„Der Reis löst Fette und Rückstände aus dem Mahlwerk“: ein Satz, der nicht für jede Mühle gilt
In der Bedienungsanleitung der Kaffeemühlen von Zassenhaus steht unter der Überschrift „Reinigung“ ein Satz, der in vielen Ratschlägen zum Mühlenputzen wiederkehrt: „Der Reis löst Fette und Rückstände aus dem Mahlwerk.“ Zassenhaus empfiehlt, vor dem ersten Gebrauch und danach in regelmäßigen Abständen etwas ungekochten Reis bei mittlerem Mahlgrad durch die Mühle zu drehen. Die Anleitung gilt für die Handmühlen der Marke, etwa die Brasilia.
In der Anleitung der elektrischen Kegelmühle EKM 400 von Rommelsbacher steht das Gegenteil. Das Gerät sei nicht zum Verarbeiten von Mohn, Reis, Nüssen, Zucker und Ähnlichem geeignet, bei Nichtbeachtung erlösche die Garantie. De’Longhi schließt Reis für die Dedica KG521.M ebenfalls aus. Beide Sätze stehen in Herstellerunterlagen, beide sind eindeutig, und wer den einen auf die Mühle des anderen überträgt, verliert im ungünstigsten Fall die Garantie.
Dieser Widerspruch ist der Ausgangspunkt dieser Seite. Eine Kaffeemühle zu reinigen ist keine einheitliche Tätigkeit, sondern hängt davon ab, welche Mühle man vor sich hat. Was bei der einen erlaubt ist, ist bei der anderen verboten: Wasser am Mahlwerk, Reis, die Spülmaschine, sogar der Zeitpunkt der Reinigung. Die Anleitungen der Hersteller sind dabei die einzige Quelle, die für das eigene Gerät verbindlich ist.
Wer keine Anleitung mehr hat, findet sie meistens beim Hersteller. Melitta, Graef, Rommelsbacher und Cloer stellen die Anleitungen ihrer Mühlen auf der Produktseite bereit, WMF verlinkt die aktuelle Fassung der Stelio, Zassenhaus die Anleitung über die Seite der Küchenprofi-Gruppe. Gesucht wird mit Marke, Modell und dem Wort Bedienungsanleitung. Auf der ersten Seite steht, für welches Modell sie gilt; das sollte man prüfen, bevor man ihr folgt.
Nicht jede Datei, die an einem Amazon-Angebot hängt, ist die richtige. Bei der Graef CM702 ist es die Anleitung eines Allesschneiders, bei der Waldwerk die einer elektrischen Salz- und Pfeffermühle, bei der WMF Stelio eine ältere Fassung. Wer nach einer Datei am Angebot reinigt, prüft zuerst Modellname und Druckvermerk.
Diese Seite geht den Ablauf deshalb in der Reihenfolge durch, in der er stattfindet: was vorher zu tun ist, was beim Reinigen, was danach, und was hilft, wenn etwas schiefgeht. Bei jedem Schritt steht, was die Hersteller sagen, und wo sie sich widersprechen. Die Mühlen dazu stammen aus den drei Vergleichen dieses Themenbereichs: den elektrischen Kegelmühlen, den Handmühlen und den Scheibenmühlen für Filterkaffee.
Woher die Regeln auf dieser Seite stammen
Gelesen wurden die Reinigungsabschnitte von 13 Mühlen. Unter den elektrischen Kegelmühlen sind es die Calibra von Melitta, die Dedica KG521.M von De’Longhi, die CM702 von Graef, die EKM 400 von Rommelsbacher und die 7520 von Cloer. Unter den Scheibenmühlen die EKM 200 von Rommelsbacher, die Stelio Edition von WMF und die GVX2 von Krups. Dazu die Schlagmessermühle TSM6 von Bosch.
Bei den Handmühlen standen die Anleitung der Zassenhaus Brasilia, die Anleitung der Silberthal, das How-to von Groenenberg und die Produktseite der Hario Mini Mill Slim Plus zur Verfügung. Für die De’Longhi KG79, die Wancle und die Waldwerk fand sich keine lesbare Anleitung; sie kommen auf dieser Seite nur dort vor, wo das Fehlen selbst eine Auskunft ist.
Die Grafik zählt, wie oft eine Regel in diesen Unterlagen vorkommt. Sie zeigt keine Mehrheit, nach der man sich richten sollte, denn für das eigene Gerät gilt nur die eigene Anleitung. Sie zeigt aber, welche Regeln verbreitet sind und welche Ausnahmen.
Die Werte als Liste
- Pinsel oder Bürste für das Mahlwerk genannt: 10 Unterlagen
- Spülmaschine für Mühle oder Behälter ausgeschlossen: 4 Unterlagen
- Wasser am Mahlwerk ausdrücklich verboten: 2 Unterlagen
- Waschen oder feuchtes Tuch am Mahlwerk erlaubt: 2 Unterlagen
- Staubsauger für Pulverreste genannt: 2 Unterlagen
- Behälter dürfen in die Spülmaschine: 2 Unterlagen
- Reis ausdrücklich verboten: 2 Unterlagen
- Reis zur Reinigung empfohlen: 1 Unterlagen
Die längste Säule ist eindeutig: Zehn Unterlagen nennen einen Pinsel oder eine Bürste für das Mahlwerk. Alles andere ist umstritten oder selten. Wasser am Mahlwerk verbieten zwei Hersteller ausdrücklich, zwei andere erlauben ein feuchtes Tuch oder das Waschen. Reis empfiehlt einer, zwei verbieten ihn. Wer nur eine Regel mitnehmen will, nimmt den Pinsel.
Die Grafik zeigt außerdem, wie dünn die Datenlage bei manchen Fragen ist. Zur Spülmaschine äußern sich sechs Unterlagen, zum Staubsauger zwei, zu Reinigungstabletten keine. Wo eine Anleitung schweigt, ist das keine Erlaubnis. Es heißt nur, dass der Hersteller die Frage nicht beantwortet hat, und dann gilt die vorsichtigere Regel.
Auffällig ist, wie selten die Anleitungen begründen, was sie verlangen. Melitta verbietet Wasser am Mahlwerk, ohne zu sagen, warum. Zassenhaus empfiehlt Reis und begründet es mit einem Satz. Graef ist die Ausnahme: Die Anleitung der CM702 erklärt die Reinigung mit altem Kaffee, der im Gerät oxidiert und den Geschmack beeinträchtigt, und leitet daraus die Empfehlung ab, mindestens einmal pro Woche zu reinigen.
Für den Leser heißt das: Die Regeln auf dieser Seite sind Herstellerregeln, keine Naturgesetze. Sie gelten für das Gerät, für das sie geschrieben sind. Wo eine Regel von einer anderen Mühle übertragen wird, steht das dabei, und wo keine Anleitung vorliegt, nennt diese Seite die vorsichtigste Regel, die keine der gelesenen Anleitungen verletzt.
Vorher: Netzstecker ziehen und die Mühle leer mahlen
Der erste Schritt ist bei allen elektrischen Mühlen derselbe, und er steht in jeder gelesenen Anleitung: vor der Reinigung den Netzstecker ziehen. Melitta stellt es mit „ACHTUNG“ an den Anfang des Abschnitts, De’Longhi nummeriert es als ersten Schritt, Cloer, Graef, Rommelsbacher, WMF und Krups nennen es ebenfalls. Bei einer Mühle, deren Mahlwerk scharf ist und deren Motor über einen Taster startet, ist das keine Formalität.
