2,08 bis 3,8 Mikrometer: die Zahl, nach der beim Inhalator kaum jemand fragt
Ein Kompressor erzeugt Druckluft, und der Vernebler macht daraus mit der eingefüllten Flüssigkeit ein Aerosol, so beschreibt es PARI. Wie fein dieser Nebel ist, steht in einer einzigen Zahl: dem MMAD. Die Abkürzung steht für den medianen massenbezogenen aerodynamischen Durchmesser, so definiert PARI sie in seiner Anleitung. Gemeint ist die Tröpfchengröße, bei der die Hälfte der Aerosolmasse in kleineren und die andere Hälfte in größeren Tröpfchen steckt.
Vier der fünf Geräte auf dieser Seite haben einen MMAD in ihrer Gebrauchsanweisung. Er reicht von höchstens 2,08 µm beim aponorm Compact PLUS über 3,07 µm beim Beurer IH 26 und 3,16 µm beim Beurer IH 18 bis 3,8 µm beim PARI BOY Classic. Das fünfte, das Medisana IN 550, nennt in der deutschen Anleitung keinen. Dort steht eine Spanne je Zerstäuberkopf.
Auf den Produktseiten sieht das anders aus. Beworben wird die Verneblungsleistung in Millilitern pro Minute, weil sie verspricht, was Eltern und Erkältete hören wollen: Es geht schnell. Beurer führt den MMAD auf seinen Produktseiten unter „Durchschnittliche Partikelgröße“, Medisana gibt nur an, dass über 60 Prozent der Teilchen 5 µm oder kleiner sind. Allein PARI schreibt den MMAD so auf die Produktseite, wie er in der Anleitung steht.
Warum die Zahl zählt, schreiben die Hersteller selbst. Medisana ordnet in der Anleitung größere Tröpfchen von 4,5 bis 6 µm dem Mund- und Rachenraum zu und kleinere von 3 bis 4 µm den tiefen Lungenbereichen. Beurer schreibt, das Medikament solle bis in die feinen, tief liegenden Bronchien gelangen. Welche Größe für wen richtig ist, entscheidet laut Medisana der Arzt. Diese Seite vergleicht nur, was die Geräte nach ihren Unterlagen liefern.
Wer nicht ein Arzneimittel vernebeln, sondern die Luft im Zimmer feuchter machen will, braucht kein Medizinprodukt. Dafür gibt es eigene Geräte; was sie können, steht in der Übersicht zum Luftbefeuchter. Hier geht es um elektrische Inhaliergeräte mit Kompressor für zu Hause.
DIN EN ISO 27427: was die Norm für Vernebler regelt, und welche Ausgabe gilt
Für Vernebler gibt es eine eigene Norm. Ihr deutscher Titel lautet „Atemtherapiegeräte – Verneblersysteme und deren Bauteile“, ihre Nummer DIN EN ISO 27427. Sie gilt für gasbetriebene Vernebler, also auch für solche mit Kompressor, für elektrische mit Ultraschall oder Membran und für handbetriebene. So beschreibt DIN Media den Anwendungsbereich.
Die Norm hat eine Geschichte, und sie ist für den Vergleich wichtig. Bis Anfang 2020 galt in Deutschland DIN EN 13544-1 in der Ausgabe vom Dezember 2009. Im Februar 2020 ersetzte DIN EN ISO 27427 sie, und im Dezember 2023 kam die nächste Ausgabe. Zu den Hauptänderungen zählt DIN Media ein überarbeitetes Prüfverfahren für Aerosolabgabe und Partikelgröße. Genau die beiden Größen also, um die es hier geht.
Daraus folgt eine unbequeme Einsicht. Ein MMAD aus einer Messung nach EN 13544-1 und einer nach ISO 27427 sind nicht ohne Weiteres vergleichbar, auch wenn beide in Mikrometern dastehen. Dazu kommt die Prüfsubstanz: PARI misst mit 2,0 ml Salbutamol, einem Arzneimittel, Beurer und aponorm mit Natriumfluorid. Und PARI wie Beurer warnen, dass sich die Werte mit einem anderen Medikament, einer Suspension oder einer zähen Lösung verschieben können.
Wie die fünf Unterlagen zu diesem Maßstab stehen: Zwei berufen sich auf die aktuelle Normreihe, PARI auf ISO 27427 und Beurer beim IH 26 ausdrücklich auf die Ausgabe 2023. Das aponorm Compact PLUS nennt EN 13544-1:2009 als Grundlage seiner Aerosolwerte. Das Beurer IH 18 nennt einen Impaktor, aber keine Norm. Medisana führt EN 13544-1:2007 unter „Richtlinien und Normen“, ohne einen Messwert daraus abzuleiten.
Alle vier Messungen beruhen auf dem Atemmuster eines Erwachsenen. PARI schreibt dazu, die Werte wichen deshalb wahrscheinlich von denen ab, die für Kinder oder Kleinkinder ermittelt würden. Ein Normwert ist ein Laborwert, kein Versprechen für den einzelnen Atemzug. Wie das bei einem anderen Medizinprodukt mit Norm aussieht, zeigt der Vergleich der Oberarm-Blutdruckmessgeräte, wo die klinische Validierung nach ISO 81060-2 dieselbe Rolle spielt.
Fünf Kompressor-Vernebler, gelesen an ihren eigenen Unterlagen
Die Tabelle zeigt, was die Anleitungen zur Teilchengröße, zur genormten Aerosolabgabe, zum Restvolumen und zur Lautstärke sagen. Die Spalte „Messgrundlage“ ist die wichtigste, denn ohne sie sind die Zahlen links davon nur halb lesbar.
| Gerät | MMAD laut Anleitung | Messgrundlage | Aerosolabgabe pro Minute | Beworbene Rate | Restvolumen | Lautstärke | Preislage | Kaufen |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 3,8 µm (4,7 bei minimalem, 3,3 bei maximalem Fluss) | ISO 27427, 2,0 ml Salbutamol | 0,16 ml/min | keine Angabe in ml/min | 1,16 ml | 54 dB(A) | oberes Segment | Zum Angebot | |
| 3,07 µm | EN ISO 27427:2023, Natriumfluorid | 0,07 ml/min | ca. 0,35 ml/min | 1,68 ml | ca. 52 dB(A) | unteres Segment | Zum Angebot | |
| höchstens 2,08 µm | EN 13544-1:2009, Natriumfluorid | 0,13 ml/min | mindestens 0,4 ml/min | höchstens 0,5 ml | 51,5 dB(A) | Mittelfeld | Zum Angebot | |
| 3,16 µm | NGI-Impaktor, Natriumfluorid, keine Norm genannt | 0,082 ml/min | ca. 0,4 ml/min | keine Angabe | ca. 52 dB(A) | unteres Segment | Zum Angebot | |
| keine MMAD; 3,5–4,5 µm (blauer Kopf) | keine Messangabe; EN 13544-1:2007 unter „Richtlinien“ | keine Angabe | mindestens 0,2 ml/min | keine Angabe | höchstens 65 dB | Mittelfeld | Zum Angebot |
Hervorgehoben ist der PARI BOY Classic. Er hat nicht den kleinsten MMAD. Er hat die vollständigsten Daten nach dem aktuellen Maßstab, gemessen mit einem Arzneimittel und für drei Betriebspunkte, und er darf ohne Pause laufen. Wer weniger ausgeben will, findet die Auszeichnung für das untere Segment beim Beurer IH 26.
