„Das dauerhafte Waschen mit niedrigen Temperaturen …“: ein Satz aus der Siemens-Anleitung
„Das dauerhafte Waschen mit niedrigen Temperaturen und eine fehlende Belüftung des Geräts können die Trommel beschädigen und zu Verletzungen führen.“Gebrauchs- und Montageanleitung Siemens WU14UT42, Dokument 9001899885, Kapitel Trommel reinigen, Seite 31. Die Anleitung des Bosch WUU28T70 enthält denselben Satz.
Der Satz steht nicht im Kleingedruckten, sondern unter der Überschrift Vorsicht, Verletzungsgefahr, mitten im Kapitel zur Pflege. Er sagt in zwei Halbsätzen, worum es beim Reinigen einer Waschmaschine wirklich geht: um Wärme und um Luft. Wer jahrelang nur bei 30 und 40 Grad wäscht und die Tür nach jedem Waschgang schließt, schafft im Inneren der Maschine genau die Bedingungen, gegen die alle Pflegehinweise anschreiben. Darunter folgt die Abhilfe, ebenfalls in zwei Teilen: regelmäßig ein Programm zur Reinigung der Trommel laufen lassen oder mit mindestens 60 Grad waschen, und das Gerät nach jedem Betrieb bei geöffneter Tür und Waschmittelschublade trocknen lassen.
Zwischen diesem Satz und dem, was im Netz zur Waschmaschinenreinigung steht, liegt ein weiter Weg. Die ersten Treffer zur Suche nach dem Thema empfehlen Essig im Verhältnis eins zu eins, Natron im Waschmittelfach, Zitronensäure, Spülmaschinentabs und Soda. Dieser Ratgeber hält jede dieser Behauptungen gegen das, was die Hersteller in ihre Anleitungen schreiben, und gegen das, was Umweltbundesamt, Verbraucherzentrale, Stiftung Warentest, das Forum Waschen und der Industrieverband IKW frei zugänglich veröffentlichen. Manche Behauptung hält, manche nicht, und bei einigen widersprechen sich die Quellen untereinander oder sogar im selben Heft. Die Kaufseiten, auf denen die Geräte selbst verglichen werden, sind in der Übersicht zur Waschmaschine geordnet.
Die Feststellung dieses Ratgebers
Die 13 gelesenen Anleitungen von zwölf Marken nennen für die Trommelreinigung sechs verschiedene Rhythmen, von einmal im Monat bis alle 100 Waschgänge. Keine einzige verbietet Essig ausdrücklich, eine empfiehlt ihn sogar, während Verbraucherzentrale, IKW und Forum Waschen davon abraten. Sechs der 13 Anleitungen widersprechen sich im selben Heft, etwa bei der Frage, ob die Tür nach dem Waschen offen bleiben soll. Stand der Unterlagen: 07.10.2026.
Wie dieser Ratgeber prüft: 13 Anleitungen, fünf Stellen
Gelesen wurden die Gebrauchsanleitungen von 13 Frontladern aus dem aktuellen Angebot: Siemens WU14UT42, Bosch WUU28T70, AEG LR7AMZ491FL, Electrolux WASL2IE500, Miele WWD 380 WPS, LG F4WB309YB, Samsung WW90CGC04AAB, zwei Beko-Modelle, Bauknecht W Active 9A, Haier HW80-BP1427637T, Hisense WF3S9043BB3 und eine Gorenje-Anleitung, die laut Angebot zum WGAM4S74A gehört, selbst aber kein Modell nennt. Die Anleitungen stammen von den Seiten der Hersteller oder hängen als PDF am Amazon-Angebot. Ausgewertet wurde je Anleitung, was sie zu neun Punkten sagt: Entkalken, Trommelreinigung, Waschmittelschublade, Flusensieb, Türmanschette, offen lassen, Sieb im Zulauf, verbotene Reinigungsmittel und Rückstände durch Waschmittel.
Zwölf Marken heißt nicht zwölf unabhängige Stimmen. Siemens und Bosch kommen aus demselben Konzern und haben wortgleiche Anleitungen. AEG und Electrolux nutzen dieselbe Textvorlage. Hisense und Gorenje teilen ganze Sätze, etwa zum Entkalker mit Korrosionsschutzzusatz und zum Wasserenthärter ab 14 Grad deutscher Härte. Wer die Zählungen dieses Ratgebers liest, sollte das mitdenken: Wenn zwei Anleitungen dasselbe sagen, kann es derselbe Redakteur gewesen sein. Die Electrolux-Anleitung stammt außerdem von einem Gerät für den Schweizer Markt.
Auf der anderen Seite stehen fünf Stellen, die keine Geräte verkaufen, aber Ratschläge geben: das Umweltbundesamt mit mehreren Seiten zu Waschen und Hygiene, die Verbraucherzentrale mit ihrer Seite gegen müffelnde Maschinen vom 23. September 2026, die frei zugänglichen Teile von test.de, das Forum Waschen, eine Dialogplattform beim Industrieverband, deren Seite am Prüftag wegen eines Zertifikatsfehlers nicht erreichbar war und deshalb in Archivkopien gelesen wurde, und der IKW selbst. Geprüft wurde an keiner Maschine. Ob ein Hausmittel wirkt oder schadet, steht hier so, wie es die Quellen sagen; ein Labor hat für diesen Ratgeber niemand bemüht.
Wer die eigene Anleitung sucht, findet sie auf drei Wegen. Die Delegierte Verordnung (EU) 2019/2014 verlangt, dass das Nutzerhandbuch auf den Eintrag des Modells in der EU-Produktdatenbank verweist, als Internetadresse oder QR-Code; dort liegt das Produktdatenblatt des Modells. Siemens und Bosch drucken einen QR-Code ins Inhaltsverzeichnis, der zur digitalen Gebrauchsanleitung führt. LG, Samsung und Bauknecht bieten Dokumentenportale, in denen man nach Modellnummer sucht; die Modellnummer steht auf dem Typenschild, dessen Lage die Anleitungen in der Gerätebeschreibung zeigen. Das PDF am Amazon-Angebot ist der bequemste Weg und der unzuverlässigste, wie das Beispiel Bauknecht zeigt.
Nicht verwertbar waren die Unterlagen von Candy, Grundig und Midea. Bei Bauknecht hing am Amazon-Angebot als Bedienungsanleitung die Kurzanleitung einer Mikrowelle, bei Samsung ein reiner Bildscan; beide wurden durch die Dokumente aus den Portalen der Hersteller ersetzt. Wie Siemens und Bosch das Entkalken im Einzelnen beschreiben, steht laut Druckfassung nur in einer digitalen Anleitung, die nicht abgerufen wurde.
Dreizehn Behauptungen und ihr Ergebnis in einer Tabelle
Die Tabelle fasst zusammen, was die folgenden Abschnitte ausführen. Hält heißt: Anleitungen und Fachstellen stützen die Behauptung überwiegend. Hält nicht heißt: Sie widersprechen ihr. Teils heißt: Die Quellen sind uneins, oder die Behauptung stimmt nur unter einer Bedingung, die meist weggelassen wird.