Der zweite Schritt ist, die Mühle leer zu mahlen. Melitta verlangt für die Calibra ausdrücklich, die Reinigung durchzuführen, wenn die Mühle komplett leer gemahlen ist. Cloer schreibt, den Bohnenbehälter nur abzunehmen, wenn er leer ist. Graef empfiehlt, unbenutzte Bohnen vor der Reinigung in einen luftverschlossenen Behälter zu leeren, damit das Aroma erhalten bleibt. Rommelsbacher verlangt für die EKM 200, vor dem Ausbau des Mahlstempels sämtliche Bohnen aus dem Bohnenbehälter zu entnehmen.
Die Stationen als Liste
- vorher: Stecker ziehen, leer mahlen — Bohnen in luftdichten Behälter
- zerlegen: Behälter und oberes Mahlwerk abnehmen — je nach Gerät Ring, Stempel oder Scheibe
- reinigen: Mahlwerk mit Pinsel, Behälter spülen — Wasser am Mahlwerk nur, wo erlaubt
- trocknen: alle Teile vollständig trocknen — erst dann wieder einsetzen
- danach: einsetzen, Mahlgrad prüfen — Markierungen beachten
Bei Handmühlen entfällt der Stecker, nicht aber das Leeren. Wer Bohnen im Trichter lässt und dann den Mahlkegel herausnimmt, hat die Bohnen auf der Arbeitsfläche. Die Silberthal-Anleitung zeigt die Reinigung als letzten von vier Schritten, nach dem Einsammeln des Pulvers; das ist die natürliche Reihenfolge.
Wer seine Mühle regelmäßig leer mahlt, hat beim Reinigen weniger Arbeit. Mehrere Hersteller raten ohnehin dazu, nur die Menge zu mahlen, die sofort gebraucht wird, und Bohnen luftdicht aufzubewahren. Graef begründet die Reinigung selbst mit altem Kaffee: Im Gerät verbliebener Kaffee könne oxidieren und das Ergebnis beeinträchtigen, bis hin zu einem unangenehmen Geschmack.
Ein praktischer Zwischenschritt hilft vor jeder Reinigung: den aktuellen Mahlgrad notieren. Bei fast allen Mühlen steht der Wähler nach dem Ausbau des Mahlwerks woanders, weil die Anleitung für den Ausbau eine Endstellung verlangt. Wer die Stufe vorher aufschreibt, findet sie danach in Sekunden wieder. Bei der EKM 200 kommt dazu der Hinweis, den Wähler beim Lösen des Mahlstempels festzuhalten.
Vorher: erkennen, welche Bauart vor einem steht
Bevor man ein Mahlwerk zerlegt, sollte man wissen, welches man hat. Die Bauart bestimmt, welche Teile sich abnehmen lassen und wie. Bei einem Kegelmahlwerk läuft ein innerer Kegel in einem äußeren Ring, bei einem Scheibenmahlwerk liegen zwei flache Scheiben übereinander, bei einer Schlagmessermühle dreht sich ein Messer in einem Behälter. Handmühlen haben fast immer einen Kegel, aus Stahl oder Keramik.
Rommelsbacher beschreibt das Scheibenmahlwerk der EKM 200 genau: zwei flache, gezahnte Scheiben, die untere mit dem Motor verbunden, die obere fest. Beim Reinigen nimmt man die obere heraus. Bei der Calibra entnimmt man den äußeren Mahlwerksring, bei der Graef den Mahlkranz samt oberem Mahlwerk, bei der Cloer muss man den Kegel mit Werkzeug lösen. Bei der Schlagmessermühle gibt es nichts herauszunehmen; der Behälter mit dem Messer bleibt fest.
Wer nicht weiß, welche Bauart er hat, findet sie im Titel des Angebots, auf dem Typenschild oder in der Anleitung. Für die drei Bauarten mit ihren Unterschieden beim Mahlen gibt es eigene Vergleiche: die Kegelmühlen, die Scheibenmühlen für Filterkaffee und die Handmühlen. In jedem steht bei jeder Mühle, was ihre Anleitung zur Reinigung sagt.
Für die Reinigung zählt neben der Bauart auch der Werkstoff. Stahlmahlwerke sind bei elektrischen Mühlen die Regel; Melitta nennt für die Calibra ein Kegelmahlwerk aus Stahl, Rommelsbacher für die EKM 200 zwei Mahlscheiben aus Stahl, De’Longhi für die KG79 ein flaches Mahlwerk aus Edelstahl. Keramik findet sich vor allem bei Handmühlen wie der Hario Mini Mill Slim Plus. Die einzige Anleitung, die das Waschen eines Mahlwerks ausdrücklich erlaubt, gilt für eine solche Keramikmühle.
Dabei: Bohnenbehälter und Pulverbehälter abnehmen und spülen
Die Behälter sind der einfachste Teil, und hier sind sich die Hersteller weitgehend einig: abnehmen, mit warmem Wasser und etwas Spülmittel reinigen, gründlich trocknen. Graef schreibt es so für den Bohnen- und den Kaffeemehlbehälter der CM702, Rommelsbacher für den Pulverbehälter der EKM 200, Cloer für beide Behälter der 7520, De’Longhi für alle Zubehörteile der Dedica.
Bei der Spülmaschine trennen sich die Wege. WMF erlaubt sie für Auffangbehälter, dessen Deckel und den Deckel des Bohnenbehälters der Stelio, Krups für dieselben Teile der GVX2, dort im oberen Korb. Melitta schließt die Spülmaschine für alle Teile der Calibra aus, De’Longhi für die Zubehörteile der Dedica, Cloer für das Gerät, und Groenenberg schreibt für die Handmühle in Großbuchstaben, sie sei NICHT für die Spülmaschine geeignet.
Das Abnehmen selbst ist je nach Gerät unterschiedlich. Bei der Calibra drückt man eine Taste am unteren Rand des Bohnenbehälters und dreht ihn gleichzeitig gegen den Uhrzeigersinn bis zum Anschlag. Bei der Graef hält man den Mahlkranz fest, drückt den Bohnenbehälter nach unten und dreht ihn gegen den Uhrzeigersinn ab. Bei der Dedica dreht man den Bohnenbehälter nach links. Wer seinen Behälter nicht abbekommt, sucht in der Anleitung nach genau diesem Schritt, statt Kraft anzuwenden.
Den Bohnenbehälter wischen mehrere Hersteller statt zu spülen nur aus. Melitta nennt ein weiches, feuchtes Tuch für Kaffeereste, WMF und Krups ebenfalls ein feuchtes Tuch für das Innere. Das hat einen praktischen Grund: Der Bohnenbehälter sitzt direkt über dem Mahlwerk, und Wasser, das dort zurückbleibt, landet beim nächsten Befüllen zwischen den Mahlflächen.
De’Longhi beschreibt für die Dedica den Ablauf am genauesten, in nummerierten Schritten: Stecker ziehen, den Bohnenbehälter durch Drehen nach links ausrasten und abnehmen, den Pulverbehälter entnehmen, den Behälter mit dem Siebträgerzubehör herausnehmen, die Ablage für den Pulverbehälter anheben. Alle Zubehörteile dürfen mit lauwarmem Wasser und Spülmittel gewaschen werden, aber nicht im Geschirrspüler. Danach gut abtrocknen.
Cloer schreibt für die 7520, Bohnen- und Pulverbehälter vom Gerät zu nehmen, normal zu spülen und trocknen zu lassen, und wiederholt dabei die Regel, den Bohnenbehälter nur leer abzunehmen. Das Gehäuse wird feucht abgewischt. Scharfe Reinigungsmittel, Reinigungssprays und Topfschwämme schließt Cloer aus. Graef empfiehlt, die unbenutzten Bohnen vorher in einen luftverschlossenen Behälter zu leeren, damit das Aroma erhalten bleibt.