- lungengängig laut PARI und Beurer: unter 5 µm: 0 bis 5 µm
- aponorm Compact PLUS: 2,08 µm — im Korridor, höchstens 2,08, EN 13544-1:2009
- Beurer IH 26: 3,07 µm — im Korridor, EN ISO 27427:2023
- Beurer IH 18: 3,16 µm — im Korridor, keine Norm genannt
- PARI BOY Classic: 3,8 µm — im Korridor, ISO 27427, nominaler Fluss
- Medisana IN 550 (blauer Kopf): 4,5 µm — im Korridor, Spanne 3,5–4,5, keine MMAD
Unsere Empfehlung: PARI BOY Classic, im unteren Segment das Beurer IH 26
Der PARI BOY Classic ist die Empfehlung dieser Seite, und zwar wegen seiner Unterlagen. PARI legt als Einziger offen, wie sich die Teilchengröße mit dem Kompressorfluss verändert: 4,7 µm bei 3 Litern pro Minute, 3,8 µm beim nominalen Fluss des eigenen Kompressors, 3,3 µm bei 6 Litern. Dazu kommen GSD, lungengängiger Anteil, Aerosol-Output, Rate und Restvolumen, alles nach ISO 27427 mit Salbutamol.
Praktisch zählt etwas anderes: Der Kompressor ist für den Dauerbetrieb ausgelegt. Wer zwei Familienmitglieder nacheinander inhalieren lässt oder lange Sitzungen braucht, wartet nicht. Die Anleitung beschreibt die Wiederaufbereitung mit Grenzen je Bauteil, 300 Aufbereitungen oder höchstens ein Jahr für den Vernebler, und nennt für den Kompressor rund 1.000 Betriebsstunden. Die Garantie läuft vier Jahre.
Gegen ihn sprechen der Preis im oberen Segment und das Restvolumen. Von 2 ml Füllung bleiben 1,16 ml im Becher. Das ist kein Mangel des Geräts allein, PARI misst es nur offen; zwei der anderen vier nennen gar keinen Wert.
Im unteren Segment trägt das Beurer IH 26 die Auszeichnung. Es ist das zweite Gerät mit Werten nach der aktuellen Normausgabe, hier EN ISO 27427:2023: 3,07 µm MMAD, 75 Prozent unter 5 µm, eine Aerosolabgaberate von 0,07 ml pro Minute. Dafür muss es nach 30 Minuten 30 Minuten ruhen, und mit 1,68 ml Restvolumen bleibt noch mehr im Becher als beim PARI. Fünf Jahre Garantie gibt Beurer auf der Produktseite an.
Und das aponorm Compact PLUS mit dem kleinsten MMAD? Es liegt in fast jeder Spalte vorn: 2,08 µm, 95,8 Prozent lungengängig, höchstens 0,5 ml Restmenge, 51,5 dB(A). Nur stammen diese Werte aus einer Messung nach einer Norm, die seit 2020 ersetzt ist, und die eigenen Unterlagen widersprechen sich an drei Stellen. Wer auf diese Werte setzt, setzt auf eine ältere Messvorschrift. Bei welcher Veröffentlichung es nach vorn rücken würde, steht am Ende der Seite.
Vernebelungsrate oder Aerosolabgabe: zwei Zahlen, die drei- bis fünfmal auseinanderliegen
Drei der fünf Anleitungen nennen zwei Raten nebeneinander. Die größere heißt Medikamentenfluss oder Verneblungsmenge. Die kleinere heißt Aerosolabgaberate oder Aerosol-Outputrate und ist nach Norm mit einem Atemmuster für Erwachsene gemessen. Was die größere genau misst, erklärt keine der drei.
Die Abstände sind groß. Beim Beurer IH 18 stehen ca. 0,4 ml pro Minute Medikamentenfluss gegen 0,082 ml pro Minute Aerosolabgabe, fast das Fünffache. Beim IH 26 sind es ca. 0,35 gegen 0,07, genau das Fünffache. Beim aponorm Compact PLUS mindestens 0,4 gegen 0,13, gut das Dreifache. PARI nennt die größere Zahl gar nicht, Medisana nur die größere: mindestens 0,2 ml pro Minute.
Das ist keine Täuschung, aber eine Verschiebung. Für den Becher zählt die große Zahl: Sie sagt, wie schnell er sich leert. Für das, was in der Norm-Prüfung als Aerosol beim Atmenden ankommt, zählt die kleine. Beworben wird die große. Wer zwei Geräte nach der Verneblungsleistung auf der Verpackung vergleicht, vergleicht also, wie schnell der Becher leer wird, nicht wie viel Aerosol herauskommt.
Beim PARI lohnt ein zweiter Blick. Die Anleitung gibt die Outputrate auch als Anteil des Füllvolumens an: 8,0 Prozent pro Minute beim nominalen Fluss. Das IH 26 kommt auf 3,27, das aponorm auf 3,5 Prozent. Die Prüfbedingungen sind nicht dieselben, deshalb ist das kein Urteil. Es zeigt aber, wie wenig die beworbenen Milliliter pro Minute über diese Größe verraten.
Wie lange dauert eine Inhalation mit dem Kompressor-Inhalator?
Die einfachste Rechnung teilt die Füllmenge durch die Vernebelungsrate. Mit den Herstellerangaben liegt sie zwischen 0,4 ml pro Minute (Beurer IH 18, aponorm) und mindestens 0,2 ml pro Minute (Medisana). Für 4 ml sind das 10 bis 20 Minuten. aponorm selbst nennt für 2,5 ml Kochsalzlösung unter sieben Minuten, was zur Rechnung passt: 2,5 durch 0,4 ergibt gut sechs.
Wie viel eingefüllt wird, ist keine Gerätefrage. Beurer, aponorm und Medisana verweisen für Menge, Dauer und Häufigkeit auf den Arzt. Beurer schreibt zusätzlich: Liegt die vorgegebene Menge unter 2 ml, wird mit isotonischer Kochsalzlösung auf mindestens 4 ml aufgefüllt, auch hier nach ärztlicher Anweisung. Beendet ist die Sitzung laut Beurer, wenn der Nebel nur noch unregelmäßig austritt oder sich das Geräusch hörbar ändert.
Wie lange läuft eine Sitzung bei Ihrer Füllmenge?
Füllmenge eingeben, die der Arzt vorgegeben hat. Der Rechner teilt sie durch die höchste und die niedrigste Vernebelungsrate, die die fünf Hersteller angeben. Das Restvolumen bleibt dabei unberücksichtigt.
Dauer der Sitzung: 10 bis 20 Minuten
Grundlage: Füllmenge 4 ml.
| Füllmenge (ml) | Dauer der Sitzung (Minuten) | Anmerkung |
|---|---|---|
| 2 bis 4 | 5 bis 20 | Bis 4 ml bleiben alle fünf Geräte innerhalb ihres Betriebszyklus. |
| 4 bis 6 | 10 bis 30 | Ab 4 ml kann es beim Medisana IN 550 über die 20 Minuten gehen, nach denen es 40 Minuten abkühlen muss. |
| 6 bis 8 | 15 bis 40 | Beim Beurer IH 18 ist nach 20 Minuten Pause; IH 26 und aponorm laufen 30 Minuten, nur der PARI BOY Classic unbegrenzt. |
| 8 bis 10 | 20 bis 50 | Über 8 ml fasst nur der Becher des Medisana IN 550; seine Rate von mindestens 0,2 ml pro Minute reicht dann nicht innerhalb von 20 Minuten. |
Vernebelungsraten 0,4 ml/min (Beurer IH 18, aponorm Compact PLUS) und mindestens 0,2 ml/min (Medisana IN 550) laut Gebrauchsanweisung; Füllmengen und Betriebszyklen ebenda, Stand 05.11.2026.
