Redaktioneller Ratgeber
Wohnen & Haushalt

Saugroboter-Wartung: der Plan für Woche, Monat und Jahr

Datenbasiert · kein Hands-on-Test

Saugroboter-Wartung nach Plan: wann Bürsten, Filter, Beutel und Mopps laut Anleitung dran sind, wie man den Akku lagert und was bei Störungen hilft.

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Aktualisiert 07.10.2026
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Matthias König
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Stand des Artikels
Veröffentlicht
07.10.2026
Aktualisiert
07.10.2026

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Soweit im Beitrag nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet, handelt es sich um eine redaktionelle Einordnung und nicht automatisch um einen eigenen Praxistest jedes Produkts.

Ein Saugroboter nimmt die Arbeit ab, aber nicht die ganze. Bürsten, Filter, Beutel, Mopps und Sensoren wollen gereinigt und gewechselt werden, und die Anleitungen der Hersteller sagen ziemlich genau, wann. Dieser Ratgeber folgt dem Ablauf nach dem Kauf: was am ersten Tag zu tun ist, was nach einer Woche, einem Monat und einem Jahr fällig wird, und was hilft, wenn der Roboter streikt. Welcher Roboter überhaupt zur Wohnung passt, beantworten die Vergleiche, die in der Übersicht zu Saugrobotern und Wischrobotern nach Fragen geordnet sind.

Alle Intervalle stammen aus den Wartungstabellen der Anleitungen von neun Saugrobotern aus den Vergleichen dieses Themenbereichs. Wo eine Anleitung schweigt, steht das so da. Die Anleitung des VONKO S6 Pro lag nur als Scan eines Dritten vor, dessen Herkunft nicht belegt ist; ihre Angaben sind entsprechend gekennzeichnet.

13 bis 30 Wechsel und rund 300 Handgriffe im Jahr: die Rechnung vorab

Die Rechnung beginnt mit der Wartungstabelle des dreame L40 Ultra A, eines Saug- und Wischroboters mit Komplettstation. Die Hauptbürste wird laut Anleitung alle 6 bis 12 Monate ersetzt, die Bürstenleiste ebenso, Staubbehälterfilter und Seitenbürste alle 3 bis 6 Monate, der Staubbeutel alle 2 bis 4 Monate und die Wischpads alle 1 bis 3 Monate. Zusammengezählt sind das im Jahr mindestens 13 und höchstens 30 Wechsel.

Dazu kommt das Reinigen. Sechs Teile soll man laut derselben Tabelle alle zwei Wochen säubern: Frischwasserbehälter, Hauptbürste, Bürstenleiste, Filter, Seitenbürste und Wischpadhalter. Elf weitere Stellen einmal im Monat, von den Ladekontakten über die Klippensensoren bis zur Unterseite des Roboters, und den Filter der Waschplatte alle ein bis zwei Monate. Bei 26 Zwei-Wochen-Terminen und zwölf Monatsterminen ergibt das rund 300 Handgriffe im Jahr. Den Schmutzwasserbehälter leert man zusätzlich nach jedem Gebrauch. Für einen reinen Sauger ohne Wischfunktion wie den eufy C10 fällt alles weg, was mit Wasser zu tun hat; übrig bleiben Bürsten, Filter, Sensoren und der Beutel der Absaugstation.

Andere Hersteller kommen auf ähnliche Zahlen, nur anders verteilt. Ecovacs verlangt beim DEEBOT T90 PRO OMNI, Hauptbürste, Filter und Tropfschale wöchentlich zu reinigen, also 52 Mal im Jahr, und die Wischrolle alle ein bis zwei Monate zu ersetzen. roborock lässt beim Qrevo S Pro die Seitenbürste nur monatlich reinigen und den Filter erst nach 6 bis 12 Monaten tauschen. Bei roborock steht vieles nur „nach Bedarf“, von den Rädern über den Staubbehälter bis zu den Sensoren, was die Rechnung kleiner aussehen lässt, als sie im Alltag ist.

Rechnet man die anderen beiden Tabellen auf dieselbe Weise, kommt Ecovacs auf 11 bis 22 Wechsel im Jahr: ein bis zwei Hauptbürsten, zwei bis vier Seitenbürsten und Filter, sechs bis zwölf Wischrollen, dazu die Staubbeutel, die die App anfordert. Gereinigt werden Hauptbürste, Filter und Tropfschale je 52 Mal, die Seitenbürste 26 Mal, neun Stellen am Roboter und drei an der Station je zwölf Mal; zusammen sind das gut 330 Handgriffe. roborock kommt auf 8 bis 20 Wechsel, weil der Filter nur ein- bis zweimal im Jahr getauscht wird, und auf rund 64 feste Reinigungstermine für Hauptbürste, Filter und Seitenbürste.

Das ist kein Argument gegen einen Saugroboter, aber eines für ehrliche Erwartungen. Ein Roboter mit Station nimmt das Saugen und das Wischen ab und ersetzt sie durch kurze, regelmäßige Pflege. Wie viel Pflege welche Bauart verlangt, ist auch eine Frage der Ausstattung: Ein reiner Sauger ohne Mopp hat weniger zu warten als ein Gerät mit Wasserkreislauf, wie der Vergleich der günstigen Saugroboter zeigt, in dem auch Geräte ohne Wischstation stehen.

Wechselintervalle von neun Robotern nebeneinander

Die Tabelle nennt je Teil zuerst das Reinigungs-, dann das Wechselintervall aus der Anleitung. dreame, mova, roborock und Xiaomi schreiben dazu, dass sich die Häufigkeit nach der tatsächlichen Nutzung richtet und beschädigte Teile sofort zu ersetzen sind.

ModellHauptbürsteSeitenbürsteFilterStaubbeutelMoppsAkku bei Lagerung laden
roborock Qrevo S Pro und QV 35Aalle 2 Wochen / alle 6–12 Monatemonatlich / alle 3–6 Monatealle 2 Wochen / alle 6–12 Monatenach Bedarfnach Bedarf / alle 1–3 Monatemindestens alle 3 Monate
dreame L40 Ultra Aalle 2 Wochen / alle 6–12 Monatealle 2 Wochen / alle 3–6 Monatealle 2 Wochen / alle 3–6 Monatealle 2–4 Monate– / alle 1–3 Monatemindestens alle 3 Monate
dreame D10 Plus Gen 2alle 2 Wochen / alle 6–12 Monatealle 2 Wochen / alle 3–6 Monatealle 2 Wochen / alle 3–6 Monatealle 2–4 Monatenach jedem Gebrauch / alle 3–6 Monatemindestens alle 3 Monate
MOVA P50 Pro Ultraalle 2 Wochen / alle 6–12 Monatealle 2 Wochen / alle 3–6 Monatealle 2 Wochen / alle 3–6 Monatealle 2–4 Monate– / alle 1–3 Monatemindestens alle 3 Monate
ECOVACS DEEBOT T90 PRO OMNIwöchentlich / alle 6–12 Monatealle 2 Wochen / alle 3–6 Monatewöchentlich / alle 3–6 Monatebei Aufforderung in der AppWischrolle alle 1–2 Monatealle 1,5 Monate
Xiaomi S40 Proalle 2 Wochen / 6–12 Monatealle 2 Wochen / 3–6 Monatealle 2 Wochen / 3–6 Monatekeine Absaugstationnach jedem Gebrauch / 1–3 Monatemindestens alle 3 Monate
VONKO S6 Pro (Scan)einmal pro Woche / nicht genannteinmal pro Woche / nicht genanntReinigung beschrieben / nicht genanntbei roter Anzeigeregelmäßig / alle 6–12 Monatealle 3 Monate oder einmal im Monat
eufy C10kein Intervall genannt„regelmäßig“kein Intervall genanntbei roter Anzeigekein Wischennicht genannt
NARWAL Freo X10 Pronicht genanntnicht genanntnicht genanntnicht genanntnicht genanntnicht genannt

Drei Dinge fallen auf. Die Tabellen von dreame und mova sind fast wortgleich, bis zu einem Verbrauchsteil, das nur mova führt: ein Kalkschutzmittel in der Station, zu tauschen alle 18 bis 36 Monate. roborock nennt für den Qrevo S Pro und den QV 35A dieselben Intervalle, was zu den Anleitungen passt, die beide Roboter als denselben Typ führen. Und zwei Hersteller nennen gar keine Zahlen: eufy schreibt beim C10 nur, man solle Seitenbürste und Sensoren „regelmäßig“ reinigen, und das gedruckte Handbuch des Narwal Freo X10 Pro hat kein Wartungskapitel.