Krups nennt für die Behälter der GVX2 lauwarmes Seifenwasser oder den oberen Korb der Spülmaschine, für den Bohnenbehälter ein feuchtes Tuch. WMF nennt für Auffangbehälter und Deckel ein mildes Spülmittel unter warmem Wasser und erlaubt ebenfalls die Spülmaschine. Beide verlangen, dass alles trocken ist, bevor es wieder eingesetzt wird. Wer beide Wege hat, nimmt den Handweg, wenn die Mühle am nächsten Morgen wieder laufen soll; er ist schneller trocken.
Dabei: das Mahlwerk ausbauen, Hersteller für Hersteller
Das obere Mahlwerk lässt sich bei allen gelesenen elektrischen Mahlwerksmühlen ohne Werkzeug abnehmen, mit einer Ausnahme. Bei der Calibra klappt man einen Bügel nach oben, entriegelt den äußeren Mahlwerksring mit einer Drehung gegen den Uhrzeigersinn und nimmt ihn heraus. Bei der Dedica dreht man den Mahlgradregler nach links bis zum Anschlag auf „OPEN“, hebt den oberen Teil des Mahlwerks an und zieht ihn heraus.
Bei der Graef CM702 dreht man den Mahlkranz so weit wie möglich nach rechts, drückt den Knopf mit der Aufschrift „PUSH“ und dreht weiter, bis zwei Pfeile übereinanderstehen; dann lässt sich der Mahlkranz samt oberem Mahlwerk abnehmen. Bei der EKM 200 dreht man den Mahlstempel nach rechts, um den Bajonettverschluss zu öffnen, und nimmt ihn nach oben heraus; bei der EKM 400 wird er nach oben abgezogen. Bei WMF und Krups stellt man den Wähler auf die feinste Stufe, dreht die obere Mahlscheibe im Uhrzeigersinn und hebt sie heraus.
Die Ausnahme ist die Cloer 7520. Um ihren Kegel zu reinigen, löst man laut Anleitung die Hutmutter des Mahlkegels mit einem Maulschlüssel der Größe 8 und kontert dabei mit einem Schraubenzieher an einem der Flügel unterhalb des Kegels. Unter der Hutmutter liegen eine Zahnscheibe und eine Unterlegscheibe, darunter der Kegel und der Flügelring. Cloer warnt dabei zweimal vor den scharfen Schneiden.
Wer zum ersten Mal ausbaut, legt die Teile in der Reihenfolge ab, in der er sie entnimmt. Bei der Cloer mit ihren Scheiben unter der Hutmutter ist das besonders wichtig, bei den anderen Mühlen schadet es nicht. Ein Foto mit dem Telefon vor dem Ausbau hilft beim Zusammensetzen mehr als jede Erinnerung.
Bei der Dedica lohnt ein Blick auf den Mahlgradregler vor dem Ausbau. Für die Reinigung dreht man ihn bis zum Anschlag auf „OPEN“, und erst dann lässt sich der obere Teil des Mahlwerks herausziehen. Nach dem Einsetzen dreht man ihn auf den gewünschten Mahlgrad zurück. Wer seine Stufe vorher notiert, ist in Sekunden wieder dort, wo er war.
Bei der EKM 400 liegen Pinsel und Dosierlöffel im Deckel des Bohnenbehälters, und der Mahlstempel wird nach oben abgezogen. Bei der Calibra liegt der Pinsel bei, und der äußere Ring des Kegelmahlwerks kommt heraus, der innere Kegel bleibt im Gerät. Bei der Graef reinigt man oberes und unteres Mahlwerk mit dem beigefügten Pinsel, nachdem der Mahlkranz samt oberem Mahlwerk abgenommen ist. Das Prinzip ist überall dasselbe: Das obere Teil kommt heraus, das untere bleibt mit dem Motor verbunden und wird an Ort und Stelle gepinselt.
Bei den Handmühlen ist der Ausbau unterschiedlich aufwendig. Silberthal schreibt im Angebot, die Mühle lasse sich zerlegen und mit dem Pinsel reinigen. Groenenberg beschreibt im How-to die Stellschraube unter dem Mahlkegel, über die der Kegel gelöst wird. Bei der Zassenhaus-Kastenmühle sieht die Anleitung keinen Ausbau vor; dort reinigt der Reis das Mahlwerk, und der Pinsel holt die Reste heraus.
Groenenberg gibt für die Handmühle einen Sicherheitshinweis, der beim Zerlegen gilt: Edelstahl könne bei der Verarbeitung scharfe Ecken oder Kanten bekommen, und man solle die Mühle vor der ersten Benutzung genau ansehen. Cloer warnt bei der elektrischen 7520 vor dem scharfen Mahlring und den scharfen Schneiden des Kegels. Wer ein Mahlwerk ausbaut, fasst es am Rand an, nicht an den Mahlflächen.
Dabei: Pinsel, Bürste, Staubsauger – was ins Mahlwerk darf
Für das Mahlwerk selbst nennen zehn der gelesenen Unterlagen einen Pinsel oder eine Bürste. Bei vielen Mühlen liegt er bei: Bei der EKM 200 steckt er im Mahlstempel, bei der EKM 400 im Deckel des Bohnenbehälters, bei der Graef CM702, der Calibra, der Cloer und der Silberthal liegt er dem Gerät bei. WMF nennt eine weiche Bürste.
Bei der Härte der Borsten gehen die Empfehlungen auseinander. Melitta verlangt für die Calibra immer einen weichen Pinsel. De’Longhi verlangt für die Dedica eine Bürste mit harten Borsten für den herausgezogenen Teil des Mahlwerks und einen Pinsel für das Innere des Geräts. Cloer empfiehlt eine weiche Bürste für Pulverreste am Gerät. Wer den beigelegten Pinsel verwendet, macht bei keiner Mühle etwas falsch.
Zwei Hersteller erlauben ausdrücklich einen Staubsauger. Melitta schreibt, verbleibende Kaffeerückstände könnten ausgeschüttet oder mit Hilfe eines Staubsaugers entfernt werden. De’Longhi rät, Kaffeerückstände im Inneren der Dedica mit einem Staubsauger aufzusaugen. Bei Mühlen, deren Pulverschacht schwer zugänglich ist, ist das oft der einfachste Weg.
Für festsitzendes Pulver nennt Rommelsbacher ein drittes Werkzeug: einen spitzen Gegenstand wie einen Zahnstocher, mit dem man festsitzendes Pulver vorsichtig aus der Auswurföffnung der EKM 200 entfernt, bevor man mit dem Pinsel nachreinigt. Messer, Schraubenzieher oder Drahtbürsten nennt keine Anleitung für die Mahlflächen.
Wer keinen beigelegten Pinsel mehr hat, nimmt einen trockenen, sauberen Pinsel mit weichen Borsten; das deckt sich mit allen Anleitungen, die einen weichen Pinsel nennen. Bei der Dedica, für die De’Longhi harte Borsten für das herausgenommene Mahlwerk vorsieht, darf es kräftiger sein. Für die Mahlflächen nennt keine Anleitung ein anderes Werkzeug als Pinsel, Bürste oder, wo erlaubt, Staubsauger und feuchtes Tuch.
