere Weg. Und wer die Raumluft im Kinderzimmer feuchter haben möchte, sucht eigentlich einen Luftbefeuchter fürs Babyzimmer, kein Inhaliergerät.

Druckluft, Membran, Ultraschall: drei Wege zum Aerosol

Elektrische Vernebler gibt es in drei Bauarten. Der Kompressor-Vernebler, auch Düsenvernebler genannt, presst Luft durch eine feine Düse und reißt die Flüssigkeit dabei in Tröpfchen. Er braucht einen Schlauch, ein Netzkabel und ist hörbar. Die Atemwegsliga nennt ihn zuerst, und in ihrer Geräteliste stellt er die große Mehrheit.

Der Mesh- oder Membranvernebler drückt die Lösung durch eine Lochplatte, die sehr schnell schwingt. Er ist klein, leise, läuft mit Akku oder Batterien und passt in eine Jackentasche. Was er beim Akku und bei den zugelassenen Arzneimitteln kann, zeigt der Vergleich tragbarer Mesh-Vernebler.

Die dritte Bauart, der Ultraschallvernebler, erzeugt das Aerosol durch hochfrequente Schwingung. Beurer beschreibt das in der Gebrauchsanweisung seines Ultraschallgeräts IH 40 aus dem Jahr 2020: Das Aerosol habe eine Tropfengröße von überwiegend 1 bis 5 Mikrometern und trage die Wirkstoffe bis in die unteren Atemwege. In der Übersicht der Atemwegsliga steht genau ein Ultraschallgerät.

Wie sich Druckluft und Ultraschall bei Restmenge und Lautstärke unterscheiden, behandelt der Kompressor-Vergleich an der Norm DIN EN ISO 27427 in einem eigenen Abschnitt. Für den Überblick reicht hier eins: Alle drei Bauarten erzeugen ein Aerosol aus einer Flüssigkeit, ohne sie zum Kochen zu bringen. Genau darin unterscheiden sie sich vom Dampfgerät.

Ultraschall: die Bauart, die in keinem der Vergleiche steht

In den drei Vergleichen dieses Themenbereichs steht kein Ultraschallgerät, und auch die Atemwegsliga führt nur eines. Wie die Bauart funktioniert, zeigt deshalb die Anleitung des Beurer IH 40. Das Gerät hat zwei Behälter: einen Wassertank für höchstens 20 Milliliter, über den der Schwinger die Energie überträgt, und darüber einen Medikamentenbehälter für höchstens 8 Milliliter. In den Wassertank kommt nur sauberes Leitungs- oder destilliertes Wasser, nie das Medikament.

Beurer nennt eine Schwingfrequenz von 1,7 Megahertz, einen Medikamentenfluss von etwa 0,4 Millilitern je Minute und ein Gewicht von 315 Gramm. Nach 15 Minuten schaltet das Gerät von selbst ab, ebenso, wenn der Behälter fast leer ist. Für zähe Mittel gilt eine Grenze: Die Viskosität müsse kleiner als 3 sein.

Bemerkenswert ist ein Warnhinweis. Der Ultraschallschwinger erwärme sich während der Nutzung stark, und Mundstück oder Maske könnten innerhalb von 15 Minuten 43 Grad erreichen. Das ist dieselbe Zahl, die Beurer beim SI 31 für den Dampf zwei Zentimeter über dem Aufsatz nennt. Kalt ist also auch das Aerosol aus dem Ultraschallgerät nicht unbedingt, nur entsteht es nicht durch Kochen.

Der Dampfinhalator ist kein Vernebler

Im Handel steht neben den Verneblern oft ein Gerät, das ebenfalls Inhalator heißt und doch etwas anderes tut. Es kocht oder erhitzt Wasser, und eingeatmet wird der Dampf. Zwei Gebrauchsanleitungen solcher Geräte haben wir gelesen, die des Beurer SI 31 und die des Wick Dampfinhalators W1300-DE.

Beurer nennt den SI 31 in der eigenen Anleitung „Dampfvernebler“ und beschreibt ihn so: Er sei entwickelt, um durch Verdampfung Dampf zu erzeugen und die Raumluft, die Haut und die oberen Atemwege zu befeuchten. Im Abschnitt mit den Warnhinweisen steht der Satz „Dies ist kein Medizinprodukt.“ Gefüllt wird ausschließlich Wasser, höchstens 40 Milliliter. Medikamente und Inhalationsflüssigkeiten sind ausdrücklich ausgeschlossen, salzhaltige Lösungen ebenfalls.

Der Dampf wird laut Anleitung durch kochendes Wasser erzeugt; für zwei Zentimeter über dem Aufsatz gibt Beurer etwa 43 Grad an. Nach drei bis fünf Minuten beginnt er zu dampfen, nach etwa 15 Minuten ist Schluss. Dieselbe Anleitung beschreibt nebenbei eine „Gesichtssauna“ zur kosmetischen Pflege. Das sagt viel über die Zweckbestimmung.

Die Anleitung des Wick-Geräts ist kürzer. Es wird mit heißem, nicht kochendem Leitungswasser gefüllt, dazu kommt ein Duft-Pad, und dann soll man „die Wick-Dämpfe“ einatmen. Bestimmt ist das Gerät für Pads mit Mentholduft oder mit Rosmarin- und Lavendelduft. Zu Atemwegen, Tröpfchen oder einer Erkrankung steht in der Anleitung kein Wort.