| Behauptung | Was die Anleitungen sagen | Was Behörden und Verbände sagen | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| Essig entkalkt die Waschmaschine schonend | Keine verbietet Essig ausdrücklich, Gorenje empfiehlt ihn, AEG und Electrolux verbieten säurehaltige Entkalker | Verbraucherzentrale, IKW und Forum Waschen raten ab | hält nicht |
| Zitronensäure ist die schonende Alternative | Miele empfiehlt einen Entkalker auf Zitronensäurebasis, AEG und Electrolux verbieten säurehaltige | Verbraucherzentrale nennt 120 g bei 60 °C, Bosch Schweiz nennt sie aggressiv | teils |
| Natron entkalkt und reinigt | Gorenje nennt Natriumbicarbonat zur Entkalkung, alle anderen nichts | Verbraucherzentrale: hilft nicht gegen Kalk, mit Sauerstoffbleiche gegen Geruch | teils |
| Eine Waschmaschine muss regelmäßig entkalkt werden | Miele: bei richtiger Dosierung nicht erforderlich; AEG und Electrolux: zweimal im Jahr | Stiftung Warentest und Verbraucherzentrale: selten bis nie | hält nicht |
| Bei hartem Wasser gehört Enthärter in jede Wäsche | Hisense und Gorenje: ab 14 °dH notwendig; Miele: kann Waschmittel sparen | Forum Waschen: erst über 30 °dH; VZ Hamburg: grundsätzlich nicht notwendig | teils |
| Einmal im Monat heiß waschen hält die Maschine sauber | Sechs nennen monatlich, fünf zählen Waschgänge, zwei sagen alle zwei Monate | Alle fünf: mindestens monatlich 60 °C mit Bleiche, das UBA auch alle zwei Wochen | hält |
| Für die Trommelreinigung braucht es einen Spezialreiniger | Sechs nennen Waschpulver, drei Kalkschutzpulver, zwei ausdrücklich nichts | Alle fünf nennen bleichmittelhaltiges Pulver | hält nicht |
| Tür und Schublade müssen nach dem Waschen offen bleiben | 12 von 13 sagen offen lassen, Hisense sagt schließen | Alle fünf: offen lassen | hält |
| Die Türmanschette muss man schrubben | Sieben: nach jedem Waschgang abwischen; AEG: ammoniakhaltige Reinigungscreme | Forum Waschen: Rückstände keinesfalls mechanisch entfernen | hält nicht |
| Die Schublade braucht nur ab und zu Wasser | BSH und AEG alle zwei Monate, LG ein- bis zweimal im Monat, Beko nach 4 bis 5 Wäschen | Forum Waschen und IKW: Kammer offen lassen | hält nicht |
| Das Flusensieb reinigt man erst, wenn nichts mehr abläuft | 11 nennen ein Intervall, von monatlich bis einmal im Jahr | keine eigene Aussage | hält nicht |
| Flüssigwaschmittel und kalte Programme lassen die Maschine müffeln | Miele, Hisense und Gorenje nennen Flüssigwaschmittel, sechs nennen niedrige Temperaturen | Stiftung Warentest: Biofilm; alle: Pulver mit Bleiche | hält |
| Hygienespüler und Chlor machen die Maschine keimfrei | Sechs warnen vor Chlor, Hisense: kann das Heizgerät beschädigen | UBA und Verbraucherzentrale: im gesunden Haushalt nicht erforderlich | hält nicht |
Die Werte als Liste
- Verbieten Lösungsmittel am Gehäuse: 13 von 13 Anleitungen
- Nennen ein Intervall für die Trommelreinigung: 13 von 13 Anleitungen
- Raten, die Tür offen zu lassen: 12 von 13 Anleitungen
- Nennen ein Intervall für das Flusensieb: 11 von 13 Anleitungen
- Warnen vor Chlor oder Chlorbleiche: 6 von 13 Anleitungen
- Verbieten säurehaltige Entkalker: 2 von 13 Anleitungen
- Verbieten Essig ausdrücklich: 0 von 13 Anleitungen
Behauptung: Essig entkalkt die Waschmaschine schonend
Ergebnis: hält nicht. Unter den 13 Anleitungen verbietet keine einzige Essig ausdrücklich, und deshalb hält sich die Behauptung so hartnäckig. Eine Anleitung empfiehlt ihn sogar: Die Gorenje-Anleitung schlägt für die Trommelreinigung etwas Branntweinessig vor, rund zwei Deziliter, und an anderer Stelle Essigessenz in derselben Menge. Die Hisense-Anleitung, die mit Gorenje ganze Sätze teilt, setzt Essig stillschweigend voraus, wenn sie empfiehlt, die Entkalkung mit mehreren Spülgängen abzuschließen, um eventuelle Rückstände wie Essig zu entfernen.
Die Fachstellen sehen das anders und sagen es deutlich. Die Verbraucherzentrale schreibt auf ihrer Seite gegen müffelnde Maschinen: Verwenden Sie keinen Essig, er kann Dichtungen angreifen. Der IKW schreibt in seinem Beitrag zu Hausmitteln, die Essigsäure könne Kunststoff- und Metallteile der Waschmaschine angreifen, weshalb Waschmaschinenhersteller dringend vom Gebrauch abrieten; der Satz steht dort allerdings im Zusammenhang mit Essig als Weichspüler-Ersatz. Das Forum Waschen nennt dieselben Gummi- und Metallteile und hält Essig auch als Wasserenthärter im Waschgang für ungeeignet. Bosch rät auf seiner Schweizer Hilfeseite ab, weil Essig zu aggressiv sei und die Gummiteile angreifen könne; die deutsche Fassung dieser Seite leitet auf eine allgemeine Hilfeseite ohne diesen Text um.
Zwei Anleitungen verbieten säurehaltige Entkalker im Allgemeinen, AEG und Electrolux, und meinen damit auch Essig, ohne ihn zu nennen. Samsung warnt allgemein vor stark säurehaltigen Reinigungsmitteln. Das Umweltbundesamt äußert sich zur Waschmaschine nicht, nennt Essigessenz aber auf seiner Seite zur Reinigung im Haushalt ätzend und schädlich für Armaturen und verchromte Teile. Dass gerade Gorenje und Hisense Essig erwähnen, ist kein Zufall: Beide Anleitungen teilen ganze Sätze, und das Hisense-Modell WF3S9043BW3 ist im EU-Register von der Gorenje-Gesellschaft in Velenje eingetragen. Die Empfehlung stammt also vermutlich aus einer gemeinsamen Textvorlage und nicht aus zwei unabhängigen Prüfungen; belegen lässt sich nur der gleiche Wortlaut. Zusammengenommen bleibt eine Lage, in der die Hersteller schweigen oder widersprechen, die unabhängigen Stellen aber geschlossen abraten. Wer Essig trotzdem einsetzt, tut es gegen den Rat aller Fachstellen und hat unter den 13 Anleitungen nur die von Gorenje auf seiner Seite, mit Abstrichen die von Hisense.
Behauptung: Zitronensäure ist die schonende Alternative
Ergebnis: teils. Bei der Zitronensäure liegen die Quellen am weitesten auseinander. Miele schreibt in der Gebrauchsanweisung des WWD 380 WPS, bei richtiger Waschmitteldosierung sei ein Entkalken nicht erforderlich; falls die Maschine dennoch verkalkt sein sollte, solle man ein Entkalkungsmittel auf Basis von natürlicher Zitronensäure verwenden, und Miele empfiehlt dafür den eigenen Entkalker. AEG und Electrolux verbieten dagegen säurehaltige Entkalker ausdrücklich, und Zitronensäure ist eine Säure. Bosch nennt auf der Schweizer Hilfeseite Essig und Zitronensäure in einem Atemzug sehr aggressiv für die Gummiteile.
Die Verbraucherzentrale geht am weitesten in die andere Richtung. Sie empfiehlt bei Kalk, etwa sechs gestrichene Esslöffel oder rund 120 Gramm Zitronensäurepulver in einem halben Liter Wasser aufzulösen, die Lösung direkt in die Maschine zu geben und ein 60-Grad-Programm ohne Vorwäsche zu wählen. Im selben Text schreibt sie, Kalkablagerungen träten selbst bei hartem Wasser nur noch selten auf. Oft zu lesen ist, Zitronensäure dürfe nicht über 40 Grad erhitzt werden, weil sich sonst schwer lösliche Ablagerungen bildeten. In keiner der geöffneten Quellen steht dieser Satz, weder bei Herstellern noch bei Behörden noch bei Verbänden; er taucht nur auf Drittseiten auf und bleibt hier unbelegt.