Dabei: Wasser am Mahlwerk – zwei verbieten es ausdrücklich
Die schärfste Regel stammt von Melitta. Für die Calibra steht in den Sicherheitshinweisen: Verwenden Sie immer einen weichen Pinsel, um das Mahlwerk zu reinigen, und verwenden Sie für die Reinigung weder Wasser noch Seife. De’Longhi schreibt für die Dedica ebenso deutlich, das Mahlwerk dürfe nicht gewaschen werden und müsse immer trocken bleiben.
Bei anderen Mühlen ist Feuchtigkeit erlaubt. Cloer schreibt für die Teile des Kegelmahlwerks der 7520, man solle sie mit dem mitgelieferten Pinsel oder einem feuchten Tuch reinigen. Hario Europe schreibt für die Handmühle Mini Mill Slim Plus, das Mahlwerk lasse sich zum Waschen zerlegen; es ist aus Keramik. Die übrigen Anleitungen sagen zum Wasser am Mahlwerk nichts ausdrücklich, nennen aber nur Pinsel oder Bürste.
Für das Gehäuse gilt bei allen elektrischen Mühlen dasselbe: nie in Wasser tauchen, nicht unter fließendes Wasser halten, nur mit einem feuchten Tuch abwischen. Graef erlaubt bei starker Verschmutzung ein mildes Reinigungsmittel für die Außenflächen, Melitta verlangt, dass Reinigungsmittelrückstände an Teilen, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen, mit klarem Wasser entfernt werden. Scheuermittel, Scheuerschwämme und aggressive Reiniger schließen alle aus, die sich dazu äußern.
Die Regel für den Alltag ergibt sich daraus: Das Mahlwerk wird trocken gereinigt, es sei denn, die eigene Anleitung erlaubt ausdrücklich etwas anderes. Wer wäscht, wo es erlaubt ist, lässt alle Teile vollständig trocknen, bevor wieder Bohnen hineinkommen. Rommelsbacher und Krups verlangen das für die Behälter, und für ein Mahlwerk gilt es erst recht.
Ein Sonderfall ist die Cloer 7520. Ihre Anleitung erlaubt für die Teile des Kegelmahlwerks ausdrücklich ein feuchtes Tuch, nennt aber zugleich den Netzstecker, die scharfen Schneiden und das Kontern mit dem Schraubenzieher. Wer die Cloer so gründlich reinigt, sollte alle Teile danach trocknen lassen, bevor er Flügelring, Kegel, Unterlegscheibe, Zahnscheibe und Hutmutter wieder montiert.
Dabei: Reis, Tabletten und anderes Mahlgut
Reis ist der bekannteste Hausmittel-Tipp zum Mühlenreinigen, und er stammt nicht aus dem Nichts: Zassenhaus empfiehlt ihn in der eigenen Anleitung, vor dem ersten Gebrauch und danach regelmäßig. Für die Handmühlen der Marke ist das die Herstellerregel. Für elektrische Mühlen ist es eine Regel, die mindestens zwei Hersteller ausdrücklich verbieten.
Rommelsbacher schließt Reis für die EKM 400 aus und knüpft daran den Verlust der Garantie. De’Longhi schließt Reis für die Dedica aus, zusammen mit ölhaltigen Samen. Für die EKM 200 nennt Rommelsbacher Mohn, Nüsse und Zucker. WMF erlaubt für die Stelio nur Kaffeebohnen und zählt gefriergetrocknete und karamellisierte Bohnen ausdrücklich zum unsachgemäßen Gebrauch. Cloer schreibt, die 7520 sei ausschließlich zum Mahlen von Kaffeebohnen geeignet, und Graef, man solle nicht versuchen, gemahlenen Kaffee erneut zu mahlen.
Reinigungstabletten für Kaffeemühlen nennt keine der gelesenen Anleitungen, weder als Empfehlung noch als Verbot. Wer solche Mittel verwenden will, sollte bedenken, dass mehrere Hersteller alles außer Kaffeebohnen als unsachgemäßen Gebrauch werten. Im Zweifel fragt man den Kundendienst, bevor man etwas anderes als Kaffee durch die Mühle schickt.
Für den Sortenwechsel gibt es einen einfacheren Weg, der bei allen Mühlen erlaubt ist: die neue Sorte selbst. Wer die ersten Gramm der neuen Bohnen mahlt und das Pulver nicht verwendet, spült das Mahlwerk mit Kaffee durch. Das ersetzt keine Reinigung, aber es verhindert, dass Reste der alten Röstung in der ersten Kanne der neuen landen.
Wer zwischen hellen und sehr dunklen Röstungen wechselt, sollte besonders gründlich sein. Rommelsbacher und Cloer nennen ölige Bohnen und feine Mahlgrade als Grund, häufiger zu reinigen. Dunkle Röstungen für Espresso fallen in beide Kategorien. Wer danach eine helle Röstung für den Handfilter mahlt, reinigt vorher mit dem Pinsel und mahlt die ersten Gramm zum Wegwerfen.
Dabei: die Handmühle reinigen
Bei Handmühlen ist die Lage einfacher, weil kein Motor und keine Elektrik im Spiel sind, aber die Hersteller widersprechen sich auch hier. Zassenhaus empfiehlt für die Brasilia Reis bei mittlerem Mahlgrad, danach einen weichen Pinsel für Pulverreste und für den Holzkorpus ein weiches, feuchtes Tuch ohne aggressive Reinigungsmittel. Silberthal nennt die regelmäßige Reinigung mit dem beigelegten Pinsel.
Groenenberg ist am konkretesten. Bei täglichem Gebrauch solle man die Mühle etwa alle zwei Wochen reinigen, das Innere mit einem trockenen Tuch oder einem Pinsel, und nie in der Spülmaschine. Hario geht für die Mini Mill Slim Plus den anderen Weg: Das Keramikmahlwerk lasse sich zum Waschen zerlegen. Wer wäscht, lässt alle Teile vollständig trocknen, bevor er wieder Bohnen einfüllt.
Beim Zerlegen einer Säulenmühle hilft ein Hinweis von Groenenberg: Wenn sich der Mahlkegel beim Verstellen der Schraube mitdreht, hält man ihn mit dem Daumen der anderen Hand fest. Und wenn der Auffangbehälter klemmt, liege das vermutlich an einem Unterdruck; lauwarmes Wasser über den unteren Teil der Mühle oder ein leichter Stoß gegen die Arbeitsplatte helfe. Welche Handmühle welche Reinigungsregel hat, steht im Vergleich der Handkaffeemühlen.
Dabei: die Schlagmessermühle reinigen
Bei einer Schlagmessermühle gibt es kein Mahlwerk zum Ausbauen. Das Messer sitzt fest im Behälter, und der Behälter ist meistens fest mit dem Gehäuse verbunden. Bosch schreibt für die TSM6, Oberflächen, die mit Nahrungsmitteln in Berührung kommen, solle man vor jedem Gebrauch reinigen. Gereinigt wird mit einem Tuch oder Pinsel, vorsichtig um das Messer herum.
Das Messer ist dabei die größte Gefahr. Krups warnt in der Anleitung der GVX2, deren Scheibenmahlwerk eigentlich kein Messer hat, mit einem Satz, der zu Messermühlen gehört: das Messer mit Vorsicht handhaben, wenn der Behälter leer ist und bei der Reinigung, da die Klingen sehr scharf sind. Für eine Schlagmessermühle ist dieser Satz zutreffend, und er gilt auch beim Auswischen.
Weil eine Schlagmessermühle oft auch für Gewürze verwendet wird, lohnt sich hier die gründlichere Reinigung nach jedem Wechsel. Wer in derselben Mühle Pfeffer und Kaffee mahlt, schmeckt den Pfeffer in der nächsten Kanne. Rommelsbacher bietet mit der EGK 200 eine Gewürz- und Kaffeemühle mit zwei getrennten Behältern an; das ist die saubere Lösung, wenn beides gemahlen werden soll.