Für Narwal hilft die Produktseite weiter. Sie verspricht 120 Tage ohne Wartung für den Staubbeutel und nennt ein Zubehörpaket für ein Jahr: eine Walzenbürste, sechs Wischpads, zwei Schwammfilter für den Frischwassertank, zwei Seitenbürsten, zwei HEPA-Filter, 24 Bodenreiniger und zwei Staubbeutel. Das ist keine Anleitung, aber ein Hinweis darauf, womit der Hersteller selbst im ersten Jahr rechnet. Die Geräte mit Komplettstation stehen im Vergleich der Saugroboter mit Wischfunktion.

Der erste Tag: Station aufstellen, Wasser einfüllen, Akku laden

Wartung beginnt mit dem Aufstellen. dreame empfiehlt für die Station des L40 Ultra A Fliesen- oder Marmorböden, roborock warnt, die Dockingstation vor direkter Sonne und allem zu schützen, was ihr Standortsignal blockieren könnte, sonst finde der Roboter womöglich nicht zurück. Narwal schreibt, die Ladestation nicht in die Nähe einer Wärmequelle zu stellen. Eine Station auf Parkett, die Wasser verliert, ist ein Wartungsfall, bevor der Roboter das erste Mal gefahren ist.

Bei der Umgebung sind sich die Hersteller einig. dreame, mova und Xiaomi nennen einen Betrieb zwischen 0 und 40 Grad, Ecovacs untersagt Gebrauch und Lagerung unter minus 5 und über 40 Grad und das Laden unter 0 und über 40 Grad. Wer den Roboter in einem unbeheizten Wintergarten oder einer Garage betreiben will, muss diese Grenzen beachten. Für roborock, eufy und Narwal stand in den gelesenen Unterlagen kein Temperaturbereich.

Vor der ersten Fahrt laden. eufy schreibt, der Roboter solle vor Gebrauch vollständig aufgeladen sein. Wie lange das dauert, nennen die Hersteller unterschiedlich: etwa 3,5 Stunden beim MOVA P50 Pro Ultra, etwa 4 Stunden beim dreame L40 Ultra A, etwa 6 Stunden beim dreame D10 Plus Gen 2, jeweils von niedrigem Akkustand. Danach folgt die erste Kartierung; wie der Roboter die Wohnung erfasst und warum die Station danach am selben Platz bleiben soll, erklärt der Ratgeber zur Navigation von Saugrobotern.

roborock legt eine Regel für den Dauerbetrieb fest: Der Roboter solle geladen bleiben, um die Akkuleistung zu erhalten. Ecovacs empfiehlt, den DEEBOT nach der Reinigung eingeschaltet in der Station zu lassen; außerhalb der Station wechsle er nach mehr als zehn Stunden in einen Tiefschlaf, um den Akku zu schonen. Der Xiaomi S40 Pro schaltet sich nach sechs Stunden im Ruhemodus selbst aus. Der Platz des Roboters ist also die Station, nicht die Ecke, in der er stehen geblieben ist.

Zum ersten Tag gehört auch Papierkram. dreame und mova schreiben in ihren Garantiebedingungen, ohne Kaufnachweis beginne die Garantiezeit drei Monate nach dem Datum auf dem Typenschild an der Unterseite des Geräts; der Beleg verlängert die Garantie also unter Umständen um Monate. Der Scan der VONKO-Anleitung fordert dazu auf, die Garantie über einen QR-Code zu registrieren und zu aktivieren. Und die Originalverpackung sollte man aufheben, weil mehrere Hersteller sie für Transport und Einsendung empfehlen.

Eine Kleinigkeit beruhigt beim Aufstellen. Wenn sich unter dem Wassertank der Station Wasser sammelt, nennt dreame das in der Fehlersuche des L40 Ultra A normal; man solle es mit einem trockenen Tuch abwischen. Ecovacs schreibt zur Tropfschale, beim Umdrehen könne etwas Restwasser austreten, wenn sich der DEEBOT nicht im Trocknungsmodus befindet. Wasser an der falschen Stelle ist also nicht gleich ein Defekt, aber ein Grund, die Station nicht auf empfindliches Holz zu stellen.

Die erste Woche: Schmutzwasser leeren, Mopps trocknen lassen

Die häufigste Aufgabe ist die unscheinbarste. dreame und mova verlangen, den Schmutzwasserbehälter nach jedem Gebrauch zu reinigen, und begründen es mit dem Geruch: Nachdem der Roboter seine Aufgabe erfüllt habe, solle man den Behälter reinigen, um Geruchsbildung zu vermeiden. Beim Xiaomi S40 Pro ohne Absaugstation gilt dasselbe für den Wassertank im Roboter: Restwasser sofort nach dem Wischen ausgießen, Moppkissen säubern und trocknen, sonst drohen Gerüche und Schimmel.

Auch der Staubbehälter des Xiaomi wird nach jedem Gebrauch geleert, weil ihn keine Station absaugt. Bei den Geräten mit Absaugstation entfällt das, der Behälter wird nur nach Bedarf gereinigt. Ecovacs nennt für die Tropfschale der Station eine wöchentliche Reinigung, für den Schmutzwassertank eine monatliche. In der ersten Woche lohnt es sich, genauer hinzusehen als später, weil man dann lernt, wie schnell sich Behälter und Schale in der eigenen Wohnung füllen.

Das Trocknen erledigt bei den Geräten mit Komplettstation die Station. Narwal wirbt mit einer Lufttrocknung bei 45 Grad für Mopp und Station gegen Schimmel und Gerüche, roborock und Narwal lassen die Trocknungsdauer in der App einstellen. Wer die Trocknung abkürzt, um Strom oder Lärm zu sparen, sollte nach einer Woche an den Mopps riechen. Was die Heißlufttrocknung im Jahr an Strom kostet, rechnet der Vergleich Saugroboter oder Wischsauger am Beispiel eines Wischsaugers vor.

Wasser und Reinigungsmittel: was in den Tank darf

Keine der gelesenen Anleitungen verlangt destilliertes oder enthärtetes Wasser. roborock schreibt für den Frischwassertank ausdrücklich Leitungswasser vor, Ecovacs Frischwasser, dreame, mova und VONKO sauberes Wasser, Xiaomi klares Wasser. Über die Härte des Wassers sagt keiner etwas. Die Sorge, die in der Suche oft auftaucht, ob man einen Saugroboter entkalken muss, beantworten die Anleitungen also nicht direkt; dazu mehr im Abschnitt über Kalk.

Einig sind sich alle beim heißen Wasser: Es darf nicht in den Tank. dreame und mova warnen, heißes Wasser könne den Frischwasserbehälter verformen, Ecovacs ebenso, roborock verlangt kaltes Wasser für Reinwasser- und Schmutzwassertank, Xiaomi verbietet heißes Wasser im Wassertank. Wenn eine Station mit heißem Wasser wäscht, heizt sie selbst; mova lässt die Heißwasserreinigung der Wischpads in der App einschalten und warnt dann vor dem Wasserauslass, um Verbrühungen zu vermeiden. Bei den Wischsaugern nennt Tineco eine Grenze: nur Wasser unter 60 Grad. Und für den Staubbehälter schreibt roborock, man solle ihn stets nur mit sauberem Wasser ohne Reinigungsflüssigkeit reinigen, um Verstopfungen zu vermeiden.

Bei Reinigungsmitteln sind die Hersteller streng. roborock untersagt Desinfektionsmittel und erlaubt nur die eigene, empfohlene Reinigungslösung, und davon nicht zu viel. dreame und mova lassen in den Frischwasserbehälter nur sauberes Wasser und die offiziell zugelassene Reinigungsflüssigkeit, ausdrücklich keinen Alkohol und kein Desinfektionsmittel. Ecovacs empfiehlt die über die offiziellen Kanäle erhältliche Lösung, um die Lebensdauer zu verlängern. Beim dreame D10 Plus Gen 2 und beim Xiaomi S40 Pro gehören gar keine Reinigungsmittel in den Tank, beim VONKO laut Scan ebenfalls nicht.

Die Strenge hat einen Grund, der über die Technik hinausgeht. Die Geschäftsbedingungen des roborock-Shops nehmen Schäden von den Mängelrechten aus, die durch Reinigungslösungen verursacht wurden, die roborock nicht hergestellt oder ausdrücklich genehmigt hat. Ecovacs und Narwal schließen Schäden durch nicht empfohlene Verbrauchsmaterialien aus. Wer fremde Mittel einfüllt, riskiert im Streitfall mehr als einen verstopften Schlauch.