Zwei Dampfgeräte und die Schüssel, nach Anleitung bzw. PTAheute
MerkmalBeurer SI 31Wick W1300-DESchüssel
Wärmequelleeingebauter Warmwasserbereiter, kochendes Wasserheißes, nicht kochendes Leitungswasser, eingefülltWasser aus Topf oder Wasserkocher
Füllungnur Wasser, höchstens 40 mlWasser bis zur Markierung plus Duft-Padbeliebig
ZusätzeÖle nur auf ein Aroma-Pad, keine salzhaltigen Lösungennur Wick VapoPadsSalz steigt laut PTAheute nicht mit auf
Atemwegeobere Atemwege befeuchtenkeine Angabelaut PTAheute nur obere
Medizinproduktnein, laut Anleitungkeine Angabe–
Kinderüber 8 Jahren, beaufsichtigt oder eingewiesenMenthol-Pads ab 36 Monatenlaut PTAheute nie ohne Aufsicht

Der Befund: Welche Atemwege, entscheidet der Hersteller, nicht die Bauart

Man würde erwarten, dass sich an der Bauart ablesen lässt, wohin das Gerät wirkt. Die Unterlagen sagen etwas anderes. Wir haben die Zweckbestimmung aller neunzehn Gebrauchsanweisungen nebeneinandergelegt, sechzehn Vernebler aus den Seiten dieses Themenbereichs, das Ultraschallgerät von Beurer und die beiden Dampfgeräte.

Das Ergebnis: Alle vier PARI-Anleitungen beschränken die Zweckbestimmung auf die unteren Atemwege, drei Kompressorgeräte und das Mesh-Gerät BOY free. Alle sieben Beurer-Anleitungen und beide von aponorm nennen dagegen obere und untere Atemwege, ebenfalls quer über Kompressor und Mesh. Medisana schreibt bei Kompressor und Mesh von oraler oder nasaler Inhalation und bindet die oberen Atemwege an Maske oder Nasenadapter. Microlife nennt beim NEB 800 nur Krankheiten, keine Ebene.

Zweckbestimmung laut Gebrauchsanweisung, Stand 05.11.2026
HerstellerGeräteBauartAtemwege laut Anleitung
PARIBOY Classic, BOY Junior, COMPACT2Kompressoruntere Atemwege
PARIBOY freeMeshuntere Atemwege
BeurerIH 18, IH 26, IH 26 Kids, IH 24 Kids, IH 58 KidsKompressorobere und untere Atemwege
BeurerIH 57, IH 49Meshobere und untere Atemwege
BeurerIH 40 (Anleitung von 2020)Ultraschallobere und untere Atemwege
aponormCompact PLUS, Compact KIDSKompressorobere und untere Atemwege
MedisanaIN 550Kompressororal oder nasal; obere Atemwege über Maske oder Nasenadapter
MedisanaIN 700Meshoral oder nasal; obere Atemwege über die Maske
MicrolifeNEB 800Meshkeine Ebene, nur Krankheitsbilder
BeurerSI 31Dampfobere Atemwege befeuchten, kein Medizinprodukt
WickW1300-DEDampfkeine Angabe

Ein PARI-Kompressor und ein Beurer-Kompressor sind also nach ihren eigenen Unterlagen für verschiedene Bereiche gedacht, obwohl sie nach demselben Prinzip arbeiten. Und ein Mesh-Gerät von PARI steht dem PARI-Kompressor näher als dem Mesh-Gerät von Beurer. Die Bauart sagt, wie das Aerosol entsteht. Wofür es gedacht ist, schreibt jeder Hersteller selbst fest.

Bei den Dampfgeräten fehlt beides, was die Vernebler-Anleitungen tragen. Keine der beiden nennt eine Teilchen- oder Tröpfchengröße, und keine ist ein Medizinprodukt im Sinne der Anleitung: Beurer sagt es ausdrücklich, Wick nennt gar keinen medizinischen Zweck. Die Übersicht der Atemwegsliga führt kein einziges Dampfgerät.

Teilchengröße in Mikrometern: was Unterlagen und Fachpresse nennen

Wie tief ein Tröpfchen kommt, hängt an seiner Größe. Die Fachzeitschrift PTAheute schreibt 2017 über Wasserdampfinhalatoren, deren Tröpfchen seien größer als 10 Mikrometer und erreichten deshalb nur die oberen Atemwege; für die unteren brauche es kleinere. Beurer nennt für sein Ultraschallgerät 1 bis 5 Mikrometer als den Bereich, der bis in die unteren Atemwege trägt.

Soweit die Vernebler-Anleitungen einen MMAD nennen, liegt er bei höchstens etwa 5 Mikrometern, und Kompressor und Mesh mischen sich darin. aponorm gibt für den Compact PLUS höchstens 2,08 Mikrometer an, Beurer für den Kompressor IH 26 3,07, für das Mesh-Gerät IH 49 3,89 und für das Mesh-Gerät IH 57 4,519. Wie diese Werte gemessen sind und warum sie sich nur bedingt vergleichen lassen, steht auf der Seite zu den Kompressorgeräten und ihrer Teilchengröße.