Für alle, die vor der Frage stehen, ob eine Schlagmessermühle für Kaffee überhaupt taugt: Der Mahlgrad richtet sich bei ihr nach Menge und Mahldauer, wie die Bosch-Anleitung schreibt. Was das für Filterkaffee bedeutet und welche Scheibenmühlen eine feste Einstellung halten, steht im Vergleich der Kaffeemühlen für Filterkaffee.
Danach: alle Teile vollständig trocknen lassen
Nach dem Reinigen kommt das Trocknen, und hier sind sich alle Hersteller einig, die sich dazu äußern. Rommelsbacher schreibt für die EKM 200, Pulverauffangbehälter und Deckel müssten vor erneuter Benutzung komplett trocken sein. WMF verlangt, dass alle Teile vor dem Einsetzen getrocknet sind. Krups schreibt, alle Teile sorgfältig zu trocknen und wieder einzusetzen. De’Longhi verlangt, die Zubehörteile gut abzutrocknen, bevor sie wieder verwendet werden.
Für das Mahlwerk gilt das umso mehr, wo es überhaupt mit Feuchtigkeit in Berührung kam. Wer morgens mahlen will, reinigt am Vorabend und lässt die Teile über Nacht offen liegen.
Das Trocknen hat auch mit dem Bohnenbehälter zu tun. Mehrere Hersteller wischen ihn nur feucht aus, statt ihn zu spülen. Ein feucht ausgewischter Behälter ist nach wenigen Minuten trocken, ein gespülter braucht länger. Wer seine Mühle nach dem Reinigen sofort wieder befüllen will, wählt deshalb den Weg, den die eigene Anleitung vorsieht, und prüft mit der Hand, ob keine Feuchtigkeit mehr da ist.
Das Gehäuse wird nach dem Abwischen trockengerieben; WMF schreibt das ausdrücklich. Bei einer Holzmühle wie der Zassenhaus Brasilia ist das doppelt wichtig, weil Holz Feuchtigkeit aufnimmt. Zassenhaus nennt für den Korpus ein weiches, feuchtes Tuch ohne aggressive Reinigungsmittel.
Danach: das Mahlwerk richtig einsetzen
Das Einsetzen ist der Schritt, bei dem die meisten Fehler entstehen, und zwei Anleitungen beschreiben die Folgen. Bei der Graef CM702 müssen die Markierungen auf dem Einstellkragen und auf dem oberen Mahlwerk exakt übereinstimmen. Mahlt das Gerät danach auf allen Stufen nur grob, ist das Mahlwerk laut Anleitung nicht korrekt eingesetzt; man prüft die Markierungen erneut und setzt es sorgfältig wieder ein.
Graef beschreibt sogar einen Test: Mahlkranz auf eine grobe Einstellung drehen, etwa Stufe 20, und versuchen, das Mahlwerk am Metallring herauszuziehen. Bei der Calibra ist die Verriegelung vollständig, wenn sich der Mahlwerksring nicht mehr nach oben herausziehen lässt. Bei der Cloer muss man beim Zusammenbau darauf achten, dass Flügelring und Kegel richtig sitzen, und dass das Mahlwerk frei von alten Bohnen ist.
Bei WMF und Krups stellt man den Wähler vor dem Einsetzen der oberen Scheibe auf die gröbste Stufe und dreht die Scheibe gegen den Uhrzeigersinn bis zum Anschlag. Krups nennt eine Störung, die auf falsches Einsetzen hinweist: Funktioniert der Mahlgradwähler nicht mehr, sitzt vermutlich das Oberteil des Mahlwerks nicht richtig. Bei der Dedica setzt man den oberen Teil ein und dreht den Regler danach auf den gewünschten Mahlgrad.
Bei der EKM 200 führt man den Mahlstempel in den Bohnenbehälter ein, setzt ihn auf den Bajonettverschluss und dreht ihn nach links bis zum Anschlag. Den Drehwähler für den Mahlgrad hält man dabei fest. Bei der Calibra setzt man den Mahlwerksring ein und dreht ihn im Uhrzeigersinn, bis er merklich verriegelt. Bei beiden gilt: Sitzt das Teil nicht, startet die Mühle nicht oder mahlt falsch, und der erste Blick gilt dem Verschluss.
Bei der Cloer gibt es eine weitere Fehlerquelle. Lässt sich der Bohnenbehälter nach dem Zusammenbau nicht richtig einsetzen, steht wahrscheinlich ein Kunststoffring unterhalb des Behälters nicht in der korrekten Position. Die Anleitung beschreibt, wie man ihn mit den Händen oder einem Schraubendreher bis zum Anschlag nach links dreht, bis ein Pfeil auf die Markierung am Gehäuse zeigt.
Danach: den Mahlgrad wiederfinden
Nach fast jeder Reinigung steht der Mahlgrad nicht mehr dort, wo er vorher stand. Bei WMF und Krups liegt das am Verfahren: Der Wähler wird für den Ausbau auf die feinste und für den Einbau auf die gröbste Stufe gedreht. Bei der Dedica dreht man ihn auf „OPEN“. Bei der Graef dreht man den Mahlkranz für den Ausbau nach rechts. Wer vorher nicht notiert hat, wo er stand, sucht danach neu.
Rommelsbacher beschreibt für die EKM 200 einen dritten Fall: Beim Ein- und Ausbauen des Mahlstempels könne sich die Einstellung des Mahlgrads verändern. Das lasse sich verhindern, indem man den Drehwähler beim Lösen und Festdrehen festhält. Wer nach dem Reinigen anderen Kaffee bekommt, sollte hier zuerst nachsehen.
Die einfachste Lösung ist eine Notiz: Stufe vor der Reinigung aufschreiben, nach dem Einsetzen wieder einstellen, ersten Kaffee prüfen. Bei einer stufenlosen Handmühle wie der Zassenhaus, die keine Skala hat, hilft nur das Probieren. Wie man sich beim Siebträger an den richtigen Mahlgrad herantastet, Bezug für Bezug, erklärt der Ratgeber zum Mahlgrad für die Siebträgermaschine.
Für Filterkaffee ist die Suche einfacher. Rommelsbacher nennt für die EKM 200 die Stufen 3 bis 4 für den Filterkaffeeautomaten und 8 bis 9 für den Handfilter, Cloer für die 7520 die Stufen 7 bis 9 als Entsprechung zu handelsüblich gemahlenem Filterkaffee. Wer eine Mühle mit solchen Angaben hat, startet nach der Reinigung dort.
Die Calibra von Melitta ordnet ihre 39 Stufen in drei Bereiche: 1 bis 5 für Espresso, 6 bis 26 für Pour Over, Filterkaffee und Cold Brew, 27 bis 39 für French Press. Silberthal ordnet die sechs Stufen der Handmühle von der Espressomaschine bis Cold Brew zu. Wer nach der Reinigung neu einstellen muss, findet mit diesen Angaben schnell den richtigen Bereich. Welche Mühlen solche Zuordnungen haben, zeigen die Vergleiche der elektrischen Kegelmühlen und der Handmühlen.
Wie oft: einmal pro Woche, alle zwei Wochen oder nach jedem Gebrauch
Über die Häufigkeit sagen die Hersteller Verschiedenes, und nur drei nennen ein festes Intervall. Graef empfiehlt, die CM702 mindestens einmal wöchentlich zu reinigen. Groenenberg nennt für die Handmühle bei täglichem Gebrauch etwa alle zwei Wochen. De’Longhi verlangt für die Dedica eine Reinigung nach jedem Gebrauch, zumindest der Teile, die mit Pulver in Berührung kommen.