Nach zwei Wochen: Hauptbürste, Seitenbürste, Filter

Alle zwei Wochen sind bei den meisten Herstellern die Teile an der Reihe, die den Schmutz aufnehmen. dreame, mova und Xiaomi nennen für Hauptbürste, Seitenbürste und Filter genau dieses Intervall, roborock für Hauptbürste und Filter, die Seitenbürste nur monatlich. Ecovacs verlangt für Hauptbürste und Filter eine wöchentliche Reinigung, VONKO laut Scan für Hauptbürste, Seitenbürste, Staubbeutel und Sensoren einmal pro Woche.

Bei der Hauptbürste unterscheiden sich die Anweisungen im Detail. roborock empfiehlt, sie mit einem feuchten Tuch abzuwischen, an der Luft trocknen zu lassen und vor direkter Sonne zu schützen; ätzende Reinigungs- oder Desinfektionsmittel seien tabu. dreame und mova raten, die Bürstenleisten zur Reinigung mit Wasser herauszunehmen, die Bürste selbst aber nicht zu waschen. eufy beschreibt für die Rollbürste des C10 das Entfernen von Haaren mit einer Schere und das Abspülen unter fließendem Wasser, dann vollständiges Trocknen an der Luft.

In Haushalten mit Tieren und langen Haaren können zwei Wochen zu lang sein. Die Hersteller schreiben selbst, dass sich die Häufigkeit nach der tatsächlichen Nutzung richtet, und Xiaomi nennt in der Fehlersuche einen Fremdkörper in der Bürste als Ursache schlechter Saugleistung. Narwal nennt in den Fragen auf der Produktseite drei Zeichen für den Wechsel: Die Walzenbürste sei auszutauschen, wenn sie abgeflacht ist, Borsten fehlen oder sie stark verschmutzt ist. Für die Seitenbürste sagt Narwal einen kostenlosen Ersatz zu, wenn sie innerhalb von drei Monaten nach dem Kauf ohne menschliches Zutun defekt wird. Wer viel Tierhaar im Haus hat, findet unter den Geräten des Vergleichs mit Komplettstation mehrere mit Schneide- oder Anti-Verwicklungs-System, deren Nutzen sich an genau dieser Stelle zeigt.

Den Filter richtig reinigen: Wasser ja, Bürste nein, 24 Stunden trocknen

Der Filter ist das Teil, bei dem die meisten Fehler passieren, und die Anleitungen sind hier ungewöhnlich deutlich. dreame und mova lassen Staubbehälter und Filter nur mit sauberem Wasser abspülen, ohne Reinigungsmittel, und verbieten, den Filter mit Bürste, Finger oder scharfen Gegenständen zu reinigen. Ecovacs schreibt dasselbe, eufy zusätzlich: kein heißes Wasser. roborock verbietet, die Filteroberfläche mit Händen, Bürsten oder scharfen Gegenständen zu berühren.

Xiaomi geht weiter und rät, den Filter nicht zu oft zu spülen, weil er sonst beschädigt werden könne. Eine Ausnahme bildet nur der Scan der VONKO-Anleitung: Dort soll man den Filter und seinen Steckplatz mit der Reinigungsbürste säubern. Das widerspricht allen anderen Herstellern, und weil die Herkunft des Scans nicht belegt ist, sollte man im Zweifel die strengere Regel befolgen und auf die Bürste verzichten.

Beim Trocknen nennt roborock die einzige Zahl: Staubbehälter und waschbaren Filter mindestens 24 Stunden durchgängig trocknen lassen, bevor man sie wieder einsetzt. eufy warnt, einen nicht vollständig trockenen Filter zu verwenden, das beeinträchtige die Reinigungsleistung. Wer den Filter abends spült, setzt ihn also erst am übernächsten Morgen wieder ein, oder er hat einen zweiten Filter. Narwals Zubehörpaket für ein Jahr enthält zwei HEPA-Filter; was ein HEPA-Filter leistet, zeigt der Vergleich der Staubsauger mit HEPA-Filter.

Gewechselt wird der Filter bei den meisten Herstellern alle drei bis sechs Monate, bei roborock erst nach sechs bis zwölf. Ein verstopfter Filter macht sich laut dreame durch Lärm bemerkbar: In der Fehlersuche steht, wenn der Roboter lauter werde, solle man prüfen, ob der Staubbehälterfilter verstopft ist, und ihn reinigen oder ersetzen.

Mopps, Wischpads, Wischrolle: waschen lassen, trocknen, wechseln

Bei den Wischteilen liegen die Hersteller am weitesten auseinander. Ecovacs verlangt für die waschbare Wischrolle des T90 PRO OMNI einen Wechsel alle ein bis zwei Monate. dreame nennt für die Wischpads des L40 Ultra A alle ein bis drei Monate, mova und Xiaomi ebenso, roborock für die Wischtücher des Qrevo S Pro und des QV 35A ebenfalls ein bis drei Monate. Beim dreame D10 Plus Gen 2 sind es drei bis sechs Monate, im Scan der VONKO-Anleitung sechs bis zwölf.

Die Spanne erklärt sich zum Teil aus der Bauart. Wo die Station die Mopps nach jedem Einsatz wäscht und trocknet, nutzen sie sich durch die Wäsche selbst ab; wo ein Wischpad nur feucht hinter dem Roboter hergezogen wird, wie beim D10 Plus Gen 2 und beim S40 Pro, reinigt man es nach jedem Gebrauch von Hand. dreame schreibt für den D10 Plus Gen 2, das Wischmodul beim Laden oder bei Nichtgebrauch abzunehmen, Restwasser auszugießen und die Mopps zu reinigen, sonst drohten Schimmel und Geruch.

roborock gibt einen Hinweis, der für alle gilt: Ein verschmutztes Wischtuch beeinträchtige die Wischleistung, man solle es vor dem Gebrauch reinigen. Narwal warnt, den Roboter nicht gewaltsam aus der Station zu ziehen, während der Mopp gewaschen wird. mova lässt die Wäsche der Wischpads mit heißem Wasser in der App einschalten. Narwals Zubehörpaket für ein Jahr enthält sechs Wischpads.

Geräte ohne Station verlangen mehr Handarbeit. Beim Xiaomi S40 Pro leert man den Staubbehälter und reinigt die Moppkissen nach jedem Gebrauch, das Restwasser gießt man sofort nach dem Wischen aus. Beim Wassertank widerspricht sich die Anleitung: Sie verbietet, ihn auszuspülen oder einzuweichen, und beschreibt zugleich, ihn mit wenig klarem Wasser zu füllen und durch Schütteln auszuspülen. Wer unsicher ist, hält sich an die vorsichtigere Variante und schüttelt nur wenig Wasser durch.

Beim dreame D10 Plus Gen 2, der eine Absaugstation, aber keine Moppwäsche hat, gehört der Wasserbehälter nicht in die Sonne und wird nur mit Wasser gereinigt. Für einen verstopften Luftkanal beschreibt die Anleitung, die Schrauben der Abdeckung zu lösen und den Kanal zu reinigen. Der eufy C10 wischt gar nicht; eufy warnt dafür, große Mengen Wasser aufzusaugen, und verlangt, die Absaugstation immer eingesteckt zu lassen, sonst kehre der Roboter nicht von selbst zurück.

Der erste Monat: Sensoren, Ladekontakte, Räder

Einmal im Monat sind die Teile dran, die man nicht sieht. dreame zählt beim L40 Ultra A elf Stellen auf: Signalbereich der Station, Ladekontakte, das Entlüftungsventil für die Absaugung, das Omnidirektionale Rad, Randsensor, Laserdistanzsensor, Teppichsensor, Klippensensoren, Stoßfängerfenster, Stoßfänger und die Unterseite des Roboters. mova nennt dieselben und zusätzlich den 3D-Linienlaser und die Öffnung für das automatische Wassernachfüllen. Xiaomi und Ecovacs nennen ebenfalls ein monatliches Intervall, bei Ecovacs einschließlich der Kamera. Ecovacs zählt dazu auch das Navigationsmodul und das Modul zur Hindernisvermeidung. Der Scan der VONKO-Anleitung verlangt, alle Sensoren wöchentlich mit einem sauberen, trockenen, weichen Tuch abzuwischen, eufy nennt für Sensoren, Stoßfänger und Ladekontakte nur „regelmäßig“.

Wichtig ist das Werkzeug: ein weiches, trockenes Tuch. dreame und mova warnen, ein feuchtes Tuch könne empfindliche Elemente im Inneren von Roboter und Station beschädigen. Ecovacs schreibt für die Ladekontakte, sie enthielten empfindliche Bauteile und seien nur trocken zu reinigen, die Kamera lasse sich mit einem sauberen, weichen Tuch abwischen, Reinigungsmittel oder Sprays seien nicht nötig. roborock verbietet, Roboter und Station abzuspülen oder die Ladekontakte mit einem nassen Tuch zu reinigen.