Die ehrliche Antwort lautet deshalb: Zitronensäure kommt dann in Frage, wenn der Hersteller des eigenen Geräts sie vorsieht, wie Miele. Sie ist die falsche, wenn die eigene Anleitung säurehaltige Entkalker verbietet, wie bei AEG und Electrolux. Und bei den übrigen zehn Anleitungen ist sie eine Frage an den Kundendienst. Wie dasselbe Mittel bei einem Gerät mit anderem Kreislauf eingesetzt wird und welche Grenzen die Hersteller dort ziehen, zeigt die Seite zum Entkalken von Kaffeevollautomaten, wo Zitronensäure ebenfalls umstritten ist.
Behauptung: Natron entkalkt und reinigt die Trommel
Ergebnis: teils. Natron taucht in den Suchergebnissen mit genauen Grammzahlen auf, 40 Gramm ins Waschmittelfach, zehn in die Trommel. In den Anleitungen kommt es genau einmal vor: Gorenje nennt Natriumbicarbonat, einen Esslöffel oder 15 Gramm, als Möglichkeit für eine effektive Entkalkung, gleichrangig neben Branntweinessig. Die anderen zwölf Anleitungen erwähnen es nicht.
Die Verbraucherzentrale trennt zwei Dinge, die in der Behauptung zusammengeworfen werden. Gegen Kalk helfe Natron nicht, schreibt sie. Gegen Geruch empfiehlt sie dagegen eine Mischung: 50 Gramm Natron und einen Esslöffel Bleichmittel auf Sauerstoffbasis in das Fach für die Hauptwäsche, dann einen Leerlauf bei 40 Grad. Bleichmittel auf Sauerstoffbasis ist genau der Bestandteil, den alle Fachstellen für die Pflegewäsche empfehlen; was das Natron in der Mischung beiträgt, sagt die Verbraucherzentrale nicht. Für sich allein ist Natron nach der Quellenlage weder ein Entkalker noch ein Maschinenreiniger.
Für Backpulver, Soda und Spülmaschinentabs gilt dasselbe in noch stärkerem Maß: Keine der 13 Anleitungen empfiehlt sie für die Pflege der Maschine, und auf den gelesenen Seiten der Fachstellen fand sich ebenfalls keine Empfehlung dafür. Wer sie verwendet, folgt Tipps aus Ratgeberseiten und Kurzvideos, nicht den Herstellern. Mehr als das lässt sich ohne eigene Messung nicht sagen.
Behauptung: Eine Waschmaschine muss regelmäßig entkalkt werden
Ergebnis: hält nicht. Am deutlichsten widerspricht Miele: Bei richtiger Waschmitteldosierung sei ein Entkalken der Waschmaschine nicht erforderlich. Die Stiftung Warentest schreibt in ihren frei zugänglichen Antworten auf Leserfragen, mit richtiger Waschmitteldosierung brauche man keinen separaten Entkalker, moderne Waschmittel enthielten genügend Enthärter, wenn sie korrekt nach Anbieterangaben dosiert würden. Die Verbraucherzentrale nennt Kalkablagerungen selbst bei hartem Wasser selten. Der Grund ist derselbe, den alle drei nennen: Der Enthärter steckt bereits im Waschmittel.
Drei Anleitungen nennen trotzdem ein festes Intervall. AEG und Electrolux führen in ihrem Pflegeplan das Entkalken zweimal im Jahr und empfehlen gelegentlich ein Programm mit leerer Trommel und Entkalker, obwohl sie selbst schreiben, herkömmliche Waschmittel enthielten Wasserenthärtungsmittel. Bauknecht blendet etwa alle 50 Waschgänge ein Symbol ein, das an einen Wartungszyklus gegen Kalkablagerungen und schlechte Gerüche erinnert, empfiehlt dafür den WPRO-Kalk- und Fettentferner und schreibt dazu, Whirlpool hafte nicht für Schäden durch andere Reinigungsmittel. Siemens und Bosch führen das Entkalken nur als Maßnahme bei sichtbaren Kalkflecken auf der Innenseite der Tür oder auf der Manschette.
Wie stark die Dosierung selbst die Pflege bestimmt, zeigen die Anleitungen von zwei Seiten. Siemens und Bosch warnen im Sicherheitskapitel, ein Fehldosieren von Weichspülern, Waschmitteln, Pflegemitteln und Reinigungsmitteln könne die Gerätefunktion beeinträchtigen, und nennen in der Fehlertabelle bei Waschlauge, die nicht abgepumpt wird, ausdrücklich eine zu hohe Waschmitteldosierung als Ursache. AEG zählt die Folgen beider Richtungen auf: Zu wenig Waschmittel führe unter anderem zu Grauschleier und Schimmelbildung im Gerät, zu viel zu Schaumbildung, ungenügendem Spülen und höherer Belastung der Umwelt. Samsung schreibt, bei übermäßiger Schaumentwicklung könnten sich Reste in kleinen Fugen sammeln und fauligen Geruch verursachen. Richtig dosieren heißt also nicht nur Kalk vermeiden, sondern auch Schimmel und Geruch.
Der Satz von Bauknecht ist bemerkenswert. Er verbindet eine Pflegeempfehlung mit einem Haftungsausschluss für alle anderen Produkte und macht damit aus einer Wartungsfrage eine Garantiefrage. Wer ein Gerät dieser Marke besitzt, sollte die Empfehlung kennen, bevor er zu einem anderen Mittel greift. Für alle anderen gilt, was Miele, Stiftung Warentest und Verbraucherzentrale übereinstimmend sagen: Richtig dosieren ist die Entkalkung. Wie hoch der eigene Härtebereich ist, muss der Wasserversorger nach Paragraph 9 des Wasch- und Reinigungsmittelgesetzes mindestens einmal jährlich mitteilen.
Behauptung: Bei hartem Wasser gehört Enthärter in jede Wäsche
Ergebnis: teils. Hier widersprechen sich Hersteller und Fachstellen offen. Hisense und Gorenje schreiben in fast gleichem Wortlaut, ab einer Wasserhärte von 14 Grad deutscher Härte müsse beziehungsweise sei ein Wasserenthärter notwendig. Miele formuliert es als Sparhinweis: In den Härtebereichen II und III könne man einen Wasserenthärter zugeben, um Waschmittel zu sparen. Samsung empfiehlt, die Waschmittelmenge an die Wasserhärte anzupassen oder einen Enthärterzusatz zu verwenden.
Die Verbraucherzentrale Hamburg führt Wasserenthärter auf ihrer Liste überflüssiger Produkte und schreibt, ihn zusätzlich zu dosieren sei grundsätzlich nicht notwendig, weil Waschmittel schon Substanzen zur Wasserenthärtung enthielten. Das Forum Waschen nennt eine Grenze, die mehr als doppelt so hoch liegt wie die von Hisense und Gorenje: Alle handelsüblichen Waschmittel enthielten Enthärter für hartes Wasser bis zu 30 Grad deutscher Härte, eine zusätzliche Zugabe empfehle sich erst darüber. Das Umweltbundesamt verweist auf die Dosierung nach Wasserhärte, schreibt, weiches Wasser erfordere die geringste Waschmittelmenge, und weist darauf hin, dass bei Baukastensystemen Waschmittel, Enthärter und Bleichmittel getrennt sind. In seinem älteren Ratgeber zum umweltbewussten Waschen rechnet es vor, in den Haushalten mit weichem Wasser könne man den Enthärter der Umwelt und der Haushaltskasse ersparen.
Die Lücke zwischen 14 und 30 Grad ist groß, und wer in ihr wohnt, bekommt von Hersteller und Fachstelle gegensätzliche Ratschläge. Das Wasch- und Reinigungsmittelgesetz teilt das Trinkwasser in drei Härtebereiche ein: weich unter 1,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter, mittel von 1,5 bis 2,5, hart darüber. Wer sicher gehen will, dosiert das Waschmittel nach der Angabe für den eigenen Härtebereich, die auf jeder Packung steht, und greift zum Enthärter nur, wenn die eigene Anleitung ihn ausdrücklich verlangt. Was ein Wasserfilter am Hahn daran ändert und was nicht, steht auf der Seite Ist ein Wasserfilter sinnvoll?, die die Härtebereiche ebenfalls aufschlüsselt.