1 bis 5 µm laut Beurer IH 40:1 bis 5 µm02468101214Angaben in µm✓ aponorm Compact PLUS… 2,08✓ Beurer IH 26 (Kompressor) 3,07✓ Beurer IH 49 (Mesh) 3,89✓ Beurer IH 57 (Mesh) 4,519✗ Wasserdampf 11
Teilchengröße nach Bauart: Vernebler im Bereich bis 5 Mikrometer, Dampf darüber. Der Korridor zeigt den Bereich von 1 bis 5 Mikrometern, den Beurer für das Ultraschallgerät IH 40 als Weg in die unteren Atemwege beschreibt. Die Marken zeigen den mittleren Teilchendurchmesser (MMAD) laut Gebrauchsanweisung für zwei Kompressor- und zwei Mesh-Geräte und die Angabe für Wasserdampf aus PTAheute, die nur eine Untergrenze ist.
  • 1 bis 5 µm laut Beurer IH 40: 1 bis 5 µm
  • aponorm Compact PLUS (Kompressor): 2,08 µm — im Korridor
  • Beurer IH 26 (Kompressor): 3,07 µm — im Korridor
  • Beurer IH 49 (Mesh): 3,89 µm — im Korridor
  • Beurer IH 57 (Mesh): 4,519 µm — im Korridor
  • Wasserdampf: 11 µm — außerhalb des Korridors, laut PTAheute größer als 10 µm
Gebrauchsanweisungen aponorm Compact PLUS (2025), Beurer IH 26 (2024), IH 49 (2026), IH 57 (2026), IH 40 (2020); PTAheute vom 16.10.2017. Stand 05.11.2026.

Eine Ausnahme macht Medisana. Der Kompressor IN 550 kommt mit drei Aufsätzen, und die Anleitung ordnet ihnen Bereiche zu: den groben für Mund und Rachen, den mittleren für Atemwege und obere Lunge, den feinen für die tiefen Lungenbereiche. Welcher Aufsatz passt, soll laut Medisana der Arzt sagen. Die Ebene hängt hier also an einem Bauteil, das man von Sitzung zu Sitzung tauschen kann.

29 Vernebler bei der Atemwegsliga, kein einziges Dampfgerät

Die Deutsche Atemwegsliga führt eine Übersicht der Medikamentenvernebler für die unteren Atemwege, zuletzt aktualisiert im Januar 2020. Sie nennt 29 Geräte von elf Anbietern. 22 davon sind Kompressorgeräte, sechs Membran- oder Mesh-Geräte und eines ein Ultraschallgerät. Laut Atemwegsliga sind alle verordnungsfähig und in der Regel über Apotheken oder den Sanitätsfachhandel erhältlich.

▶ Kompressor22 Geräte GeräteMembran (Mesh)6 Geräte GeräteUltraschall1 Gerät GeräteDampf0 Geräte Geräte
Medikamentenvernebler für die unteren Atemwege in der Übersicht der Atemwegsliga. Zahl der gelisteten Geräte je Bauart. Die Liste erhebt nach eigener Angabe keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Dampfgeräte stehen nicht darin.
Die Werte als Liste
  • Kompressor: 22 Geräte Geräte
  • Membran (Mesh): 6 Geräte Geräte
  • Ultraschall: 1 Gerät Geräte
  • Dampf: 0 Geräte Geräte
Deutsche Atemwegsliga, Übersicht Medikamentenvernebler untere Atemwege, Stand 23.01.2020.

Unter den 29 stehen auch die Beurer-Geräte IH 21, IH 26 und IH 55. Beurer selbst beschreibt seine Vernebler für obere und untere Atemwege; die Atemwegsliga ordnet sie den unteren zu. Das ist kein Widerspruch, eher eine Frage der Blickrichtung: Für Medikamente in die Bronchien ist ein Vernebler das Mittel der Wahl, für die Nase kommen eigene Systeme hinzu.

Das Hilfsmittelverzeichnis der Krankenkassen trennt ebenso. Dort gibt es eine Untergruppe für die unteren und eine für die oberen Atemwege, und für die oberen nennt das Verzeichnis „in der Regel Druck- oder Dampfinhalationsgeräte“. Gemeint sind Medizinprodukte für die Nase, nicht der Kosmetik-Dampf. Wie die Untergruppen zusammenhängen, erklärt die Seite zum Inhaliergerät über die Krankenkasse.

Spray, Pulver, Vernebler: was sonst noch Inhalator heißt

Im Alltag heißt auch das Asthmaspray Inhalator. Die Atemwegsliga ordnet die Inhalationssysteme in vier Gruppen: Dosieraerosole, Pulverinhalatoren, Sprühvernebler und Vernebler zur Feuchtinhalation. Nur die letzte Gruppe ist Thema dieser Seiten. Die anderen drei sind Darreichungsformen eines Arzneimittels und kommen mit dem Medikament aus der Apotheke.