Die Rechnung ist eine Obergrenze für die Geschwindigkeit, keine Messung. PARI nennt keine Rate in Millilitern pro Minute und fehlt deshalb darin. Wer die Sitzung über die Maske statt das Mundstück macht, braucht nach Beurer länger, weil durch die Maskenlöcher Raumluft beigemischt wird.
Die fünf Geräte im Einzelnen
Je Gerät: was es nach der Anleitung ist, was beim Abgleich der Unterlagen übrig bleibt, für wen es nicht passt und wer dahintersteht.
PARI BOY Classic
PARI BOY Classic, Kompressor Typ 130 mit Vernebler PARI LC SPRINT (Typ 023) und Maske soft · oberes Segment · Quelle: PARI-Gebrauchsanweisung 130D2220-E 2026-01 und Produktseite
Der PARI BOY Classic ist ein Kompressor mit 1,6 bar und 5,0 Litern Luft pro Minute, dazu der Vernebler LC SPRINT mit blauem Düsenaufsatz. Er ist das einzige der fünf Geräte, das die Anleitung für den Dauerbetrieb zulässt. PARI misst die Aerosolwerte nach ISO 27427 mit Salbutamol, also mit einem Arzneimittel statt mit Natriumfluorid, und gibt sie für drei Kompressorflüsse an: Beim nominalen Fluss sind es 3,8 µm MMAD, 61,9 Prozent unter 5 µm und 0,16 ml Aerosol pro Minute. Der Vernebler hat das PIF-Control-System, das zu langsamem Einatmen anleiten soll.
PARI schreibt den MMAD als Einziger auch auf die Produktseite. Was fehlt, ist eine Vernebelungsrate in Millilitern pro Minute, wie sie die anderen vier bewerben; stattdessen nennt die Anleitung 8,0 Prozent des Füllvolumens pro Minute und die Produktseite eine Abgaberate des lungengängigen Anteils von 99 Mikrolitern pro Minute. Die Restmenge ist hoch: Bei 2 ml Füllung bleiben 1,16 ml im Vernebler. Laut Anleitung ist das System für Erwachsene und Kinder ab vier Jahren bestimmt.
Spricht dafür: Aerosolwerte nach ISO 27427 mit Salbutamol, für drei Kompressorflüsse; einziges Gerät mit Dauerbetrieb; MMAD auch auf der Produktseite genannt; Wiederaufbereitung mit Grenzen je Bauteil beschrieben; Lebensdauer des Kompressors mit 1.000 Stunden angegeben.
Spricht dagegen: oberes Segment; hohes Restvolumen von 1,16 ml bei 2 ml Füllung; keine Vernebelungsrate in ml/min; laut Anleitung erst ab vier Jahren.
Nicht das richtige Gerät für: Wer für ein Kind unter vier Jahren ein Gerät sucht oder nur gelegentlich Kochsalzlösung vernebelt und das obere Segment nicht ausgeben will.
- Betrieb:
- Dauerbetrieb
- Füllmenge:
- 2–8 ml
- Vernebler tauschen:
- 300 Aufbereitungen, höchstens 1 Jahr
- Luftfilter tauschen:
- nach 200 Betriebsstunden (ca. 1 Jahr)
- Firma:
- PARI GmbH, Spezialisten für effektive Inhalation (Registergericht München, HRB 66 609)
- Sitz:
- Moosstraße 3, 82319 Starnberg, laut Impressum und Anleitung
- Gegründet:
- 1906 in Wuppertal, laut PARI-Pressetext „About PARI“
- Kundendienst:
- Service Center +49 8151 279 279 laut Kontaktseite und Anleitung, E-Mail info@pari.de
- Erreichbarkeit:
- Nicht genannt; geprüft wurden Kontaktseite, Impressum und Anleitung
- Garantie:
- 4 Jahre auf den Kompressor ab Kaufdatum laut Anleitung; den Abwicklungsweg beschreibt die Anleitung nicht, sie verweist auf die Garantiebedingungen auf pari.com
- Normen:
- Aerosoldaten nach ISO 27427; elektrische Sicherheit nach IEC/EN 60601-1; Medizinprodukt mit UDI laut Symbolverzeichnis
- Herkunft:
- Nicht genannt; die Anleitung nennt PARI GmbH in Starnberg als Hersteller, ein Produktionsland steht weder dort noch auf der Produktseite
- Gewicht:
- 1,7 kg (Kompressor) laut Anleitung
- Markteinführung:
- Nicht genannt; geprüft wurden Produktseite und Anleitung, deren aktuelle Ausgabe vom Januar 2026 stammt
Beurer IH 26
Beurer IH 26, Kompressor-Inhalator mit Nasendusche (Typ IH 25/2) · unteres Segment · Quelle: Beurer-Gebrauchsanweisung (Stand 28.08.2024) und Produktseite
Das IH 26 ist ein Kompressor mit 0,5 bis 1,45 bar Arbeitsdruck und einem Vernebler für 2 bis 8 ml. Beurer gibt die Aerosolwerte nach der jüngsten Normausgabe EN ISO 27427:2023 an, gemessen mit Natriumfluorid und dem Atemmuster für Erwachsene: 3,07 µm MMAD, eine geometrische Standardabweichung von 2,03 und 75 Prozent lungengängiger Anteil unter 5 µm. Dazu kommt eine Nasendusche für bis zu 10 ml, die laut Anleitung nur mit isotonischer Kochsalzlösung betrieben werden darf.
Das Restvolumen ist mit 1,68 ml das höchste, das eine der fünf Anleitungen nennt. Die Produktseite nennt den MMAD „Durchschnittliche Partikelgröße“; ein Median ist aber kein Durchschnitt. Beim Gewicht widersprechen sich die Unterlagen: 1,4 kg in der Anleitung, 1,61 kg ohne Verpackung auf der Produktseite. Die Lebensdauer verweist die Anleitung auf die Homepage, die Garantie auf ein beiliegendes Faltblatt.
Spricht dafür: Aerosolwerte nach EN ISO 27427:2023; lungengängiger Anteil und GSD angegeben; Nasendusche im Lieferumfang; 5 Jahre Garantie laut Produktseite; unteres Segment.
Spricht dagegen: höchstes Restvolumen im Feld: 1,68 ml; nach 30 Minuten 30 Minuten Pause; Gewicht in Anleitung und Produktseite verschieden; Produktseite nennt den MMAD „Durchschnittliche Partikelgröße“.
Nicht das richtige Gerät für: Wer den Kompressor länger als 30 Minuten am Stück braucht, etwa für mehrere Personen nacheinander, oder ein besonders kleines Restvolumen will.