Dass sich die Mühe lohnt, zeigt die Fehlersuche der Anleitungen. Lädt der Roboter nicht, raten dreame, mova, Xiaomi und Ecovacs zuerst, die Ladekontakte zu reinigen. Findet er die Station nicht, soll man bei dreame den Signalbereich abwischen. Fährt er seltsame Wege, das Stoßfängerfenster. eufy schreibt, die Sturzsensoren seien weniger wirksam, wenn sie verschmutzt sind; ein verschmutzter Klippensensor ist an einer Treppe also kein Komfortproblem. Wie diese Sensoren arbeiten, erklärt der Ratgeber zur Navigation.

Die Räder werden gern vergessen. roborock lässt das Rundlaufrad samt Achse mit Wasser abspülen, um Haare und Schmutz zu entfernen, und die Haupträder mit einem weichen, trockenen Tuch reinigen, beides nach Bedarf. Narwal rät in den Fragen auf der Produktseite, Antriebsräder und Lenkrollen trocken abzuwischen, wenn der Roboter nicht sauber andockt. Ein Blick unter das Gerät gehört ohnehin zum Monatstermin; dreame führt die Unterseite des Roboters ausdrücklich auf der Liste für jeden Monat.

Die Station reinigen: Waschplatte, Tropfschale, Schmutzwassertank

Die Station ist das Teil, das am meisten Schmutz sieht, und die Hersteller verteilen ihre Pflege über mehrere Intervalle. dreame und mova nennen für den Filter der Waschplatte alle ein bis zwei Monate, für den Schmutzwasserbehälter jeden Gebrauch. Ecovacs listet für die Station des T90 PRO OMNI die Tropfschale wöchentlich, Schmutzwassertank, Korpus und Unterseite der Station sowie den Reinigungsmittelbehälter jeden Monat, den Frischwassertank alle drei Monate und den Wascheinsatz der Wischpads alle fünf Monate.

roborock beschreibt beim Qrevo S Pro, Mopp-Wascheinsatz und Filter mit Wasser abzuspülen, nach Bedarf. Dazu kommt eine Warnung, die zeigt, wie eng die Teile zusammenhängen: Die Station solle nicht ohne Reinwassertank, Schmutzwassertank, Staubbehälterabdeckung, Staubbeutel, Filter des Wascheinsatzes oder den Wascheinsatz selbst betrieben werden. Wer zum Reinigen ein Teil herausnimmt, setzt es also wieder ein, bevor die Station den nächsten Auftrag annimmt. Und wenn die Station längere Zeit nicht entleert hat, rät roborock, den Staubbehälter des Roboters von Hand zu leeren und zu prüfen, ob der Lufteinlass frei ist.

Wenn die Station Wasser verliert oder falsch misst, hilft oft die Waschplatte. dreame rät bei Problemen mit dem Wasserstand, den Filter der Waschplatte herauszunehmen und den Abflussanschluss auf Verstopfungen zu prüfen. Ecovacs nennt einen Fehler, bei dem die Station zu häufig automatisch wäscht, und als Ursache eine mit Staub überladene Tropfschale. Narwal beschreibt in seinen Fragen zum Überlauffehler, die ganze Station samt Reinigungsschale abzunehmen und stehendes Wasser mit einem Mikrofasertuch zu entfernen.

Wie gut die Intervalle zu den Werbeversprechen passen, zeigt Ecovacs. Die Produktseite des T90 PRO OMNI wirbt mit einer Reinigungswanne für den Mopp, die 150 Tage lang wartungsfrei sei, und die Anleitung nennt für den Wascheinsatz der Wischpads eine Reinigung alle fünf Monate. Beides passt zusammen. In der Fehlersuche steht dazu, wenn der Boden des Wascheinsatzes verschmutze, solle man ihn herausnehmen und mit Wasser abspülen.

Wenn der Roboter stinkt: Geruch aus Schmutzwasser, Mopp und Behälter

Ein Saugroboter, der riecht, hat fast immer eine von drei Ursachen, und alle drei stehen in den Anleitungen. Die erste ist der Schmutzwasserbehälter, den dreame und mova nach jedem Gebrauch reinigen lassen, ausdrücklich gegen Geruchsbildung. Die zweite sind die Mopps: dreame schreibt für den D10 Plus Gen 2, man solle beim Laden oder bei Nichtgebrauch das Wischmodul abnehmen, Restwasser ausgießen und die Mopps reinigen, um Schimmel und Geruch zu vermeiden.

Die dritte Ursache ist der Staub selbst, vor allem wenn feuchter Schmutz in den Staubbehälter gelangt. eufy warnt, Wasser könne dazu führen, dass Haare und Schmutz im hinteren Teil des Staubbehälters verklumpen. Ecovacs beschreibt, dass feine Partikel durch den Staubbeutel gelangen und sich an der Innenseite des Staubauffangbehälters sammeln; dann solle man dessen Innenseite reinigen.

Die Reihenfolge der Suche ergibt sich daraus: Schmutzwasserbehälter leeren und reinigen, Mopps herausnehmen und trocknen, Staubbehälter und Beutel prüfen. Bei Geräten mit Heißlufttrocknung lohnt ein Blick in die App, ob die Trocknung nach der Moppwäsche eingeschaltet und lang genug eingestellt ist. Riecht es danach noch, kommt der Filter der Waschplatte in Frage, den dreame und mova alle ein bis zwei Monate reinigen lassen.

Staubbeutel: 49 bis 120 Tage laut Werbung, zwei bis vier Monate laut Anleitung

Beim Staubbeutel trennen sich Werbung und Wartungstabelle. Die Produktseiten nennen Tage, die Anleitungen Monate. dreame verspricht für den L40 Ultra A bis zu 100 Tage, für den D10 Plus Gen 2 bis zu 90 Tage nach Tests im eigenen Labor, mova für den P50 Pro Ultra bis zu 75 Tage, Ecovacs bis zu 90, Narwal 120, eufy und VONKO 60. roborock nennt für die Station des QV 35A sieben Wochen.

roborock QV 35A (7 Wochen)49 Tageeufy C1060 TageVONKO S6 Pro60 TageMOVA P50 Pro Ultra75 Tagedreame D10 Plus Gen 290 TageECOVACS T90 PRO OMNI90 Tagedreame L40 Ultra A100 Tage▶ NARWAL Freo X10 Pro120 Tage
Wie lange ein Staubbeutel laut Hersteller reicht, in Tagen. Angaben der Produktseiten und Angebote, meist als Höchstwert. Die Anleitungen von dreame und mova nennen für den Wechsel alle 2 bis 4 Monate, also rund 60 bis 120 Tage.
Die Werte als Liste
  • roborock QV 35A (7 Wochen): 49 Tage
  • eufy C10: 60 Tage
  • VONKO S6 Pro: 60 Tage
  • MOVA P50 Pro Ultra: 75 Tage
  • dreame D10 Plus Gen 2:90 Tage
  • ECOVACS T90 PRO OMNI: 90 Tage
  • dreame L40 Ultra A: 100 Tage
  • NARWAL Freo X10 Pro: 120 Tage
Produktseiten der Hersteller und Amazon-Angebote, Stand 07.10.2026. Ecovacs nennt den Staubbeutelwechsel in der Anleitung „bei Aufforderung in der App“, roborock „nach Bedarf“.

Widersprüchlich sind die Angaben nicht, sie messen nur Verschiedenes. Die Tage sind ein Höchstwert unter Bedingungen, die die Hersteller selten nennen; dreame verweist beim D10 Plus Gen 2 immerhin auf Tests im eigenen Labor. Die Monate der Anleitung sind ein Wechselintervall für den Alltag. Wer einen Beutel 100 Tage lang füllt, hat in einem Haushalt mit Tieren einen anderen Beutel als in einer Single-Wohnung mit Hartboden.

Wann der Beutel wirklich voll ist, zeigen die Geräte an. Bei eufy und VONKO leuchtet eine rote Anzeige an der Station, bei Ecovacs fordert die App zum Wechsel auf. Saugt die Station nicht mehr ab, nennt dreame zuerst den vollen Beutel als Ursache, dann verstopfte Entlüftungsöffnungen. VONKO beschreibt, was zu tun ist, wenn die rote Anzeige nach dem Wechsel weiterblinkt: Netzkabel ziehen, Station umdrehen, Staubweg auf Verstopfungen prüfen. Wer grundsätzlich lieber ohne Beutel arbeitet, findet die Unterschiede bei klassischen Geräten im Vergleich der Staubsauger ohne Beutel.