Welches System jemand bekommt, hängt nach der Atemwegsliga nicht nur an der Vorliebe. Zu berücksichtigen seien die krankheitsbedingten, motorischen und kognitiven Fähigkeiten, und nicht jedes Medikament gibt es in jedem System. Dosieraerosole enthalten Treibgas; wer mit mehreren Systemen gleich gut zurechtkommt, soll nach der Atemwegsliga aus Umweltgründen ein treibgasfreies bevorzugen. Für die Wahl des Systems ist also die Praxis zuständig, für die Wahl des Verneblers oft der Patient selbst.

Für Nase und Nebenhöhlen: Maske, Nasenadapter, eigene Systeme

Wer wegen Schnupfen oder Nebenhöhlen inhalieren soll, braucht ein Aerosol in der Nase, nicht in der Lunge. Die Anleitungen lösen das über das Zubehör. Beurer schreibt beim IH 40, die Maske sei für die Behandlung des Nasen- und Rachenraums geeignet, Medisana legt dem IN 550 einen Nasenadapter bei. Beim Kompressor IH 26 erlaubt Beurer eine Nasendusche, aber nur mit isotonischer Kochsalzlösung.

Für die Nebenhöhlen gibt es eigene Systeme. Die Atemwegsliga führt auf ihrer Seite zur Feuchtinhalation unter anderem den PARI SINUS und den PARI SINUS2, und im Hilfsmittelverzeichnis haben die oberen Atemwege eine eigene Untergruppe. Ob ein Gerät für die Bronchien auch für die Nase verordnet wird, entscheidet die Praxis; Einzelheiten zu den Untergruppen stehen auf der Seite zum Inhaliergerät auf Rezept.

Kompressor für zu Hause: wenn das Gerät auf dem Tisch stehen darf

Wer täglich zu Hause inhaliert, etwa mit einem verordneten Mittel bei Asthma oder chronischer Bronchitis, ist mit einem Kompressor meist gut bedient. Er steht fest auf dem Tisch, und Vernebler sowie Luftfilter gibt es als Ersatzteil mit festen Tauschfristen. Er ist aber schwerer, lauter und braucht eine Steckdose.

Fünf Geräte von PARI, Beurer, aponorm und Medisana stehen im Vergleich der Inhaliergeräte mit Kompressor, gemessen an Teilchengröße, Aerosolabgabe, Restmenge, Lautstärke und erlaubter Laufzeit. Dort steht auch, wie lange eine Sitzung mit welcher Füllung dauert, mit einem Rechner für die eigene Menge.

Mesh für die Reise: Akku, Handgepäck und die Frage nach dem Medikament

Das Mesh-Gerät ist der Inhalator für unterwegs, für das Büro, die Reise oder die Nacht im Ferienhaus ohne Steckdose am Bett. Die fünf Geräte im Vergleich wiegen laut Anleitung zwischen 45 Gramm (Haupteinheit des Medisana IN 700) und 130 Gramm, ein Kompressor wie der PARI BOY Classic 1,7 Kilogramm. Der Preis dafür steht in den Anleitungen: Nicht jedes Arzneimittel ist für jede Membran geeignet, und der Vernebler mit der Membran hat eine feste Tauschfrist.

Welche Grenzen die Hersteller beim Medikament setzen, wie lange ein Akku hält und was beim Flug zu beachten ist, steht auf der Seite Mesh-Vernebler mit Akku für unterwegs. Wer das verordnete Mittel noch nicht kennt, klärt zuerst mit Praxis oder Apotheke, ob es vernebelt werden darf und womit.

Mundstück oder Maske: die Atemwege hängen auch am Zubehör

Neben dem Hersteller entscheidet ein zweites Teil darüber, wohin das Aerosol geht: das, was man in den Mund nimmt oder auf das Gesicht setzt. aponorm empfiehlt für die unteren Atemwege ausdrücklich das Mundstück; mit der Maske gelangten die Partikel eher in die Bronchien als in die tieferen Atemwege. Beurer schreibt in der Anleitung des IH 40, bei Erkrankungen der unteren Atemwege das Mundstück zu verwenden.

Medisana dreht die Logik um und beschreibt die Maske als Weg zu den oberen Atemwegen, über die Nase. Wer also ein Gerät für die Bronchien kauft, nimmt das Mundstück, solange es das Alter erlaubt. Ab wann Kinder das schaffen und welche Maske bis dahin passt, steht auf der Seite Inhalator für Kinder mit Maske und Altersgrenze.

Ein Gerät für das Kind: drei Fragen vor dem Kauf

Bei Kindern zählt zuerst das Alter, das die Anleitung nennt. Dann die Frage, ob das Kind im Liegen oder im Schlaf inhalieren soll, und erst danach die Lautstärke. Kindergeräte sind oft technisch dieselben wie Erwachsenengeräte, nur mit anderer Maske und freundlicherem Gehäuse.

Fünf Geräte für Kinder, mit allen Stellen, an denen Anleitung, Datenblatt und Produktseite sich widersprechen, stellt der Vergleich der Kinder-Inhalatoren nebeneinander. Für Dampfgeräte gelten bei Kindern eigene Grenzen, und sie sind strenger, als viele erwarten; sie stehen weiter unten im Abschnitt zur Sicherheit.