Behauptung: Einmal im Monat heiß waschen hält die Maschine sauber
Ergebnis: hält, mit einer Einschränkung beim Rhythmus. Alle fünf Fachstellen empfehlen eine regelmäßige Wäsche bei 60 Grad mit bleichmittelhaltigem Pulver, und alle 13 Anleitungen nennen ein Intervall für eine Pflege- oder Trommelreinigung. Die Einigkeit endet beim Abstand. Sechs Anleitungen sagen einmal im Monat, nämlich AEG, Electrolux, Hisense, LG, Miele und Gorenje. Fünf zählen Waschgänge: Siemens und Bosch nach 20 Waschgängen mit 40 Grad oder weniger und mindestens einmal im Jahr, Samsung alle 40, Bauknecht etwa alle 50, Haier alle 100. Beko sagt alle zwei Monate und im selben Heft an anderer Stelle alle ein bis zwei Monate.
Auch die Fachstellen sind sich untereinander nicht einig, und das Umweltbundesamt nicht einmal mit sich selbst. Auf der Seite zum Wäschewaschen von 2024 steht einmal monatlich 60 Grad, auf der Seite zur Hygiene im Privatbereich vom September 2026 nach jeder fünften Wäsche oder alle zwei Wochen, auf den Hygienetipps von 2020 alle zwei Wochen beziehungsweise alle sechs Wäschen. Der IKW nennt einmal pro Monat und an anderer Stelle alle zwei bis vier Wochen, das Forum Waschen einmal im Monat, ein- bis zweimal im Monat und alle zwei bis vier Wochen. Die Stiftung Warentest schreibt mindestens einmal pro Monat ab 60 Grad, am besten mit Vollwaschmittelpulver, und begründet es damit, dass nach wissenschaftlichen Studien ab 55 Grad die meisten Keime absterben.
Wer der strengsten belastbaren Regel folgen will, nimmt die neueste Fassung des Umweltbundesamts, alle zwei Wochen oder nach jeder fünften Wäsche. Wer der Mehrheit folgt, wäscht einmal im Monat bei 60 Grad mit Pulver. Beides ist mit normaler Wäsche möglich, die Maschine muss dafür nicht leer laufen. Die Verbraucherzentrale nennt dafür ausdrücklich Weißwäsche bei 60 Grad mit Vollwaschmittel in Pulverform, etwa Handtücher und Bettwäsche aus Baumwolle, sofern das Pflegeetikett 60 Grad erlaubt. An anderer Stelle schreibt sie, für die Wäsche selbst reiche im gesunden Haushalt sogar eine 40-Grad-Wäsche, sterile Wäsche sei in Privathaushalten nicht erforderlich. Das ist kein Widerspruch: Die 60 Grad sind für die Maschine da, nicht für die Wäsche, und eine Wäsche im Monat genügt dafür nach Mehrheit der Quellen. Das Forum Waschen weist auf einen Punkt hin, der oft übersehen wird: Es solle ein Programm gewählt werden, das tatsächlich 60 Grad erreicht. Das Eco-Programm, nach dem das Energielabel gemessen wird, erreicht in der Wäsche bei voller Trommel im Median nur 37 Grad, wie die Auswertung auf der Seite zur passenden Trommelgröße zeigt. Ein Eco-Programm mit der Einstellung 60 Grad ist deshalb keine Pflegewäsche.
Die Stationen als Liste
- alle 2 Wochen: Umweltbundesamt 2026 — oder nach jeder fünften Wäsche, 60 °C mit Bleiche
- einmal im Monat: sechs Anleitungen — AEG, Electrolux, Hisense, LG, Miele, Gorenje; Verbraucherzentrale, Stiftung Warentest
- alle 2 Monate: Beko — an anderer Stelle alle 1 bis 2 Monate
- 20 bis 50 Waschgänge: Siemens, Bosch, Samsung, Bauknecht — BSH nur nach Gängen bis 40 °C, Samsung 40, Bauknecht etwa 50
- 100 Waschgänge: Haier — Trommelpflege bei 90 °C
Behauptung: Für die Trommelreinigung braucht es einen Spezialreiniger
Ergebnis: hält nicht. Was in die leere Trommel gehört, beantworten die Anleitungen auf vier verschiedene Arten. Sechs nennen gewöhnliches Waschpulver, meist mit Bleiche: Siemens und Bosch ein Pulvervollwaschmittel mit Sauerstoffbleiche oder einen Maschinenpfleger, Miele den eigenen Maschinenreiniger oder ein pulverförmiges Universalwaschmittel, AEG und Electrolux eine kleine Menge Waschpulver, Haier etwas Waschmittel oder einen speziellen Maschinenreiniger. Drei nennen ein Pulver gegen Kalk, LG und beide Beko-Anleitungen. Zwei sagen ausdrücklich, es gehöre gar nichts hinein: Samsung schreibt, man solle zum Reinigen der Trommel keine Reinigungsmittel verwenden, Gorenje schreibt, man solle kein Waschmittel und keinen Weichspüler hinzufügen, und schlägt im selben Abschnitt Essig vor.
Vier Anleitungen empfehlen ein Produkt des eigenen Hauses, Siemens, Bosch, Miele und Bauknecht. Nur Bauknecht verknüpft die Empfehlung mit dem erwähnten Haftungsausschluss für andere Mittel. Die Fachstellen sind sich in diesem Punkt einig wie in keinem anderen: Verbraucherzentrale, Umweltbundesamt, Stiftung Warentest, IKW und Forum Waschen nennen alle ein bleichmittelhaltiges Vollwaschmittel in Pulverform, und keine nennt einen Maschinenreiniger. Das Forum Waschen geht noch weiter und schreibt, bei sachgemäßer Verwendung und korrekter Dosierung seien Waschmaschinen nahezu selbstreinigend.
Für die Praxis lässt sich das in einen einfachen Satz fassen, der zu fast allen Anleitungen passt: Die Pflegewäsche läuft mit einem pulverförmigen Vollwaschmittel, das Bleiche enthält, bei mindestens 60 Grad oder im Reinigungsprogramm des Geräts. Ausnahmen sind Samsung und Gorenje, deren Programme ohne Zusatz laufen sollen, und Bauknecht, wo der Hersteller seinen Entkalker empfiehlt. Flüssigwaschmittel enthalten keine Bleichmittel, schreibt Miele in seiner Fehlersuche; darauf kommt der Abschnitt zu Gerüchen weiter unten zurück. Auch bei der Temperatur des Reinigungsprogramms gibt es keine gemeinsame Linie. Sechs Anleitungen nennen 90 Grad, Hisense, Miele, beide Beko, Haier und Gorenje. Samsung nennt 70 Grad und schreibt, das Programm entferne auch angesammelten Schmutz aus der Gummi-Türdichtung. AEG und Electrolux verlangen das Baumwollprogramm mit der höchsten Temperatur, ohne eine Zahl zu nennen. Siemens, Bosch, LG und Bauknecht nennen keine Temperatur, obwohl Siemens und Bosch die Erinnerung an die Trommelreinigung blinken lassen, wenn längere Zeit kein Programm mit 60 Grad oder mehr gelaufen ist.
- Wäsche vollständig aus der Trommel nehmen; die Trommelreinigung läuft bei allen Herstellern leer.
- In der eigenen Anleitung nachsehen, was hinein gehört: Pulver mit Bleiche, Kalkschutzpulver oder ausdrücklich nichts.
- Das Reinigungsprogramm des Geräts wählen; wo es keines gibt, Baumwolle mit der höchsten Temperatur.
- Nach Programmende Tür und Schublade einen Spalt offen lassen und die Manschette trocken wischen.
- Bei Geruch die Pflege wiederholen; LG nennt dafür drei Wochen lang einmal pro Woche.