- Betrieb:
- 30 min an, 30 min Pause
- Füllmenge:
- 2–8 ml
- Vernebler tauschen:
- spätestens nach 1 Jahr
- Luftfilter tauschen:
- nach etwa 200 Betriebsstunden bzw. 1 Jahr
- Firma:
- Beurer GmbH, Familienunternehmen (Amtsgericht Ulm, HRB 722213)
- Sitz:
- Söflinger Straße 218, 89077 Ulm, laut Impressum
- Gegründet:
- 1919 in Ulm, laut Faktenseite des Unternehmens
- Kundendienst:
- Servicecenter +49 731 3989-144 laut Beurer-Gebrauchsanweisung des IH 18; die Kontaktseite bietet ein Formular
- Erreichbarkeit:
- Nicht genannt; geprüft wurden Impressum, Anleitung und Produktseite
- Garantie:
- 5 Jahre laut Produktseite; die Bedingungen stehen im beiliegenden Garantie-Faltblatt, das online nicht ausgewertet werden konnte
- Normen:
- Aerosolwerte nach EN ISO 27427:2023 laut Anleitung; weitere Normangaben nicht ausgewertet
- Herkunft:
- Nicht genannt; geprüft wurden Anleitung und Produktseite
- Gewicht:
- 1,4 kg laut Anleitung, 1,61 kg ohne Verpackung laut Produktseite
- Markteinführung:
- Nicht genannt; geprüft wurden Produktseite und Anleitung; das Datenblatt auf der Produktseite trägt im Dateinamen das Datum 25.01.2019
aponorm Compact PLUS
aponorm Inhalationsgerät Compact PLUS (Microlife-Artikelnummer NEB 210) · Mittelfeld · Quelle: aponorm-Gebrauchsanweisung (Revision 30.06.2025) und Produktdatenblatt
Das Compact PLUS vertreibt WEPA Apothekenbedarf unter der Apothekenmarke aponorm; in den technischen Daten steht die Microlife-Artikelnummer NEB 210. Es hat den kleinsten MMAD im Feld, höchstens 2,08 µm, mit 95,8 Prozent der Teilchen zwischen 0,5 und 5 µm, und das kleinste Restvolumen, höchstens 0,5 ml. Mit 51,5 dB(A) ist es auch das leiseste der fünf. Für 2,5 ml Kochsalzlösung nennt aponorm unter sieben Minuten.
Die Aerosolwerte stammen aus einer Messung nach EN 13544-1:2009, einer Norm, die in Deutschland seit Februar 2020 durch DIN EN ISO 27427 ersetzt ist. Die Unterlagen widersprechen sich an drei Stellen: Die Anleitung schreibt „≤ 2,08 µm“, Titelblatt und Datenblatt „2,08 µm“; den Luftstrom gibt die Anleitung mit 5 bis 8, das Datenblatt mit maximal 15 Litern pro Minute an; das Netzkabel ist einmal 1,5, einmal 1,8 Meter lang. Als Hersteller nennt die Rückseite der Anleitung Shenzhen Bi-rich Medical Devices in China.
Spricht dafür: kleinster MMAD im Feld, höchstens 2,08 µm; kleinstes Restvolumen, höchstens 0,5 ml; leisestes Gerät, 51,5 dB(A); 5 Jahre Garantie; Hilfsmittelnummer im Datenblatt genannt.
Spricht dagegen: Messung nach der ersetzten EN 13544-1:2009; Anleitung und Datenblatt widersprechen sich dreimal; Kundendienst nur über Kontaktformular; nach 30 Minuten 30 Minuten Pause.
Nicht das richtige Gerät für: Wer Messwerte nach der aktuellen Norm erwartet oder Wert auf einen Hersteller mit eigenem telefonischen Kundendienst für das Gerät legt.
- Betrieb:
- 30 min an, 30 min Pause
- Füllmenge:
- 2–8 ml
- Vernebler tauschen:
- nach 6 bis 12 Monaten
- Luftfilter tauschen:
- nach etwa 200 Betriebsstunden oder 1 Jahr
- Firma:
- WEPA Apothekenbedarf GmbH & Co. KG als Importeur und Garantiegeber; Hersteller laut Anleitung Shenzhen Bi-rich Medical Devices Co., Ltd.
- Sitz:
- Am Fichtenstrauch 6-10, 56204 Hillscheid (Registergericht Montabaur, HRA 3216); Hersteller in Shenzhen, China
- Gegründet:
- Im Impressum nicht genannt; ein Unternehmensporträt bei wirtschaftsforum.de nennt 1883 für WEPA
- Kundendienst:
- Zentrale +49 2624 107-0 laut Impressum; die Kundendienstseite von aponorm bietet nur ein Kontaktformular
- Erreichbarkeit:
- Nicht genannt; geprüft wurden Impressum, Kundendienstseite und Anleitung
- Garantie:
- 5 Jahre ab Kaufdatum für in Deutschland gekaufte Geräte; Einsendung an WEPA mit Kaufbeleg oder Garantiekarte, Transportkosten der Einsendung trägt der Kunde, Verschleißteile und Zubehör ausgenommen
- Normen:
- EN 13544-1, EN 60601-1, EN 60601-1-6, IEC 60601-1-11 und IP21 laut Anleitung; Hilfsmittel-Nr. laut Datenblatt 14.24.01.0900, im Hilfsmittelverzeichnis gelistet unter 14.24.01.0180
- Herkunft:
- China (Shenzhen Bi-rich Medical Devices) laut Rückseite der Anleitung; EU-Bevollmächtigter SUNGO Europe B.V., Niederlande
- Gewicht:
- ca. 1.200 g laut Anleitung
- Markteinführung:
- Nicht genannt; die Garantiebedingungen tragen den Stand 04/2022, die Anleitung die Revision vom 30.06.2025
Beurer IH 18
Beurer IH 18, Kompressor-Inhalator (Typ IH 18/1) · unteres Segment · Quelle: Beurer-Gebrauchsanweisung (Stand 17.09.2025) und Produktseite
Das IH 18 ist das kleinste und leichteste Gerät der Auswahl: 160 × 155 × 90 Millimeter, 1,3 kg laut Anleitung. Der Arbeitsdruck liegt bei 0,8 bis 1,45 bar, der Vernebler fasst 2 bis 8 ml. Beurer nennt 3,16 µm MMAD und eine Aerosolabgaberate von 0,082 ml pro Minute, gemessen mit Natriumfluorid in einem Next Generation Impactor. Nach 20 Minuten muss das Gerät 40 Minuten pausieren.
Eine Norm nennt Beurer für diese Messung nicht, anders als beim IH 26. Auch einen lungengängigen Anteil und ein Restvolumen gibt die Anleitung nicht an. Den Medikamentenfluss beziffert sie mit ca. 0,4 ml pro Minute, die Produktseite mit ca. 0,35; beim Gewicht steht 1,3 kg in der Anleitung und 1,4 kg auf der Produktseite. Kindermaske ab zwei Jahren liegt bei, eine Babymaske gibt es als Zubehör.
Spricht dafür: kleinstes und leichtestes Gerät, 1,3 kg; MMAD und Aerosolabgaberate genannt; 5 Jahre Garantie; Luftfilter erst nach etwa 500 Betriebsstunden; unteres Segment.
Spricht dagegen: keine Norm für die Aerosolmessung genannt; nur 20 Minuten am Stück, dann 40 Minuten Pause; kein Restvolumen und kein lungengängiger Anteil angegeben; Rate und Gewicht weichen zwischen Anleitung und Produktseite ab.