Was in den Becher gehört, und was in die Schüssel

Vernebler und Dampfgerät schließen sich gegenseitig aus, was die Füllung angeht. In den Vernebler gehört eine zur Inhalation bestimmte Lösung, Kochsalzlösung oder das verordnete Medikament. Beurer warnt in seinen Vernebler-Anleitungen ausdrücklich vor Zusätzen für Dampfbäder.

Umgekehrt schließt der SI 31 salzhaltige Lösungen aus, und PTAheute erklärt den physikalischen Grund: Salze sind nicht flüchtig, sie steigen mit dem Wasserdampf nicht auf. Wer Kochsalz inhalieren will, braucht deshalb einen Vernebler. Was genau in welchen Vernebler darf, von der Ampulle bis zum Leitungswasser, sortiert die Seite Inhalieren mit Kochsalzlösung nach Anleitung.

Ätherische Öle: im Dampfgerät vorgesehen, im Vernebler fehl am Platz

Der Wick-Dampfinhalator ist für Duft-Pads gebaut. Laut Anleitung enthalten die Mentholduft-Pads Menthol, Eukalyptusöl und Zedernblattöl, die andere Sorte Eukalyptus-, Rosmarin- und Lavendelöl. Für die Pads führt die Anleitung eine Reihe von Warnhinweisen auf, darunter Hautreizung, allergische Hautreaktionen und schwere Augenreizung. Die Mentholvariante ist laut Wick erst ab 36 Monaten geeignet.

Beim SI 31 dürfen Aromaöle nur auf ein Pad, nie in den Wasserbehälter. PTAheute schreibt, Zusätze mit Menthol, Kampfer oder Minze dürften bei Kindern unter zwei Jahren nicht eingesetzt werden, weil sie einen Stimmritzenkrampf mit akuter Atemnot auslösen können. Menschen mit Asthma sollen nach derselben Quelle auf ätherische Öle ganz verzichten.

In einen elektrischen Vernebler gehören ätherische Öle nicht. Mehrere Hersteller schließen sie aus und warnen bei empfindlichen Bronchien vor einem Bronchospasmus. Die Einzelheiten je Anleitung stehen auf der Seite zur Füllung des Verneblers, und wer Duft im Raum möchte, findet die passenden Geräte eher unter den Verdunstern als unter den Inhalatoren.

Wer bezahlt: Rezept, Zuzahlung, Leihgerät

Ein Vernebler kann ein Hilfsmittel der gesetzlichen Krankenversicherung sein. Von den fünfzehn Geräten aus den drei Vergleichen stehen elf im Hilfsmittelverzeichnis. Mit Rezept zahlt ein Erwachsener zehn Prozent zu, mindestens fünf und höchstens zehn Euro; Kinder und Jugendliche unter 18 zahlen nichts zu.

Die Atemwegsliga merkt zu ihrer Liste an, dass viele Krankenkassen Rabattverträge mit einem Hersteller schließen und ihre Versicherten mit dessen Geräten versorgen. Wer ein bestimmtes Gerät will, sollte das also vorher klären. Der ganze Weg vom Rezept bis zum Gerät, mit Fristen und Belastungsgrenze, steht auf der Seite Inhalator auf Rezept und Zuzahlung.

Dampfgeräte stehen außerhalb dieses Wegs. Der SI 31 ist nach Beurers eigener Angabe kein Medizinprodukt, und in keiner der beiden Dampf-Anleitungen findet sich ein Wort zu Rezept, Krankenkasse oder Hilfsmittelnummer. Ob ein Gerät über die Kasse kommen kann, ist damit auch ein Hinweis darauf, wofür es gedacht ist.

Nach jeder Sitzung: Reinigen gehört zum Gerät

Ein Vernebler ist nur so gut wie seine Pflege. In feuchten Resten wachsen Keime, und die nächste Sitzung trägt sie tief in die Atemwege. Alle Hersteller schreiben deshalb einen Ablauf vor, der nach jeder Anwendung beginnt, und sie unterscheiden sich in fast jedem Schritt.

Welche Wege die Anleitungen zulassen, von Auskochen über Essig bis zum Desinfektionsgerät für Babyflaschen, und welche sie verbieten, steht auf der Seite Inhalator reinigen und desinfizieren. Wer bereits einen Luftbefeuchter pflegt, kennt das Grundproblem; die Abläufe sind trotzdem nicht übertragbar.

Bei den Dampfgeräten ist die Pflege schlichter. Wick erlaubt den oberen Korb der Spülmaschine. Beurer verlangt beim SI 31 nach jedem Gebrauch, Aufsatz und Abdeckung trocken zu wischen, und bei Kalk oder häufiger Nutzung unverdünnten weißen Essig im Wasserbehälter; den Inhalationsaufsatz empfiehlt Beurer nach einem Jahr zu tauschen und bei mehreren Nutzern je Person einen eigenen.

Heißes Wasser im Gesicht: was über Verbrühungen bekannt ist

Das größte Risiko beim Inhalieren geht nicht vom Vernebler aus, sondern vom heißen Wasser. PTAheute beschreibt für den Kochtopf die Gefahr, dass er umkippt oder heißer Inhalt herausspritzt, mit schweren Verbrühungen. Ein geschlossenes Dampfgerät senkt das Risiko, verhindert aber laut derselben Quelle nicht, dass beim Umkippen heißes Wasser ausläuft. Kinder sollen deshalb nie ohne Aufsicht eines Erwachsenen inhalieren.