Kalk in der Station: was die Hersteller zum Entkalken sagen

Ob man einen Saugroboter entkalken muss, gehört zu den häufigen Fragen. Die Anleitungen antworten darauf auffällig still. Keine der neun nennt ein Entkalken, keine verlangt destilliertes oder enthärtetes Wasser, und roborock schreibt sogar ausdrücklich Leitungswasser vor. Einen Hinweis gibt nur mova: In der Wartungstabelle des P50 Pro Ultra steht ein Kalkschutzmittel als Verbrauchsteil der Station, zu tauschen alle 18 bis 36 Monate.

Daraus lässt sich ablesen, dass zumindest mova mit Kalk in der Station rechnet und ihm mit einem Einsatz begegnet, statt den Nutzer entkalken zu lassen. Wie hart das Leitungswasser sein darf, sagt auch mova nicht. Bei den anderen Herstellern bleibt die Frage offen. Fremde Entkalker in den Tank zu füllen, verbietet sich nach den Regeln zu Reinigungsmitteln ohnehin: dreame und mova lassen nur sauberes Wasser und die zugelassene Reinigungsflüssigkeit zu.

Wer in einem Gebiet mit hartem Wasser wohnt, sollte die Düsen und den Wascheinsatz der Station beim monatlichen Reinigen ansehen. Weiße Ablagerungen sind ein Fall für den Kundendienst, nicht für ein Hausmittel, solange die Garantie läuft. Wie ein Hersteller das Entkalken regelt, wenn er es vorsieht, zeigt zum Vergleich die Seite zum Entkalken von Dampfbügelstationen, bei denen es zum Alltag gehört.

Das erste Jahr: welche Teile fällig werden

Im ersten Jahr wird aus Reinigen Wechseln. Die Zeitachse zeigt, wann bei einem Roboter mit Komplettstation nach den Anleitungen von dreame und mova welche Aufgabe ansteht. Die Spannen sind die Spannen der Hersteller; wer viel saugt, landet am unteren Ende.

SchmutzwasserJeder EinsatzSchmutzwasserbehälterleeren undreinigen,…▶ Bürsten undFilterAlle 2 WochenHauptbürste,Bürstenleiste,Seitenbürst…Sensoren undKontakteJeden MonatSensoren,Ladekontakte,Räder,…Waschplatte1 bis 2 MonateFilter derWaschplattein der…Wischpads1 bis 3 MonateWischpadsersetzenStaubbeutel2 bis 4 MonateStaubbeutelder StationersetzenFilter undSeitenbürste3 bis 6 MonateStaubbehälterfilterundSeitenbürst…Hauptbürste6 bis 12 MonateHauptbürsteersetzen,bei mova di…Kalkschutz18 bis 36 Monatenur mova:Kalkschutzmittelder Station…
Wartung eines Saugroboters mit Station im Ablauf. Intervalle aus den Wartungstabellen der Anleitungen des dreame L40 Ultra A und des MOVA P50 Pro Ultra. Andere Hersteller weichen ab, siehe Tabelle oben.
Die Stationen als Liste
  1. Jeder Einsatz: Schmutzwasser — Schmutzwasserbehälter leeren und reinigen, gegen Geruch
  2. Alle 2 Wochen: Bürsten und Filter — Hauptbürste, Bürstenleiste, Seitenbürste, Filter, Frischwasserbehälter, Wischpadhalter reinigen
  3. Jeden Monat: Sensoren und Kontakte — Sensoren, Ladekontakte, Räder, Stoßfänger trocken abwischen
  4. 1 bis 2 Monate: Waschplatte — Filter der Waschplatte in der Station reinigen
  5. 1 bis 3 Monate: Wischpads — Wischpads ersetzen
  6. 2 bis 4 Monate: Staubbeutel — Staubbeutel der Station ersetzen
  7. 3 bis 6 Monate: Filter und Seitenbürste — Staubbehälterfilter und Seitenbürste ersetzen
  8. 6 bis 12 Monate: Hauptbürste — Hauptbürste ersetzen, bei mova die Bürstenleiste alle 6 Monate
  9. 18 bis 36 Monate: Kalkschutz — nur mova: Kalkschutzmittel der Station tauschen
Anleitungen dreame L40 Ultra A und MOVA P50 Pro Ultra, Wartungstabellen, Stand 07.10.2026.

Rechnet man das Jahr zusammen, braucht ein Roboter dieser Art ein bis zwei Hauptbürsten, zwei bis vier Filter und Seitenbürsten, drei bis sechs Staubbeutel und vier bis zwölf Wechsel der Wischpads. Ecovacs kommt mit seiner Wischrolle, die alle ein bis zwei Monate zu ersetzen ist, auf sechs bis zwölf Wechsel allein dafür. Beim Xiaomi S40 Pro ohne Absaugstation fallen die Beutel weg, dafür nennt Xiaomi für die Bürstenabdeckung einen eigenen Wechsel alle drei bis sechs Monate.

Die Zahlen sind ein brauchbarer Maßstab für den Kauf. Ein Gerät, für das es diese Teile nicht als Original gibt, wird im zweiten Jahr zum Problem. Welche Hersteller ihre Ersatzteile selbst verkaufen, hat der Vergleich der günstigen Saugroboter für fünf Geräte nachgesehen: eufy führt den Ersatzakku für den C10, dreame Beutel und Bürste für den D10 Plus Gen 2, Xiaomi Hauptbürste und Wischpad, roborock die Hauptbürste für den QV 35A. Wie lange Staubsauger insgesamt halten, behandelt die Seite zur Lebensdauer von Staubsaugern.

Originalteile oder Nachbau: was Garantie und Geschäftsbedingungen sagen

Nachbauteile für Saugroboter gibt es für fast jedes Modell, und sie sind meist günstiger. Die Hersteller sehen das erwartungsgemäß anders. Ecovacs schließt von der Garantie Schäden durch Ersatzteile und Verbrauchsmaterialien aus, die nicht von der Ecovacs Europe GmbH angeboten oder empfohlen werden. Narwal schließt Schäden durch nicht von Narwal bereitgestelltes oder empfohlenes Zubehör und Verbrauchsmaterial aus.

Am ausführlichsten sind die Geschäftsbedingungen des roborock-Shops. Sie nehmen von den Mängelrechten Schäden aus, die verursacht wurden durch inkompatible Teile und Zubehör, durch Zubehör, Anbauteile oder Reinigungslösungen, die roborock nicht hergestellt oder genehmigt hat, durch unsachgemäße Lagerung, durch die Nichteinhaltung der Routinewartung und durch die Nichteinhaltung der empfohlenen Verfahren zur Aktualisierung von Software und Firmware. Wartung ist bei roborock also nicht nur eine Empfehlung, sondern Teil der Bedingungen.

Daraus folgt keine Pflicht, nur Originalteile zu kaufen. Ein Nachbaufilter, der passt, beschädigt kein Gerät. Es folgt aber, dass im Streitfall der Hersteller nachfragen wird, welche Teile im Gerät waren. Wer während der Garantie bei Originalteilen bleibt und die Wechsel grob notiert, hat das bessere Argument. Nach Ablauf der Garantie ist die Rechnung eine andere, und dann zählt vor allem, ob ein Teil passt und hält.

Der Akku: geladen lagern, alle drei Monate nachladen

Für längere Pausen sind sich die Hersteller fast einig. roborock schreibt, das Produkt nach vollständiger Ladung an einem kühlen, trockenen Ort zu lagern, auszuschalten, den Stecker zu ziehen und mindestens alle drei Monate aufzuladen, um eine Tiefentladung zu vermeiden. dreame, mova und Xiaomi verlangen dasselbe Intervall, ebenso die Wischsauger von roborock und Tineco im Vergleich mit den Robotern.

Zwei Hersteller weichen ab. Ecovacs verlangt beim T90 PRO OMNI, den Akku alle anderthalb Monate aufzuladen, also doppelt so oft. Der Scan der VONKO-Anleitung widerspricht sich selbst: Auf einer Seite steht alle drei Monate, auf einer anderen mindestens einmal im Monat. eufy und Narwal nennen in den gelesenen Unterlagen gar kein Intervall. Wer nicht weiß, welche Regel gilt, folgt der strengeren und lädt einmal im Monat.