Nicht das richtige Gerät für: Wer lange Sitzungen mit großer Füllmenge plant, denn nach 20 Minuten ist Schluss, oder wer Messwerte nach einer genannten Norm will.
- Betrieb:
- 20 min an, 40 min Pause
- Füllmenge:
- 2–8 ml
- Vernebler tauschen:
- nach 1 Jahr
- Luftfilter tauschen:
- nach etwa 500 Betriebsstunden bzw. 1 Jahr
- Firma:
- Beurer GmbH, Familienunternehmen (Amtsgericht Ulm, HRB 722213)
- Sitz:
- Söflinger Straße 218, 89077 Ulm, laut Anleitung
- Gegründet:
- 1919 in Ulm, laut Faktenseite des Unternehmens
- Kundendienst:
- Servicecenter +49 731 3989-144 laut Anleitung
- Erreichbarkeit:
- Nicht genannt; geprüft wurden Anleitung, Impressum und Produktseite
- Garantie:
- 5 Jahre weltweit ab Kauf laut Anleitung; zuerst den Beurer-Kundenservice kontaktieren, Rechnungskopie oder Kaufquittung nötig
- Normen:
- EN 60601-1 und EN 60601-1-2 laut Anleitung; für die Aerosolwerte keine Norm genannt
- Herkunft:
- Nicht genannt; geprüft wurden Anleitung und Produktseite
- Gewicht:
- 1,3 kg laut Anleitung, 1,4 kg ohne Verpackung laut Produktseite
- Markteinführung:
- Nicht genannt; die älteste gefundene Ausgabe der Anleitung trägt im Dateinamen das Datum 22.10.2020
Medisana IN 550
Medisana IN 550 Inhalator mit drei Zerstäuberköpfen (Artikel 54530, Modell NB-210C) · Mittelfeld · Quelle: Medisana-Gebrauchsanweisung Ver. 3.8 (18.02.2025) und Produktseite
Das IN 550 kommt mit drei Zerstäuberköpfen: rot für 4,5 bis 6,0 µm, laut Anleitung für Mund und Rachen; blau für 3,5 bis 4,5 µm, für Atemwege und obere Lunge; gelb für 3,0 bis 4,0 µm, für tiefe Lungenbereiche. Welcher Kopf passt, soll laut Anleitung der Arzt sagen. Der Becher fasst bis 10 ml, mehr als bei den anderen vier. Ein Zubehörfach sitzt im Gehäuse, der Schlauch ist 2 Meter lang.
Eine MMAD nennt die deutsche Fassung der Anleitung nicht, nur die Spanne je Kopf. Die italienische Fassung derselben Anleitung schreibt vor dieselbe Zeile „MMAD“. Eine Aerosolabgaberate, ein Restvolumen und ein Messverfahren fehlen; die Produktseite nennt stattdessen „Partikelgröße über 60 Prozent unter oder gleich 5 µm“. Mit höchstens 65 dB ist es das lauteste Gerät, und die Verneblereinheit hat die kürzeste Lebensdauer: 100 Tage.
Spricht dafür: drei Zerstäuberköpfe für verschiedene Teilchengrößen; größte Füllmenge, bis 10 ml; Zubehörfach im Gehäuse; Lebensdauer jedes Zubehörteils einzeln angegeben; Nasenadapter für Erwachsene und Kinder.
Spricht dagegen: keine MMAD in der deutschen Anleitung; lautestes Gerät, bis 65 dB; Verneblereinheit nach 100 Tagen, Filter alle 60 Tage; nur 3 Jahre Garantie.
Nicht das richtige Gerät für: Wer Teilchengrößen nach Norm vergleichen will, wer einen leisen Kompressor braucht oder Verschleißteile nicht alle 100 Tage nachkaufen möchte.
- Betrieb:
- höchstens 20 min, dann 40 min abkühlen
- Füllmenge:
- 2–10 ml
- Vernebler tauschen:
- nach 100 Tagen
- Luftfilter tauschen:
- spätestens alle 60 Tage
- Firma:
- medisana GmbH als Vertreiber (Amtsgericht Neuss, HRB 16348); Hersteller laut Anleitung HONSUN (Nantong) Co., Ltd.
- Sitz:
- Carl-Schurz-Straße 2, 41460 Neuss; Hersteller in Nantong, China
- Gegründet:
- Nicht sicher belegt; Impressum ohne Angabe, nur ein Suchauszug der Unternehmensseite nennt 1981
- Kundendienst:
- Service Center +49 2131 40588-0, servicecenter@medisana.de, laut Serviceseite
- Erreichbarkeit:
- Nicht genannt; geprüft wurden Serviceseite, Impressum und Anleitung
- Garantie:
- 3 Jahre ab Verkaufsdatum laut Anleitung; über das Fachgeschäft oder direkt an die Servicestelle mit Kaufquittung, Verschleißteile ausgenommen
- Normen:
- MDR (EU) 2017/745, EN 13544-1:2007 und EN 60601-1-2 laut Anleitung; CE 0123
- Herkunft:
- China (HONSUN, Nantong) laut Anleitung; EU-Bevollmächtigter in Hamburg
- Gewicht:
- ca. 2,0 kg laut Anleitung
- Markteinführung:
- Nicht genannt; geprüft wurden Produktseite und Anleitung (Ver. 3.8 vom 18.02.2025)
Restvolumen: was nach der Sitzung im Becher bleibt
Jeder Düsenvernebler hört irgendwann auf, obwohl noch Flüssigkeit im Becher ist. Beurer nennt das in den Fragen am Ende der Anleitung „technisch bedingt und normal“. Wie viel übrig bleibt, beziffern drei der fünf Hersteller.
Die Spanne ist breit. Beim aponorm Compact PLUS sind es höchstens 0,5 ml. Beim PARI BOY Classic 1,16 ml beim nominalen und 1,10 ml beim maximalen Fluss, gravimetrisch bestimmt, also durch Wiegen. Beim Beurer IH 26 sind es 1,68 ml. Das Beurer IH 18 und das Medisana IN 550 nennen keinen Wert.
Für die Praxis entscheidet die Füllmenge, wie stark das ins Gewicht fällt. PARI hat mit 2,0 ml gemessen; davon kamen nach Norm 0,41 ml als Aerosol heraus, und 1,16 ml blieben zurück. Bei 4 oder 6 ml ist der Anteil des Rests kleiner, weil er ungefähr gleich bleibt. Ob der Arzt deshalb verdünnen lässt, ist seine Entscheidung; Beurer beschreibt die Verdünnung auf mindestens 4 ml für kleine Mengen ausdrücklich als Weg.
Das Restvolumen erklärt auch eine häufige Beobachtung: Der Becher ist nach der Sitzung nicht leer. Wer das für einen Defekt hält und weiterlaufen lässt, bekommt laut Beurer kaum noch Aerosol, sondern nur ein verändertes Geräusch. Der Rest wird verworfen und der Vernebler gereinigt.
Wie laut ist ein Inhaliergerät? 51,5 bis 65 Dezibel
Ein Kompressor brummt. Wie stark, steht in allen fünf Anleitungen, nur nicht in derselben Form. aponorm nennt 51,5 dBA, Beurer für beide Geräte ca. 52 dBA, PARI 54 dB(A) als Schalldruckpegel. Medisana schreibt höchstens 65 dB, ohne die A-Bewertung. Auf den Produktseiten von Beurer stehen zusätzlich 58 dB(A) als maximale Lautstärke neben den 52 als nominaler.