Wie schwer solche Unfälle werden können, zeigt eine Auswertung aus der Verbrennungsstation der Universitätsklinik Vall d'Hebron in Barcelona, 2015 in der spanischen Kinderheilkunde-Zeitschrift erschienen. Von 2006 bis 2012 wurden dort 15 Kinder nach Verbrühungen durch Dampfinhalation aufgenommen, 2,8 Prozent aller Verbrennungen. Das mittlere Alter lag bei sieben Jahren, bei 60 Prozent war mindestens ein Zehntel der Haut betroffen.

Acht der 15 Kinder brauchten eine Hauttransplantation, fünf kamen auf die Intensivstation, die meisten davon jünger als drei Jahre. Inhaliert hatten die meisten wegen leichter Infekte der oberen Atemwege. Die Autoren raten Kinderärzten, von Dampfinhalation abzuraten und Eltern davon abzubringen, sie auf eigene Faust anzuwenden.

Auch die Hersteller der Dampfgeräte schreiben das Risiko in die Anleitung. Beurer warnt beim SI 31, das Gesicht nicht auf den Aufsatz zu legen, das Gerät nie während des Betriebs zu bewegen und Abstand zu halten, weil der heiße Dampf Verbrennungen verursachen könne. Kinder dürfen das Gerät laut Anleitung erst über acht Jahren benutzen, und nur beaufsichtigt oder eingewiesen.

Welche Seite zu welchem Anliegen passt

Der Wegweiser fragt nach dem Anliegen, dem Ort und dem Alter. Jede Antwort führt zu einer der sechs Seiten; wer nur feuchte Luft sucht, landet bei der Seite, die Dampf und Aerosol trennt.

Welche Inhalator-Seite passt?

Die erste Antwort jeder Frage ist vorausgewählt.

1. Worum geht es?
2. Wo wird vor allem inhaliert?
3. Für wen ist das Gerät?

Ergebnis

Kompressor-Inhalator

Fünf Geräte für zu Hause an Norm und Gebrauchsanweisung gemessen.

Zum Kompressor-Vergleich

Alle Wege dieses Assistenten im Klartext
  1. Wenn Anliegen: Nur warme, feuchte Luft bei Erkältung und Für wen: Ein Kind, dann Besser ohne Dampf. Die Autoren einer Fallserie zu Verbrühungen raten bei Kindern von Dampfinhalation ab; Wick-Pads mit Menthol erst ab 36 Monaten. Zur Seite über Kochsalzlösung
  2. Wenn Anliegen: Nur warme, feuchte Luft bei Erkältung, dann Kein Vernebler nötig. Für feuchte Luft genügt Dampf; ein Nutzen ist laut Cochrane nicht belegt. Salz kommt mit Dampf nicht an, dafür braucht es einen Vernebler. Was Dampf und Aerosol trennt
  3. Wenn Anliegen: Ein Gerät über die Krankenkasse, dann Inhalator auf Rezept. Verordnung, 28-Tage-Frist, Zuzahlung, Leihgerät und die gelisteten Geräte. Zum Rechtsweg
  4. Wenn Anliegen: Was in den Vernebler darf, dann Inhalieren mit Kochsalzlösung. Was sechzehn Anleitungen zu Kochsalzlösung, Wasser und ätherischen Ölen sagen. Zur Füllung
  5. Wenn Anliegen: Ein vorhandenes Gerät reinigen, dann Inhalator reinigen. Reinigen, desinfizieren, trocknen und die Fristen je Hersteller. Zur Pflege
  6. Wenn Anliegen: Ein Gerät für ein verordnetes Inhalationsmittel kaufen und Für wen: Ein Kind, dann Inhalator für Kinder. Alter laut Anleitung, Maskengrößen, Liegen und Lautstärke bei fünf Kindergeräten. Zu den Kindergeräten
  7. Wenn Anliegen: Ein Gerät für ein verordnetes Inhalationsmittel kaufen und Ort: Unterwegs, auf Reisen, dann Mesh-Vernebler. Fünf tragbare Geräte mit Akku oder Batterien und den Grenzen für Arzneimittel. Zu den Mesh-Geräten
  8. In jedem anderen Fall: Kompressor-Inhalator. Fünf Geräte für zu Hause an Norm und Gebrauchsanweisung gemessen.

Zuordnung nach den Fragen der Seiten dieses Themenbereichs, Stand 05.11.2026.

Vor dem Kauf und danach: die Prüfliste in der Reihenfolge des Vorgangs

Die Liste lässt sich ausdrucken und abhaken. Sie folgt den Schritten dieser Seite und funktioniert auch ohne sie.