Welche Geräte neben dem Reinigungsprogramm eine Dampffunktion mitbringen und was diese über Hygiene verspricht, steht auf der Seite zur Waschmaschine mit Dampffunktion.
Behauptung: Tür und Schublade müssen nach dem Waschen offen bleiben
Ergebnis: hält. Zwölf der 13 Anleitungen raten, die Tür nach dem Waschen offen zu lassen, neun nennen ausdrücklich auch die Waschmittelschublade. Die Formulierungen reichen von einen Spalt geöffnet bei Miele und Bauknecht über etwas geöffnet bei AEG bis offen bei Samsung, das den Grund gleich mitliefert: um Gerüche und Schimmelbildung zu vermeiden. Alle fünf Fachstellen sagen dasselbe. Die Stiftung Warentest schreibt, Tür und Waschmittelkammer sollten offen bleiben, damit Restwasser verdunsten kann.
Die eine Ausnahme ist Hisense. In der Schrittfolge zum Ende des Waschprogramms steht dort als dritter Schritt: Schließen Sie die Tür! Zwei weitere Anleitungen widersprechen sich im selben Heft. LG schreibt im Kapitel zur Pflege, man solle die Tür leicht geöffnet lassen, damit die Trommel trocknen kann, und im Sicherheitskapitel, man solle die Tür des Geräts nicht offenstehen lassen. Gorenje schreibt am Programmende, man solle die Luke schließen, und in den Pflegehinweisen, man solle die Tür nach jedem Waschen offen lassen. Beko empfiehlt nach jeder Wäsche, Schublade und Tür offen zu lassen, nach der Trommelreinigung aber, die Tür zur Hälfte geschlossen zu lassen.
Warum die Sicherheitskapitel das Schließen verlangen, sagen die Anleitungen nicht. Die Hisense-Anleitung mahnt an anderer Stelle, vor dem Schließen der Tür nachzusehen, dass kein Kind in die Trommel geklettert ist. Ein Spalt, wie ihn Miele und Bauknecht empfehlen, lässt die Trommel trocknen, ohne dass die Tür weit offen steht. Wo die Maschine in einer Küche unter der Arbeitsplatte steht und die offene Tür in den Gang ragt, wird die Frage praktisch; dort hilft ein Blick auf die Tiefe bei geöffneter Tür, die auf der Seite zur unterbaufähigen Waschmaschine für fünf Geräte gegenübergestellt ist.
Behauptung: Die Türmanschette muss man schrubben
Ergebnis: hält nicht. Die Manschette, also der Gummibalg zwischen Tür und Trommel, ist die Stelle, an der sich nach den meisten Beschreibungen Wasser, Flusen und Waschmittelreste sammeln. Sieben Anleitungen verlangen, sie nach jedem Waschgang abzuwischen, Siemens, Bosch, AEG, Hisense, Gorenje und beide Beko-Anleitungen. Siemens und Bosch beschreiben den Vorgang genau: Fremdkörper und Flusen entfernen, die Manschette außen und innen mit einem feuchten Tuch reinigen und trocken wischen. Beko verlangt ein trockenes, sauberes Tuch am Ende des Programms.
Bei hartnäckigen Rückständen gehen die Ratschläge auseinander. AEG und Electrolux empfehlen eine ammoniakhaltige Reinigungscreme, ohne die Oberfläche der Dichtung zu verkratzen. Bauknecht und Haier nennen lauwarmes Seifenwasser beziehungsweise Seifenflüssigkeit. Das Forum Waschen schreibt in seiner Pflegeempfehlung für Spül- und Waschmaschinen, Rückstände am Türdichtring sollten keinesfalls mechanisch entfernt werden. Schrubben, Bürsten oder Kratzen kommt in keiner Anleitung vor; das Wort scheuernd steht dort nur in Verboten.
Wer die Manschette nach jedem Waschgang trocken wischt und die Tür danach einen Spalt offen lässt, tut nach Quellenlage das Wichtigste. Sitzen dennoch dunkle Flecken in den Falten, ist das ein Zeichen für zu seltene heiße Wäschen mit Bleiche, und der Abschnitt zum Geruch weiter unten gilt dann ebenso. Ist der Balg eingerissen oder porös, hilft keine Reinigung mehr; das ist dann ein Ersatzteil.
Behauptung: Die Waschmittelschublade braucht nur ab und zu Wasser
Ergebnis: hält nicht. Sechs Anleitungen nennen ein festes Intervall, und es ist kürzer, als die meisten Besitzer annehmen dürften. Siemens, Bosch und AEG sagen alle zwei Monate, LG ein- bis zweimal im Monat, beide Beko-Anleitungen nach jeweils vier bis fünf Wäschen. Die übrigen schreiben regelmäßig oder häufig. Gereinigt wird mit Wasser und Bürste, bei Miele mit warmem Wasser und einer Flaschenbürste für die Einsprühdüsen, bei LG ausdrücklich nur mit Wasser. AEG beschreibt, das Oberteil des Pflegemittelfachs abzunehmen und mit fließendem warmem Wasser auszuspülen, damit angesammeltes Waschmittel verschwindet, und das Oberteil danach wieder einzusetzen. Hisense verbietet, die Schublade in der Spülmaschine zu reinigen.
Den Grund liefert LG in zwei Sätzen. Der Weichspüler solle nicht länger als einen Tag in der Schublade bleiben, und wenn die Schublade nicht regelmäßig gereinigt werde, könnten Gerüche durch Schimmelbildung oder Fremdkörper entstehen. Wichtig ist auch die Öffnung, in der die Schublade sitzt: Siemens und Bosch führen sie als eigenen Schritt, AEG verlangt, alle Waschmittelreste an der Ober- und Unterseite der Aufnahme mit einer kleinen Bürste zu entfernen. Das Forum Waschen und der IKW raten, die Einspülkammer nach dem Waschen etwas herauszuziehen, damit sie trocknet. Samsung nennt dafür einen eigenen Grund: Um Kalkablagerungen zu verhindern, solle die Schublade nach jedem Waschgang offen stehen. Wer mit Weichspüler wäscht, sieht die Kammer besser öfter an; LG begrenzt die Zeit, die Weichspüler in der Schublade bleiben darf, auf einen Tag.
Behauptung: Das Flusensieb reinigt man erst, wenn nichts mehr abläuft
Ergebnis: hält nicht. Das Flusensieb, je nach Hersteller Laugenpumpe, Pumpenfilter, Ablauffilter oder Fremdkörperfalle genannt, sitzt hinter einer Klappe unten an der Front. Elf der 13 Anleitungen nennen ein Intervall, und die Spanne reicht von einmal im Monat bei Haier und Gorenje über alle zwei Monate bei Samsung, alle drei Monate bei Beko und Bauknecht und alle sechs Monate bei LG bis zweimal im Jahr bei AEG und mindestens einmal im Jahr bei Siemens und Bosch. Nur Hisense und Miele nennen keinen Rhythmus, sondern Anlässe: Hisense nach flauschiger, wolliger oder sehr alter Wäsche, Miele bei Störungen.
Bauknecht widerspricht sich in derselben Datei. Auf Seite drei heißt es, die Waschmaschine habe eine selbstreinigende Pumpe, für die keine Wartung erforderlich sei. Auf Seite sechs heißt es, man solle den Wasserfilter regelmäßig alle drei Monate reinigen. Hisense ergänzt einen Hinweis zum Zudrehen: Für eine gute Abdichtung müsse die Dichtung des Filters sauber sein. Siemens und Bosch beschreiben, woran man eine verstopfte Pumpe erkennt: klackernde Geräusche, ein Fehlercode im Display, Waschlauge, die nicht abgepumpt wird. Die Anleitung warnt, die Lauge könne nach heißen Programmen heiß sein, und verlangt, vorher den Wasserhahn zu schließen, das Gerät auszuschalten und den Netzstecker zu ziehen.