Die Werte als Liste
- aponorm Compact PLUS: 51,5 dB(A) dB
- Beurer IH 26: ca. 52 dB(A) dB
- Beurer IH 18: ca. 52 dB(A) dB
- PARI BOY Classic: 54 dB(A) dB
- Medisana IN 550: höchstens 65 dB dB
Zwischen 51,5 und 54 dB(A) liegen die vier leisesten Geräte dicht beieinander; der Unterschied ist kleiner als der zwischen nominaler und maximaler Angabe bei Beurer. Deutlich heraus fällt nur das Medisana IN 550 mit bis zu 65 dB. Alle Werte sind Herstellerangaben, keine Vergleichsmessung unter gleichen Bedingungen.
Bei Kindern ist das Geräusch oft die eigentliche Hürde. Den Gedanken, einfach im Schlaf zu inhalieren, verwirft Beurer allerdings selbst: Eine Verneblung neben schlafenden Personen sei wenig sinnvoll, weil dabei nicht genügend Medikament in die Lunge gelange. Wer Gerätegeräusche im Schlafzimmer allgemein einordnen will, findet Herstellerwerte bei den leisen Ventilatoren fürs Schlafzimmer.
Und für die Luft im Kinderzimmer selbst ist ein Inhalator das falsche Gerät. Dafür gibt es Luftreiniger mit eigenen Lautstärkestufen, wie der Vergleich Luftreiniger fürs Kinderzimmer zeigt. Der Inhalator läuft nur während der Sitzung.
20 Minuten, 30 Minuten oder Dauerbetrieb: wie lange der Kompressor laufen darf
Ein Kompressor wird warm. Darum geben vier der fünf Hersteller einen Betriebszyklus vor. Beim Beurer IH 18 sind es 20 Minuten Betrieb und 40 Minuten Pause. Medisana erlaubt höchstens 20 Minuten je Anwendung und verlangt danach mindestens 40 Minuten Abkühlen. Beim Beurer IH 26 und beim aponorm Compact PLUS sind es 30 Minuten an, 30 Minuten aus. Der PARI BOY Classic ist laut Anleitung für den Dauerbetrieb klassifiziert.
Für eine Person mit einer kurzen Sitzung ist das gleichgültig. Spürbar wird es, wenn zwei Personen nacheinander inhalieren, etwa zwei erkältete Kinder am Abend. Mit dem IH 18 oder dem Medisana heißt das: erstes Kind, dann eine Stunde Pause, oder genau rechnen. Mit dem PARI geht es direkt weiter, mit eigenem Zubehör für jede Person, wie Beurer und aponorm ausdrücklich verlangen.
Der Zyklus erklärt auch eine Suchanfrage, die oft gestellt wird: „Inhaliergerät geht immer aus“. aponorm schreibt dazu, das Gerät könne sich bei Überhitzung automatisch abschalten; dann warten, bis es abgekühlt ist, und die Lüftungsschlitze freihalten. Beurer und aponorm verbieten, das Gerät während des Betriebs abzudecken.
Kompressor oder Ultraschall: was die Druckluft anders macht
Neben Kompressorgeräten gibt es Vernebler, die mit Ultraschall oder einer schwingenden Membran arbeiten. Die Norm ISO 27427 erfasst alle drei Bauarten. Der Kompressor-Vernebler, auch Düsen- oder Jet-Vernebler genannt, braucht Druckluft: zwischen 0,5 und 2,41 bar laut den fünf Anleitungen, bei 3 bis 8 Litern pro Minute, soweit angegeben. Das erklärt Gewicht und Geräusch: 1,2 bis 2,0 kg und mehr als 50 dB.
Der Vorteil der Druckluft steht nicht in einer Zahl, sondern in den Freigaben. aponorm schreibt im Datenblatt, das Compact PLUS vernebele alle gängigen Inhalationslösungen, auch Kortikosteroide. Beurer verweist darauf, im Beipackzettel des Arzneimittels nach Gegenanzeigen für die üblichen Aerosol-Therapiesysteme zu sehen. Ob ein bestimmtes Arzneimittel für eine bestimmte Bauart geeignet ist, steht im Beipackzettel, nicht in der Gerätewerbung.
Der Nachteil liegt auf der Hand: Steckdose, Schlauch, Gewicht. Keines der fünf Geräte hat einen Akku. Wer unterwegs inhalieren muss, ist mit einem Kompressor schlecht bedient; Membranvernebler mit Akku behandelt eine eigene Seite dieses Clusters.
Mundstück oder Maske: was die Anleitungen dazu schreiben
Beurer ist hier am deutlichsten. Die Inhalation mit dem Mundstück sei die wirksamste Form, die Maske werde nur empfohlen, wenn ein Mundstück nicht möglich ist, etwa bei kleinen Kindern. Durch die Maskenlöcher atme man pro Atemzug weniger Medikament ein, weil sich das Aerosol mit Raumluft mischt. Die Sitzung dauert dann länger.
Medisana unterscheidet nach dem Ziel: Mundstück für die Lunge, Maske oder Nasenadapter für den Nasen-Rachen-Raum, und bei Maske oder Nasenadapter bleibe mehr Aerosol im Gesicht hängen. PARI liefert zur Maske soft für Mund und Nase einen Vernebler mit PIF-Control, der zu langsamem, kontrolliertem Einatmen anleiten soll. Die Atmung, nicht nur das Gerät, entscheidet also mit.
Bei den Altersangaben gehen die Unterlagen auseinander. Beurer legt beim IH 18 und IH 26 eine Kindermaske ab zwei Jahren bei, eine Babymaske für null bis drei Jahre gibt es extra. aponorm legt eine Kindermaske ab etwa drei Jahren bei und bietet Silikonmasken in drei Größen als Zubehör. PARI nennt das System in der Anleitung für Erwachsene und Kinder ab vier Jahren. Welche Maske für welches Kind, dazu folgt eine eigene Seite.
Was nicht in den Vernebler gehört: ätherische Öle, Hustensaft, Leitungswasser
Die Frage taucht in den Suchvorschlägen in mehreren Varianten auf, etwa „Inhalator ätherische Öle“. Die Anleitungen zum Beurer IH 18 und zum aponorm Compact PLUS beantworten sie ausdrücklich, und beide mit Nein. Beurer nennt ätherische Heilpflanzenöle, Hustensäfte, Gurgellösungen, Tropfen zum Einreiben und Zusätze für Dampfbäder grundsätzlich ungeeignet. Bei überempfindlichen Bronchien könnten Mittel mit ätherischen Ölen einen akuten Bronchospasmus auslösen.
aponorm führt dieselbe Gruppe unter Kontraindikationen auf und ergänzt Fette, Kräuter, Säfte und Ester. Die Begründung ist bei beiden auch technisch: Diese Stoffe sind oft zähflüssig und stören die Verneblung. Medisana und PARI sagen allgemeiner, es dürften nur für die Verneblung zugelassene oder vom Arzt vorgegebene Lösungen verwendet werden.
Beim Wasser ist Beurer genau: Neben Arzneimitteln nur destilliertes Wasser oder Kochsalzlösung, andere Flüssigkeiten könnten Inhalator oder Vernebler beschädigen. Welche Wasserarten es gibt und worin sie sich unterscheiden, beschreibt der Ratgeber welches Wasser in den Luftbefeuchter; für den Vernebler gilt die Anleitung.