Die übrigen Hersteller bleiben allgemein. Melitta empfiehlt, Bohnenbehälter, Mahlwerk und Pulverschacht der Calibra regelmäßig zu reinigen, Rommelsbacher die regelmäßige Reinigung der EKM 200 zur Sicherung einer gleichbleibenden Mahlqualität, Zassenhaus Reis in regelmäßigen Abständen, Silberthal den Pinsel regelmäßig. Cloer verlangt, regelmäßig Bohnenreste aus Mahlwerk und Mahlring zu entfernen.
Zwei Hersteller verknüpfen die Häufigkeit mit dem Mahlgrad. Cloer schreibt, bei feineren Mahlgraden könne sich der Durchgang zwischen Mahlwerk und Pulverbehälter schneller zusetzen, deshalb solle man häufiger reinigen. Rommelsbacher schreibt, je feiner der Mahlgrad und je ölhaltiger das Pulver, desto öfter solle die Auswurföffnung gereinigt werden. Wer Espresso mahlt oder dunkle, ölige Röstungen verwendet, reinigt also öfter als jemand, der grob für die French Press mahlt.
Als Faustregel aus diesen Angaben ergibt sich: einmal pro Woche bei täglichem Gebrauch, häufiger bei feinem Mahlgrad und öligen Bohnen, zusätzlich bei jedem Sortenwechsel. Wer seltener mahlt, reinigt seltener, aber nicht nie; Graef begründet die Reinigung ausdrücklich mit Kaffee, der im Gerät verbleibt und oxidiert.
Für Mühlen, die nur gelegentlich laufen, etwa eine Handmühle für den Urlaub, ergibt sich eine einfache Regel: nach dem letzten Gebrauch reinigen, nicht vor dem nächsten. Wer die Mühle mit Pulverresten für Wochen in den Schrank stellt, findet beim nächsten Mal genau den alten Kaffee, vor dem Graef warnt. Wer sie leer und gepinselt einräumt, kann sie beim nächsten Mal sofort benutzen.
Für elektrische Mühlen, die länger nicht benutzt werden, nennt Cloer eine weitere Regel: den Netzstecker ziehen, wenn das Gerät längere Zeit nicht benutzt wird. Krups empfiehlt das ebenfalls, sobald man das Gerät nicht mehr benutzt. Wer die Mühle für den Urlaub vom Netz nimmt, kann sie bei der Gelegenheit gleich leer mahlen und pinseln; dann ist beides erledigt.
Wenn etwas schiefgeht: Die Mühle mahlt nur noch grob
Mahlt eine elektrische Mühle nach der Reinigung auf allen Stufen nur grob, ist das Mahlwerk nach der Graef-Anleitung nicht korrekt eingesetzt. Abhilfe: Bohnenbehälter abnehmen, oberes Mahlwerk herausnehmen, Markierungen prüfen und sorgfältig neu einsetzen. Das gilt für die CM702 ausdrücklich und ist bei anderen Mühlen mit Markierungen die erste Prüfung.
Mahlt die Mühle mit der Zeit immer weniger, kann das am Verschleiß liegen. De’Longhi schreibt für die Dedica, mit der Zeit nutzten sich die Mahlwerke ab und die Pulvermenge werde weniger. In diesem Fall solle man sich an ein autorisiertes Kundendienstzentrum wenden, um neue Mahlwerke zu kaufen. Eine Reinigung behebt diesen Fall nicht.
Lässt sich bei der Krups der Mahlgrad nicht mehr verstellen, sitzt vermutlich das Oberteil des Mahlwerks nicht richtig, wie die Störungstabelle der Anleitung sagt. Bei der WMF kann eine eingeklemmte Bohne den Anlauf verhindern; dann stellt man einen gröberen Mahlgrad ein und kehrt nach dem Anlaufen bei laufendem Motor zurück.
Graef beschreibt für die CM702 außerdem, was zu tun ist, wenn die Mühle auf der feinsten Stufe nicht mehr fein genug mahlt. Unter den unteren Mahlkegel lässt sich eine Unterlegscheibe setzen, die die Einstellung um etwa sieben Stufen in Richtung fein verschiebt. Dafür werden oberes Mahlwerk und Arretierungsring entnommen und eine Verschlussmutter mit einem Zehner-Schraubenschlüssel gelöst. Das ist keine Reinigung, aber ein Eingriff, der beim Reinigen auffallen kann, weil die Scheiben dort liegen.
Wenn etwas schiefgeht: Es kommt kein Pulver, oder es riecht nach Rauch
Rommelsbacher beschreibt für die EKM 200 einen Fall, der zunächst beunruhigend klingt. Kommt beim Mahlen kein Pulver aus der Maschine oder bemerkt man eine leichte Rauchentwicklung, sei meist die Pulverauswurföffnung verstopft. Abhilfe: Mühle ausschalten, Netzstecker ziehen, festsitzendes Pulver vorsichtig mit einem Zahnstocher aus der Öffnung entfernen und mit dem Pinsel gründlich säubern.
Dass Pulver die Öffnung verstopft, hängt nach Rommelsbacher und Cloer mit dem Mahlgrad zusammen: Feines Pulver setzt sich schneller fest, ölige Bohnen ebenfalls. Wer das Problem öfter hat, reinigt die Auswurföffnung häufiger, nicht nur das Mahlwerk. WMF warnt zudem, ein überfüllter Auffangbehälter könne das Gerät verstopfen; man solle ihn rechtzeitig leeren.
Riecht es nach der zweiten großen Kanne warm, kann auch die Laufzeit überschritten sein. Rommelsbacher nennt für die EKM 200 höchstens zwei Minuten Dauerbetrieb und danach zwei Minuten Abkühlen, für die EKM 400 drei Minuten. Die Calibra von Melitta begrenzt jeden Mahlvorgang auf 50 Sekunden und verlangt nach zu häufigem Mahlen eine Stunde Abkühlzeit. Wer an diese Grenzen kommt, macht eine Pause, bevor er an Reinigung denkt.
Ein verstopfter Auswurf ist auch der Fall, in dem sich der Staubsauger bewährt, wo er erlaubt ist. Melitta und De’Longhi nennen ihn für Kaffeerückstände im Gerät. Wer saugt, zieht vorher den Stecker und saugt nur dort, wo die Anleitung es beschreibt: bei der Calibra die Reste aus dem Mahlwerk, bei der Dedica das Innere des Geräts.
Wenn etwas schiefgeht: Steinchen und Blockade
Rommelsbacher schreibt für die EKM 200, es könne vorkommen, dass sich kleine Fremdkörper wie Steinchen in den Bohnen befinden. Dann starte die Mühle nicht oder blockiere während des Mahlens. Man solle sofort ausschalten, den Mahlstempel ausbauen und das Mahlwerk reinigen. Für die EKM 400 meldet die Elektronik eine solche Blockade mit dem Fehlercode E2.
Ein Steinchen ist der Fall, in dem die Reinigung zur Reparatur wird. Wer es entfernt hat, prüft die Mahlflächen auf Kerben, bevor er weitermahlt. Sind sie beschädigt, ist das ein Fall für den Kundendienst; Neue Mahlwerke über den Kundendienst nennt De’Longhi, ein Kapitel zu Ersatzteilen und Zubehör hat die Anleitung der EKM 400.