Ein zweites Sieb übersehen die meisten: das im Wasserzulauf, am Anschluss des Schlauchs. Fünf Anleitungen nennen dafür ein Intervall, Miele und LG etwa alle sechs Monate, Samsung ein- bis zweimal im Jahr, AEG zweimal im Jahr; LG verkürzt es bei sehr hartem Wasser. Siemens und Bosch nennen es nur als Abhilfe, wenn der Fehlercode für fehlenden Wasserzulauf erscheint. Wer beide Siebe zweimal im Jahr kontrolliert, liegt bei fast allen Herstellern im empfohlenen Bereich, bei Haier und Gorenje für das Flusensieb aber noch zu selten. Die Siemens-Anleitung beschreibt das Vorgehen für das Flusensieb so genau, dass es sich als Ablauf für fast jedes Gerät eignet:
- Wasserhahn schließen, Gerät ausschalten, Netzstecker ziehen.
- Die Wartungsklappe unten an der Front öffnen und abnehmen.
- Ein flaches Gefäß unterstellen, den Entleerungsschlauch aus der Halterung nehmen und die Verschlusskappe abziehen. Vorsicht nach heißen Programmen: Die Lauge kann heiß sein.
- Nach dem Entleeren die Kappe aufdrücken, den Pumpendeckel vorsichtig herausdrehen, weil noch Restwasser kommen kann.
- Innenraum, Gewinde und Pumpengehäuse reinigen; prüfen, ob sich das Flügelrad drehen lässt.
- Den Deckel bis zum Anschlag zudrehen, der Griff muss senkrecht stehen.
- Vor der nächsten Wäsche einen Liter Wasser in die Kammer für die Hauptwäsche geben und ein Abpumpprogramm starten, damit kein Waschmittel ungenutzt in den Ablauf fließt.
Der letzte Schritt ist der unauffälligste, und Siemens begründet ihn genau: Ohne ihn fließt Waschmittel der nächsten Wäsche ungenutzt in den Ablauf.
Behauptung: Flüssigwaschmittel und kalte Programme lassen die Maschine müffeln
Ergebnis: hält. Drei Anleitungen sagen es wörtlich. Miele schreibt, beim Waschen mit niedrigen Temperaturen oder Flüssigwaschmittel bestehe die Gefahr von Keim- und Geruchsbildung. Hisense und Gorenje schreiben fast gleich, wer häufig bei niedrigen Temperaturen und mit Flüssigwaschmitteln wasche, begünstige Bakterien beziehungsweise Mikroorganismen und unangenehme Gerüche. Sechs weitere Anleitungen nennen die niedrigen Temperaturen ohne das Flüssigwaschmittel, darunter AEG und Electrolux mit dem Hinweis, häufige Programme mit niedriger Temperatur könnten zu Waschmittel- und Flusenansammlungen und Bakterienbildung in Trommel und Bottich führen; drei Anleitungen sprechen ausdrücklich von Biofilm.
Bei der Frage, wie heiß die Wäsche gegen einen schon vorhandenen Geruch sein muss, gehen zwei Fachstellen auseinander. Die Stiftung Warentest rät in ihren frei zugänglichen Tipps, bei müffelnder Wäsche oder Maschine einen Kochwaschgang mit pulverförmigem Vollwaschmittel ohne Wäsche einzulegen. Die Verbraucherzentrale schreibt, es reiche eine 60-Grad-Wäsche mit Vollwaschmittel in Pulverform. Einig sind sich beide beim Pulver; bei der Temperatur entscheidet am Ende das Reinigungsprogramm des eigenen Geräts, das bei sechs Anleitungen ohnehin 90 Grad erreicht. Die Stiftung Warentest beschreibt den Vorgang auch aus der Sicht der Wäsche: Mit der Zeit bilde sich ein Biofilm, dessen intensiver Geruch sich auf die Wäsche übertragen könne. Der Zusammenhang steckt in den Empfehlungen aller Fachstellen, die für die Pflegewäsche bleichmittelhaltiges Pulver nennen, und in einem Satz aus der Miele-Anleitung: Flüssigwaschmittel enthalten keine Bleichmittel. Electrolux empfiehlt entsprechend Pulver mit Bleiche für Kochwäsche und Flüssigwaschmittel vorzugsweise für Programme mit niedriger Temperatur. Vier Anleitungen ergänzen eine Ursache, an die selten jemand denkt: zu wenig Waschmittel. AEG und Electrolux nennen Schimmelbildung im Gerät als Folge, Miele ebenfalls, Hisense Kalk.
Daraus folgt nicht, dass Flüssigwaschmittel verboten wären. Siemens empfiehlt es für dunkle Wäsche ausdrücklich. Es folgt nur, dass ein Haushalt, der überwiegend flüssig und kalt wäscht, die Pflegewäsche mit Pulver und Wärme nicht weglassen kann. Wie warm das Eco-Programm die Wäsche tatsächlich macht und warum das mit der Trommelgröße zusammenhängt, zeigt die Auswertung auf der Seite zur Energieeffizienz von Waschmaschinen, die den Labelwert und seine Messbedingungen erklärt.
Behauptung: Hygienespüler und Chlorreiniger machen die Maschine keimfrei
Ergebnis: hält nicht. Sechs der 13 Anleitungen warnen vor Chlor oder Chlorbleiche, Siemens, Bosch, AEG, Electrolux, Hisense und Haier. Hisense nennt den Grund: Bleichmittel auf Chlorbasis könnten das Heizgerät beschädigen. Gorenje rät aus demselben Grund von Bleichmitteln überhaupt ab, weil diese den Heizstab beschädigen könnten, und Beko verbietet Reinigungsmittel mit Bleiche für die Trommel, empfiehlt aber Kalkschutzpulver. AEG verbietet chlorhaltige Reiniger für die Metallflächen und chlorierte Scheuermittel für die Trommel.
Hygienespüler, also Desinfektionsmittel für die Wäsche, sehen die Fachstellen für den normalen Haushalt nicht vor. Das Umweltbundesamt schreibt auf seiner Seite zur Hygiene im Privatbereich, im gesunden Privathaushalt und bei normal verschmutzter Wäsche sei keine zusätzliche Desinfektion mit sogenannten Hygienespülern erforderlich. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Hygienespüler das Abwasser mit Desinfektionsmitteln belasten, die Verbraucherzentrale Hamburg führt sie auf ihrer Liste überflüssiger Produkte. Der IKW sieht sie für den Sonderfall vor, dass Textilien weder Bleiche noch hohe Temperaturen vertragen.
Das Umweltbundesamt geht auf seiner Seite zu Waschtemperaturen noch einen Schritt weiter: Eine Desinfektion oder das Kochen der Wäsche sei nicht erforderlich; nur bei ansteckenden Erkrankungen könne eine höhere Temperatur von 60 oder 95 Grad beitragen. In seinem älteren Ratgeber zum umweltbewussten Waschen heißt es, Kochwäsche solle im Haushalt die Ausnahme sein. Für die Maschine selbst gilt dasselbe wie für die Wäsche: Keimfrei muss sie nicht sein, und keine der Quellen verlangt das. Verlangt wird, dass sich kein Biofilm hält, und dafür nennen alle dieselben zwei Mittel, Wärme und Bleiche in Pulverform. Haier ist die einzige Anleitung, die bei Bedarf ein spezielles Desinfektionsmittel für Baumwolle und Synthetik erwähnt, und das im Zusammenhang mit der Wäsche, nicht mit der Maschine.
Vor dem ersten Waschgang und nach einer langen Pause
Pflege beginnt bei manchen Herstellern schon vor der ersten Wäsche. Hisense verlangt, vor dem ersten Waschgang mit dem Trommelreinigungsprogramm alle Verunreinigungen aus der Trommel zu entfernen, alternativ die Trommel mit einem weichen, feuchten Tuch auszuwischen. Siemens und Bosch weisen darauf hin, dass im Werk ein Funktionstest durchgeführt wurde, bei dem Wasserflecken im Gerät entstehen können, die der erste Waschgang entfernt. AEG warnt, beim Auspacken könne Wasser aus dem Ablaufschlauch austreten, das aus dem Waschmaschinentest im Werk stamme. Wasser in einer neuen Maschine ist also kein Zeichen für ein gebrauchtes Gerät.