Vernebler und Luftfilter wechseln: von 60 Tagen bis zu einem Jahr
Der Vernebler ist ein Verschleißteil. Beurer erklärt in der Anleitung zum IH 18, warum: Die Düsenbohrung darf einen bestimmten Durchmesser nicht überschreiten, sonst ändert sich das Teilchenspektrum, und der Kunststoff nutzt sich durch Reinigung und Hitze ab. Ein alter Vernebler liefert also womöglich nicht mehr den MMAD aus der Anleitung.
Die Intervalle unterscheiden sich um den Faktor drei bis vier. Medisana gibt der Verneblereinheit 100 Tage, das Mundstück drei Monate, Maske und Schlauch ein Jahr. aponorm empfiehlt den Tausch je nach Gebrauch nach 6 bis 12 Monaten. Beurer nennt für beide Geräte ein Jahr. PARI rechnet in Aufbereitungen: 300 Desinfektionen, höchstens ein Jahr.
Beim Luftfilter im Kompressor ist die Spanne noch größer. Medisana verlangt den Wechsel spätestens alle 60 Tage. PARI, aponorm und Beurer beim IH 26 nennen etwa 200 Betriebsstunden oder ein Jahr, Beurer beim IH 18 etwa 500 Betriebsstunden oder ein Jahr. PARI, Beurer und aponorm verlangen, den Filter nach 10 bis 12 Anwendungen anzusehen und bei Verfärbung oder Feuchtigkeit sofort zu tauschen. Gereinigt wird er nach keiner der Anleitungen, die das ansprechen.
Hygiene ist bei allen wasserführenden Geräten das Dauerthema. Die Reinigung und Desinfektion des Verneblers nach Anleitung bekommt eine eigene Seite in diesem Cluster; wie es bei einem anderen Gerät mit stehendem Wasser aussieht, zeigt Luftbefeuchter reinigen.
Inhaliergerät dampft nicht mehr: was zuerst zu prüfen ist
Die meisten Störungen haben in den Anleitungen dieselben Ursachen. Die Tabelle fasst zusammen, was Beurer, aponorm und Medisana in ihren Fehlerkapiteln nennen, in der Reihenfolge, in der es sich am schnellsten prüfen lässt.
| Was Sie bemerken | Wahrscheinliche Ursache laut Anleitung | Was zuerst zu tun ist |
|---|---|---|
| Kein oder zu wenig Nebel | Zu viel oder zu wenig Flüssigkeit (Beurer, aponorm: 2 bis 8 ml; Medisana: 2 bis 10 ml) | Füllmenge prüfen, Vernebler senkrecht halten |
| Nebel kommt nur schwach | Düse verstopft, Schlauch geknickt, Filter verstopft | Düse ausspülen, Schlauch an beiden Enden prüfen, Filter ansehen |
| Gar keine Verneblung (Medisana) | Zerstäuberkopf fehlt | Verneblerset vollständig zusammensetzen |
| Gerät schaltet sich ab oder startet nicht | Betriebszyklus überschritten, Überhitzung (aponorm) | Abkühlen lassen, Lüftungsschlitze freihalten |
| Rest bleibt im Becher | Technisch bedingt (Beurer) | Bei verändertem Geräusch beenden, Rest verwerfen |
| Feuchtigkeit im Schlauch | Kondensat nach der Sitzung | Schlauch vom Vernebler lösen, Kompressor kurz ohne Vernebler laufen lassen (Medisana, aponorm) |
Hilft das nicht, schreibt Beurer ausdrücklich: Das Gerät nicht selbst öffnen, sondern den Kundendienst ansprechen. Medisana beschreibt als Einziger, wie die beiden Sicherungen im Kompressor getauscht werden, und nennt den Typ: T1AL, 250 Volt; bei Beurer darf das nur autorisiertes Fachpersonal.
Stromverbrauch und Betriebskosten eines Inhaliergeräts
Der Strom ist der kleinste Posten. Die Anleitungen nennen die Aufnahme meist als Scheinleistung in Voltampere oder als Strom in Ampere; die tatsächliche Wirkleistung ist kleiner oder gleich. Wer mit der Scheinleistung rechnet, rechnet also mit einer Obergrenze. Beurer nennt für beide Geräte 230 VA, PARI 0,95 A bei 230 Volt, rund 219 VA, aponorm höchstens 700 mA, rund 161 VA, Medisana 0,6 A, rund 138 VA. Auf der Medisana-Produktseite stehen 60 Watt.
Musterrechnung. Annahme: zwei Sitzungen am Tag zu je zehn Minuten, ein Jahr lang, also 730 Sitzungen. Strompreis 37,3 Cent je Kilowattstunde laut BDEW-Strompreisanalyse Herbst 2026. Mit 230 VA sind das je Sitzung höchstens 38 Wattstunden, 1,4 Cent, und im Jahr höchstens 28 Kilowattstunden, rund 10,40 Euro. Mit PARIs 219 VA sind es höchstens 9,90 Euro, mit aponorms 161 VA 7,30 Euro, mit Medisanas 60 Watt von der Produktseite 2,70 Euro.
Mehr Gewicht haben die Verschleißteile, auch wenn diese Seite keine Preise nennt. Gezählt in Teilen pro Jahr: Beim Medisana IN 550 sind es drei bis vier Verneblereinheiten, vier Mundstücke und sechs Luftfilter. Bei Beurer und PARI ein Vernebler und ein Filter, bei aponorm ein bis zwei Vernebler. PARI und Beurer bündeln Vernebler, Schlauch und Filter in Jahrespaketen, den Year Packs, bei Beurer mit Masken.
Für das Auskochen der Einzelteile, das PARI und Beurer als Desinfektion beschreiben, kommt Energie für den Topf dazu. Was das Erhitzen von Wasser kostet, rechnet der Ratgeber Stromverbrauch des Wasserkochers vor. Gegenüber den Ersatzteilen fällt das kaum ins Gewicht.
Garantie, Lebensdauer und wer die Geräte eigentlich herstellt
Auf dem Karton steht eine deutsche Marke, in der Anleitung steht manchmal ein anderer Hersteller. Beim Medisana IN 550 nennt die Anleitung HONSUN (Nantong) in China als Hersteller und das Modell NB-210C; medisana in Neuss ist Vertreiber. Beim aponorm Compact PLUS nennt die Anleitung Shenzhen Bi-rich Medical Devices als Hersteller, WEPA in Hillscheid als Importeur, und in den technischen Daten steht die Microlife-Artikelnummer NEB 210.
PARI und Beurer nennen sich selbst als Hersteller, ein Produktionsland steht bei beiden nicht in der Anleitung. Für das Beurer IH 26 führt die Anleitung den Typ „IH 25/2“. Beurer und Medisana sind auch bei Blutdruckmessgeräten vertreten; die Geräte dort ordnet die Übersicht zum Blutdruckmessgerät ein.
Die Garantie reicht von drei bis fünf Jahren. Fünf geben aponorm über WEPA und Beurer für beide Geräte, vier PARI auf den Kompressor, drei Medisana. Verschleißteile nehmen alle aus. Zur Lebensdauer: PARI und aponorm nennen rund 1.000 Betriebsstunden für den Kompressor, Beurer beim IH 18 ebenso; Medisana drei Jahre bei zehn Sitzungen à 20 Minuten täglich. Beim IH 26 verweist die Anleitung auf die Homepage.