Was passiert, wenn man es vergisst, beschreibt Ecovacs: Sei der Akku übermäßig entladen oder lange nicht benutzt worden, lasse sich der DEEBOT womöglich nicht mehr aufladen; dann solle man sich an Ecovacs wenden und den Akku nicht selbst zerlegen. VONKO nennt in der Fehlersuche den Fall, den Roboter manuell auf die Station zu setzen und fünf Stunden zu laden. Und VONKO schreibt einen Satz, der für alle gilt: Die Akkulaufzeit nehme mit der Nutzungsdauer langsam ab, das sei normal. Wer später einen Ersatzakku sucht, braucht die Angaben vom Typenschild oder aus der Anleitung: Narwal nennt für den Freo X10 Pro einen Lithium-Ionen-Akku mit 14,4 Volt, 5.000 Milliamperestunden und 72 Wattstunden, eufy für den C10 2.600 Milliamperestunden, Xiaomi für den S40 Pro 4.800 als Nenn- und 5.200 als Sollkapazität.

Zahlen zur Alterung des Akkus nennt keiner der Hersteller. Wie unterschiedlich Akkulaufzeiten schon bei Stielstaubsaugern ausfallen, zeigt der Vergleich der Akku-Staubsauger mit langer Laufzeit.

Akku wechseln: heute Fachpersonal, ab Februar 2027 der Nutzer

Den Akku selbst zu tauschen, erlauben die Anleitungen heute kaum. dreame und mova schreiben, das Gerät enthalte Akkus, die nur von Fachpersonal ausgetauscht werden können, und man solle Akku oder Station nicht selbst zerlegen. Xiaomi schreibt, die Akkus dürften nur von Fachpersonal ausgewechselt werden, und ein beschädigter Akku müsse durch ein Originalteil ersetzt werden. Ecovacs verweist für den Tausch an den Kundendienst.

Die Anleitungen beschreiben den Ausbau trotzdem, aber nur für die Entsorgung. dreame verlangt, die Batterie vor der Entsorgung von qualifizierten Technikern entfernen zu lassen, Xiaomi, den Akkupack vor der Entsorgung zu entnehmen. Der Scan der VONKO-Anleitung ist der einzige, der den Ausbau mit geeignetem Werkzeug in drei Schritten zeigt, zugleich aber verbietet, den Akku ohne ausdrückliche Genehmigung zu öffnen oder zu verändern.

Das ändert sich mit der Batterieverordnung (EU) 2023/1542. Nach ihrem Artikel 11, der ab dem 18. Februar 2027 gilt, müssen Gerätebatterien in Produkten vom Endnutzer jederzeit während der Lebensdauer leicht entfernt und ausgetauscht werden können, mit handelsüblichen Werkzeugen, ohne Spezialwerkzeug, Wärme oder Lösungsmittel. Dem Produkt müssen eine Anleitung und Sicherheitsinformationen für Entfernen und Austausch beiliegen, dauerhaft auch online. Und nach Absatz 7 müssen Ersatzbatterien mindestens fünf Jahre nach dem letzten Exemplar eines Modells erhältlich sein.

Die Ausnahmen der Verordnung betreffen Geräte für Spritz-, Strahl- oder Unterwasserbedingungen, bestimmte Medizingeräte und Produkte, die eine dauerhafte Stromversorgung brauchen. Saugroboter nennt die Verordnung nicht ausdrücklich; dass keine der Ausnahmen auf sie passt, ist eine Auslegung, die sich aus ihrem Wortlaut ergibt. Weil die Pflicht an das Inverkehrbringen anknüpft, trifft sie nach dem Wortlaut Geräte, die ab diesem Tag in Verkehr gebracht werden. Wer heute kauft, bleibt also beim Kundendienst. Bei den Wischsaugern ist die Lage nicht besser: Tineco schreibt in den Anleitungen des S7 Stretch und des iFLOOR 5, das Gerät enthalte Akkuzellen, die nicht austauschbar seien, und roborock beschreibt den Ausbau beim F25 nur für die Entsorgung, nicht für den Alltag.

Updates: was die Anleitungen über Firmware sagen

Zur Firmware schweigen die meisten Anleitungen. dreame und mova schreiben nur, der tatsächliche Betrieb könne wegen App-Updates von der Anleitung abweichen, Xiaomi und VONKO erklären, welche Leuchte ein Update anzeigt. Ecovacs ist die Ausnahme. Die Geräte würden üblicherweise alle zwei Monate aktualisiert, die Abstände aber nicht immer genau eingehalten. Geräte, die vor mehr als drei Jahren auf den Markt kamen, würden nur noch aktualisiert, wenn eine wesentliche Schwachstelle ermittelt und behoben wird. Für den Kauf heißt das: Ein Modell, das schon drei Jahre auf dem Markt ist, bekommt bei Ecovacs nach eigener Aussage keine neuen Funktionen mehr, sondern nur noch Sicherheitskorrekturen bei wesentlichen Schwachstellen. Ob gerade ein Update läuft, zeigen die Geräte mit Leuchten an: Beim Xiaomi S40 Pro blinkt die Anzeige weiß, im Scan der VONKO-Anleitung grün.

Ecovacs beschreibt auch, wo man das automatische Update einschaltet: in der App unter Einstellungen, erweiterten Robotereinstellungen, „Über deinen Roboter“ und „Update“. Bei den anderen Herstellern steht dieser Weg nicht in der Anleitung. Dass Updates zur Wartung gehören, zeigen die Geschäftsbedingungen des roborock-Shops, die Schäden durch nicht befolgte Update-Verfahren ausnehmen.

Wie lange ein Hersteller Sicherheitsupdates liefert, steht nur bei eufy: zwölf Monate für Saugroboter, laut Garantieseite für Käufe in den eigenen Shops. Was sich daran mit dem Cyber Resilience Act ändert, der ab Dezember 2027 fünf Jahre Unterstützung als Untergrenze vorsieht, und welche Daten ein Roboter bei einem Update überhaupt austauscht, behandelt der Ratgeber zum Datenschutz bei Saugrobotern.

Urlaub, Umzug, Transport: den Roboter richtig abstellen

Für längere Abwesenheit gelten die Akkuregeln, und dazu kommt das Wasser. Ecovacs schreibt, bei längerer Nichtbenutzung sollten die Wassertanks leer und die Wischrolle trocken sein, und die Station solle vom Netz. Wer drei Wochen verreist und Wasser im Schmutzwasserbehälter lässt, kommt in eine Wohnung zurück, die anders riecht als vorher. Leeren, trocknen, Akku voll laden, ausschalten, das ist die Reihenfolge.

Für den Transport, etwa beim Umzug, nennen roborock, dreame, mova und VONKO dieselben Punkte: Roboter ausschalten, bei roborock zusätzlich die Wassertanks leeren und den Stecker der Station ziehen, und möglichst die Originalverpackung verwenden. Die Verpackung aufzuheben, lohnt sich also, solange das Gerät in der Garantie ist; auch Xiaomi verlangt für den Garantieversand die Originalverpackung oder eine ähnliche.

Nach dem Umzug fängt die Karte von vorn an. Eine neue Wohnung bedeutet eine neue Kartierung, und die Station sollte am neuen Platz nicht mehr verschoben werden. Wer das Gerät stattdessen verkauft, setzt es auf Werkseinstellungen zurück und löscht Karte und Konto; dreame schreibt in der Anleitung, vor der Entsorgung seien alle personenbezogenen Daten auf dem Gerät zu löschen.

Wohin ein alter Roboter gehört, beschreibt die Anleitung des Xiaomi S40 Pro ausführlich. Elektrogeräte gehören nicht in den Hausmüll. Beim Kauf eines neuen Geräts lässt sich ein gleichartiges Altgerät beim Händler unentgeltlich zurückgeben; Geräte mit höchstens 25 Zentimetern Kantenlänge nehmen Händler mit mindestens 400 Quadratmetern Verkaufsfläche für Elektrogeräte und Lebensmittelhändler mit mindestens 800 Quadratmetern auch ohne Neukauf an, größere kostenlos die kommunalen Wertstoffhöfe. Der S40 Pro misst laut Anleitung 35 Zentimeter im Durchmesser und gehört damit zum Wertstoffhof oder zum Händler beim Neukauf.

Batterien, die nicht vom Gerät umschlossen sind, sollen vor der Abgabe entnommen und über die Sammelstellen für Batterien entsorgt werden. Bei Saugrobotern, deren Akku laut Anleitung nur Fachpersonal ausbauen darf, verlangen dreame und mova, die Batterie vor der Entsorgung von qualifizierten Technikern entfernen zu lassen. Den Ausbau selbst zu versuchen, verbieten dieselben Anleitungen.