Hisense verlangt außerdem, die Maschine stets mit einem neuen Wasserzulaufschlauch anzuschließen und einen alten nicht wiederzuverwenden, und nach dem Waschgang den Wasserhahn zu schließen und den Netzstecker zu ziehen. Siemens und Bosch nennen als Anlass für eine Trommelreinigung ausdrücklich, dass das Gerät längere Zeit nicht benutzt wurde. Wer nach einem Urlaub, einem Umzug oder in einer Ferienwohnung eine Maschine wieder in Betrieb nimmt, die Wochen gestanden hat, beginnt deshalb mit einem Reinigungsprogramm oder einer Wäsche bei 60 Grad und lässt danach Tür und Schublade offen.
Nach einem Umzug gehören die Transportsicherungen wieder eingesetzt, die Siemens und Bosch für einen späteren Transport aufzubewahren raten; beim Aufstellen am neuen Ort müssen sie wieder heraus. Das ist keine Reinigungsfrage, aber eine Pflegefrage: Nicht entfernte Transportsicherungen können nach der Siemens-Anleitung zu Sachschäden und Geräteschäden führen. Wie die Maschine danach ausgerichtet wird und was beim Aufstellen in einer Küchenzeile zu beachten ist, steht ausführlich in den Kaufseiten dieses Themenbereichs, für Frontlader allgemein auf der Seite zu Frontlader-Waschmaschinen.
Sechs Anleitungen, die sich im selben Heft widersprechen
Die Behauptungen aus dem Netz sind nicht das einzige Problem. Sechs der 13 Anleitungen sagen an zwei Stellen Verschiedenes, und wer nur eine der beiden Stellen liest, handelt nach Anleitung und trotzdem falsch. Die Liste ist kurz und konkret. Hisense empfiehlt im Sicherheitsteil, zum Entkalken nur Mittel mit Korrosionsschutzzusatz zu verwenden, und schreibt einige Seiten weiter, Entkalkungsmittel könnten die Waschmaschine beschädigen. LG verlangt in der Pflege eine leicht geöffnete Tür und im Sicherheitskapitel eine geschlossene. Gorenje schreibt am Programmende, man solle die Luke schließen, und in den Pflegehinweisen, die Tür solle offen bleiben.
Beide Beko-Anleitungen verbieten im Sicherheitsteil, das Gerät mit Haushaltsreinigern, Seife oder Reinigungsmitteln zu säubern, und empfehlen im Wartungsteil Seifenwasser oder ein mildes Gel-Reinigungsmittel. Bauknecht nennt die Pumpe auf Seite drei selbstreinigend und wartungsfrei und verlangt auf Seite sechs, den Filter alle drei Monate zu reinigen. Beko nennt außerdem für die Trommelreinigung zwei Intervalle, alle zwei Monate und alle ein bis zwei Monate.
Für den Besitzer folgt daraus eine Regel, die einfacher klingt, als sie ist: Bei einem Widerspruch gilt die vorsichtigere Stelle. Das ist meist die mit dem kürzeren Intervall, dem schonenderen Mittel und dem Hinweis, der nicht schaden kann, also der Filter alle drei Monate statt nie und die Tür einen Spalt offen statt ganz zu oder ganz auf. Wer unsicher ist, fragt den Kundendienst des Herstellers, dessen Rufnummer auf der Kontaktseite des Herstellers steht. Welche Hersteller insgesamt welchen Service bieten, ordnet die Seite Welche Waschmaschine ist die beste ein.
Der Pflegeplan zum Ausdrucken
Der Plan fasst zusammen, worin sich die meisten Anleitungen und alle Fachstellen einig sind. Wo die eigene Anleitung ein kürzeres Intervall nennt, gilt das kürzere. Wo sie ein Mittel ausdrücklich verbietet, gilt das Verbot.
| Wann | Was | Womit | Wer es so sagt |
|---|---|---|---|
| Nach jedem Waschgang | Tür und Schublade einen Spalt offen lassen | nichts | 12 von 13 Anleitungen, alle fünf Fachstellen |
| Nach jedem Waschgang | Türmanschette trocken wischen, Fremdkörper entfernen | feuchtes, dann trockenes Tuch | 7 Anleitungen |
| Alle zwei Wochen bis einmal im Monat | Wäsche bei 60 °C oder Reinigungsprogramm | Vollwaschmittel in Pulverform mit Bleiche, sofern die Anleitung nichts anderes sagt | Umweltbundesamt, Verbraucherzentrale, Stiftung Warentest, IKW, Forum Waschen; 6 Anleitungen monatlich |
| Alle ein bis zwei Monate | Waschmittelschublade und ihre Öffnung reinigen | warmes Wasser, Bürste | Siemens, Bosch, AEG, LG; Beko öfter |
| Alle drei bis sechs Monate | Flusensieb und Sieb im Wasserzulauf kontrollieren | fließendes Wasser, Gefäß und Tuch für Restwasser | Beko, Bauknecht, LG, Miele; Haier und Gorenje monatlich |
| Nur bei sichtbarem Kalk | Entkalken | nur das Mittel, das die eigene Anleitung nennt | Miele, Stiftung Warentest, Verbraucherzentrale; AEG und Electrolux zweimal im Jahr |
Für das Gehäuse sind sich alle 13 Anleitungen in einem Punkt einig: keine Lösungsmittel. Sieben verbieten zusätzlich Alkohol, darunter Siemens, Bosch, Samsung und AEG. Miele warnt, lösemittelhaltige Reiniger, Scheuermittel, Glas- oder Allzweckreiniger könnten Kunststoffoberflächen beschädigen, Bauknecht verbietet Glas- und Allzweckreiniger ebenfalls. AEG verlangt ausschließlich Neutralreiniger, Samsung einen nicht scheuernden Haushaltsreiniger, Bauknecht und Haier ein Tuch mit lauwarmem Seifenwasser. Die Beko-Anleitungen widersprechen sich in genau diesem Punkt. Für die Trommel aus Edelstahl nennen Miele und AEG einen Edelstahlreiniger, AEG ausdrücklich ohne Stahlwolle und Metallschwämmchen.
Was nicht in den Plan gehört, ist ebenso wichtig. Essig steht nicht darin, weil alle Fachstellen abraten. Hygienespüler stehen nicht darin, weil das Umweltbundesamt sie im gesunden Haushalt für unnötig hält. Ein zusätzlicher Wasserenthärter steht nicht darin, weil seine Notwendigkeit zwischen 14 und 30 Grad deutscher Härte umstritten ist; wer eine Hisense- oder Gorenje-Maschine besitzt und über 14 Grad liegt, folgt der eigenen Anleitung. Und das Entkalken nach Kalender steht nicht darin, weil es bei richtiger Dosierung nach Miele, Stiftung Warentest und Verbraucherzentrale nicht nötig ist.