  1. Ist ein Inhalationsmittel verordnet oder ärztlich empfohlen? Wenn nein, ist kein Vernebler nötig; ein Nutzen von warmem Dampf bei Erkältung ist laut Cochrane-Review von 2017 nicht belegt.
  2. Mit der Praxis klären, ob das Mittel in die Bronchien oder in Nase und Rachen soll.
  3. In der Gebrauchsanweisung des Wunschgeräts die Zweckbestimmung lesen: untere Atemwege, obere und untere, oder keine Angabe.
  4. Prüfen, ob das verordnete Mittel mit dieser Bauart vernebelt werden darf; Mesh- und Ultraschallgeräte setzen Grenzen bei zähen Mitteln.
  5. Ort festlegen: zu Hause mit Steckdose ein Kompressor, unterwegs ein Mesh-Gerät mit Akku oder Batterien.
  6. Für ein Kind die Altersangabe in der Anleitung und die beiliegende Maskengröße prüfen.
  7. Mundstück im Lieferumfang? Für die unteren Atemwege empfehlen es aponorm und Beurer.
  8. Mit Rezept: bei der Krankenkasse nachfragen, ob ein Rabattvertrag mit einem Hersteller besteht; Zuzahlung ab 18 Jahren 5 bis 10 Euro.
  9. Ersatzvernebler, Filter und Masken: Gibt es sie einzeln, und welche Tauschfrist nennt die Anleitung?
  10. Ist der vorgeschriebene Reinigungsweg zu Hause machbar, etwa Auskochen im Topf oder ein Desinfektionsgerät?
  11. Nur Dampf: Gerät auf eine feste, ebene Fläche, Gesicht nicht auf den Aufsatz, Kinder nie allein inhalieren lassen.

Ist das Gerät da, beginnt die Reihe mit der Anleitung, nicht mit der ersten Sitzung. Mehrere Hersteller verlangen, den Vernebler schon vor dem ersten Gebrauch zu reinigen und zu desinfizieren. Danach kommt die Füllung, die die Praxis festgelegt hat, und das Zubehör, das zur Ebene passt: Mundstück für die Bronchien, Maske nur, wenn es nicht anders geht.

In den ersten zwei Wochen zeigt sich, ob das Gerät passt. Ist es zu laut für das Kind, dauert eine Sitzung zu lange oder bleibt zu viel im Becher, ist das ein Grund, mit Praxis oder Apotheke zu sprechen, solange Rückgabe oder Tausch noch möglich sind. Die Vergleichsseiten nennen für jede Bauart, woran man das merkt.

Auf Dauer zählen die Verschleißteile: Vernebler, Filter und Masken haben feste Fristen. Wer ein Rezept hat, bekommt auch das Verbrauchsmaterial unter Umständen über die Kasse, mit eigener Zuzahlung. Die Seite zur Pflege des Verneblers und den Tauschfristen führt die Fristen aller Hersteller in einer Übersicht.

Was in diesem Themenbereich bewusst fehlt

Keine Therapie. Welches Mittel, in welcher Menge und wie oft inhaliert wird, entscheidet die Praxis; die Seiten hier erklären Geräte und Anleitungen. Auch Dosieraerosole, Pulverinhalatoren und Sprays mit Treibgas kommen nicht vor. Die Atemwegsliga führt sie als eigene Gruppen und zeigt deren Anwendung in Videos.

Ebenso fehlen Geräte für Tiere, Duftvernebler für die Raumluft und Spezialvernebler, die nur für ein einziges Arzneimittel zugelassen sind. Wer im selben Bereich ein anderes Gerät für die Gesundheit zu Hause sucht, findet dort die Übersicht zum Blutdruckmessgerät, aufgebaut nach denselben Regeln: Herstellerunterlagen, Fachgesellschaft, Krankenkasse.

Und keine Luftreiniger. Gegen Auslöser in der Wohnung wirkt ein Inhalator nicht; er bringt ein Mittel in die Atemwege, er filtert keine Luft. Was ein Filtergerät dabei leisten kann, steht auf der Seite Luftreiniger bei Asthma.

Die Nicht-Kauf-Option: Schüssel, Dampfgerät oder geliehener Vernebler

Nichts zu kaufen kostet beim Dampf nichts. Eine Schüssel heißes Wasser und ein Handtuch sind im Haushalt vorhanden. Mehr als das kann auch ein Dampfgerät nicht: Beide liefern Wasserdampf für Nase und Rachen, keines erreicht laut PTAheute die Bronchien, und keines trägt Salz oder ein Medikament dorthin. Der Nutzen bei Erkältung ist nach dem Cochrane-Review offen.

Die Schüssel genügt Erwachsenen, die bei Schnupfen warme, feuchte Luft als angenehm empfinden, ohne verordnetes Mittel. Die eigentliche Gefahr ist das heiße Wasser. Beurer verlangt schon für sein geschlossenes Gerät eine feste, ebene Fläche und aufrechtes Sitzen an einem Tisch statt im Sessel; für eine offene Schüssel gilt das erst recht. Ein geschlossenes Dampfgerät verringert das Spritzen, das Auslaufen beim Umkippen verhindert es nach PTAheute nicht.

Bei Kindern ist die Schüssel die falsche Wahl. In der Fallserie aus Barcelona waren die meisten Kinder, die auf die Intensivstation mussten, jünger als drei Jahre, und der Anlass war meist nur ein leichter Infekt. Wer einem Kind etwas Gutes tun will, lässt den Dampf weg und fragt in der Praxis, ob überhaupt inhaliert werden soll.