Eine Hilfsmittelnummer druckt nur aponorm ins Datenblatt: 14.24.01.0900. Diese Position führt das Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenkassen nicht; der Compact PLUS steht dort unter 14.24.01.0180. Gelistet sind auch PARI BOY Classic, Beurer IH 26 und Beurer IH 18, obwohl ihre Unterlagen keine Nummer nennen. Was das für ein Rezept bedeutet, Zuzahlung und Leihgerät eingeschlossen, klärt die Seite Inhalator auf Rezept.
Wer mit einem Kompressor-Inhalator nicht gut bedient ist
Wer nur trockene Raumluft ausgleichen will. Ein Vernebler arbeitet in Sitzungen und gibt Aerosol über Mundstück oder Maske ab, nicht in den Raum. Für die Luftfeuchte im Zimmer ist ein anderes Gerät gebaut; ob es überhaupt nötig ist, prüft der Ratgeber ist ein Luftbefeuchter sinnvoll.
Wer Pollen und Staub aus der Wohnung holen will. Der Inhalator vernebelt, was im Becher ist; die Raumluft bleibt, wie sie ist. Für Allergene in der Luft sind Filtergeräte gedacht, verglichen unter Luftreiniger bei Pollenallergie.
Wer mit Asthma vor allem die Wohnung verbessern will. Ein Vernebler ändert nichts am Hausstaub in der Wohnung. Wie Luftreiniger mit diesem Ziel abschneiden, steht bei Luftreiniger bei Asthma.
Wer unterwegs inhalieren muss. Alle fünf brauchen eine Steckdose mit 230 Volt, wiegen 1,2 bis 2,0 kg und haben einen Schlauch. Für unterwegs gibt es Membranvernebler mit Akku, die eine eigene Seite des Clusters vergleicht.
Wer ein Gerät mit einer Familie teilen will, ohne Zubehör nachzukaufen. Jede Anleitung verlangt eigenes Zubehör je Person, Beurer und aponorm sogar einen eigenen Vernebler. Wer das nicht will, bezahlt am Ende mehr als für ein zweites Einsteigergerät.
Woran Sie nach zwei Wochen merken, dass das Gerät nicht passt
Erstes Anzeichen: Die Sitzungen sprengen den Betriebszyklus. Wer mit dem IH 18 oder dem Medisana regelmäßig an die 20-Minuten-Grenze kommt, weil der Arzt größere Mengen verordnet, hat das falsche Gerät. Abhilfe ist ein Kompressor mit längerem Zyklus oder Dauerbetrieb, solange die Rückgabefrist des Händlers läuft.
Zweites Anzeichen: Das Kind verweigert die Sitzung, weil das Gerät zu laut ist oder die Maske drückt. Hier hilft oft Zubehör statt eines neuen Geräts, eine andere Maskengröße etwa. Ein Wechsel zu einem leiseren Kompressor bringt zwischen 51,5 und 54 dB(A) wenig; erst gegen die 65 dB des Medisana ist der Unterschied deutlich.
Drittes Anzeichen: Der Luftfilter ist nach zwei Wochen schon grau. Das spricht für einen staubigen Aufstellort. PARI und Beurer warnen ausdrücklich vor stark staubbelasteter Umgebung; ein anderer Platz löst das, kein anderes Gerät.
Prüfliste vor dem Kauf eines Kompressor-Inhalators
- Hat der Arzt ein bestimmtes Vernebler-System oder eine Bauart vorgegeben?
- Steht in der Anleitung ein MMAD in Mikrometern?
- Nach welcher Norm wurde er gemessen: ISO 27427 (seit 2020) oder die ältere EN 13544-1?
- Mit welcher Prüfsubstanz: Arzneimittel oder Natriumfluorid?
- Wird neben der Vernebelungsrate auch die Aerosolabgaberate nach Norm genannt?
- Wie groß ist das Restvolumen, und passt es zur verordneten Füllmenge?
- Reicht der Betriebszyklus (20, 30 Minuten oder Dauerbetrieb) für alle Personen im Haushalt?
- Wie oft müssen Vernebler und Luftfilter laut Anleitung getauscht werden?
- Gibt es Kinder- oder Babymasken in der passenden Größe als Zubehör?
- Wie laut ist der Kompressor in dB(A)?
- Wie lange gilt die Garantie, und wer wickelt sie ab?
- Wer ist laut Anleitung Hersteller, und gibt es eine Telefonnummer für den Kundendienst?
Was es auch ohne teuren Kompressor tut
Die billigere Lösung im Feld ist das Beurer IH 18. Es reicht, wenn die verordnete Menge in 20 Minuten durch ist, wenn eine Person inhaliert und wenn keine Rolle spielt, nach welcher Norm gemessen wurde. MMAD und Aerosolabgaberate nennt es, fünf Jahre Garantie gibt es auch. Der Sprung zum PARI kauft Dauerbetrieb und vollständige Normdaten, keine kleineren Teilchen: 3,8 gegen 3,16 µm.
Ganz ohne Gerät geht es mit einer Schüssel heißem Wasser. Das ist keine Inhalation im Sinne dieser Seite: Für Dampf aus der Schüssel gibt es keine Teilchengröße nach Norm, und ein Arzneimittel lässt sich so nicht dosieren. Beurer nennt Zusätze für Dampfbäder ausdrücklich ungeeignet für Inhalatoren; umgekehrt gehört kein verordnetes Inhalationsmittel in die Schüssel. Für warmen Dampf ohne Zusatz kostet die Schüssel nichts.
Und manchmal muss das Gerät nicht selbst bezahlt werden. aponorm wirbt im Datenblatt mit „mit und ohne Rezept“ und nennt eine Hilfsmittelnummer. Ob und wie die Krankenkasse ein verordnetes Gerät übernimmt, klärt die Rezeptseite; wie sich Kompressor, Mesh und Dampfinhalator überhaupt unterscheiden, ordnet die Übersicht zu Inhalatoren.
Was die Einschätzung ändern würde
Die Empfehlung beruht auf Unterlagen, nicht auf eigenen Messungen. Sie würde sich mit einer einzigen Veröffentlichung verschieben. Gibt aponorm Aerosolwerte nach DIN EN ISO 27427:2023 an und behält dabei MMAD und Restvolumen in der Nähe der heutigen Werte, rückt das Compact PLUS an die Stelle des Beurer IH 26 und ernsthaft neben den PARI. Fünf Jahre Garantie und 51,5 dB(A) hat es schon.
Nennt Beurer für das IH 18 eine Norm zu seiner NGI-Messung und ein Restvolumen, wird es als Einstieg gleichwertig mit dem IH 26; der kürzere Betriebszyklus bliebe der Unterschied. Veröffentlicht Medisana einen MMAD je Zerstäuberkopf mit Messverfahren, wäre das IN 550 mit seinen drei Köpfen das einzige Gerät, das die Teilchengröße wählbar und belegt macht. Heute ist es nur wählbar.
Und PARI? Die Empfehlung kippt, wenn ein Gerät im unteren Segment dieselbe Datentiefe liefert: drei Betriebspunkte, Messung mit einem Arzneimittel, Dauerbetrieb. Bisher tut das keines. Diese Seite wird geprüft, sobald eine der genannten Unterlagen neu erscheint, spätestens mit der nächsten Ausgabe der Norm.