Wenn es riecht, schmiert oder steht: Symptom, Ursache, erster Griff
Die Tabelle ordnet die häufigsten Anzeichen den Ursachen zu, die in den Anleitungen genannt werden. Sie ersetzt nicht die Fehlertabelle des eigenen Geräts, gibt aber die Reihenfolge vor, in der man nachsieht.
| Symptom | Wahrscheinliche Ursache | Was zuerst zu prüfen ist |
|---|---|---|
| Muffiger Geruch aus Trommel oder Wäsche | Biofilm durch kalte Programme, Flüssigwaschmittel, zu wenig Waschmittel | 60-Grad-Wäsche mit Pulver und Bleiche; Tür und Schublade offen lassen; LG: bei Geruch drei Wochen lang einmal pro Woche Trommelreinigung |
| Dunkle Flecken in der Manschette | stehendes Wasser, Waschmittelreste | nach jedem Waschgang trocken wischen; nicht scheuern |
| Schwarze oder schmierige Reste in der Schublade | angetrocknetes Waschmittel, Weichspüler länger als einen Tag im Fach | Schublade herausnehmen, mit Wasser und Bürste reinigen, Aufnahme mitreinigen |
| Wasser bleibt stehen, Maschine schleudert nicht | verstopftes Flusensieb oder geknickter Ablaufschlauch | Wasserhahn zu, Gerät aus, Netzstecker ziehen; Restwasser ablassen; Sieb reinigen |
| Klackern beim Abpumpen | Fremdkörper in der Pumpe | Siemens und Bosch nennen dafür einen Fehlercode; Pumpe reinigen, Flügelrad prüfen |
| Maschine zieht kein Wasser | Sieb im Wasserzulauf zugesetzt, Hahn zu, Schlauch geknickt | Hahn prüfen, Schlauch prüfen, Zulaufsieb reinigen |
| Kalkflecken an Tür oder Manschette | zu wenig Waschmittel bei hartem Wasser | Dosierung nach Härtebereich prüfen; Entkalker nur nach Anleitung |
Bleibt ein Geruch trotz zweier Pflegewäschen, kann die Ursache auch hinter der Maschine liegen: Die Siemens- und Bosch-Anleitung nennen ein verstopftes Abflussrohr oder einen verstopften Ablaufschlauch ausdrücklich als Störungsursache. Steht nach einem Programm Wasser in der Trommel und meldet das Gerät einen Fehler, ist es kein Pflegefall mehr. Die Grenze zwischen Pflege und Defekt verläuft dort, wo die Fehlertabelle der Anleitung auf den Kundendienst verweist; welche Rechte dann gelten, von der Gewährleistung bis zur Reparaturpflicht des Herstellers, beschreibt der Ratgeber Waschmaschine reparieren lassen. Wer überlegt, ob sich bei einem älteren Gerät die Reparatur noch lohnt oder ein Neukauf sinnvoller ist, findet die Einordnung der günstigen Preisklasse über die ersten Jahre auf der Seite zu Waschmaschinen unter 500 Euro.
Was die Pflegewäsche bei 60 Grad im Jahr kostet
Die Pflegewäsche muss nicht leer laufen; die Fachstellen empfehlen eine gewöhnliche Wäsche bei 60 Grad mit Pulver. Mehr kostet sie nur gegenüber der Wäsche, die man sonst gewaschen hätte. Die Programmtabelle der Siemens-Anleitung nennt für Baumwolle mit voller Beladung von neun Kilogramm 1,290 Kilowattstunden bei 40 Grad und 1,750 bei 60 Grad, bei gleichem Wasserverbrauch von 98 Litern. Der Unterschied beträgt 0,46 Kilowattstunden je Waschgang.
Mehrverbrauch der Pflegewäsche gegenüber 40 Grad
Ausgangswert ist eine Pflegewäsche im Monat bei 60 statt 40 Grad. Die Profile rechnen die anderen Rhythmen aus den Empfehlungen des Umweltbundesamts.
Mehrverbrauch Strom
Differenz Baumwolle 60 °C zu 40 °C aus der Programmtabelle der Siemens-Anleitung WU14UT42, 12 Pflegewäschen im Jahr; der Strompreis ist eine Annahme dieser Seite und im Feld veränderbar.
- Mehrverbrauch Strom: 5,52 kWh im Jahr mal 0,37 = 2,04 Euro im Jahr
Laufende Kosten: 2,04 Euro im Jahr
Über ein Jahr: 2,04 Euro
| Profil | Mehrverbrauch Strom | Im Jahr | Über 10 Jahre |
|---|---|---|---|
| Einmal im Monat12 Pflegewäschen, Verbraucherzentrale und Stiftung Warentest | 5,52 kWh im Jahr2,04 Euro | 2,04 Euro | 20,42 Euro |
| Alle zwei Wochen26 Pflegewäschen, Umweltbundesamt 2026 | 11,96 kWh im Jahr4,43 Euro | 4,43 Euro | 44,25 Euro |
| Jede fünfte Wäsche32 von 160 Waschgängen, Umweltbundesamt 2026 | 14,72 kWh im Jahr5,45 Euro | 5,45 Euro | 54,46 Euro |
Programmtabelle der Gebrauchs- und Montageanleitung Siemens WU14UT42; Rhythmen nach Umweltbundesamt, Verbraucherzentrale und Stiftung Warentest, gelesen am 07.10.2026. Strompreis und 160 Waschgänge im Jahr sind Annahmen.
Die Rechnung läuft allein im Browser. Es wird nichts gespeichert und nichts übertragen.
Bei einer Pflegewäsche im Monat sind das 5,52 Kilowattstunden im Jahr, bei 0,37 Euro je Kilowattstunde rund 2,04 Euro. Folgt man der strengsten Empfehlung des Umweltbundesamts, jede fünfte Wäsche bei 60 Grad, sind es bei 160 Waschgängen im Jahr 32 Pflegewäschen und rund 5,45 Euro. Die Werte gelten für volle Beladung und für dieses eine Gerät; andere Geräte und kleinere Ladungen verbrauchen anders. Am Verhältnis ändert das wenig: Die Pflegewäsche kostet im Jahr einen kleinen einstelligen Eurobetrag, und das ist der Preis der Empfehlung, über die sich alle Fachstellen einig sind. Wie sich die Geräte selbst im Verbrauch unterscheiden, zeigt die Seite zum Waschmaschinen-Vergleich.
Ein Maschinenreiniger oder Entkalker kostet zusätzlich, und das ohne Not, wenn die eigene Anleitung ihn nicht verlangt. Eine leere Trommelreinigung bei 90 Grad verbraucht Strom und Wasser, ohne dass Wäsche gewaschen wird; für ihren Verbrauch nennt keine der gelesenen Anleitungen einen Wert. Wer die Wahl hat, wäscht die Pflegewäsche deshalb mit Wäsche, die 60 Grad verträgt, wie Handtücher und Bettwäsche aus Baumwolle, und nutzt das Reinigungsprogramm des Geräts dann, wenn die Anzeige es verlangt.
Was in keiner Anleitung steht
Drei Fragen, die in Suchanfragen ständig auftauchen, beantwortet keine der 13 Anleitungen. Die erste ist die nach der Temperatur, bis zu der Zitronensäure eingesetzt werden darf. Miele empfiehlt einen Entkalker auf Zitronensäurebasis, nennt aber keine Temperatur, und die Verbraucherzentrale empfiehlt 60 Grad. Die oft zu lesende Grenze von 40 Grad steht in keiner geöffneten Quelle. Die zweite ist die nach dem Verbrauch einer leeren Trommelreinigung bei 90 Grad; die Programmtabellen nennen ihn nicht. Die dritte ist die nach dem Grund, warum Siemens und Bosch ihr Reinigungsintervall an Waschgänge mit 40 Grad oder weniger koppeln, ohne die Temperatur des eigenen Reinigungsprogramms zu nennen.
Dazu kommt eine Lücke bei den Unterlagen selbst. Bei Siemens und Bosch steht das Verfahren zum Entkalken laut gedruckter Anleitung nur in einer digitalen Fassung. Bei Bauknecht hing am Angebot eine Mikrowellen-Anleitung, bei Samsung ein Bildscan ohne Text. Für Candy, Grundig und Midea ließ sich keine verwertbare Anleitung finden. Wer ein Gerät dieser Marken besitzt, sollte die Anleitung beim Hersteller anfordern, bevor er auf Ratgeberseiten zurückgreift. Für den Trockner, der oft neben der Waschmaschine steht und eigene Pflegeteile hat, gelten wieder andere Intervalle; die Übersicht zum Wäschetrockner ordnet sie ein.
Der eine Satz, der übrig bleibt
Eine Waschmaschine hält sich sauber, wenn sie regelmäßig warm mit Pulver wäscht und danach offen trocknen darf, und alles, was darüber hinausgeht, steht in der eigenen Anleitung oder gehört nicht hinein.