Ist ein Inhalationsmittel verordnet, scheidet der Dampf aus, und die Frage ist nur noch, ob man kaufen oder leihen will. Apotheken verleihen Vernebler gegen einen Mietvertrag. APOTHEKE ADHOC beschrieb 2017 den üblichen Ablauf: Kaution, für Vernebler meist 50 Euro, das Zubehörset bleibt beim Kunden, das Gerät geht nach der Rückgabe in Quarantäne und wird vor der nächsten Vermietung gereinigt und geprüft. Bei kurzer Behandlung ist das der günstigere Weg.

Auf Rezept kann auch die Krankenkasse ein Gerät leihweise überlassen. Für eine Behandlung über Monate oder Jahre lohnt dagegen das eigene Gerät, und dann ist der nächste Schritt der Kompressor-Vergleich für zu Hause oder, für unterwegs, die Seite zu den Mesh-Geräten.

Clara Busch

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Clara Busch

Fachredakteurin Familie & Haustiere

Familien-Praxis mit zwei Kindern, Fokus Sicherheit & Kindertauglichkeit

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Aktualisierung und Quellenanzeigen
Veröffentlicht
05.11.2026
Zuletzt aktualisiert
05.11.2026
Verfügbarkeit geprüft
05.11.2026

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Quellen dieser Einordnung

  1. 1. Deutsche Atemwegsliga: Übersicht Medikamentenvernebler untere Atemwege (Stand 23.01.2020)atemwegsliga.de

    29 Geräte von elf Anbietern, 22 Kompressor-, 6 Membran- und 1 Ultraschallvernebler, kein Dampfgerät; darunter Beurer IH 21, IH 26 und IH 55; verordnungsfähig, über Apotheken und Sanitätsfachhandel, Hinweis auf Rabattverträge der Krankenkassen. Seite Feuchtinhalation: Düsen- oder Membranvernebler, Trägerlösung Kochsalzlösung.

  2. 2. Beurer: Gebrauchsanleitung Dampfvernebler SI 31 (Stand 17.10.2025)res.cloudinary.com

    Befeuchtet Raumluft, Haut und obere Atemwege; „Dies ist kein Medizinprodukt.“; nur Wasser, höchstens 40 ml, keine Medikamente, Inhalationsflüssigkeiten oder salzhaltigen Lösungen; Dampf aus kochendem Wasser, ca. 43 °C 2 cm über dem Aufsatz, etwa 15 Minuten Betriebsdauer; Warnung vor Verbrennungen; Kinder über 8 Jahren nur beaufsichtigt oder eingewiesen; Aufsatz jährlich tauschen.

  3. 3. Wick (Kaz Europe): Gebrauchsanleitung Dampfinhalator W1300-DE (Revision 08.06.2016)asset.conrad.com

    Heißes, nicht kochendes Leitungswasser und VapoPads mit Menthol, Eukalyptus- und Zedernblattöl (ab 36 Monaten) oder Eukalyptus-, Rosmarin- und Lavendelöl; Warnhinweise zu Haut- und Augenreizung; spülmaschinenfest; keine Angabe zu Atemwegen oder Teilchengröße.

  4. 4. PTAheute (Martina Schiffter-Weinle): Inhalationsgeräte aus der Apotheke, Teil 1: Dampfinhalatoren (16.10.2017)ptaheute.de

    Tröpfchen der Wasserdampfinhalation größer als 10 µm, nur obere Atemwege; Salze nicht flüchtig, dafür elektrischer Vernebler; Kochtopf kann umkippen, schwere Verbrühungen; geschlossene Geräte verhindern Auslaufen nicht; Kinder nie ohne Aufsicht; Menthol, Kampfer, Minze nicht unter zwei Jahren; bei Asthma keine ätherischen Öle.

  5. 5. Belmonte J. A. u. a.: Severe burns related to steam inhalation therapy (Anales de Pediatría 2015;82(2):95–99)pubmed.ncbi.nlm.nih.gov

    Verbrennungsstation Vall d’Hebron, 2006 bis 2012: 15 Kinder nach Dampfinhalation, 2,8 Prozent der Verbrennungen, Median 7 Jahre, in 60 Prozent mindestens 10 Prozent Körperoberfläche, 8 mit Hauttransplantation, 5 auf der Intensivstation, meist unter 3 Jahren; Anlass meist leichte Infekte der oberen Atemwege.

  6. 6. Singh M. u. a.: Heated, humidified air for the common cold (Cochrane Database of Systematic Reviews 2017, CD001728)doi.org

    Sechs Studien mit 387 Teilnehmenden; Nutzen erwärmter, befeuchteter Luft bei Erkältung unsicher, weder Nutzen noch Schaden belegt, Qualität der Evidenz niedrig.

Was zuletzt geändert wurde

  • 05.11.2026: Ersterstellung — Übersicht des Themenbereichs Inhalator ohne eigene Produktauswahl, in der Reihenfolge der Entscheidung, mit Wegweiser zu allen sechs Seiten; Zweckbestimmung und Teilchengröße aus neunzehn Gebrauchsanweisungen (Kompressor, Mesh, Ultraschall, Dampf) abgeglichen mit der Vernebler-Übersicht der Deutschen Atemwegsliga; Dampfinhalation mit PTAheute, einer Fallserie zu Verbrühungen und einem Cochrane-Review eingeordnet.

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