Wenn etwas schiefgeht: was die Fehlersuche der Anleitungen rät

Die meisten Störungen haben eine Ursache, die in der Wartungstabelle steht. Der Assistent ordnet das häufigste Fehlerbild der Maßnahme zu, die die Anleitungen zuerst nennen. Für die Fehlercodes des eigenen Geräts verweisen eufy und roborock auf die App oder einen QR-Code.

Was tun, wenn der Saugroboter streikt?

Zuordnung nach den Fehlerhinweisen der Anleitungen von dreame, mova, Ecovacs, Xiaomi und VONKO, Stand 7. Oktober 2026. Sie ersetzt nicht die Anleitung des eigenen Geräts.

1. Was fällt auf?
2. Hat das Gerät eine Station mit Moppwäsche?

Ergebnis

Filter, Bürste und Behälter prüfen

Staubbehälter leeren, Haare und Fremdkörper aus der Hauptbürste entfernen, Filter auf Verstopfung prüfen und reinigen oder ersetzen. dreame nennt bei Lärm zuerst den verstopften Filter.

Alle Wege dieses Assistenten im Klartext
  1. Wenn Fehlerbild: Saugt schlechter oder ist lauter, dann Filter, Bürste und Behälter prüfen. Staubbehälter leeren, Haare und Fremdkörper aus der Hauptbürste entfernen, Filter auf Verstopfung prüfen und reinigen oder ersetzen. dreame nennt bei Lärm zuerst den verstopften Filter.
  2. Wenn Fehlerbild: Lädt nicht oder findet die Station nicht, dann Ladekontakte und Signalbereich abwischen. Ladekontakte an Roboter und Station mit einem trockenen Tuch reinigen, bei dreame zusätzlich den Signalbereich der Station. Die Station nicht in direkte Sonne stellen.
  3. Wenn Fehlerbild: Station saugt nicht mehr ab, dann Beutel und Staubweg prüfen. Staubbeutel wechseln; hilft das nicht, Entlüftungsöffnungen und Staubweg auf Verstopfungen prüfen. VONKO rät, dafür das Netzkabel zu ziehen und die Station umzudrehen.
  4. Wenn Fehlerbild: Riecht unangenehm und Station: Ja, dann Schmutzwasser leeren, Mopps trocknen. Schmutzwasserbehälter leeren und reinigen, Trocknung in der App prüfen, Filter der Waschplatte reinigen.
  5. Wenn Fehlerbild: Riecht unangenehm, dann Wassertank und Moppkissen leeren. Restwasser nach dem Wischen sofort ausgießen, Moppkissen säubern und trocknen, Staubbehälter reinigen.
  6. Wenn Fehlerbild: Wischt kaum oder Wasser steht in der Station und Station: Ja, dann Waschplatte und Abfluss reinigen. Filter der Waschplatte herausnehmen und den Abfluss auf Verstopfung prüfen, Tropfschale leeren. Nur die zugelassene Reinigungsflüssigkeit verwenden.
  7. Wenn Fehlerbild: Wischt kaum oder Wasser steht in der Station, dann Belüftung und Wischpad prüfen. Belüftungsöffnung am Verschluss des Wasserbehälters reinigen und das Wischpad säubern, wie dreame für den D10 Plus Gen 2 rät.
  8. In jedem anderen Fall: Anleitung und App zu Rate ziehen. Für Fehlercodes verweisen die Hersteller auf die App oder einen QR-Code in der Anleitung; danach den Kundendienst kontaktieren.

Fehlerbehebung in den Anleitungen von dreame L40 Ultra A und D10 Plus Gen 2, MOVA P50 Pro Ultra, ECOVACS T90 PRO OMNI, Xiaomi S40 Pro und VONKO S6 Pro (Scan), Stand 07.10.2026.

Bei zwei Fehlerbildern lohnt der Blick über die Tabelle hinaus. Fährt der Roboter ungewöhnliche Wege, rät dreame, das Fenster des Stoßfängers abzuwischen, und Xiaomi nennt in der Fehlersuche verschmutzte Klippensensoren als mögliche Ursache, die man sauber wischen soll. Und VONKO beschreibt geringe Saugleistung mit einem Satz, der die Lage zusammenfasst: Die Teile seien nicht rechtzeitig gewartet worden.

Garantie, Gewährleistung und Verschleißteile

Die Teile, die man am häufigsten wechselt, sind bei allen Herstellern von der Garantie ausgenommen. Filter, Mopps, Bürsten und Reinigungslösung gelten bei dreame und mova als Verschleißteile ohne Garantie, Ecovacs nimmt Zubehör, Filter und Bürsten aus, Narwal Verbrauchsmaterialien. Spannend wird es beim Akku, denn hier widersprechen sich die Bedingungen mancher Hersteller selbst.

HerstellerGerätAkkuAusgenommen
mova3 Jahre auf Hauptteil und Station2 JahreFilter, Mopp, Bürsten, Reinigungslösung
dreame2 Jahre, für einige Modelle wie den L40 Ultra 3 Jahre2 Jahre laut Tabelle, an anderer Stelle Batterien als VerschleißteilFilter, Mopp, Bürsten, Reinigungslösung
Ecovacs2 Jahre2 Jahre, auf derselben Seite aber Batterien als Verschleißteil ausgeschlossenZubehör, Filter, Bürsten; Hochdruckreinigung beendet die Garantie
Narwal2 Jahre bei Kauf in der EU oder der SchweizBatteriealterung ausgeschlossenVerbrauchsmaterialien
VONKO (Scan)2 Jahre1 JahrBehälter und Tank 90 Tage; Bürsten, Filter, Mopp keine
roborock2 Jahre laut Produktseite im Shopnicht genanntlaut Geschäftsbedingungen u. a. Schäden durch fehlende Routinewartung
eufy12 Monate für RoboVac, Kauf im eufy-Shopnicht genanntZubehör 30 Tage
Xiaomikeine eigene Laufzeit für Saugroboternicht genanntGeräte, die nicht bei Xiaomi oder offiziellen Händlern gekauft wurden

dreame nennt in der Tabelle der After-Sales-Richtlinie zwei Jahre auf den Akku, zählt aber in den Ausschlüssen Batterien zu den Verschleißteilen, die sich naturgemäß abnutzen, es sei denn, es liegt ein Material- oder Verarbeitungsfehler vor. Ecovacs schreibt, die Garantie für Akkus betrage zwei Jahre, und auf derselben Seite, Verschleißteile wie Batterien seien ausgeschlossen. Narwal nimmt die Batteriealterung ausdrücklich aus. Lesen lässt sich das so, dass ein defekter Akku gedeckt ist, ein durch Gebrauch gealterter nicht; ob nachlassende Kapazität als Defekt gilt, entscheidet im Einzelfall der Hersteller.

Im Kleingedruckten stehen weitere Bedingungen, die mit Wartung zu tun haben. mova berechnet Reparaturen bei Schäden, die durch unsachgemäße Verwendung, Wartung und Lagerung entstanden sind. dreame und mova verkürzen die Garantie auf das Hauptteil auf drei Monate, wenn das Gerät nicht im Haushalt genutzt wird. Ecovacs beendet die Garantie, wenn das Gerät durch Hochdruckreinigung beschädigt wurde, und rechnet die zwei Jahre ab dem ersten Inverkehrbringen über einen Fachhändler. Narwal gewährt zwei Jahre, wenn das Produkt in der EU oder der Schweiz gekauft wurde.

Der Scan der VONKO-Anleitung staffelt die Leistung nach der Zeit seit der Lieferung: innerhalb von 30 Tagen kostenloser Austausch oder kostenlose Reparatur, vom 31. bis zum 90. Tag ebenso, innerhalb von zwei Jahren kostenlose Reparatur bei bestätigten Leistungsproblemen. Staubbehälter, Wassertank und Wischmopphalter sind dort Gehäuseteile mit 90 Tagen, Bürsten, Filter und Wischmopp Verbrauchsmaterial ohne Garantie. Bei eufy gilt die Tabelle mit zwölf Monaten für RoboVac-Geräte laut Seite für Käufe in den eigenen Online-Shops, Zubehör hat 30 Tage.

Unabhängig von jeder Garantie gilt die gesetzliche Gewährleistung von zwei Jahren gegenüber dem Verkäufer. Für Kaufverträge ab dem 31. Juli 2026 kommt eine Regel hinzu: Wird ein Mangel durch Reparatur behoben, verlängert sich die Verjährungsfrist nach dem neuen § 475e Absatz 5 BGB einmalig um zwölf Monate. Für ältere Kaufverträge gilt nach der Übergangsvorschrift das bisherige Recht. Wer einen Mangel reparieren lässt, statt das Gerät tauschen zu lassen, hat danach also ein Jahr länger Zeit für weitere Ansprüche.