Melitta nennt für die Calibra zwei Fehlermeldungen, die beim Reinigen auftauchen können: E01, wenn der Bohnenbehälter leer ist, und E02. Wer nach dem Reinigen die Mühle ohne Bohnen startet, sieht E01 und muss sich keine Sorgen machen.
WMF beschreibt für die Stelio den Fall, dass eine Bohne im Mahlwerk eingeklemmt ist und den Motor am Anlaufen hindert. Statt das Mahlwerk auszubauen, stellt man einen gröberen Mahlgrad ein; ist die Bohne gelöst, kann man bei laufendem Motor auf den gewünschten Mahlgrad zurückstellen. WMF rät deshalb, den Mahlgrad vor dem Einfüllen der Bohnen einzustellen. Das gilt auch nach einer Reinigung: erst einstellen, dann befüllen.
Wenn etwas schiefgeht: Pulver klebt am Behälter
Pulver, das am Auffangbehälter haftet und beim Öffnen herumfliegt, ist kein Schmutzproblem, sondern eines der Aufladung. WMF begründet es mit statischer Aufladung und empfiehlt, leicht gegen den Auffangbehälter zu klopfen, bevor man den Deckel abnimmt. Krups empfiehlt dasselbe Klopfen vor dem Öffnen.
Melitta beschreibt in der Calibra-Anleitung, sehr trockene Luft und elektrostatisch aufgeladene Kunststofffilter könnten dazu führen, dass Pulver umherfliegt und sich an der Außenwand festsetzt; ein vorher befeuchteter Filter vermindere diesen Effekt. Graef bewirbt für die CM702 einen Antistatik-Einsatz, Rommelsbacher für die EKM 400 eine Antistatik-Funktion.
Für die Reinigung heißt das: Pulver an der Außenwand ist ein Zeichen für Aufladung, nicht für eine schmutzige Mühle. Gegen Aufladung hilft Klopfen, gegen Pulverreste der Pinsel. Wer den Auffangbehälter spült, muss ihn vollständig trocknen, sonst klebt das nächste Pulver erst recht.
Gegen Pulver, das schon am Behälter klebt, hilft der Pinsel, bei starkem Belag warmes Wasser mit etwas Spülmittel, wie es Graef, Rommelsbacher und De’Longhi für die Behälter nennen. Wer den Pulverbehälter in die Spülmaschine geben will, prüft vorher die eigene Anleitung: WMF und Krups erlauben es, Melitta, De’Longhi und Cloer nicht.
Auch Wancle wirbt für den Kunststoffbehälter der eigenen Scheibenmühle mit einer Behandlung gegen elektrostatische Aufladung und Anhaften von Pulver. Ob das wirkt, lässt sich ohne Anleitung und ohne Benutzung nicht sagen. Für die Reinigung ändert es nichts: Auch ein behandelter Behälter wird mit Pinsel oder warmem Wasser gereinigt und muss danach trocken sein.
Welche Reinigung für welche Mühle: der Assistent
Der Assistent fasst die Regeln dieser Seite für die häufigsten Fälle zusammen. Er ersetzt die eigene Anleitung nicht, gibt aber die Richtung an, wenn keine zur Hand ist.
Wie reinige ich meine Kaffeemühle?
Drei Fragen zu Mühle, Anleitung und Anlass. Das Ergebnis nennt den Weg, den die gelesenen Herstelleranleitungen für diesen Fall beschreiben.
Ergebnis
Nach der eigenen Anleitung, trocken
Stecker ziehen, leer mahlen, oberes Mahlwerk nach Anleitung abnehmen, mit Pinsel reinigen, Behälter spülen, alles trocknen, Mahlgrad notieren und wieder einstellen. Wasser am Mahlwerk nur, wenn die Anleitung es erlaubt.
Alle Wege dieses Assistenten im Klartext
- Wenn Anlass: Störung: kein Pulver, nur grob, Blockade, dann Erst Stecker, dann Auswurf und Einbau prüfen. Kein Pulver oder leichter Rauch: Auswurföffnung mit Zahnstocher und Pinsel freimachen (Rommelsbacher). Nur grob: oberes Mahlwerk nach Markierungen neu einsetzen (Graef). Blockade: Fremdkörper durch Ausbau entfernen; bei Kerben Kundendienst.
- Wenn Mühle: Elektrisch mit Kegel- oder Scheibenmahlwerk und Anleitung: Ja und Anlass: Regelmäßige Pflege, dann Nach der eigenen Anleitung, trocken. Stecker ziehen, leer mahlen, oberes Mahlwerk nach Anleitung abnehmen, mit Pinsel reinigen, Behälter spülen, alles trocknen, Mahlgrad notieren und wieder einstellen. Wasser am Mahlwerk nur, wenn die Anleitung es erlaubt.
- Wenn Mühle: Elektrisch mit Kegel- oder Scheibenmahlwerk und Anleitung: Nein und Anlass: Regelmäßige Pflege, dann Die strengste Regel anwenden. Ohne Anleitung gilt die vorsichtigste Regel der gelesenen Hersteller: Mahlwerk nur mit Pinsel, kein Wasser, keine Spülmaschine, kein Reis, keine Tabletten. Behälter von Hand spülen und trocknen. Anleitungen der Kegelmühlen im Vergleich
- Wenn Mühle: Elektrisch mit Schlagmesser und Anlass: Regelmäßige Pflege, dann Behälter auswischen, Vorsicht am Messer. Kein Ausbau; Oberflächen vor jedem Gebrauch reinigen (Bosch), mit Tuch oder Pinsel um das Messer herum. Nach Gewürzen gründlich, sonst schmeckt der nächste Kaffee danach.
- Wenn Mühle: Handmühle mit Stahlmahlwerk und Anlass: Regelmäßige Pflege, dann Pinsel, bei Zassenhaus auch Reis. Trocken mit Pinsel oder Tuch, etwa alle zwei Wochen bei täglichem Gebrauch (Groenenberg). Reis nur, wenn der Hersteller ihn nennt (Zassenhaus). Keine Spülmaschine. Handmühlen im Vergleich
- Wenn Mühle: Handmühle mit Keramikmahlwerk und Anlass: Regelmäßige Pflege, dann Zerlegen, wo erlaubt waschen, gut trocknen. Keramikmahlwerke lassen sich bei manchen Herstellern zum Waschen zerlegen (Hario). Danach alle Teile vollständig trocknen, bevor wieder Bohnen hineinkommen.
- In jedem anderen Fall: Im Zweifel trocken. Stecker ziehen, leer mahlen, Mahlwerk mit Pinsel, Behälter von Hand spülen, alles trocknen. Das erlaubt jede gelesene Anleitung.
Reinigungsabschnitte der Anleitungen von Melitta, De’Longhi, Graef, Rommelsbacher, Cloer, WMF, Krups, Bosch, Zassenhaus, Silberthal, Groenenberg und der Produktseite von Hario Europe, gelesen bis zum 21.10.2026.
Der Assistent wählt bei fehlender Anleitung bewusst die vorsichtigste Regel. Wer später die Anleitung findet und dort etwas Großzügigeres liest, darf es anwenden; umgekehrt wäre es riskanter.
Verschleiß: wann Reinigen nicht mehr hilft
Ein Mahlwerk nutzt sich ab, und keine Reinigung bringt die Schärfe zurück. De’Longhi schreibt das für die Dedica offen: Mit der Zeit nutzten sich die Mahlwerke ab, die Kaffeepulvermenge werde weniger, und dann solle man beim Kundendienst neue Mahlwerke kaufen. Für andere Mühlen fand sich kein ähnlicher Hinweis, aber das Prinzip gilt für jedes Mahlwerk.