Recht auf Reparatur: warum Saugroboter nicht darunter fallen

Seit Sommer 2026 gibt es in Deutschland eine Reparaturpflicht der Hersteller, und mehrere Ratgeber zählen Saugroboter dazu. Die Stiftung Warentest schreibt im Saugroboter-Test, seit Sommer 2026 gebe es bei diesen Geräten ein Recht auf Reparatur, und nennt in einem Artikel zum Recht auf Reparatur „Staubsauger und Saugroboter“ unter den erfassten Produkten. Die Verbraucherzentrale schreibt, Staubsauger und Saugroboter unterlägen der neuen Pflicht zur Reparierbarkeit, für sie gebe es aber noch keine Pflicht, Ersatzteile vorzuhalten.

Das Gesetz liest sich anders. Nach § 479b Absatz 2 BGB besteht der Anspruch auf Reparatur, solange und soweit der Hersteller die Reparierbarkeit nach den Rechtsakten in Anhang II der Richtlinie (EU) 2024/1799 gewährleisten muss. Für Staubsauger nennt dieser Anhang die Verordnung (EU) Nr. 666/2013. Und deren Artikel 1 Absatz 2 nimmt ausdrücklich aus: Nasssauger, kombinierte Nass- und Trockensauger, akkubetriebene Staubsauger, Saugroboter, Industriestaubsauger und Zentralstaubsauger.

Saugroboter fallen damit nach dem Wortlaut nicht unter die Reparaturpflicht. Selbst für die übrigen Staubsauger regelt die Verordnung Nr. 666/2013 keine Zeiträume für Ersatzteile, wie die Begründung des deutschen Gesetzentwurfs selbst festhält. Eine Nachfolgeregelung, die Akku- und Robotersauger einbeziehen könnte, plant die EU-Kommission für das dritte Quartal 2027. Bis dahin bleibt es bei Gewährleistung, Garantie und dem Kundendienst des Herstellers. Für die Geräte, die erfasst sind, schreibt die Verbraucherzentrale ausdrücklich, es gebe kein Recht auf kostenlose Reparatur; der Hersteller dürfe ein angemessenes Entgelt verlangen. Das Gesetz verbietet erfassten Herstellern außerdem in § 479e BGB, Reparaturen mit Hardware- oder Softwaretechniken zu behindern, und verlangt in § 479d Richtpreise für typische Reparaturen auf einer frei zugänglichen Seite. Für Saugroboter gilt beides nach dem Wortlaut nicht.

Wer einen Saugroboter mit Blick auf die Reparierbarkeit kauft, sollte deshalb nicht auf das Gesetz, sondern auf die Hersteller schauen: Werden Akku, Bürsten und Filter einzeln verkauft, gibt es eine deutsche Servicenummer, nennt die Garantie Bedingungen? Wie der Roboter im Vergleich zu einem Akkustaubsauger abschneidet, bei dem ebenfalls keine Reparaturpflicht gilt, zeigt die Seite Saugroboter oder Akkustaubsauger.

Der richtige Zeitpunkt: wann der Plan beginnt und wann er endet

Der beste Zeitpunkt für den Wartungsplan ist der Tag, an dem der Roboter ausgepackt wird. Die ersten zwei Wochen zeigen, wie schnell sich in der eigenen Wohnung Bürste, Behälter und Schmutzwasser füllen, und danach lässt sich der Plan an die Wirklichkeit anpassen. Wer Tiere hat, rückt die Bürstentermine nach vorn, wer nur Hartboden hat, die Beutel nach hinten.

Der zweite Zeitpunkt ist der erste Teilewechsel, nach ein bis drei Monaten bei den Wischpads. Spätestens dann zeigt sich, ob es die Originalteile zuverlässig gibt und was sie kosten. Wer feststellt, dass die Teile kaum zu bekommen sind, weiß früh, dass das Gerät im zweiten oder dritten Jahr Schwierigkeiten machen wird.

Der dritte Zeitpunkt ist das Ende der Garantie, bei den meisten Herstellern nach zwei Jahren, bei mova nach drei, bei eufy nach einem. Bis dahin lohnt es sich, bei Originalteilen zu bleiben und die Regeln zu Wasser und Reinigungsmitteln einzuhalten. Danach entscheidet die Rechnung: Ein neuer Akku und ein Satz Bürsten können ein Gerät um Jahre verlängern, ein defektes Gebläse ohne Reparaturpflicht des Herstellers womöglich nicht. Wer dann vor einer Neuanschaffung steht, findet weitere Modelle im Vergleich der Saugroboter im Bereich Staubsauger.

Stand: 07.10.2026. Gelesen wurden die Anleitungen von roborock Qrevo S Pro und QV 35A, dreame L40 Ultra A und D10 Plus Gen 2, MOVA P50 Pro Ultra, ECOVACS DEEBOT T90 PRO OMNI, NARWAL Freo X10 Pro, eufy C10, Xiaomi S40 Pro und ein Scan der Anleitung des VONKO S6 Pro, dazu Produkt- und Garantieseiten der Hersteller sowie die genannten Rechtsakte. Redaktion: Matthias König.
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Aktualisierung und Quellenanzeigen
Veröffentlicht
07.10.2026
Zuletzt aktualisiert
07.10.2026
Verfügbarkeit geprüft
07.10.2026

Datenbasis: Herstellerangaben und Produktdatenblätter, öffentlich einsehbare Händlerdaten zu Preis und Verfügbarkeit sowie die aggregierte Bewertungslage. Vor jeder Aktualisierung prüfen wir, ob die verlinkten Produkte noch bestellbar sind, und tauschen aus, was nicht mehr lieferbar ist.

Quellen dieser Einordnung

  1. 1. dreame: Bedienungsanleitung L40 Ultra A (PDF am Amazon-Angebot)m.media-amazon.com

    Am 07.10.2026 gelesen. Wartungstabelle mit Reinigungs- und Wechselintervallen für Bürsten, Filter, Staubbeutel, Wischpads, Sensoren und Station; Hinweise zu Wasser, Reinigungsflüssigkeit, Lagerung, Akkutausch nur durch Fachpersonal und Fehlersuche.

  2. 2. MOVA: Bedienungsanleitung P50 Pro Ultra (PDF am Amazon-Angebot)m.media-amazon.com

    Am 07.10.2026 gelesen. Wartungstabelle einschließlich Kalkschutzmittel der Station alle 18 bis 36 Monate, Heißwasserreinigung, Ladezeit, Lagerung und Akkutausch.

  3. 3. roborock: Benutzerhandbuch Qrevo S Pro Series und Qrevo L Progl-files.roborock.com

    Am 07.10.2026 gelesen. Routinemäßige Wartung mit Intervallen für Hauptbürste, Seitenbürste, Filter und Wischtücher, 24 Stunden Trocknung des Filters, Leitungswasser, Lagerung mit Nachladen alle drei Monate, Transport.

  4. 4. ECOVACS: Bedienungsanleitung DEEBOT T90 PRO OMNI (EU)site-static.ecovacs.com

    Am 07.10.2026 gelesen. Wartungshäufigkeit für Roboter und Station, Nachladen alle 1,5 Monate, Temperaturbereiche, Akkutausch über den Kundendienst, Fehlerbehebung, Hinweise zu Firmware-Updates.

  5. 5. Verordnung (EU) 2023/1542 über Batterien und Altbatterieneur-lex.europa.eu

    Am 07.10.2026 gelesen. Artikel 11 (Entfernbarkeit und Austauschbarkeit von Gerätebatterien durch Endnutzer, Ersatzbatterien fünf Jahre nach dem letzten Exemplar), Geltung von Artikel 11 ab 18.02.2027 nach Artikel 96.

  6. 6. Verordnung (EU) Nr. 666/2013 zu Ökodesign-Anforderungen an Staubsaugereur-lex.europa.eu

    Am 07.10.2026 gelesen. Artikel 1 Absatz 2: Saugroboter, akkubetriebene Staubsauger sowie Nass- und Trockensauger sind vom Anwendungsbereich ausgenommen; Grundlage für die Frage, ob das Recht auf Reparatur nach § 479b BGB für Saugroboter gilt.

Was zuletzt geändert wurde

  • 07.10.2026: Ratgeber neu angelegt. Die Wartungstabellen und Hinweise aus den Anleitungen von neun Saugrobotern ausgewertet, mit den Garantiebedingungen der Hersteller, der Batterieverordnung und den neuen Regeln zur Reparatur im BGB abgeglichen.

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