Bei Handmühlen versprechen manche Hersteller eine lange Lebensdauer. Zassenhaus gibt laut Anleitung 25 Jahre Garantie auf das Mahlwerk, und das Amazon-Datenfeld nennt eine Verfügbarkeit von Ersatzteilen in der EU von 25 Jahren. Ausgeschlossen sind dort ausdrücklich Schäden durch mangelnde Pflege und Reinigung. Wer reinigt, wie die Anleitung es verlangt, erhält sich also auch die Garantie.
Bei Handmühlen ist der Verschleiß außerdem eine Frage des Mahlguts. Zassenhaus empfiehlt Reis für die Reinigung; ob das auf Dauer am Mahlwerk zehrt, sagt die Anleitung nicht. Wer der Herstellerregel folgt, bleibt in der Garantie. Wer Reis in einer Mühle verwendet, deren Hersteller ihn nicht nennt, trägt das Risiko selbst.
Bei elektrischen Mühlen ist die Lage ähnlich: Rommelsbacher wertet unsachgemäßen Gebrauch und die Missachtung der Anleitung als Grund für den Verlust des Garantieanspruchs, WMF schließt Schäden durch unterbliebene Pflege aus. Wer die Reinigungsregeln seiner Anleitung einhält, schützt damit nicht nur den Geschmack, sondern auch den Anspruch, wenn das Mahlwerk vorzeitig nachlässt.
Wann ein Mahlwerk verschlissen ist, lässt sich ohne Messung schwer sagen. Ein Hinweis ist, wenn die Mühle für dieselbe Tassenzahl deutlich weniger Pulver liefert als früher, wie De’Longhi es beschreibt. Wer das prüfen will, wiegt die Pulvermenge einmal im Jahr bei gleicher Einstellung; wie man vorher die eigene Waage prüft, steht im Ratgeber zur Genauigkeit der Küchenwaage.
Die Mühle und der Rest der Kaffeeküche
Eine saubere Mühle ist nur ein Teil des Geschmacks. Wer Espresso trinkt, reinigt auch die Maschine und entkalkt sie; wie das bei Siebträgern geht und in welchen Abständen, beschreibt der Ratgeber zum Entkalken der Siebträgermaschine. Schmeckt der Espresso trotz sauberer Mühle sauer, liegt die Ursache oft woanders.
Welche Ursachen das sein können, von der Röstung über die Wassertemperatur bis zur Menge, und in welcher Reihenfolge man sie prüft, steht im Ratgeber Espresso schmeckt sauer: woran liegt das. Die Mühle ist dort eine von mehreren Stellschrauben, und eine saubere Mühle ist die Voraussetzung, um die anderen sinnvoll zu prüfen.
Wer einen Vollautomaten mit eigenem Mahlwerk hat, kann dessen Mahlwerk meistens nicht selbst ausbauen. Was dort zu reinigen ist und was die Hersteller dazu sagen, ordnet der Ratgeber zur Reinigung des Kaffeevollautomaten, für das Milchsystem gibt es einen eigenen Ratgeber.
Wer den Vollautomaten auch entkalkt, findet die Abstände und Mittel im Ratgeber zum Entkalken des Kaffeevollautomaten. Die Reinigung des Milchsystems, die bei Vollautomaten oft mehr Aufmerksamkeit braucht als das Mahlwerk, ordnet der Ratgeber zur Reinigung des Milchsystems.
Und wer Filterkaffee oder Handfilter mit dem Wasserkocher zubereitet, sollte auch an diesen denken. Kalk im Wasserkocher verändert nicht das Mahlwerk, aber den Kaffee; wie man ihn entfernt, steht im Ratgeber zum Entkalken des Wasserkochers.
Bleibt der Kaffee trotz allem anders als erwartet, lohnt sich der Blick auf die Mühle selbst. Ob sie zur Zubereitung passt, ob der Mahlgrad stimmt und ob die Füllmenge reicht, beantworten die drei Vergleiche dieses Themenbereichs. Für den Siebträger gibt es den Vergleich der passenden Mühle für die Siebträgermaschine.
Was nicht herauszufinden war
Für drei Mühlen der drei Vergleiche fand sich keine Reinigungsanweisung. Die Datei am Angebot der De’Longhi KG79 enthält als lesbaren Text nur das Deckblatt; auf der Produktseite von De’Longhi fand sich keine Anleitung zum Herunterladen. Für die Wancle hängt keine Datei am Angebot, und eine Herstellerseite war nicht zu finden. Am Angebot der Waldwerk hängt die Anleitung einer elektrischen Salz- und Pfeffermühle.
Die Anleitung der Hario Mini Mill Slim Plus, die Hario Europe verlinkt, ist eine Bilddatei ohne lesbaren Text; für diese Seite stand nur die Produktseite zur Verfügung, die das Waschen des Mahlwerks erwähnt. Ob die Anleitung zusätzlich etwas zum Trocknen oder zur Häufigkeit sagt, blieb offen.
Bei der Graef CM702 hängt am Amazon-Angebot die Anleitung eines Allesschneiders; die Reinigungsangaben auf dieser Seite stammen aus der Anleitung, die Graef auf der eigenen Produktseite bereitstellt. Bei der WMF Stelio hängt am Angebot eine ältere Fassung; die Reinigungsangaben hier stammen aus ihr, die aktuelle Fassung beim Hersteller wurde für Füllmenge, Mahlgrad und Tassenwahl gelesen.
Offen bleibt außerdem, warum Zassenhaus Reis empfiehlt und Rommelsbacher ihn verbietet. Keine der beiden Anleitungen begründet die Regel über einen Satz hinaus, und eine Anfrage an die Hersteller war für diese Seite nicht möglich. Wer es genau wissen will, fragt den Kundendienst des eigenen Herstellers; Rommelsbacher nennt dafür die Nummer 09851/5758 5732, Melitta für Haushaltsprodukte 0571/861040.
Ebenfalls offen blieb, wie oft die Krups GVX2, die WMF Stelio und die Calibra gereinigt werden sollen. Alle drei Anleitungen sagen „regelmäßig“ oder nennen nur den Ablauf, aber kein Intervall. Ein festes Intervall nennen nur Graef mit einmal pro Woche und Groenenberg mit etwa alle zwei Wochen; De’Longhi verlangt die Reinigung nach jedem Gebrauch. Ob diese Zahlen auf Messungen beruhen oder auf Erfahrung, sagt keine der drei.
Und schließlich: Diese Seite hat keine Mühle gereinigt und keinen Geschmack verglichen. Was hier steht, ist die Summe dessen, was die Hersteller schreiben. Wo eine Anleitung fehlt, ersetzt diese Seite sie nicht; sie nennt nur die vorsichtigste Regel, die keine der gelesenen Anleitungen verletzt.
Diese Seite wird überarbeitet, wenn sich die Lage ändert: wenn ein Hersteller eine neue Anleitung veröffentlicht, eine fehlende Anleitung auftaucht oder eine der genannten Regeln geändert wird. Der Stand der Angaben ist oben auf der Seite vermerkt. Wer eine Abweichung zwischen dieser Seite und der Anleitung seiner Mühle findet, folgt der Anleitung.
Dieser Ratgeber gehört zum Bereich Kaffeemühle; die Übersicht des Bereichs Kaffeemühle ordnet alle sechs Seiten. Nach der Reinigung hilft die Mahlgrad-Tabelle beim Wiederfinden der Stufe, und wer zwischen den Bauarten schwankt, liest den Ratgeber Kegelmahlwerk oder Scheibenmahlwerk.

